Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin

Innenpolitik Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin

mane
mane
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von mane
als Antwort auf hobbyradler vom 03.01.2016, 16:18:11

....Gute Seiten hat Neid allerdings keine. Ein Verlangen etwas Ähnliches wie ein anderer zu besitzen, würde ich niemals als positiven Neid bezeichnen. Da wären ja alle Werbesendungen etwas Positives. Es werden schlicht Wünsche geweckt.
Zu Neid wird ein Wunsch erst dann, wenn man einem anderen etwas missgönnt.
Ciao
Hobbyradler


Hallo Hobbyradler,

Wikipedia unterscheidet zwei Ausprägungen von Neid:
Die destruktive Form gilt als ethisch/moralisch verwerflich und zählt zur Missgunst, welche destruktive Emotionen und Handlungen nach sich zieht, z.B. Hass, Schadenfreude, Verrat, Sabotage.
Der konstruktive Neid zeigt sich entweder als Anerkennung der beneideten Person, ohne die Absicht die Ungleichheit zu beseitigen ( man muss auch gönnen können) oder als Motivation zu erhöhter Leistung.
Dann würde ich es jedoch eher als Ehrgeiz und nicht als Neid bezeichnen.
Mane
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf mane vom 03.01.2016, 17:29:49
Hallo mane,

deiner Meinung kann ich gut zustimmen.

Der Hinweis, „ich beneide xyz um sein tolle Kamera“, klingt völlig anders als der Hinweis, „ich setzte meinen Ehrgeiz daran, mir eine Kamera wie sie xyz besitzt zu ersparen“.
Wobei damit noch keine Innovation verbunden wäre.

Ciao
Hobbyradler
Karl
Karl
Administrator

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von Karl
als Antwort auf hobbyradler vom 03.01.2016, 17:47:13
Zu Neid sind Tiere erst in der Lage, wenn sie Vergleiche herstellen können. Es benötigt einen gewissen Grad von Intelligenz und sogenannte Spiegelneurone. Neid hat auch einiges mit Lernen durch Beobachtung zu tun, mit Nachahmung also oder moderner: mit Lernen am Modell.

Diese Fähigkeit ist keineswegs etwas Negatives. Der Wunsch, es einem anderen gleich zu tun, nennt die Wissenschaft "Neid". Wenn er nur dazu dient dem anderen etwas wegzunehmen, ist es negativ zu sehen, wenn es dazu führt, selbst die Fähigkeit zu erwerben, ist es eine positive Antriebskraft.



Der linke Affe bekommt gegen einen Stein Gurken getauscht. Die erste ist ok, er isst sie gerne. Als er dann aber sieht, dass der rechte Affe für einen Stein Weintrauben erhält, dreht er durch und ist über den Erhalt der nächsten Gurke empört - seht Euch das an (ab 1min 30 sec).

Anderes Beispiel: Unser "Jimmy" (alter Kater) ist beim Futter extrem wählerisch und nascht meist nur noch die Soße weg. Wenn aber sein neuer Rivale in Sichtweite ist, frisst er seinen Teller vorsichtshalber leer. Er kann nicht "gönnen"

Karl

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hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf Karl vom 03.01.2016, 18:18:46
Ich muss zugeben, „Neid“ bisher nur als negativ besetztes Wort gekannt und verwendet zu haben.

Hallo Karl, hallo lupus, da ihr das Wort „Neid“ offensichtlich neutral oder gar positiv verstanden habt, ist meine Argumentation natürlich nicht richtig. Sorry.

Ciao
Hobbyradler
lupus
lupus
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von lupus
als Antwort auf hobbyradler vom 03.01.2016, 17:47:13
Es sollte kein Streit um das Wort sein. Deshalb auch in meinem ersten Beitrag ... besser Ungleichheit. Der Ausgangspunkt für Neid .
lupus
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von pschroed
als Antwort auf Karl vom 03.01.2016, 18:18:46

Diese Fähigkeit ist keineswegs etwas Negatives. Der Wunsch, es einem anderen gleich zu tun, nennt die Wissenschaft "Neid". Wenn er nur dazu dient dem anderen etwas wegzunehmen, ist es negativ zu sehen, wenn es dazu führt, selbst die Fähigkeit zu erwerben, ist es eine positive Antriebskraft.
Karl
geschrieben von karl


Nach einer persönlichen Rückschau (ohne persönlichen schulischen Abschluss), war es für mich öfters einer meiner Strategien im Beruf, die Fähigkeit eines Konkurrenten abzuschauen bzw. lernen zu verstehen, ohne nachher diesem in den Rücken zu fallen wenn das Gefühl aufkam es verstanden zu haben.
Oft wunderte ich mich daß ein großer Teil nur Schau war.
Meine damaligen Kollegen nannten es, du hast ihn kassiert, was natürlich nicht richtig war.
Ich würde es auch eher als Neid dem gegenüber bezeichnen, mehr Geld, sowie den Ehrgeiz seine persönliche Grenzen auszutesten.
Machten sich neue Türen auf, begann das ganze von neuem in einem höheren Level, aber irgendwann war es Schluss.
Ja die Triebfeder Testosteron oder auch Neid

Phil.

