Schwarzes Brett Glaube

astrid
astrid
Mitglied

Re: Stoppt Gotteslästerung - eine starke Emotion
geschrieben von astrid
als Antwort auf karl vom 30.09.2007, 10:01:42
Wenn Gotteslästerung so definiert wird, dass die Infragestellung der Existenz eines Gottes Lästerung ist, dann muss ich mit diesem Vorwurf leben. Aber ich lasse mir das Denken nicht verbieten. Diese Macht hat die Kirche nicht mehr und dafür sollten wir alle eintreten, dass sie diese Macht niemals mehr bekommt.


So sehe ich das auch Karl,danke,Astrid
Francis Collins: "Der Gott der Bibel ist auch der Gott des Genoms"
geschrieben von ehemaliges Mitglied_84475
als Antwort auf karl vom 27.09.2007, 16:56:21
Ich möchte Dawkins' "Gotteswahn" hier einmal ein Buch des renommierten Genomforschers Francis Collins gegenüberstellen, nämlich "The Language of God". In diesem vor einem Jahr erschienenen Buch bekennt sich der Naturwissenschaftler zu seinem christlichen Glauben. Collins gehört nämlich zu den Wissenschaftlern, die nicht nur keinen Widerspruch zwischen Wissenschaft und Glauben sehen (ich übrigens auch nicht), sondern erst durch die Forschung zu einem tiefen Glauben gefunden haben - auch das ist möglich ....

Übrigens war erst kürzlich in der NZZ ein lesenswerter Artikel mit dem Titel "Wissenschaft versus Gott" (Link-Tipp)

--
ursula
Re: Stoppt Gotteslästerung - eine starke Emotion
geschrieben von marina
als Antwort auf karl vom 30.09.2007, 10:01:42
Karl, solltest du hinsichtlich der „starken Emotionen die jemand erfährt, wenn seiner Meinung nach ein Tabu gebrochen und über seinen Gott gelästert wird“ auch mich meinen, bist du so auf dem Holzweg, dass es schon geradezu lustig ist. Normalerweise bin ich in solchen Diskussionen außerhalb des Seniorentreffs superkritisch, was Glauben und Kirche betrifft, und wenn ich katholisch wäre, wäre ich schon längst aus der Kirche ausgetreten, das kannst du mir glauben.
Tabus gibt es für mich überhaupt keine, ich nehme sonst an Diskussionen teil, in denen diese Fragen mindestens genauso kritisch behandelt werden, allerdings auf einem ganz anderen, viel differenzierteren Niveau als hier, mit dem ich sehr viel besser klarkomme, weshalb ich mich anderweitig auch kritisch zu diesen Fragen äußern kann. Und zwar dann, wenn nicht die Überlegenheit der einen Richtung über die andere postuliert oder stammtischmäßig verallgemeinert, wird, sondern in gegenseitigem Respekt und Achtung vor der jeweiligen Denke des/der anderen diskutiert bzw. sich an die Fragen herangetastet werden kann. Mit Atheisten habe ich normalerweise gar keine Probleme, mein Sohn bezeichnet sich auch als ein solcher, aber mit ihm kann ich über diese Themen diskutieren, weil er sich nicht als der Überlegene aufspielt, sondern mir erklärt, wie er zu dieser Meinung kommt, ohne die Christen als unaufgeklärte Dummies abzuwerten, und ich kann seine Begründung sehr gut nachvollziehen wie zum Teil sicher auch die von Dawkins.

Was mich aber an den Diskussionen im ST immer wieder auf die Palme bringt und weshalb ich mir schon 1000 mal geschworen habe, mich nicht mehr einzubringen und es dann doch wieder tue, weil die Neugier mich weiter zum Lesen und damit auch wieder zum Schreiben treibt (eine meiner größten Schwächen, ich weiß) ist das mangelnde Differenzierungsvermögen. Bei diesem Thema scheint deine Abneigung so groß zu sein, dass du sehr verallgemeinerst und alles in einen Topf wirfst (s. Scientology und Christentum), was mit einiger Kenntnisse der Unterschiede in Lehre und Vorgehensweise (die man bei Google leicht ermitteln kann) völlig unmöglich ist. Hinzu kommt, dass du (aber auch andere) völlig falsche Schlüsse ziehst, indem du mich in eine Schublade steckst, in die ich ganz und gar nicht gehöre. Nur weil ich Religion und Kirche nicht in Bausch und Bogen verdamme wie die meisten hier, sondern durchaus noch einiges Positive darin sehe (ich erspare mir die genaueren Beschreibungen, worin das besteht), gehöre ich sicher nicht zu denen, die mit „starken Emotionen“ dahinterstehen oder nicht ertragen können, „wenn ein Tabu gebrochen wird“, diese Behauptung wäre geradezu lächerlich bezogen auf mich angesichts desssen, was ich mir auch manchmal in der Uni an kritischen Beiträgen zu Religion und Kirche anhöre.

Das wär's dann zu diesem Thema von mir.
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marina

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karl
karl
Administrator

Re: Stoppt Gotteslästerung - eine starke Emotion
geschrieben von karl
als Antwort auf marina vom 30.09.2007, 12:47:43
Nur leider, marina, sind von dir immer nur Angriffe zu lesen, von wegen die Diskutanten hier hätten kein Niveau. Inhaltlich hast du dich zu diesem Thema tatsächlich noch kaum eingebracht. Dawkins widmet deinem Denkansatz "Ich bin nicht gläubig, aber ... " fast sein gesamtes Vorwort. Vielleicht solltest du dich doch einmal aus erster Hand informieren

Du bist scheinbar eben trotz gegenteiliger Behauptungen nicht in der Lage, dieses Thema emotionsfrei zu diskutieren. Du solltest dich fragen: Warum?

