Lebenshilfe zu sich selbst finden

Trollblume
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von Trollblume
als Antwort auf Femmefatale † vom 23.05.2016, 14:39:22
Für mich bedeutet es auch, das loslassen von alten (anerzogenen) Verhaltensmustern. Manchmal stelle ich fest, daß ich in einigen Dingen wie meine Mutter reagiere. Das sind oft Verhalten, die mich schon immer gestört haben und trotzdem kann ich diese Reaktion manchmal nicht steuern. Ich arbeite daran....

Trollblume
Femmefatale †
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von Femmefatale †
als Antwort auf Trollblume vom 23.05.2016, 14:57:12
Ich ermutige dich! Denn es lohnt sich!
ttrula
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von ttrula
als Antwort auf Femmefatale † vom 23.05.2016, 14:39:22
Ohne mich hier in das Feld der Ursachenforschung verstricken zu wollen -
ich denke auch, dass jeder Mensch mit persönlichen Anlagen zur Welt kommt.

Dann ist - nach meiner Ansicht - die weitere Aufgabe im Leben die der ENTWICKLUNG.
Die Beeinflussung in Form von Wertevermittlung, Herausforderungen die bewältigt werden müssen etc. endet nicht mit der Kindheit.

Aber die Lebenserfahrung nimmt zu. Im Idealfall sortiert sich mit der Zeit ein eigenes Wertesystem. Dazu gehört auch, sich von Fremdeinflüssen wie Erziehung, Gesellschaft etc. emanzipieren zu können, wenn man mit diesen in Konflikt liegt.

Für mich persönlich ist es sehr wichtig (gewesen), mich von fremden Idealen frei machen zu können und sie damit nicht mehr bedienen zu müssen. Mir hat dabei das Reisen und Leben im Ausland sehr weitergeholfen. Zu erleben, wie in anderen Kulturkreisen oft völlig andere Werte gelebt werden - unsere deutsche Sichtweise ist halt doch eine sehr regionale, keineswegs allgemeingültige. Ausgewanderte Freunde, mit denen ich im Gespräch geblieben bin, helfen ebenfalls bei der Reflexion.

Auf gar keinen Fall teile ich die Ansicht, dass es erstrebenswert ist, am Ende in meinen kindlichen Urzustand zurückzukehren. Dann hätte ich die Chance und Aufgabe meines Lebens, mich weiterzuentwickeln, vertan - ausgehend davon, dass jeder Mensch einen Stein in den Teich wirft, der Wellen verursacht die das große Wasser verändern. Gesellschaftliche Veränderung fängt bei mir selbst an.
Und wir sind beidem - uns selbst und der Gemeinschaft - verpflichtet.
Aus meinem Blickwinkel jedenfalls.

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Klaro
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von Klaro
als Antwort auf ttrula vom 23.05.2016, 15:05:37
Ohne mich hier in das Feld der Ursachenforschung verstricken zu wollen -
ich denke auch, dass jeder Mensch mit persönlichen Anlagen zur Welt kommt.


...das denke ich auch. Für mich sind z.B. Intro- oder Extrovertiertheit, Neugier- oder Wissbegierigkeit, Empathie, Verschwiegenheit oder Schwatzhaftigkeit Wesenszüge, die uns von Zeugung an mitgegeben worden sind.

Grüße

Klaro
olga64
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von olga64
als Antwort auf Klaro vom 23.05.2016, 16:24:52
Und wie verhält es sich dann in Familien mit mehreren Kindern, wenn die Verteilung der Eigenschaften schon bei der Zeugung vermittelt werden?
In den meisten Familien mit mehreren Kindern sind diese doch oft sehr, sehr unterschiedlich. Auch bei uns war es so schon in der frühesten Kindheit: ich war immer das forsche, extrovertierte Mädchen, das mühelos andere Kinder um sich scharte - bei meinem Bruder war es völlig anders: der war introvertiert, verkroch sich gerne hinter seinen Büchern und Mama`s Rockzipfel; die anderen Kinder empfanden ihn auch schnell als langweilig und grenzten ihn auch aus.
Später änderte sich dann das natürlich als er beruflich sehr erfolgreich wurde, die passende Ehefrau fand und als sie gemeinsam einen wunderbaren Sohn ins Leben begleiteten, der übrigens wieder mir mehr ähnelte: ein völlig kontaktfreudiger Mann mit viel Lust an der Aussenwirkung.
"Spinnt" man nun den Zeugungsgedanken weiter: mein Bruder hätte dies wohl nicht weitergeben können.... Olga
Klaro
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von Klaro
als Antwort auf olga64 vom 23.05.2016, 16:43:53
Diese Wesenseigenschaft muss nicht von ihrem Bruder herstammen, es gibt auch eine Mutter, die die Extrovertiertheit weitergeben könnte. So aber auch andere Verwandte, z.B. Großeltern etc.

