Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."

Innenpolitik Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."

adam
adam
Mitglied

Re: Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."
geschrieben von adam
als Antwort auf hinterwaeldler vom 04.10.2011, 00:03:28

Wie ich den Beitrag von Hafel verstanden habe, meinte er nicht eine politische Ausrichtung, sondern machte darauf aufmerksam, daß Deine Postings sonst aus jeder Menge Verlinkungen bestehen, Du aber bei diesem Thema die Presse nicht berücksichtigt hast. Ein Mißverständnis.

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adam
Re: Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 04.10.2011, 00:03:28
"Ich habe die gleichen Fragen. Bitte gebt die Antworten und ohne mich zu verdächtigen..."


Der Pelzig ist ein sehr guter Kabarettist und versteht es hervorragend, auch die Fragen zu stellen, die sehr viele haben.
Dass er diese Fragen dann kabarettistisch überhöht, macht die ganze Sache noch eindringlicher und publikumswirksamer.

Du wirst staunen - viele dieser Fragen habe ich auch, ohne eine Antwort darauf zu haben.
Ich glaube sogar, dass es niemanden gibt, der auf alle Fragen eine Antwort hat, die alle befriedigen könnte.

Deshalb ist dein Verlangen, schlüssige Antworten darauf zu erwarten, weil du im Forum "Internet, Computer und Zubehör" ja auch Fragen beantwortest - unsinnig.
Der Unterschied zwischen beiden Kategorien ist "mächtig gewaltig", wie Benny von der Olsen-Bande sagen würde.

Hier geht es um Fragen, die vorrangig die Globalisierung der letzten Jahrzehnte mit sich brachte.
Diese Globalisierung macht eine Lösung von Schwierigkeiten nicht mehr zum nationalen Problem, sondern zum europäischen oder weltweiten Problem.
Die Mehrheit der Menschen in unserem Lebensbereich nutzt die Vorteile der Globalisierung, die ich sicher nicht aufzählen muss gern - hat allerdings für die vielen daraus sich ergebenden Probleme kein Verständnis.
Die Geschwindigkeit und Richtung der Globalisierung überfordert immer stärker die Anpassungsfähigkeit der meisten Menschen.
Der teilweise und sogar vollständige Wegfall der nationalen Grenzen, der uns viele Vorteile brachte (Reisen, Urlaub, Arbeitsmarkt, Import-Export...)brachte leicht erkennbare und akzeptable Vorteile - aber auch viele weniger oder absolut nicht akzeptable Nachteile.
Zu den Fragenden gehöre ich auch und einige davon hast du hier ( über Pelzig) genannt.

Das alles gilt für uns - aber in viel stärkerem Maße z.B. für die Menschen in Entwicklungsländern, obwohl gerade die Globalisierung Chancen für die Entwicklungsländer offenbarten.
Das gilt nicht nur im wirtschaftlichen Bereich, sondern auch auf politischer Ebene ( siehe Demokratisierungsprozesse in Nordafrika...)

Also bleiben die unverständlichen Nachteile, Auswüchse, die - eben wegen der Globalisierung-so schwer in den Griff zu bekommen sind.
Mir ist z.B. auch unverständlich, dass es möglich ist, an Börsen z.B. Finanzwetten auf den Niedergang des verschuldeten Griechenlands abzugeben.
Warum ist es so schwierig, Auswüchse an der Börsen in den Griff zu bekommen?
Hier ist meines Erachtens viel zu wenig im Bereich der Kapitalmarkttransaktionen geregelt.
U.s.w.

Ich glaube auch nicht, dass man das und viele andere Dinge national regeln kann, ohne dass alle Partner mitmachen.
Was nutzt z.B. ein Alleingang Deutschlands, wenn dann die Transaktionen in London vermehrt weitergehen...
Probleme - Probleme.

