Hitlerglocke von Herxheim



Die Hitlerglocke von Herxheim

Braune Schatten liegen z.Zt. über das Glockengeläut von Herxheim am Berg. Seit mehr als 80 Jahren ruft die mit einer Nazi-Inschrift versehenen, 240kg schweren Glocke zum Gottesdienst. Der Pfarrer und der Bürgermeister des Ortes sehen das gelassen und ein Austausch ist nicht geplant. Außerdem sind ja noch zwei weitere Glocken im Einsatz, die alle aufeinander abgestimmt sind. Aber eine ehemalige Organistin hat zum Affront aufgerufen und fordert eine „kreative, kritische Lösung“.

Die Leiterin des Denkmalschutzes, Frau Kaiser, sprach sich ebenfalls dafür aus, die Glocke im Turm der 1000Jahre alten evangelischen Kirche zu lassen und weiter zu benutzen. Sie sei ein mahnendes Andenken an etwas, „was man lieber vergessen möchte“. Frau Kaiser ist der Meinung, man habe etwas zu bewahren, was unter Denkmalschutz stehe, auch wenn es schmerzlich ist.

Ich frage mich, gibt es nichts Wichtigeres als ein politisches Gutachten? Hat die Kirche zu viel Geld? Kann der Gemeinderat nicht allein über das Glockengeläut abstimmen?

Immerhin gewinnt Herxheim durch die Hitlerglocke an ungeahnter Popularität und sollte von Kirche und Gemeinde genutzt werden.


Schreibteufel3

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Kommentare (6)

Ferdinand07

Aberglaube! Glocke ist Glocke...egal was draufsteht. Mit dem Verstand und der Seele muss man sich vom dritten Reich und den Nazi´s distanzieren, aber nicht mit so albernen Äußerlichkeiten. Kann man den Schriftzug nicht einfach wegflexen, siehe schorch: " Die meisten Inschriften auf Glocken sind erhaben (stehen vor). Es wäre also ein Leichtes, diese abzuschleifen. Und der Ton würde sich kaum 1/1000stel Note heben."
 

Framon
Framon
Mitglied

Sehr geehrter Schreibteufel,

eine Frage die ich gerne stellen würde ;

warum bezeichnen Sie ein Gotteshaus, das geschätzte 1000 Jahre alt ist, als" Hitlerkirche"???

Weil da eine Glocke die im 3. Reich gegossen wurde in der Glockenstube  hängt ? . 

Etwas sehr reißerischer Titel, ehrlich gesagt nimmt mir sowas die Lust zur Diskussion.

Schreibteufel3
Schreibteufel3
Mitglied

Antwort an schorch

Die Inschrift haben bis jetzt  nur wenige gesehen oder gelesen. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Warum abschleifen? Ist sie nicht ein Mahnmal für eine Zeit, die wir nie wieder erleben wollen?

Schreibteufel

Schreibteufel3
Schreibteufel3
Mitglied

Antwort an Silesio,

ich habe gerade Deinen Kommentar gelesen. Ich brauche keine Fronten zum Austoben.
Ich habe lediglich Fragen gestellt. Nun frage ich Dich: Warum gehört das Thema nicht in den ST? Das interessiert mich jetzt wirklich.

Schreibteufel
 

schorsch
schorsch
Mitglied

Die meisten Inschriften auf Glocken sind erhaben (stehen vor). Es wäre also ein Leichtes, diese abzuschleifen. Und der Ton würde sich kaum 1/1000stel Note heben.

silesio
silesio
Mitglied

Dieses Thema gehört meiner Ansicht nach nicht in den ST, vor allem mit der in diesem Zusammenhang völlig aus der Luft gegriffenen Frage: Hat die Kirche zu viel Geld?
Mag Schreibteufel seine Voruteile an anderen Fronten austoben!
Silesio


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