Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!

Innenpolitik Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!

ehemaligesMitglied41
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Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf olga64 vom 18.12.2012, 16:17:04
…ich bin schon für Meinungsaustausch, aber nicht um jeden Preis.
Ich komme mir manchmal vor, wie im Bundestag, Opposition gleich grundsätzlich dagegen, offiziell zumindest.

Frau ein_ verschont uns ja auch nicht mit "Ungleichbehandlung", womit sie sicher hauptsächlich die frühere DDR-Bevölkerung meint, wie ich befürchte.
ES sollte aber auch beachtet werden, dass genau in diesem Landstrich mittlerweile sehr gute Strassen, wunderbar herausgeputzte Städte usw.

Nun bleiben Sie aber unter Ihrem oft selbsterwähnten Niveau Frau Olga.

Intakte Straßen bzw. eine intakte Infrastruktur sind zwar Voraussetzung für die Ansiedlung von Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen, doch nur von schönen Straßen und Plätzen kann niemand leben, auch nicht die Bürger im westlichen Teil Deutschlands.

Der Schuss geht nach hinten los.

Ich habe schon in anderen Threads darauf hingewiesen, wo die Ursachen für die missglückte Wirtschaftspolitik liegen.

Wenn Sie im Vorbeitrag erwähnen, dass es wohl nur noch Unterschiede im Lohngefüge gibt,
aber Hallo,
wo leben Sie denn?

Das ist wohl der gravierendste Unterschied den es geben kann.

Die billigen Mieten, die sehr gern zitiert werden, in den Wohnungen möchten Sie nicht wohnen und der Rest, der Grundbedarf ist genauso teuer, teilweise teurer.

Hier geht es nicht um Aufrechnung oder Abrechnung, wer es besser weiß, der soll mal ein Jahr da leben, von Arbeitslosig-und Perspektivlosigkeit.
Nicht mal prozentual gesehen bleibt am Monatsende gleich viel übrig.

Ich glaube, dass die Menschen im Ruhrgebiet ähnlich denken, von der Straße kann man nicht leben und auf der Straße, das ist ja wohl nicht so gemeint von Ihnen oder????

-ein_lächeln_für_dich-
ehemaligesMitglied41
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Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf ehemaligesMitglied67 vom 18.12.2012, 16:21:42
Vermutlich sind es Leute, die sich in DDR eher Systemkonform verhalten und auch staatstragend agiert haben (zB in NVA oder Staatsapparat). Da muß natürlich was "rausspringen", wenn man schon geliebten Staat beerdigen muß, weil die eigenen Leute, denen Unfreiheit, Stasi, Bevormundung und Propagandalügen gestunken haben, nicht mehr mitspielten. Na da stellt man fest, daß wir hier nicht Schlaraffenland haben, sonder jeder selbst seines Glückes Schmied ist und sich taube selber braten muß. Wie ärgerlich.......
Kein Wort dieser leute über Stasiknast mit Mißhandlungen ohne Richter oder Umerziehungs-Jugendknast mit Dunkzelle, Zwangsadoption, Todesschüssen, Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Verschwindet alles wenn man in gleißendes Licht der glorreich aufgehenden DDR-Sonne schaut.
geschrieben von Pecado


..wie toll, dass wir dich haben und du uns ehemalige DDR Bürger darauf aufmerksam machst, dass gewisse Leute hier im Staat und im ST nichts zu suchen haben.

Du bist ja nicht nur von gestern, du bist ja weit, weit in der Vergangenheit.

Warum bist du nur so unzufrieden.

Auch ohne dein Zutun ging und geht die Sonne im Osten auf und im Westen unter.

Vielleicht ändert es sich am 21.12.2012 ??

Jetzt habe ich wirklich nur ein sehr müdes…
-ein_lächeln_für_dich-


dutchweepee
dutchweepee
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Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf hafel vom 18.12.2012, 10:33:38
hafel: „Warum immer wieder diese absichtlich herbeigeführten Streitthemen. Ich habe den Eindruck, dass es abgesprochene Provokation ist. Diese ständige Polarisierung zwischen Ost und West geht einem langsam auf den Geist.“

Ganz gewiss habe ich eine Diskussion provozieren wollen, jedoch wozu sollte ich mich vorher mit Irgendjemandem absprechen? Ich gehöre keinem Club, keiner Partei oder Organisation an, außer der Freiwilligen Feuerwehr Kirchlengern.

Ich habe beim lesen der Headlines auf SPON (siehe Startbeitrag) nur resümiert, ob meine Ziele und Pläne des Sommer 1989 wirklich aufgegangen sind. Ihr müsst wissen, dass die ersten Demonstranten tatsächlich für mehr Rechte und Demokratie in der DDR auf die Straße gegangen sind. Die D-Mark-, Wirtschafts-, Reise-, Vereinigungs- und Salondemonstranten kamen erst Monate später auf die Straße, als sie hinter ihren Gardinen festgestellt hatten, dass die ersten Demonstranten doch nicht erschossen oder plattgewalzt wurden.

Die beste Phase der neuerlangten Demokratie in der DDR, waren meiner Meinung nach die runden Tische gleich zu Anfang. Sie waren gekennzeichnet durch echtes Bestreben nach Verbesserung, Gleichberechtigung und Meinungsaustausch ohne Fraktions- oder Parteidünkel. Das wurde aber schnell zerstört, als die westlichen Parteien machtgewohnt und überheblich alle Ansätze einer basisdemokratischen Struktur hinweg wischten.