Deine hier eingestellten "Pelzig-Fragen" finde ich gut - nur den bewusst gewählten Zusammenhang Pofalla-Aussprüche- Deutsche Einheit nicht.
Man muss doch wenigstens die Frage stellen dürfen, warum du das in den Zusammenhang mit dem Tag der Deutschen Einheit thematisierst, indem du das Thema "Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören." aufmachst, obwohl die "Sprüche" von Pofalla damit nichts zu tun haben.

UND - ob irgendeine andere deutsche Regierung deiner Vorstellung( Rot-Links-Grün-Piraten)die globalen Probleme besser in den Griff bekommt, wage ich zu bezweifeln.

Nun kann ich nur hoffen, dass ich nicht gleich wieder eine deiner üblichen "BlaBlaMeter", "Troll-Vorwürfe" oder Merkbefreiungsbescheinigungen abfasse.





hinterwaeldler
hinterwaeldler
Mitglied

Re: Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf klaus vom 04.10.2011, 12:47:33
Um es nochmal korrekt zu formulieren:
Dieser Ausspruch, den ich um Subject verwendete und der Zusammenhang stammt unwidersprochen vom Minister für Zusammenarbeit von BND und Verfassungsschutz der Bundesrepublik Deutschland Ronald Pofalla und legt Zeugnis darüber ab, welcher Umgangston in der gegenwärtigen Bundesregierung gepflegt wird, sowie welchen Stellenwert der Schutz von Freiheit und Demokratie in Deutschland zugemessen wird.

Das erst eine persönliche Aussprache unter vier Augen zwischen dem Bundestagsausschussvorsitzenden für innere Sicherheit und dem Kanzleramtsminister stattfinden muss ist bescheiden gesagt ein Skandal und ich kann Bosbach verstehen, wenn er daraufhin über einen Rücktritt aus der Politik nachdenkt. Ich hätte meinen Hut schon längst mit dem Ausspruch des letzten sächsischen Königs vom Haken genommen: "Macht doch euern Dreck alleene." und wäre freischaffender Journalist bei der FAZ oder SZ geworden.

Nein, Pelzig hat nicht übertrieben. Ich habe Fragen die noch viel tiefer in die Materie eingreifen würden. Momentan beschäftige ich mich allerdings hauptsächlich mit einem anderen Problemfall der CDU, der übrigens in der Anstalt nicht erwähnt werden konnte: Siegfried Kauder. Dieser Skandal betrifft mich, aber auch dich und tausende andere Mitglieder des ST persönlich. Vielleicht ist es dir nur noch nicht richtig ins Bewusstsein gelangt. Man kann nicht alles auf einmal machen.

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hafel
hafel
Mitglied

Re: Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."
geschrieben von hafel
Roland Profalla ist als Chef des Kanzleramtes eine glatte Fehlbesetzung. In einem Moment, in dem der wichtigste Berater der Regierungschefin so dringend gebraucht würde, um der spröden-technokratischen Kanzlerin ein wenig Pathos in Sachen Europa nahe zu legen, da flucht der Herr Profalla wie ein Prolet, der gerade aus der Gosse entsprungen ist. Es geht dem Mann offensichtlich nicht darum, Andersdenkende mit der Kraft des besseren Arguments zu überzeugen, sondern seine und der Kanzlerin Macht durchzusetzen; -- zur Not mit Brachialgewalt.

So wird es nichts mit "mehr Europa". Darüber muss offen und ernsthaft gestritten werden, in den Parlamenten wie auch in der Öffentlichkeit. Denn ohne eine lebendige Demokratie kann Europa nicht weiter wachsen.

Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts sagte diese Sätze gestern anlässlich der Einheitsfeier in Bonn. So etwas hätte man auch gerne aus dem Kanzleramt gehört.

Die Berliner Koalition, mit ihrem peinlichen Gezänk und unwürdiger Trickserei, macht deutlich, dass wir unter Wert regiert werden.

