Striktlose Suche

Autor: ehemaliges Mitglied

(Auf vielseitigen Wunsch der Userin "Traute") :


Striktlose Suche


Der Worte Klang

im Hallengang verflogen.

In Mauernischen klebten

sinnzerstückelt nur noch Fetzen

Streitgesang.


Gesteinigter Frieden.

Die Nacht ließ aus den Tag.

Zwei Herzen,

zwei Köpfe,

ein Zerwürfnis.



Nichtiges begehrte

mächtig auf

gegen alle Majestät.

Raumzeit jedoch dehnt sich aus,

vergrößert scheinbare Leere.


Greifen nach Substanz,

in Leere greifen.

Ist Mögliches Materie?

Möglich sind wir geworden

aus Materie.



In einer Mauernische

birgt sich unter vielem

die letzte Antwort.

Sie soll finden einer,

ohne strikt gesucht zu haben.

O. M.


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Kommentare (13)

sarahkatja Lieber Ramires,
habe herzhaft gelacht, und das tut doch gut, ganz gleich, was immerhin
noch vermutet werden könnte. Reifmädchensommer – lach – das klingt besser als Altweibersommer. Ist auch viel menschlicher.

Bleibe uns „Reifen Früchtchen“ (noch kein Fallobst) erhalten, denn wo kann
man sonst noch emotionalen und doch ernsthaften Gedankenaustausch betreiben? Wo den Mut haben Gefühle auszudrücken, mit dem Wunsch, Antworten oder Denkanstöße zu bekommen?

Wenn man liebe Menschen jahrelang begleitet hat, und sie dann klaftertief im
Erdboden liegen sieht, dann bleibt etwas zurück, was einen immer begleitet.
Doch wem sage ich das? Jeder wird es oder hat es selbst erlebt.

Da kannst Du mal sehen, was ein Gedicht von Dir alles so anrichtet.
Und das nur nebenbei und doch gewollt.

Liebe Traute,
die christliche Lehre gibt Halt, auch wenn Jesus auch ein Kind seiner Zeit war.
Er hätte niemals die Kreuzzüge gebilligt, nicht dir Kriege in Gottes Namen.
Seine Lehre war und ist notwendig, nur leider haben sie die Menschen, immer in ihrem jeweiligen Sinn, missbraucht und gefälscht.

Nun will ich aber endlich nach Haus und Gartenarbeit meinen Spiegelbericht
über die Araber Nr.3 2011 weiter lesen. Sehr informativ und aufschlussreich.
Da ich beim Gardinenaufhängen von der Leiter gefallen bin, und prompt auf das operierte Bein, muß und darf ich mir einen Lesetag gönnen.

Einen schönen Tag voller Lebensfreude
und einen lieben Gruß von Sarahkatja



ehemaliges Mitglied "Donnerwetter" > (und das im "Reifmädchen-Sommer")!

Ihr zieht ja alle Leser (einschließlich mich) mit hinunter in "sinnige Tiefen", von denen ich annahm, dass Ihr sie dort noch gar nicht so gründlich ausgelotet habt, zumindest was die (meta)physikalischen Aspekte angeht. ... Respekt!
Fortführend möchte ich meinerseits am "Tauchprojekt" nicht weiter teilnehmen, sonst droht der Vorwurf einer strengen Observatorin , ich täte dies deshalb, um die Aufrufzahl dieser Seite zu erhöhen. Nur das: Dieses Thema ist immer wieder lohnend für Pro und Kontra + Zwischenspots, da pflichte ich bei.

@Sarahkatja: Du erstaunst mich wieder auf`s Neue, wie genau und dabei doch nicht festnagelnd Du es verstehst in meinen Zeilen (und dadurch auch in mir) zu lesen.
Angedeutetes schließt immer die Möglichkeit der Mehrfachdeutung ein, ja.
Das kann sowohl gewollt als auch ungewollt sein und entzieht sich dabei manchmal sogar den Absichten des Autors, als besäßen die Wortfügungen und Sätze ein verinnerlichtes Eigenleben, das sich des Schreibenden bedient um zu Tage zu treten.

