Wellness Frisches Essen....

Elmos
Elmos
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Frisches Essen....
geschrieben von Elmos
Hallo,

manchmal fühle ich mich wie ein "Exot". Und warum, nur weil ich etwas tue, was ich eigentlich für eine Selbstverständlichkeit halte. Ich bereite mir täglich frisch ein Essen zu.

Dabei muss ich zugeben, es ist mir Anfangs nicht leicht gefallen. Einmal pendle zur Arbeit, das dauert täglich fast 3 Stunden (also hin und zurück), dann konnte ich bis "kürzlich" gar nicht kochen (bis ich 50 war haben eigentlich immer Männer für mich gekocht). Anschliessend musste ich das selber übernehmen, also auch erst mal kochen lernen...aber verhungert sind wir auch nicht.

In der Zwischenzeit koche ich meistens nur noch für mich (mein Sohn wohnt zwar noch hier is(s)t aber meist bei seiner Freundin. Dennoch: ich könnte mir nicht vorstellen statt "meiner" frischen Mahlzeit beispielsweise in der Kantine zu essen (was etliche meiner Kollegen tun) oder Brote zu machen oder ne Fertigpizza in den Backofen stecken oder die Mikrowelle aktivieren (die ich gar nicht habe) oder etwas in der Art...Wenn ich mich mit Freunden und Bekannten unterhalte, scheint das (wenigstens unter der Woche) für die meisten die Normalität zu sein.

Aber für mich ist mein "warmes, frisches Abendessen" einfach ein Stück Lebensqualität.

Wie seht ihr das? Vor allem auch die Alleinlebenden: gönnt ihr euch euer tägliches frisch zubereitetes Essen und warum (oder warum nicht)?

Liebe Grüße
Andrea
barbarakary
barbarakary
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von barbarakary
als Antwort auf Elmos vom 22.05.2016, 19:33:08
Frisch ist auch für mich - alleinlebend - meistens selbstverständlich, wobei ich energiesparender Weise z.B. Kartoffeln für zwei Tage koche oder größere Gemüsemengen dann portioniere und gegart einfriere. Da ich überwiegend vegetarisch lebe, ist Frische sowieso angesagt. Meine Tochter - ganztags berufstätig - hat dennoch eine Gemüsekiste abonniert, so dass es auch unter der Woche frisches Essen gibt.

LG barbarakary
Trollblume
Trollblume
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von Trollblume
als Antwort auf barbarakary vom 22.05.2016, 19:51:15
Ich koche immer frisch, auch als ich noch vollzeit berufstätig war. Manchmal auch für zwei Tage, aber eher selten....Mein Mann ist Diabetiker und da muß ich schon sehr ausgewogen kochen, Brot backen und auf eine gesunde Ernährung achten. Ich versuche auch regional und saisonal einzukaufen. Fleisch und Geflügel gibt es bei uns nur Bioware, das ist zwar etwas teurer, aber man schmeckt es auch. Obst und Gemüse kaufe ich überwiegend in einem der vielen Hofläden, die hier in der Gegend sehr zahlreich sind.
Es muß auch nicht immer das aufwändige Essen sein, es gibt so viele Variationen von "der schnellen Pfanne" oder Eintöpfe und Suppen. Die mache ich dann aber schon für zwei Tage.

Morgen gibt es "grüne Nudeln" Spaghetti mit selbstgemachtem Bärlauchpesto und frisch geraspeltem Parmesan.

LG
Trollblume

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johanna
johanna
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von johanna
als Antwort auf Trollblume vom 22.05.2016, 21:23:55
Ich habe immer täglich frisch und abwechslungsreich gekocht. Zuerst für meine (immer grösser werdende) Familie - später als die Kinder aus dem Haus gingen für weniger Personen. Als ich nach dem Tod meines Mannes meinen Partner kennen lernte und nur noch 2 Personen am Tisch sassen, kochte ich auch täglich frisch! Lediglich Frikadellen, Krautrouladen oder aber auch Tafelspitz koche ich in grösseren Mengen, portioniere und friere ein. Seit mein Partner gestorben ist, bin ich allein und koche immer noch täglich frisch! Ich bin das so gewohnt und werde das sicher auch kaum ändern. Mir macht es Spass zu kochen, warum sollte ich mir das dann versagen? Salat, Gemüse und Co sind frisch gekocht bzw,. zubereitet immer am besten!
Elmos
Elmos
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von Elmos
Guten Morgen,

spannend. Ich frage mich grade ob hier wirklich die meisten Menschen frisch kochen, oder ob eben nur die hier schreiben die frisch kochen. Aber meine Mutter, beispielsweise, die kocht auch täglich - vielleicht hat das bei "Senioren" einfach noch einen höheren Stellenwert.

