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Aktuelle Themen Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!

arno
arno
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von arno
als Antwort auf angelottchen vom 30.07.2008, 21:20:00
Hallo, angelottchen,

jetzt wirst Du wieder persönlich. Warum?
Das hast Du bestimmt nicht nötig.
Bitte, schreib doch mal was zum Thema.

Viele Grüße
--
arno
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf arno vom 30.07.2008, 21:23:51
ach arno, was erwartest du denn auf diese art von thesen ???

denk mal anders herum: die armen dieser welt retten schlussendlich die welt fahren kein auto und brauchen ergo kein öl und verschmutzen die luft nicht.

das ist genau so ein blödsinn wie deine these


--
angelottchen
carlotta
carlotta
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von carlotta
als Antwort auf arno vom 30.07.2008, 20:38:38
euer staat schreit doch nach kinder, und unserer auch. und wenn sie dann kommen, hat der staat auch die pflicht die jungen familien zu unterstützen. für junge familien kann ohnehin nicht genug getan werden.
--
carlotta

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heide
heide
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von heide
als Antwort auf arno vom 30.07.2008, 18:11:17
Arno, mein Leben war bislang sowohl von Tiefen als auch von Höhen belegt. In Zeiten der unverschuldeten “Tiefen“ gab es nicht wenige Stunden, in denen ich den Groschen dreimal umdrehen musste, um für meine Kinder und mich Sorge tragen zu können. Da ich aber bestrebt war, dem Dilemma ein Ende zu setzen, habe ich sowohl meinen Verstand als auch meine Hände walten lassen......und siehe da, heute lebe und erlebe ich die von mir angestrebten Höhen.
Ergo: Setze deine Geisteskraft überlegt ein, und der Weg in die Armut wird dir – vielleicht - erspart bleiben.

(meine Antwort zum Thema)

heide
hugo
hugo
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von hugo
als Antwort auf heide vom 30.07.2008, 21:45:02
hallo heide,, das solls geben aber Millionen können schuften und klug sein noch und nöcher,,, sie brauchen auch das nötige Umfeld ( die vom Staat organisierten Möglichkeiten)

Ich selber bin das allerbeste Beispiel dafür:

-ich bin nicht übermäßig fleißig,,
-Ich bin nicht übermäßig klug,,
-ich bin nicht übermäßig sparsam

ich hatte eben nur dutzendemal ein Riesenglück im Leben und zu allerletzt die einmalige
Chance, länger als Andere ungekündigt im Job zu bleiben und somit länger ein höheres monatliches Einkommen abzufassen und somit Sparen zu können.

das hatte mit Tüchtigkeit allein, mit Sparsamkeit rein gar nix zu tun so wie die Armut von Millionen eben nicht von ihnen selbst verursacht ist.

Ich könnte mich jetzt auch hinstellen, mir auf die Brust klopfen und behaupten: Meine Leistung, Meine Intelligentz, Mein Fleiss, Meine Ausdauer, Meine Geschicklichkeit,,,

nix da, alles Quatsch,,,wär ich -wie viele Andere auch, 1990 am Falschen Fleck (sprich falschem Betrieb und Beruf) tätig gewesen, hätte ich ein anderes Alter gehabt, eine andere Ausbildung (nicht Bildung) ich hätte mich fortan auch auf dem Arbeitsamt wiedergefunden und wäre vermutlich mein restliches lLeben nie wieder auf einen grünen Zweig gekommen wie so viele andere völlig unschuldig und fast ohne Chancen,,

Mein Nachbar wollte sich mit der Arbeitslosigkeit nicht abfinden,,der hat sich bemüht und wurde angeschmiert und ausgenommen und ausgebeutet bei Hinz und Kunz, da hat er sich selbständig gemacht.

