Das Jahr begann

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Friede_auf_Erden.jpg

Das Jahr begann..

Die Tage und das Jahr gehn schnell dahin.
Zu halten ist nicht einmal eine Stunde.
Es war doch eben erst Neujahrsbeginn,
vorbei die wilde Jagd mit Gott Odin -
als alle Geister machten ihre Runde.

Drei Könige, sie sind schon längst erschienen,
sie huldigten dem Herrscher dieser Welt;
Geschenke brachten sie um ihm zu dienen;
derweil zwölf Menschen starben in Lawinen;
in vielen Ländern es an Nahrung fehlt.

Noch ist das Jahr nicht weit vorangeschritten,
es steht am Anfang seiner neuen Frist.
Es wird gelacht, geweint und auch gestritten;
und weiter geht die Zeit mit kleinen Schritten -
für Juden, Moslems, Christen und Buddhist.

Die Menschen träumen sich weit fort von Kriegen;
sie bringen Unheil über Volk und Land;
wo Kinder sterben schon in ihren Wiegen.
Ein Wunder wärs, die Eintracht würde siegen;
und hätte dann für alle Zeit Bestand.


© lillii ( Luzie-R )


 


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Kommentare (10)

lillii
lillii
Mitglied

eine Rose für HeCaro fürs Herz

einen lieben Gutenachtgruß von Luzie

Anabell23
Anabell23
Mitglied

Ich kann mich nur Manfreds Denkweise anschließen liebe Luzie.
Er hat alles so perfekt und wohl überlegt zum Ausdruck gebracht.

Ja, man kann nur hoffen, daß Menschen irgendwann einmal zur Einsicht kommen
und beten.

Liebe Grüße
Uscha

lillii
lillii
Mitglied

Liebe Uscha,

zu den Menschen gehören auch wir, haben wir sie immer .. die Einsicht?

Danke und
liebe Grüße  Luzie

lillii
lillii
Mitglied

ein Danke an Syrdal und Clematis fürs Herz

liebe Grüße
Luzie

Roxanna
Roxanna
Mitglied

Ich staune immer wieder, liebe Luzie, über das Denken, nur weil der Kalender wieder von vorne beginnt, ist das auch ein Neuanfang. Die Welt, das Weltgeschehen, das Schicksal schert sich nicht um Daten, sondern dreht sich einfach immer weiter in Freud und Leid ungeachtet, ob es Januar oder ein anderer Monat, ein anderer Tag ist. Schön wäre es, könnte man immer wieder ganz frisch und unbelastet von vorne beginnen, aber das ist wirklich eine Illusion. Man trägt vieles weiter, was nicht einfach mit Ende des alten Jahres abgeschlossen werden kann und muss sich auch im neuen Jahr wieder damit befassen. Trotzdem kann jeder einzelne für sich auch immer wieder einen Neuanfang in seinem Leben machen jeden Tag, jede Stunde, jede Minute.

Danke für dein Gedicht und herzlichen Gruß
Brigitte

lillii
lillii
Mitglied

Das Staunen, liebe Brigitte,
sollte man sich nicht abgewöhnen und auch nie verlernen. Dass wir denken und überlegen können, etwas im Gedächtnis  behalten, das hat die Evolotion mit der Zeit so eingerichtet und ist lebenswichtig und nicht allein bei uns Menschen,
Schau Dir die Tiere und die Natur an, sie haben ebenfalls ein Gedächtnis.
Der Jahres"anfang" ist gemacht, so wie auch vieles anfängt, das Ende ist nicht voraussehbar.
Jeder Tag ist neu, jede Stunde, jede Minute und alles endet.

Danke für Deine Überlegungen
liebe Grüße Luzie

protes
protes
Mitglied

liebe Luzie
es wird sich auch in diesem neuen jahr nichts ändern
die machbesessnen werden einfach weiter machen
egal obs für die menschheit gut ist oder schlecht
sie werden weiter über hunger leid und kriege lachen.

trotzdem die hoffnung  aufgeben wäre falsch

liebe grüße
hade

lillii
lillii
Mitglied

so siehts aus.lieber hade,
genau so,
Hoffnung aufgeben oder haben, das ändert wenig bei denen, welche die Macht hätten, etwas zu ändern.
Fangen wir einfach im Kleinen an und halten dort Frieden.

Danke und liebe Grüße
Luzie

Manfred36
Manfred36
Mitglied


Wo ist der Held, der Wunder kann vollbringen?
Er ist in uns, er war's zu allen Zeiten.
Die Welt, sie endet nicht in ihrem Ringen
Um Macht und Chaos in fast allen Dingen.
Wir müssen mit ihm streiten, ihn bereiten,
und dürfen keine Lobeshymnen singen.

Den zähen Menschen, die selbst in Momenten,
wo wir verzagten, einfach weiterleben,
die Dinge greifen, auch mit schwachen Händen,
mit Hilfegesten sich an uns dann wenden,
das so ersehnte Minimum zu geben,
es ist das Mindeste, was wir doch könnten.

Doch besser wär, wenn just beschwor'ne Mächte
der Einsicht, der Vernunft, dort Einzug fänden,
wo nur Gewalt und Korruptionsgeflechte
sich liefern ohne Rücksicht die Gefechte,
in Militär- und Diktatorenhänden,
wo nur der Mabob an sich selber dächte.

Die Welt indes wird besser, weil sie off'ner .
Man sieht das Elend, hört es wo auch immer.
Weil weltweit Nachrichten es transportieren,
und jeden von uns davon informieren.
Vermitteln schon dem Dümmsten einen Schimmer,
Ach blieb er nur verschont, so innig hofft er.
 

lillii
lillii
Mitglied

Danke Manfred,

dass Du Dir so viele Gedanken über mein Thema gemacht und sie auch noch fast perfekt in Verse gekleidet hast.
Deine Gedanken an die, die etwas bewegen könnten;
würden sie sie zu den ihrigen machen ?
Ich bezweifle das und so geht das Klagelied, das Jahr und die Zeit weiter.

lieben Gruß Luzie

 


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