Josef von Eichendorff - Mondnacht





Mondnacht

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff





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Kommentare (4)

henryk Maerz 2014(henryk)


Henryk
anjeli Auch für mich ist es ein schönes Gedicht.

Besonders die letzte Strophe hat für in der Trauerbegleitung besondere Bedeutung.

Schön, dass du es gelesen hast.

anjeli
traumvergessen das ist ein wunderbares Gedicht. Es ist mein und meiner Frau Lieblingsgedicht. Es schmückt unsere Terrasse an einer Wandtafel und befindet sich an einer ganz kleinen Tafel an unserem Baum in einem Ruheforst in der Eifel. Hast du schön gemacht. Herzlichen Dank.

Liebe Grüße
Gerd

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