Wenn ich dann jetzt höre/sehe wie verachtend Schäuble über die Bürger und abgeordneten im Video spricht, fühle ich mich wieder genauso ignoriert, wie von den SED-Bonzen seinerzeit in Wandlitz und kann eigentlich nur noch lächeln, was diese Würstchen seinerzeit für kleinbürgerliche Privilegien im Vergleich zu den heutigen Betrügern der Hochfinanz und Politik hatten.

Neidisch bin ich gewiss nicht - nur sehr enttäuscht, dass die Chance für einen echten Neubeginn verschenkt - oder besser verkauft wurde.

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ehemaligesMitglied67
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Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von ehemaligesMitglied67
als Antwort auf ehemaligesMitglied41 vom 18.12.2012, 17:47:55
hola,

hier rumjammern und andere fragen warum sie unzufrieden sind. Ein_laecher_lich_fuer_dich
Übrigens wenn man von west noch ost sieht geht die sonne auf..und zwar die selbe sonne für alle und keine "ach wie wars doch so schööööööön Sonne.

carlo
ehemaligesMitglied41
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Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf ehemaligesMitglied67 vom 18.12.2012, 18:11:57
..ich glaube du verwechselt da was.
Ich jammere nicht, ich stelle sachlich fest und beschimpfe niemanden.
Auch unterstelle ich niemanden irgend eine Zugehörigkeit.

Lass mal gut sein und versuche mir nicht zu erklären was dir so detailliert vor 1989 auch nicht bekannt war.

-ein_lächeln_für_dich-
karl
karl
Administrator

Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von karl
als Antwort auf olga64 vom 18.12.2012, 16:38:00
Etwas nachsichtiger sollten wir Wessis aber sein. Für viele Menschen im Osten war es das einzige, wirklich grosse Erlebnis in ihrem Leben.
Wenn ich das lese, geht selbst mir der Hut hoch und ich könnte unhöflich werden.

Überheblichkeit und Dummheit scheinen Geschwister zu sein.

Karl

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ehemaligesMitglied67
ehemaligesMitglied67
Mitglied

Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von ehemaligesMitglied67
als Antwort auf dutchweepee vom 18.12.2012, 18:05:00
hola,
Die beste Phase der neuerlangten Demokratie in der DDR, waren meiner Meinung nach die runden Tische gleich zu Anfang. Sie waren gekennzeichnet durch echtes Bestreben nach Verbesserung, Gleichberechtigung und Meinungsaustausch ohne Fraktions- oder Parteidünkel. Das wurde aber schnell zerstört, als die westlichen Parteien machtgewohnt und überheblich alle Ansätze einer basisdemokratischen Struktur hinweg wischten.


warum müsst ihr nach fast 25 Jahren noch immer der Wahlniederlage bei der ersten freine Wahl in der DDR hinterhernörgeln. Vielleicht weil ihr nicht gelernt habt mit solchen Niederlagen zu leben. Es war die frei gewählte Vertreter der Volkskammer und nicht irgendwelchen Wessis, die die DDR aufgelöst haben. Was haben die heutigen Finanzbetrüger mit der letzten Volkskammer der DDR zu tun?? NICHTS!

Es ist genau diese nebulöse Verquickung von Einheitsfrust mit aktuellen politischen Problemen die so nervt. Mich nervt dieser heutige billige Sozialneid, wo keiner dem anderen noch nichtmal schwarzes unter Fingernagel gönnt. Das ist das Gift von Wandlitzsyndrom, daß bei uns salonfähig geworden ist. Ausgerechnet zweitklassig-bürgerliche Plüsch-Mief dieser Wandlitz "luxus" Siedlung.
Carlo
circe
circe
Mitglied

Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von circe
als Antwort auf ehemaligesMitglied67 vom 18.12.2012, 18:24:55
ehrlich, von Futterneid und Ellenbogengesellschaft musst du nun nicht reden! Das haben die ehemaligen ddr Menschen nun wirklich erst so richtig nach der "Wende" gelernt! Und viele ganz schnell!
hobbyradler
hobbyradler
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Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf dutchweepee vom 18.12.2012, 18:05:00
Ich habe beim lesen der Headlines auf SPON (siehe Startbeitrag) nur resümiert, ob meine Ziele und Pläne des Sommer 1989 wirklich aufgegangen sind. Ihr müsst wissen, dass die ersten Demonstranten tatsächlich für mehr Rechte und Demokratie in der DDR auf die Straße gegangen sind. Die D-Mark-, Wirtschafts-, Reise-, Vereinigungs- und Salondemonstranten kamen erst Monate später auf die Straße, als sie hinter ihren Gardinen festgestellt hatten, dass die ersten Demonstranten doch nicht erschossen oder plattgewalzt wurden.

In meinem Umfeld hier im Westen war durchgängige Meinung, dass es allen Demonstranten vorwiegend um die Freiheit ging.

Schämst du dich eigentlich nicht, deine Nachbarn und andere DDR-Bürger, nur weil sie später an den Demonstrationen teilnahmen, zu verunglimpfen?

Ciao
Hobbyradler
ehemaligesMitglied67
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Re: Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen!
geschrieben von ehemaligesMitglied67
als Antwort auf karl vom 18.12.2012, 18:19:56
hola,

wieso "könnte",

Du bist es doch schon.

carlo

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