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freddy-2015
freddy-2015
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Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf lupus vom 03.01.2016, 15:57:34
Für Mumpitz halte ich die rechnerische Trennung der Rentenhöhe von der ihrer Berechnungsbasis Arbeitseinkommen.
Es fällt immer wieder auf, daß Leute so tun als wäre die Rentenhöhe nicht berechnet, sondern man könnte Summen willkürlich verteilen.
Von der schieren Unmöglichkeit solche Verteilungen in zukünftige Rentenberechnungen einzubeziehen.
lupus
Über eine grundsätzlich andere Rentenermittlung wäre zu diskutieren, jedoch wird diese mit Sicherheit auch andere Pribleme zeigen.


Wie wir das Kind nennen spielt letztendlich keine Rolle, Fakt ist das mittlerweile hunderttausende Menschen benötigt werden um in freiwilligen unbezahlten Jobs den Armen die nicht genügend zu Essen haben etwas aus den Regalen zu geben.
Wie lange diese Regale noch gefüllt sind, ist reine Spekulation.
Beispiel China zeigt, das dieses RIESEN-Land mittlerweile auch Produkte weltweit ein und aufkauft.
Wie lange wird ein Unternehmen das gross genug ist auf diesen Happen verzichten wollen.
Oder mehr Profit kommt auch über weniger einkaufen und den Laden/das Verkaufsgeschäft nicht zu voll zu füllen. Die Reste die nicht anfallen werden dann auch nicht gespendet.
Aldi arbeitet nach diesem System, knapp einkaufen.

Darum einen gewissen Sockel schaffen und letztendlich geht eh viel Geld aus dem Staatshaushalt in die Rentenkasse.

Die Menschenwürde die da verloren geht wenn Du zur Tafel gehst kann man schlecht beschreiben.
Ich sowieso nicht aber es ist Fakt das nicht alle Bedürftigen zur Tafel gehen weil sie sich schämen.
lupus
lupus
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von lupus
als Antwort auf freddy-2015 vom 03.01.2016, 19:50:46


Darum einen gewissen Sockel schaffen und letztendlich geht eh viel Geld aus dem Staatshaushalt in die Rentenkasse.


Dunkel ist der Rede Sinn.

Hoffentlich kennst du die Gründe für die Zahlungen aus dem Staatshaushalt an die Rentenkasse.
Bedenke, es handelt sich um eine Rentenversicherung.
lupus
sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von sittingbull
neid hin , ehrgeiz her ...

wir sollten nicht vergessen das die "Neiddebatte" , die seit jahren durch
das neoliberale dorf getrieben wird , schlicht von objektiven ungerechtigkeiten in der verteilung des gesellschaftlich erarbeiteten reichtum ablenken soll .

so wird versucht , augenscheinlich notwendige kritik an der verteilungsgerechtigkeit in misskredit zu bringen und die kritiker
als tumbe "Neidhammel" zu diskreditieren .

sitting bull
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Offener Brief- Neujahrsgrüße aus der Uckermark an die Kanzlerin
geschrieben von Tina1
als Antwort auf sittingbull vom 06.01.2016, 12:28:48
neid hin , ehrgeiz her ...

wir sollten nicht vergessen das die "Neiddebatte" , die seit jahren durch
das neoliberale dorf getrieben wird , schlicht von objektiven ungerechtigkeiten in der verteilung des gesellschaftlich erarbeiteten reichtum ablenken soll .

so wird versucht , augenscheinlich notwendige kritik an der verteilungsgerechtigkeit in misskredit zu bringen und die kritiker
als tumbe "Neidhammel" zu diskreditieren .
sitting bull


Hier kann ich dir nur zustimmen. Dieser Brief hat nichts mit Neid
zu tun, sondern es geht um soziale Gerechtigkeit, die es in diesem Land nicht mehr gibt. Die angeblichen "Volksvertreter", in der Regierung und im Europaparlament, können den Hals nicht voll genug bekommen, erhöhen ständig ihre Diäten, haben unzählige hochbezahlte Privilegien, hohe Nebeneinkünfte, wofür sie nie einen Finger krümmen.
Dem Volk zwingt man Sparmaßnamen auf, da fordert man ein Einsehen. Sie selber legen sich aber keine Sparmaßnahmen auf, sondern sie machen das ganze Gegenteil. Und das alles muss der Steuerzahler, der kleine Mann, bezahlen.

Hier von Neid zu reden, ist wieder nur ein Ablenken vom eigentlichen Thema und auch ein Zeichen, das nichts, aber auch garnichts begriffen wurde.
Tina




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