Plaudereien Mediale Hektik

Mediale Hektik
geschrieben von ehemaliges Mitglied

--War nicht früher das Fernsehen ein besonderes Erlebnis? Heute haben wir mindestens 30 Programme, die uns in Entscheidungszwang bringen. Damals waren Computer, Internet und Handys für uns alle noch ein Traum.
Heutzutage hat fast jeder so einen Piepser in der Hosentasche, und Computer- und Internetnutzung ist Normalität geworden. Der Fortschritt hat uns erreicht.

Jetzt herrscht mediale Hektik überall.



karin2
mart
mart
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von mart
als Antwort auf vom 15.08.2007, 09:50:48
Es herrscht heute möglicherweise mediale Hektik - früher herrschte mediale "Ein"falt

Ich stelle bei vielen jungen Menschen fest, daß das Fernsehen bei ihnen den Stellenwert verloren hat, den es bei vielen älteren Meschen offensichtlich noch hat. Und das ist guuut so. Informationsbeschaffung durchs Internet - Amusement durch ausgeliehene Filme - Es gibt auch sehr gute Radiosender (z.B. Ö 1), das eine erstaunliche Reichweite hat und der These widerspricht, daß Menschen Qualität nicht honorieren.


Und auch ich finde die Möglichkeiten von Handy, des Internets guuut - Ich möchte besonders letzteres nicht missen.
Wer meint, er muß sich durch Programme zippen zappen, ist wohl selbst schuld daran.
--
mart
karl
karl
Administrator

Re: Mediale Hektik
geschrieben von karl
als Antwort auf mart vom 15.08.2007, 09:58:49
Mart, ich stimme dir zu. Immer wieder stelle ich fest, dass ein Fernsehabend eher verlorene Zeit ist und das Internet ein wesentlich besseres Medium zur Information darstellt (vom Gedankenaustausch ganz abgesehen).

In der Handy-Generation bin ich allerdings nie richtig angekommen. Mein Handy liegt meist in der Schublade und ist ausgeschaltet, nur bei Reisen wird es aktiviert.
--
karl

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lotte
lotte
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von lotte
als Antwort auf mart vom 15.08.2007, 09:58:49
Ja, mart, das sehe ich wie Du.

Klar, wie die Jungen mit ihrem handy umgehen, können wir ja nur vermuten --- ich sehe in den öffentlichen Verkehrsmitteln aber ebens viele " Erwachsene" mit der "Quasselstrippe" am Ohr wie Jugendliche.

Nur: insgesamt stelle auch ich in unserer Familie - sie ist groß - fest, dass der "run" auf die Glotze abnimmt.
Wenn das Angebot zu groß wird - und bei den Privatsendern die Werbezeit immer länger wird, greifen viele Menschen wieder zu andern Unterhaltungsmitteln.Bei uns wird im Alltag viel gelesen, CDs gehört ....
--
lotte
eleonore
eleonore
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von eleonore
als Antwort auf vom 15.08.2007, 09:50:48
lieber mediale hektik, als schlechte erotische gesülze, oder nicht sagende kommentare in 3 minuten takt, und das 2 mal am tag.
--
eleonore
pilli
pilli
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von pilli
als Antwort auf vom 15.08.2007, 09:50:48
Jetzt herrscht mediale Hektik überall.
geschrieben von karin2


"überall" nach meiner sichtweise sicherlich nicht und wenn ich aus dem privaten umfeld berichte, dann bin ich diejenige, die u.a. das medium internet wählt, informationen, die mich interessieren, zu finden.

bekannte und freunde in meinem alter, da hat es nur wenige, die einen pc nutzen und selbst tochter und allerbester schwiegersohn von allen sind nicht daran interessiert, mehr als im beruf gefordert, ihre zeit dem pc oder gar nur dem fernseher zu widmen.

so stellt sich halt manches für manche anders dar...

--
pilli

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chris
chris
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von chris
als Antwort auf vom 15.08.2007, 09:50:48


-War nicht früher das Fernsehen ein besonderes Erlebnis?
geschrieben von Karin2


Früher hatte ich keinen PC in der Wohnung. Heute gewinnt in 80 % der
Entscheidungen PC oder TV - der PC.