Trollblume: dass du saisonal und regional kochst, das gefällt mir übrigens sehr gut, das versuche ich auch zu machen, ich glaube nämlich, dass dieses Einkaufsverhalten einen Beitrag zum Weltfrieden leisten kann.

Liebe Grüße
Andrea
rehse
rehse
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von rehse
als Antwort auf Elmos vom 23.05.2016, 07:11:33
Guten Morgen,

das Thema ich wichtig und ich freue mich, wenn Berufstätige es schaffen, noch abends frisch zu kochen. Damit gehörst du ganz sicher zu einer Minderheit. Das zeigt doch auch das starke Anwachsen der Systemgastronomie sowie der Schnellgerichte-Anbieter mit ihren Pizza- und Fernostangeboten.
Industrielebensmittel sollten weitgehend gemieden werden, zumal auf deren Packungen oft gar nicht alle Stoffe vermerkt sind, die zum Inhalt gehören.
www.foodwatch.de liefert meistens Aufklärung.
Meine Partnerin kocht auch immer frisch, ab und an gehen wir auch mal essen
in Lokale, die regionale Küche anbieten.

Liebe Grüße
rehse

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Klaro
Klaro
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von Klaro
als Antwort auf Elmos vom 22.05.2016, 19:33:08
Hallo,

ich stamme ja noch aus der Generation, wo viele Hausfrau und Mutter waren. Da gehörte das frische Essen bzw. das Kochen täglich dazu. Man hatte ja auch die Zeit dazu, da man eben nicht aushäusig gearbeitet hat, zumindest nicht die ersten Jahre mit Kind.

Für Kinder finde ich es schon wichtig, wenn sie gewisse Rituale haben, so eben auch gemeinsame Mahlzeiten.

Allerdings lösen sich heutzutage solche Gemeinsamkeiten in der Familie zusehends auf, denn es ist nicht oder kaum möglich, Beruf und Karriere und Familiengemeinsamkeiten täglich unter einem Hut zu bringen.

Klaro
Re: Frisches Essen....
geschrieben von Friaul
als Antwort auf Elmos vom 22.05.2016, 19:33:08
Ich komme aus einem mehr Generationen - Haushalt und bei uns wurde jeden Tag frisch gekocht. Ich hab das auch beibehalten denn meine Kinder und Enkelkinder lieben das auch. Jetzt koche ich auch für mich alleine jeden Tag frisch und ich genieße es sehr.

Barbara
olga64
olga64
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von olga64
als Antwort auf Klaro vom 23.05.2016, 11:27:58
Ich erinnere mich an die Kochgewohnheiten meiner Mutter (Hausfrau und Mutter) nicht so gerne. Alles war verkocht, oft zu fett und Saucen mit Einbrenne usw. Das macht heute kein Mensch mehr und das ist gut so. Oft wurden auch z.B. Eintöpfe, SAuerkraut für mehrere Tage gekocht und wieder und wieder aufgewärmt. Von Vitaminen keine Spur mehr. Fleisch war ebenfalls zu fett und auch die Würste.
Salat welk und ohne schmackhaftes Dressing. Allein das bayerische Sonntagsessen, das aus Schweinebraten, Knödel, Einbrenn-Sauce und Kartoffelsalat bestand, würde heute sicher so keiner mehr essen.
Heute geht dies schon pfleglicher, wie ich finde. Man lernte z.B. von den Italienern, was al dente ist und kocht schonender. Ich koche seit Jahren ebenfalls grössere Portionen, die ich dann einfriere und bei BEdarf auf die Mikrowelle lege. Dazu immer frischen Salat oder Gemüse. Da haben wir schon viel gelernt, wie ich finde, auch weil Zeit kein endloser Begriff mehr ist, sondern geschickt eingeteilt werden muss. Olga
Klaro
Klaro
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Re: Frisches Essen....
geschrieben von Klaro
als Antwort auf olga64 vom 23.05.2016, 17:05:33
Früher wurde anders gekocht, auch meine Oma (sie war bei uns die "Kochmamsell" ) kochte nach dem Krieg eher fett, da wurde aus Sättigungsgründen dann gerne mal die Schwarten der Schweinepfötchen mitgekocht und im Gemüse (z.B. Steckrüben, in Bayern nicht so bekannt da eher eine "norddeutsche Rübe" )serviert...

Heute kocht man gesundheitsbewusst, als eher fettarm und vitamin und ballaststoffreich.

Klaro

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