Ich danke Euch allen herzlich für Eure (bildhaften) Worte! *Ramires*
Traute Aber der Glaube, wenn er nach den Grundsätzen der Christlichen Lehre, geglaubt wird, hat doch auch eine Erklärung für alles und stimmt mit den Wissenschaften überein, bis auf:
Was war der Anfang, gab den Anstoß und ist der Sinn und das Ziel. Das ist eine ebenbürtige Philosophie und wird gleichberechtigt neben anderen gelehrt.
Auch die Kirchenoberhäupter befassen sich mit der Wissenschaft in allen Bereichen und den anderen Philosophien, mindestens so intensiv wie die Agnostiker.
Auch Erkenntnisse der Philosophen mussten erweitert oder ergänzt werden.
Das ist doch alles ganz normal.
Und ganz nebenbei ich beneide die Gläubigen um ihre Geborgenheit.
Und ja es wird das ewige Leben ermöglicht werden und unsere Nachkommen es werden es erleben.
Liebe Grüße,
Traute
Traute 2(Traute)


sarahkatja
Deine Verse muß ich oft mehrmals lesen.
Vieles verstehe ich, bei einigem bin ich mir
nicht sicher. Fast glaube ich, es soll so sein.
Manchmal sind sie klar, manchmal huscht
ein Eulenspiegelschatten durch die Nischen,
nein, nicht der mit den derben Späßen, aber
doch ein wenig verwirrend, irritierend, amüsierend?

Lieben Gruß
Sarahkatja
sarahkatja Du schreibst, die Welt wird sich weiterentwickeln und dabei haben schon Wissenschaftler festgestellt, dass die Sonne, eines fernen Tages, sich aufblähen und explodieren wird. Bis dahin wird der Mensch entweder ausgerottet sein oder andere Planeten besiedeln. Das Universum wird weiter bestehen und wird nach den Naturgesetzen so oder so alles regeln.
Plus und Minus. Anziehung und Abstoßung,

Ob der Mensch wirklich jemals den „Jungbrunnen“ erfinden wird? Das ewige Leben? Ich glaube, das wäre nicht zu ertragen.
Ja, wir sind schon arm dran. Gäbe es den Glauben nicht, man müsste ihn erfinden.
Aber so, wie es gelehrt wird, kann es nicht sein.
Ich habe keine Philosophie studiert, noch bin ich in den Naturwissenschaftlichen Disziplinen bewandert, doch die Gedanken kreisen schon über den Ursprung von „Allem,“ und über unsere kleine Welt.

Es grüßt Dich Sarahkatja
Traute So denke ich auch.
Traurig bin ich auch.Ich nehme an wir sind nur eine Kette von Genüberträger für die kommenden Generationen, in denen sich mehr abspielen wird und mehr Erkenntnisse da zu kommen.
Vorausgesetzt, die Menschheit rottet sich nicht selbst aus, wird sie das ewige Leben, das nicht Altern eines Tages "erfinden". Dann wieder vorausgesetzt, das sie andere Welten besiedeln kann. Sonst müsste das Vermehren aufhören, wegen Platzmangel.Fast alles was wir auf der Oberfläche unseres Planeten finde war schon belebte Materie und bleibt in dem Kreislauf.
Tja, wir sind eben Adam und Eva geblieben, die vom Baum der Erkenntnis naschten und nun erkennen wir die Vergänglichkeit.
Wir machen Kultur und hinterlassen Kunst und auch das ist nicht für die Ewigkeit.
Aber eines ist sicher wir geben der Menschheit die Chance die Rätsel zu lösen, in dem Wir den Lebensfunken den wir erhielten weitergeben.
Wie soll man es ausdrücken, glücklich wer etwas Anderes Glauben kann?
Er wird ja die Enttäuschung nicht wahrnehmen und weitergeben können.Wir sollten einfach Leben uns die Dinge nutzbar machen und dem Anderen keinen Schaden zu fügen und das Mögliche tun, das die Menschheit sich nicht selbst ausrottet aus Gier, die so sinnlos ist.Ach Kant war ein ganz bescheidener, etwas verschrobener Mensch, er stammte von Schottischen Puritanern ab, die ohne Pracht und Prunk durchs Leben gingen. Da ging es in der Zeit und zuvor den Geistlichen Lebenserklärern besser als ihm.Heine sagte, sie tranken alle heimlich Wein und predigten öffentlich Wasser...Fast alle Philosophen blieben ledig, hatten sie die Einsicht gewonnen, es lohne sich nicht das Leben weiter zu reichen?Selbstlos ist das nicht, denn was man bekommen hat, sollte man als Chance weiterreichen?
War nett mit Dir zu Denken.
Mit freundlichen Grüßen,
Traute
sarahkatja Wenn ich über das Werden, Sein, Vergehen nachdenke, überkommt
mich manchmal große Traurigkeit.

