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Plaudereien Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich

lars
lars
Mitglied

Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von lars
Gegenwärtig läuft im Schweizer Fernsehen eine Sendung über das Judentum in der Stadt Zürich.
Sie leben ein Eigenleben, fast im Zentrum von Zürich, grenzen sich ab, haben eigenen Kindergarten - Schulen - Friedhof - sogar eine eigene Ambulanz!
Kaufen nur koschere Lebensmittel. Das Fleich müssen sie importieren, denn das Schächten ist in der Schweiz verboten. Aber sie wollen das so, und das begann schon vor 150.Jahren bei uns. Für mich nicht nachvollziehbar, aber für die Juden scheinbar untastbar nach dem jüdischen Glauben, wird aber von der Bevölkerung akzeptiert.
karl
karl
Administrator

Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von karl
als Antwort auf lars vom 25.04.2012, 20:54:42
Ist doch in Ordnung! Warum ist das für Dich ein Thema?

Jeder, der die Gesetze respektiert, darf seine Überzeugungen ausleben.

Karl
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von dutchweepee
Ich bin soooo froh, dass der ganze Gottessch... für mich kein Thema ist!

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miriam
miriam
Mitglied

Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von miriam
Gut beobachtet – Lars! Als ich in der Schweiz lebte, staunte ich und bewunderte zugleich diese abgegrenzte Lebensweise.

Manchmal ist es ja schwer beides zu vereinen. Nimm zum Beispiel - Ruth Dreifuss (erste Bundespräsidentin der Eidgenossenschaft) – und stelle dir bei diesem etwas ausgefallenen Beruf, die abgegrenzte Lebensweise vor...

Anderes Beispiel: der Physiker Felix Bloch – wie abgegrenzt lebte er?

Ich denke nun an eine andere Persönlichkeit die ich so sehr bewunderte: Rolph Liebermann, der bekannte Komponist – und weiß nun, dass er im Grunde genommen, trotz seiner kulturellen Tätigkeiten, nix anderes als ein Einsiedler gewesen ist.

Und alle, alle – sehr koscher! Wie du es selber formulierst – für die Juden scheinbar untastbar nach dem jüdischen Glauben. lebend.
Richtig! Auch hier fällt mir spontan ein Beispiel ein:
Albert Einstein (er wurde schweizer Staatsbürger im Jahr 1901) – und ich glaube nicht, dass die Zunge die er uns so charmant entgegenstreckt, jemals mit Nichtkoscherem in Berührung kam.

Ich frage mich auch, wie es der Schauspielerin und Regisseurin Maria Becker – gelungen ist diese zwei Bedürfnisse zu vereinen: Bühne und abgegrenzte Lebensweise?

Letztendlich ein Beispiel aus meiner eigenen Familie: mein Bruder musste trotz des strengem Rituals, zu unserem großen Bedauern, darauf verzichten.
Denn es ist ja schwer - zugleich erster Konzertmeister eines Orchesters zu sein – und sich trotzdem - abzugrenzen!

Miriam
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von hobbyradler
als Antwort auf dutchweepee vom 25.04.2012, 23:27:58
Ich bin soooo froh, dass der ganze Gottessch... für mich kein Thema ist!

Toleranz sieht anders aus.

Ciao
Hobbyradler
miriam
miriam
Mitglied

Re: Der Titel der Serie: "Juden in Zürich"
geschrieben von miriam
Habe mir soeben im SF Video Portal zwei Ausschnitte der hier besprochenen Serie angesehen.

Erschütternd welches mittelalterliche Bild des Judentums der Sender unter dem Titel "Juden in Zürich", anscheinend bestrebt ist zu vermitteln.

Es stellt sich ernsthaft die Frage, welche politische Ziele durch diesem Trend, verfolgt werden.

Quo vadis Europa? Die Frage stellte ich mir auch hier, anlässlich des Themas "Günter Grass" - zum Teil auch bei einigen Beiträgen die im Thread "Israel" zu lesen sind.

Miriam

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digi
digi
Mitglied

Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von digi
als Antwort auf dutchweepee vom 25.04.2012, 23:27:58
Dutch,
da verwechselst Du was. Nämlich Gott und Tradition.
Tradition aus sehr guten Gründen.

Darf ich Dir empfehlen, dass Du Dich über das Judentum genau(er) informierst?
Dort hat nämlich alles (s)einen berechtigten Grund.

Diese Gründe verstehen wir 'ach so aufgeklärten Westler' nicht, weil sie uns im Laufe der Jahre abhanden kamen.
Dem jedoch, der sich damit (ernsthaft) beschäftigt, eröffnen sich total neue Sichtweisen, die auch in der jetzigen Zeit sehr wohl Sinn ergeben und einleuchten.

Lars:
Ich habe einige Zeit dort gewohnt und gearbeitet.
Und ich bin stets zuvorkommend höflich, hilfsbereit und neidlos behandelt worden.
Das -genau das- kann ich von 'normalen' Schweizern -speziell Behörden- nicht immer behaupten. Da spielt den Großen Kantonern (oder 'anderen') gegenüber recht derber Neid eine herausragend maßregelnde Rolle. Sehe ich das so ein bißchen bei Dir auch durchschimmern?
Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von Felide1
als Antwort auf lars vom 25.04.2012, 20:54:42
Lars,

wenn jeder nach seinem Glauben lebt ist ja gut nur das maßlose Übertreiben und die Religion hernehmen um den eigenen willen durchzusetzen finde ich nicht mehr zeitgemäß.Das Schächten z.B.: finde ich persönlich grausam.

LG Felide
Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von mart1
als Antwort auf karl vom 25.04.2012, 21:37:06
Lars, positiv gelesen, kann dein Beitrag ja ausdrücken, dass es etliche sich abgrenzende Bevölkerungsteile gibt, die ein tolerantes Land akzeptiert ohne dass sie als Bedrohung gesehen werden.

Je mehr sie sich durch ihr Aussehen abheben, desto stärker und werden sie klarerweise von außen wahrgenommen und in ihrer Zahl überschätzt.

Hier gibt es diese orthodoxen Juden aus bekannten Gründen nicht mehr bzw. sie heben sich von den anderen nicht mehr ab.
Amalaa2010
Amalaa2010
Mitglied

Re: Gläubige und orthodoxe Juden in Zürich
geschrieben von Amalaa2010
als Antwort auf karl vom 25.04.2012, 21:37:06


Ich bin da ganz Deiner Meinung.
Meine Freiheit hört da auf wo Deine anfängt.

Einen schönen Tag Wünsche ich


Amalaa

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