Sonntags


Sonntags

Wünsche einen Fröhlichen Sonntag!

Wie immer habe ich früh die Kurve gekriegt und bin als Christ durch einen Wald gegangen, in dem die Stille eines Domes herrschte.
Nur die Waldchorknaben sangen vielstimmig das Kyrie Elaison aber nicht auf Latein, sondern pfiffen es auf der Vogelsprache.
Dazu rauschten die Blätter des Domes, wie von einer Orgel gespielt auf mich herab.
Es war himmlisch, wie man so sagt.
Nach einem solchen Kirchenbesuch schenke ich mir gerne einen doppelten Espresso ein, als Ersatz für den Leib Gottes; und dann ist die Welt in mir und um mich herum in Ordnung.
Heute fiel mir an unserem „Küchelchen“ auf, wie armselig sie doch gegen die riesigen Kochstudios in machen Wohnungen ist, die man aber nicht zum Kochen- weil das findet in den Kochshows der Fernsehsender statt-, sondern zum Protzen benutzt.
Ganz am Anfang dieser Küche war sie ganz im Braun der 70er gehalten. In den 80ern war Braun nicht mehr modern und so wurde sie in Cremweiss umgemalert und sie erhielt eine Arbeitsplatte aus einem Art von Marmor.
Zwischendurch wurden Kochplatte und Backofen erneuert und eine Kaffeemaschine kam hinzu.
Es ist ein Platz in dem man alleine aber auch zu mehrere Personen (ich hab schon einmal 6 Personen gezählt) werkeln können, ohne dass etwas anbrennt.

Es ist eine heimelige Küche in der noch wirklich mit Herz täglich gekocht wird.

Jederzeit entstanden hier auf kleinstem Raum ein Fünfgängemenü und wir bewirteten schon aus diesem kleinen Raum heraus eine ganze Familienfiesta mit über 20 Personen.

Nun heute an diesem Sonntagmorgen, möchte ich mich bei dir , du kleine Küche bedanken.

Terry

Heute gibt es einfache Badisch/Schwäbische Kuchi (Küche) mit kleiner Vorspeise und süßer Nachspeise und dazu ein Glas Gutedel aus dem Markgräflerland.
Guten Appetit
 


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Kommentare (4)

Lavendelheide

Hallo Terry,

ein guter Tropfen wie den Gutedel mag ich auch sehr gerne. Deine Küche wäre mir wirklich zu klein und zu vollgestellt. Ich habe eine große Küche, denn ich habe oder hatte immer 5 Personen zu bekochen und wir sitzen auch in "unserer Küche".
Es ist eben alles Gewohnheit.

Es grüßt Lavendelheide

Muscari

Tja, den Wald mit einem Dom zu vergleichen, könnte passen.
Ich finde es schön, wenn Du dies immer wieder genießen kannst.

Dagegen gefällt mir die Küche auf Deinem Foto weniger.
Und schon gar nicht die modernen protzigen Küchen aus Prospekten.
Es geht nichts über eine gemütliche  Küche, nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Sitzen an einem schön gedeckten Tisch.
Dabei denke ich an meinen Schatz, der es immer genossen hat, sein Glas Rotwein am Küchentisch zu genießen und mir beim Zubereiten einer leckeren Mahlzeit zuzuschauen.
Auch wenn ihm dabei vor Müdigkeit fast die Augen zufielen.
😄
Mit liebem Gruß von
Andrea

Maultasche

@Terry
schön erzählt, Danke .......nur, ob sich da die Köchin nicht zurückgestellt fühlt.  Du wirst es mit nem täglichen Schmatzler schon richten gell? 
Schönen Tag zu Dir und in die Runde .......die Mauli  😏

ladybird

Hallo Terry,
 

Vielleicht erinnerst Du dich : Kinder, Küche, Kirche (auch genannt die drei K) ist eine stehende Wendung, die die soziale Rolle der Frau nach konservativen Wertvorstellungen beschreibt. Du beläßt es bei den zwei Ks...und schließlich nur noch bei einem K.
In Deiner gemütlichen Küche könnte ich "hocken" bleiben, sieh, ich habe nur eine "Außenküche", die ist mehr für den Sommer
IMG_3392.JPGim Winter bleibt die Küche kalt, dann halten wir Diät.......
Deine Sonntagsgeschichte hat den Sonntag direkt "belebt",
mit Dank und Gruß
ladybird


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