Ich kann dir übrigens nicht zustimmen, wenn du mir vorwirfst, nicht differenzieren zu können. Wenn du dies tust und sogar behauptest, ich würde Scientology und Christentum in einen Topf werfen, dann ist es doch allein eine Frage der Größe des Topfes, ob das falsch oder richtig ist, eine Gleichsetzung wirst du mir wohl nicht vorhalten wollen. Nur, inhaltlich gehst du auf kein einziges Argument ein, weshalb ich langsam auch glaube, dass da nicht viel kommen wird außer dünkelhafter Diskutantenbeschimpfung.
--
karl
rolfwalter
rolfwalter
Mitglied

Re: Stoppt Gotteslästerung - eine starke Emotion
geschrieben von rolfwalter
als Antwort auf marina vom 30.09.2007, 12:47:43
<> Zitat Marina

Oh das aber eben wäre doch interessant gewesen!
--
rolfwalter
angelottchen
angelottchen
Mitglied

Re: Stoppt Gotteslästerung - eine starke Emotion
geschrieben von angelottchen
als Antwort auf marina vom 30.09.2007, 12:47:43
...augenverdreh .. marina.. wie oft müssen wir denn nun noch lesen, dass DU was besonderes bist, alle anderen im ST aber offenbar unter aller Sau und das DU hir ja eigentlich gar nicht hingehörst ....
Sei doch mal konsequent - steh zum ST oder bleib weg. Aber diese ständigen Anmassungen Deinerseits sind fast so unerträglich wie die Seeligbeter hier ..
--
angelottchen

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rolfwalter
rolfwalter
Mitglied

Re: Francis Collins: "Der Gott der Bibel ist auch der Gott des Genoms"
geschrieben von rolfwalter
als Antwort auf ehemaliges Mitglied_84475 vom 30.09.2007, 12:14:33
<<"Der Gott der Bibel ist auch der Gott des Genoms">>

Ja, dieser These kann man natürlich, wenn man an einen schöpfenden Gott glaubt, nicht entrinnen, denn er hat ja alle Genome geschaffen und bastelt ja immer noch - wenn auch ohne ersichtlichen Erfolg wie man wohl am Beispiel der HIV und H5N1 viren sieht

rolfwalter
rolfwalter
rolfwalter
Mitglied

Re: ich habe keinen Gott und akzeptiere ihn trotzdem
geschrieben von rolfwalter
als Antwort auf dutchweepee vom 30.09.2007, 02:04:09
<>

Oh nein. In Klerikerkreisen kursiert folgende Geschichte:

Ein Priester, ein Pastor und ein Rabbi gehn am Ufer des Sees Genezareth spazieren, und der Priester sagt: "lasst und über das Wasser wandlen, wie unser Herr das getan hat" Der Pastor stimmt ihm zu und sanft und fast trockenen Fusses wandeln die zwei über das Wasser hin. Auf einmal ertönt hinter ihnen ein Schrei und als sie sich umdrehn, steht wenige Schritte hinter ihnen der Rabbi bis zum Bauch im Wasser.
Mit sehr verlegenem Gesicht wendet sich der Priester zum Pastor und flüstert: "Wir hätten ihm vielleicht doch zeigen sollen, wo die Steine liegen"
(Quelle: Der klerikale Witz, DTV)

Eine in mehrfacher Weise aufschlussreiche Geschichte, aber es kann jeder selbst drüber nachdenken
--
rolfwalter
Medea
Medea
Mitglied

Re: Stoppt Gotteslästerung - eine starke Emotion
geschrieben von Medea
als Antwort auf angelottchen vom 30.09.2007, 13:23:37
Ich muß es noch einmal sagen: In meiner großen Familie sind alle Glaubensrichtungen vertreten, bis auf die Muselmanen gibt es Protestanten, Katholiken, Juden, Atheisten und früher sogar China-Missionare - inzwischen hat längst die Toleranz gegenüber den jeweils anders den Glauben Ausübenden den Vortritt errungen. Über Religion wird nicht mehr gestritten, über die aktuelle Politik allerdings heftig.
Es muß doch auch unter den STlern möglich sein, diese immer wieder so viel beschworene Toleranz mal endlich anzuwenden und jeden nach seiner Facon seeligwerden zu lassen. Diese immer wieder zu lesenden Abwertungen finde ich leider ziemlich kindisch.
Kreationisten und Scientologen allerdings sind eine Spezies für sich, jeder aufgeklärte Mensch wird sich diese Fantastereien und Albernheiten kaum anhören oder gar zu eigenmachen können.

Medea
rolfwalter
rolfwalter
Mitglied

Re: ich habe keinen Gott und akzeptiere ihn trotzdem
geschrieben von rolfwalter
als Antwort auf dutchweepee vom 30.09.2007, 02:04:09
Ich bin schrecklich ungebildet. Weder bin ich vor 75 Millionen Jahren Herrn Xenu je begegnet, noch finde ich einen Thetan in mir - am ehesten noch bei einem (schon ziemlich grossen)Gläschen Bier, wie das die Scientologen ja offenbar tun aber das hab ich bisher immer für einen Schwips gehalten.

Aber nun mal Thetan beiseite und egal ob Religion oder nicht, als Beispiel für den endlosen Schwachsinn den man mit der nötigen Rabulistik verkaufen kann, leistet doch Scientology hdervoragende Dienste.
--
rolfwalter

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