Als die Kunden nicht mehr zahlten (konnten und/oder wollten) ging er Pleite und zum Arbeitsamt, bekam aber kein Geld ,,er musste erst sein Erspartes aufbrauchen,,als dies alle war, erfuhr er das er eigentlich 200 Euro pro Lebensjahr (oder sogar noch mehr ?)fürs Alter hätte zurückbehalen können,,,,futsch alles futsch die auf dem Amt schütteln nur bedauernd die Schultern, mal wieder Pech gehabt, zurück bekommt er nix,,

Nun ist er verarmt, verschuldet, verbittert, sein ganzer Fleiss hat ihm nur noch mehr geschadet,,und er ist kein Einzelfall hier ,,,
--
hugo
miriam
miriam
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von miriam
als Antwort auf heide vom 30.07.2008, 21:45:02
Die Art wie hier am Anfang eines der größten Probleme unserer Gesellschaft vom Threaderöffner angepackt wurde ist so erbärmlich, dass ich persönlich nach meinem ersten Beitrag, erstmal verstummt bin.

Eine Antwort an dich erst, Heide: natürlich kann man dich beglückwünschen zu deinem mutigen und schwierigen Weg, andererseits ist dies ein so genanntes Fallbeispiel, ohne jedwede Konsequenz für die Gesellschaft.
Denn über was hier eigentlich gesprochen werden sollte, ist das Phänomen der Prekarisierung, das Entstehen einer neuen geselschaftlichen Schicht, die immer mehr zunimmt.

So lange man aber nur von einer "neuen Armut" in Deutschland sprach, fand dies nicht die entsprechende Aufmerksamkeit. Als aber vor ca zwei-drei Jahren das Wort Prekariat in soziologischen Studien bzw, auch in den Medien aufkam, befasste man sich natürlich erst mit dem Begriff, dann mit dem Phänomen hinter dem Begriff.

Dies geschah zu einem Zeitpunkt zu dem immer mehr über den Boom der Wirtschaft zu erfahren war.
Hängen aber nicht diese zwei Tatsachen zusammen?

Welche sind die Formen in denen die Prekarisierung uns tagtäglich begegnet?
In erster Linie sollte uns klar sein: es geht hier um eine Klassengesellschaft der die Ausbeutung nicht fremd ist, es geht um Tagelöhner deren materielle Existenz auf ein Minimum reduziert wurde, ob es nun 1-Euro-Jobs waren, ob es um Minijobs ging, ob wir es befristete Arbeit nennen, ob Wegrationalisierungen zur Profitmaximierung stattfinden, oder immer mehr Jobs ins Ausland verlegt werden.

Vergessen sollte man dabei nicht, dass das Vermögen in Deutschland sich keineswegs verringert hat - es hat sich nur nochmals umverteilt zugunsten der so genannten "oberen Schicht", die alleine von der boomenden Wirtschaft profitiert.

Werden diese an den Rand gedrängten Gruppen der Bevölkerung noch zurückfinden in eine gesicherte Existenz? Der Weg zurück scheint viel schwieriger zu sein als der den sie in den letzten Jahren zurück legen mussten.
Einen Weg den sie zurückgelegt haben - nicht nur zu ihrer Ungunst, sondern zur Ungunst der ganzen Gesellschaft.


--
miriam

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astrid
astrid
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von astrid
als Antwort auf heide vom 30.07.2008, 21:45:02
Hallo Heide,
ich glaube,daß haben wir doch mehr oder weniger
alle mal erlebt,höhen und tiefen im Leben.
Dann erst weiß man doch zu schätzen,was man nun
hat und sich geschaffen hat.
Doch Manche haben eben nicht so viel Glück und
bleiben auf der Strecke,trotz Anstrengungen.

Das kann man dann nicht so pauschal sagen:
Setze deine Geisteskraft überlegt ein, und der Weg in die Armut wird dir – vielleicht - erspart bleiben.

Aber Du räumtest ja auch ein,vielleicht.