An das TV-Gerät locken mich Berichte über andere Länder und Tiere oder auch mal
ein alter Film, den ich gerne mal wieder sehe!
adam
adam
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von adam
als Antwort auf vom 15.08.2007, 09:50:48
Hallo Karin,
vielleicht sollten wir unterscheiden nach passivem und aktivem Medium. Mein Opa laß Zeitung und hörte ab und zu Radio, der erste Fernseher kam zu mir als ich 11 Jahre war. Zugeschnitten war das Programm auf die Erwachsenen, mit ganz wenigen Ausnahmen für Kinder. Für Jugendliche: nix! Durbridge und die Perry Como-Show waren Straßenfeger, die ich nicht gucken durfte oder mich nicht interessierten.
Heute ist der Fernseher ein Tummelplatz der Gewalt geworden. Standen der Nation schon vor Entsetzen die Haare zu Berge, wenn bei Durbridge nur der Schatten des tötenden Messers zu sehen war, graust heute kaum noch einem, wenn bei "CSI" in Zeitlupe zu sehen ist, wie sich die tödliche Kugel ihren Weg durch den Körper bahnt. Das alles ist aber noch passiver "Genuß".
Aktiv ist mein Handy. Es klingelt auch auf der Rolltreppe von Hertie und ich könnte auch von dort ins Internet, wenn ich das entsprechende Gerät hätte. Dem Handy verweigere ich mich. Nicht aber dem PC, der mein Leben innerhalb eines knappen Jahres völlig umgekrempelt hat. Es ist toll, was man mit dem Ding alles machen kann. Nur eben keine Fliege tothauen, wie mit dem Uraltmedium, der Zeitung.
Inzwischen wünsche ich mir das Medium Fernsehen als Oase der Ruhe zurück. Meine Wunsch an die Fernsehanstalten: Bitte wiederholt Serien wie "Familie Schölermann" oder den "Forellenhof"!
Entschuldige, daß ich nicht weiterschreiben kann, ich muß mal eben in den Messi und gucken, wer mich da anblinkt! Soviel zur Hektik.
Gruß

adam
bongoline
bongoline
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von bongoline
als Antwort auf adam vom 15.08.2007, 12:03:52
Also mich macht diese Hektik glücklich, wenn es denn eine ist:

Mein Fernseher wird in 15 Jahren noch so gut wie neu sein,
Tiroler Tageszeitung und Standard lese ich online,
zwei Handys begleiten mich ständig - eines für rein privat, das bedeutet ein nettes Gespräch, denn ich geh ja nicht zu jedermann mit meiner Nummer hausieren, das andere für rein geschäftlich - das bedeutet, der Rubel rollt.

Und das beste am Ganzen, ich kann mir aussuchen, was ich wann und wieviel konsumieren will.

Aber in einem muss ich Karin recht geben - die damalige Zeit, also meine Kinderzeit, da vermisse ich es, dass Leute zu Besuch kamen und von der weiten Welt erzählten, ich hab diese Neuigkeiten als Kind ja direkt in mir aufgesogen. Heute wird man ja mit jeder Neuigkeit in zig Varianten überschwemmt.
In meiner Nachbarschaft gab es eine Familie Buhl, die hatten ein Elektrogeschäft und zwei Adoptivkinder, eines davon war Hermann Buhl und der war sehr oft bei uns und erzählte von seinen Bergtouren und Besteigungen. Was mir heute noch immer in Erinnerung ist, wie er mit Zeigefinger und Mittelfinger an der Türzarge Klimmzüge gemacht hat - ja mei, war das eine Sensation für mich. Und nichts hat mehr die Fantasie angeregt, als eben diese div. Erzählungen, das vermisse ich in der heutigen Zeit der Informatikschwemme.



--
bongoline
eko
eko
Mitglied

Re: Mediale Hektik
geschrieben von eko
als Antwort auf vom 15.08.2007, 09:50:48
Mediale Hektik machen wir uns selbst...jeder für sich... wenn wir zulassen, dass wir von der Vielzahl der Angebote meinen, sie alle und möglichst auch noch gleichzeitig nutzen zu müssen.

Wenn wir uns aber sagen, dass wir nix übertreiben sollten, von jedem grade mal soviel konsumieren, dass wir es auch verkraften, wird wohl kaum Hektik aufkommen.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich seit einigen Tagen über die mediale Vielfalt von über 100 (einhundert!) deutschsprachigen TV - Sendern und nocheinmal über dieselbe Anzahl an Radisendern in bester digitaler Qualität verfüge, nachdem mich mein Hausmitbewohner an seine digitale Schüssel mit angeschlossen hat. (Al Jazeera ist übrigens auch zu empfangen!) Da könnte man ja den Herzkasper kriegen, wenn man sich das alles anschauen/anhören möchte.
Immerhin wird es interessant werden, sich daraus die Sender herauszusuchen, die auch wirklich interessante Beiträge bringen und da gibts viele, die sehr gute Sendungen über unsere Natur und allem "Drumerum" bringen und die schaue ich mir gerne an. Krimis, Seifenopern und seichte Unterhaltung a la Straße der Lieder usw.blende ich sofort aus.


Das Handy ? Nun ja, ich hab eines, mit dem man nix anderes machen kann, als eben...telefonieren. Das liegt aber zumeist in der Schublade und wenn ich es dann mal mitnehme, vergess ich oft das vorherige Laden....und dann ist erst nix damit. (Sind wir nicht früher auch ohne Handy ausgekommen?)

Schon beinahe eine Sucht ist es allerdings, sich mit PC und Internet zu beschäftigen. Aber davor bewahrt mich das reale Leben, das mich noch ganz schön fordert und somit kommt bei mir kaum mediale Heltik auf. ()
--
eko

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