Im Vergleich zu den vergangenen Ewigkeiten, hat sich trotz endloser Zeit
des Werdens, der Mensch schnell entwickelt.
Er entstand aus den ungewollten Experimenten der unbeseelten Materie.
Eines Tages, war er so weit, dass er sehen, hören, fühlen, denken konnte.

Und nun geschah das, was nicht vorherbestimmt war, er begann nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Er wollte wissen:“ Was diese Welt im Innersten zusammenhält.“

Milliarden Menschen kamen und gingen. Sie alle hatten Bedürfnisse, Sehnsüchte, Ängste. Kein Gott gab ihnen je Antwort auf ihre Fragen.
Wo sind sie geblieben? Sie wurden zu Asche und Staub und niemand
fragt mehr nach ihnen. Diese Welt ist voller Tote.

Ich weiß, ich passe nicht in diese Welt, und doch habe ich die Verpflichtung
meinen Kindern und Nachkommen Lebensmut und auch Lebensfreude mit auf den Weg zu geben. Ich wundere mich selbst, dass mich der Humor noch nicht verließ. Es ist nicht gut, zuviel zu denken.
Doch, wenn es uns schon gibt, und das ist nicht zu leugnen, dann gibt es vielleicht auch eine Erlösung? Ein Nichtverlorensein?

Ob Kant wohl ein glücklicher Mensch war?


Sarahkatja




lillii deine Gedanken..

jeder, der sucht in den Mauernischen
wird suchen nach dem ,
was ihm verlorenging.
Ob er es findet in verborgenen Ecken..
ist man nicht immer auf der Suche..es ist oft ganz nah und sieht es trotzdem nicht...