Hafel
olga64
olga64
Mitglied

Re: Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."
geschrieben von olga64
als Antwort auf hafel vom 04.10.2011, 14:13:56
DA jeder das Recht auf seinen eigenen Namen hat: er heisst Pofalla - soviel Zeit sollte sein.
Kann es sein,dass sich jetzt gerade mal wieder die Leute künstlich aufregen,die ihrerseits nicht sehr zurückhaltend sind, wenn andere diskreditiert oder bis an die Grenze der Beschimpfung coram publico behandelt werden? Es ist wie es ist: unsere Politiker sind nicht von Gott gesandte Engel, sondern ein repräsentativer Querschnitt unserer Bevölkerung und die wird wohl immer primitiver und ordinärer,wenn sie eigene Ansichten und Bedürfnisse durchsetzen wollen. Olga
Re: Zum Tag der deutschen Einheit: "Ich kann den Sch... nicht mehr hören."
geschrieben von klaus
als Antwort auf hinterwaeldler vom 04.10.2011, 13:45:13
"Dieser Ausspruch, den ich um Subject verwendete und der Zusammenhang stammt unwidersprochen vom Minister für Zusammenarbeit von BND und Verfassungsschutz der Bundesrepublik Deutschland Ronald Pofalla und legt Zeugnis darüber ab, welcher Umgangston in der gegenwärtigen Bundesregierung gepflegt wird, sowie welchen Stellenwert der Schutz von Freiheit und Demokratie in Deutschland zugemessen wird."



Dass dieser Ausspruch v. Pofalla ist, ist v. niemandem bestritten worden(nicht mal v. Pofalla) und er legt Zeugnis darüber ab, dass auf Grund der angespannten europäischen Situation und der Lage innerhalb der Koalition die Nerven blank liegen.
Wie du darauf kommst, dass diese Entgleisung eines Politikers der Union Auskunft über den Stellenwert v. Freiheit und Demokratie in Deutschland gibt, ist mir allerdrings schleierhaft.

Im Gegenteil - ich halte es für einen Ausdruck der Demokratie, wenn es unterschiedliche Ansichten über politische Fragen auch innerhalb einer Partei gibt und nicht immer nur die Meinungen der obersten Führung kritiklos abgesegnet werden.
UND - dass - wie in diesem speziellen Fall- jeder Versuch eine Meinung mit Gewalt durchzusetzen an die Öffentlichkeit "gezerrt" wird und nicht einfach hingenommen wird, halte ich ebenfalls für den Ausdruck einer funktionierenden Demokratie.
Man kann nicht auf der einen Seite beklagen, dass eine Regierungskoalition deshalb am Ende ist, weil sie unterschiedliche Meinungen zu einer für ALLE schwer überschaubaren Problematik ( Griechenland- und Eurokrise)hat und auf der anderen Seite nicht akzeptieren, dass um eine Mehrheitsmeinung gerungen wird.
Dass dabei die Methoden der "Meinungsfindung" in Kritik geraten können, ist eine andere Sache.

"... Siegfried Kauder. Dieser Skandal betrifft mich, aber auch dich und tausende andere Mitglieder des ST persönlich..."


Dass ausgerechnet Kauder, nach dessen Plan Internetprovider ihre Endkunden abmahnen, wenn diese widerrechtlich urheberrechtlich geschützte Inhalte abrufen und bei einem erneuten Verstoß gesperrt werden sollen ( übrigens nach seinen Worten, um die Justiz zu entlasten), selbst in die Falle des komplizierten Copyright geraten ist, hat mich höchstens amüsiert.
Dieser Fall ist für Kauder (und seinen HP-Betreuer) peinlich, betrifft mich allerdings persönlich weniger.
Ich glaube sicher, dass sich Kauder mit dem Thema Internetsperrung nun erst recht nicht durchsetzen wird, wie ein Vertreter des Bundesjustizministeriums schon verlauten ließ( "Wir werden keine Initiativen für Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen ergreifen.")
Also - schön - dass Kauder sich da so herrlich vergaloppiert und dann blamiert hat und nun darüber diskutiert wird.



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