Lieben Gruß,Astrid
Medea
Medea
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von Medea
als Antwort auf arno vom 30.07.2008, 21:23:51
Wie so häufig, lieber Arno,
ein Reizthema
und siehe da, es wird wieder diskutiert, durchaus sachlich, aber erst einmal gemotzt.
Armut hat sich schrittweise eingeschlichen in Deutschland, ist auch lange nicht wahrgenommen worden, obwohl es ja "Arme" immer gegeben hat zu allen Zeiten, auch in denen des Aufbaus und des Wirtschaftswunders. Ich glaube, noch vor etlichen Jahren haben sich die sogenannten "Armen" versteckt, es war wie ein Stigma, also bloß nicht auffallen, heute wird Armut geradezu präsentiert (ich greife mal zu diesem Wort), ungeniert stellen sich die Menschen in den Sozialämtern, den Suppenküchen, den fast kostenlosen "Tafeln", den Kleiderkammern an. Sie sind da, sie zeigen sich, sie sind zu einem Problem für den Staat geworden, der bitteschön für Abhilfe zu sorgen hat.
Aber wer ist denn dieser Staat?
Jeder von uns ist ein Stückchen davon, also geht es auch uns alle an, nicht nur die Politiker - es geht die Reichen und die Normallebenden und die Armen an.
Vor der Lösung eines Problems steht immer ein Bewußtmachen und Angucken desselben und natürlich das Öffentlichmachen.
Vielleicht kann so etwas wie ein großer runder Tisch bestehend aus vielen kompetenten Leuten einen Weg aus diesem Dilemma finden? Ich weiß es nicht, aber mit der Gießkanne mal hier und mal da etwas Wasser zu geben, wird die grundsätzliche Misere nicht lösen können.

Medea
peter25
peter25
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von peter25
als Antwort auf Medea vom 30.07.2008, 23:02:41
Hallo medea,
die schrittweise Armut die sich eingeschlichen hat,hat evtl.damit zu tun, dass die SOZIALE-Marktwirtschaft sich "verabschiedet" hat.Denn früher konnte man sich noch vom Einkommen das erarbeitet wurde ernähren.Da wurde der Lohn den Preissteigerungen angeglichen.Das ist seit Jahren nicht mehr der Fall.
Heute wird der Lohn gedrückt und die Lebenshaltungskosten steigen und steigen.Deswegen wird die Armut noch weiter steigen.
Ein Mitgrund warum wir eine Armut haben sind auch die Gewerkschaften gewesen die sich zurückgehalten haben mit Lohnforderungen.Und die Schlagkraft der Gewerks.
ist nicht mehr da.-----------Wie soll es weitergehen,das fragt sich Peter

arno
arno
Mitglied

Re: Wer Armut beseitigen will, kämpft gegen Windmühlen!
geschrieben von arno
als Antwort auf peter25 vom 30.07.2008, 23:48:52
Hallo, peter25,

Deinen Ansatz halte ich für richtig.

In unserem Wirtschaftssystem spielt Geld und
der Umgang mit Geld eine überlebenswichtige Rolle.

Darüber hinaus bestimmt die Regierung
die Rahmenbedingungen oder die Spielregeln für jeden,
wie, wann, und wo jeder mit seinem Geld aktiv
werden darf.
Wer diese Spielregeln nicht beherrrscht,
missachtet, usw., ist dumm, weil er langfristig verarmt.

So einfach ist das!
Im Wettkampf um das Überleben siegt halt der Klügere!
Gegen Dummheit kämpfen Götter und Politiker stets vergebens!

Die Zeit der Gewerkschaften ist vorbei, weil den
Berufstätigen der Gemeinsinn abhandengekommen ist
und die Firmen die im Betriebsverfassungsgesetz
festgelegte Mitbestimmung systematisch unterlaufen.
Betriebsrat und Gewerkschaft haben heute nur noch eine Alibifunktion!

Die Entwicklung des "Sozialbereiches" in den Betrieben
wird bald beendet werden. Alle Mitarbeiter werden
Einzelkämpfer werden müssen, die ihre Rechte selbst
mit dem wesentlich besser informierten Arbeitgeber
durchsetzen müssen. Letztlich bestimmt der Arbeitgeber
ohne gewerkschftliche Mitwirkung die Höhe des Einzellohnes!

Viele Grüße
--
arno

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