Mein Enkelkind ähnelt in ihren Charaktereigenschaften sehr stark ihrem Opa mütterlicherseits, denn meine Tochter hat dieses Wesenszüge nicht, auch nicht der Vater.

Charaktereigenschaften werden über mehrere Generationen hinweg weitergegeben.

Klaro

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olga64
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von olga64
als Antwort auf Klaro vom 23.05.2016, 17:21:09
Ich vergass, zu erwähnen, dass die Frau meines Bruders auch mehr introvertiert ist und dann ein "sehr lebendiger" Sohn rauskam. Von dieser Seite konnte nichts vererbt werden - vielleicht ähnelt er mir?
Das mit der Rückverfolgung mehrerer Generationen kann ich nachvollziehen; aber es stand ja zuerst "die Zeugung" im Spiel und dies spielt sich ja doch zwischen den genetischen Eltern ab, wie ich denke. Olga
Re: zu sich selbst finden
geschrieben von Morrison
als Antwort auf Femmefatale † vom 21.05.2016, 09:51:57
Für mich ist es wichtig, zu mir selbst zu finden, dann kann ich entspannen, die Gedanken fließen lassen, die Umwelt vergessen.....

...........................................

Mich interessiert, wie ihr zu euch selbst findet; oder braucht ihr gar keine Zeiten zum absoluten Los- und Lockerlassen?

Neugierige Grüße, ff


Hallo ff,

da habe ich Glück, denn ich habe bereits als Kind zu mir gefunden oder wie du sagst "zu mir selbst gefunden".
Das Schuldasein z.B. hat mich immer angestrengt. Obwohl ich eine passable Schülerin war, habe mich selbst unter Druck gesetzt. Dafür habe ich mich jeden Tag nach der Schule erholt, indem ich kilometerweit nach Hause die größten Umwege gelaufen bin oder, falls mit dem Fahrrad gefahren, durch die Natur mit dem Rad mitsamt Ruhestationen unter einem Baum, wo nichts anderes zu sehen und hören war als die Naturgeräusche. Diese quasi Einsamkeit liebte ich schon immer.
Heute als Rentnerin brauche ich mich sehr selten von etwas "erholen", aber durch die Natur gehe ich immer noch, und zwar am liebsten allein. Sehr schön bei Regen, wenn man nur den Regen hört, bei Schnee: Da ist alles ganz still. Das ist sehr schön, ich brauchte das schon immer.
Morrison
britti
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von britti
als Antwort auf Morrison vom 23.05.2016, 18:05:43
Zu den Wesenseigenschaften möchte ich noch etwas sagen.
Mir hat das Beispiel von der Klaviertastatur eingeleuchtet;
Viele Tasten sind vererbt, einige fehlen, trotzdem kann man Musik machen, je nachdem in welchem Umfeld man sich befindet, Volksmusik, Jazz, Klassisch usw. Manchmal werden einige vererbte "Tasten" nicht benutzt,fehlende werden imitiert. Der "Bruder" hat andere Tasten geerbt, aber ein ähnliches Umfeld....
Das Selbst ist eigentlich unabhängig vom Umfeld und zeigt sich eventuell erst später, wenn das Kind nicht mehr abhängig ist. Das Selbst steht quer zum kollektiven Menschen und
hat es nicht leicht, denn es wird ausgegrenzt.
Ich selbst habe es lange nicht gemerkt, dass ich zu etwas Fremdem erzogen wurde. In der Meditation konnte ich es dann erkennen und das alte Muster loslassen.
Klaro
Klaro
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Re: zu sich selbst finden
geschrieben von Klaro
als Antwort auf olga64 vom 23.05.2016, 17:56:23
Ich vergass, zu erwähnen, dass die Frau meines Bruders auch mehr introvertiert ist und dann ein "sehr lebendiger" Sohn rauskam. Von dieser Seite konnte nichts vererbt werden - vielleicht ähnelt er mir?
Das mit der Rückverfolgung mehrerer Generationen kann ich nachvollziehen; aber es stand ja zuerst "die Zeugung" im Spiel und dies spielt sich ja doch zwischen den genetischen Eltern ab, wie ich denke. Olga


ich denke doch...die Vererbung erfolgt bei der Zeugung und nicht erst bei der Geburt . Oder haben wir aneinander vorbeigeschrieben?

Klaro

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