Grüße lillii
immergruen dass meistens der findet, der nicht sucht?
Dein Gedicht, lieber ramires, brauchte wirklich ein längeres Gespräch, denn jeder wird den Inhalt anders interpretieren.Deshalb finde ich es in solchen Fällen schade, dass wir nur schreiben, was wir denken. Eine Diskussion würde manchen Gedanken vertiefen und dann blieben die wirklich letzten Antworten nicht in Mauernischen kleben.
immergruen
Traute Tja, ich denke auch gerne nach und vor.
Bin aber der anderen Ansicht, nämlich der, das alles in Bewegung ist, ohne Anfang und ohne Ende.
Wir sind nun gerade in einer Phase der Entwicklung zur Welt gekommen(wir Menschen) und machen uns Gedanken. Immer mit dem Fehler, das da ein Anfang war. Es bewegt sich alles zum Gegensatz, bis der Ausgleich diesen aufhebt. Dann ist das Gleichgewicht, und es bauen sich wieder Gegensätze auf, bis sie sich ausgleichen.
Dabei entwickelt sich alles um Stufen höher in eine andere Qualität.
Der Unbelebten Materie genau so wie der belebten Materie in all ihren Formen.
Wir ,die Menschen, sind ja nur ein Tüpfelchen in diesem Ablauf. Tragen aber in unserem Umfeld mit zu neuen Spannungen und Entwicklungen bei, die aber Global und Im Universum gesehen keine Auswirkungen haben.
Aber uns ist eine unstillbare Wissbegierde, Neugier eigen und die lässt und immer neue Konstruktionen vom Sinn des Seins errichten.Richtig so, das gehört zu den Vorzügen, die uns von den anderen Wesen unterscheidet, die wir kennen.
Mein Philosoph der ersten Stunde ist Kant.
Dem, wie er das Erkennen der Welt beschreibt schließe ich mich an. Nichts kommt in unsere Vorstellung, was nicht durch unsere 5 Sinne aufgenommen wurde.Und das ist erst einmal alles subjektiv, auch unsere Vorstellung von Gott.Anders können wir nichts von "Außen" aufnehmen.Dann aber mit unserer Ratio, können wir diese Erkenntnisse mit wissenschaftlichen Kategorien, eine Objektivität zuschreiben. Also , das sie so sind und nicht anders.
Dadurch kann nun das "Wort,Geist" nichts anderes sein als unser eigenes Konstrukt von IHM.Ich finde es nicht verwerflich daran zu Glauben, denn Wissen kann man es nicht, aber auch nicht, da es subjektive Erfahrung ist, widerlegen.
Da dieser Glaube noch Moralvorstellungen vertritt, denen ich zustimme, kann ich nur sagen, es ist schon ein Nutzen in dem Glauben und ein Halt für viele Menschen.
Bis dahin,
ich möchte ja dieses spezielle Thema niemandem aufdrängen.
Aber Dein Gedicht hat es in der Schleppe gehabt, da konnte ich nicht widerstehen.
Mit freundlichen Regengrüßen,
Traute
ehemaliges Mitglied @ Traute, Du entführst uns ja mit Deiner soliden Kommentierung in die Sphären der "kosmogenetischen" Filosofie (oder sind´s doch eher "stygische Tiefen"?)
Unser Kopf braucht einen Anfang und ein erfassbares Ende, auch wenn er sich damit nicht einfach abfinden kann/will, ja!
Wer schuf den Geist? Ich beantworte mir diese so oft gestellte Frage damit, dass ich mir sage, es muss eine "Gegebenheit" von Anfang an gewesen sein, sonst könnte es nichts geben, was aus dem Nichts entstanden ist. Und da ich es dem (Über)Geist eher zutraue als der unbelebten Materie, etwas zu schaffen durch und aus rein energetischer (Geistes)- Existenz, entscheide ich mich für "das Wort", den Geist, den es anfangslos gegeben hat.
Damit mache ich mir es einfach, zugegeben. Jedoch kann mich nix davon überzeugen, dass
es ohne Anstoß dieser "Geistigkeit" Materie gibt, dunkel oder hell, wie auch immer, die seit Ewigkeiten im Wechselspiel komplex zu einem Nichts kompensiert in der energetischen Singularität und danach wieder expandiert.Es ist eine Glaubensfrage, wozu jemand tendiert, was ihm nach seinem Naturell als einleuchtender erscheint...
Auweia, jetzt wird´s zu abgehoben im Schlepptau eines schlichten Gedichts!

@Traumvergessen: Bin leicht erstaunt, dass Du Arbeiten von mir schätzst, da Du doch ganz anders Deine Gedanken herüberbringst, wenn auch immer mehr oder weniger filosofisch gewürzt. Umso mehr darf ich mich bedanken.

Es grüßt der *Ramires*!
ehemaliges Mitglied ramires-Gedicht, wie ich es schätze.
Traute Welch ein Mysterium, ist Dein Gedicht.
Das Ideelle lässt Du Materie werden und unter
die Chronologie der Mensch-gemachten Dinge suchen.
Wo sind die Gedanken und die ausgesprochenen Worte
zu finden, kann man sie wieder einfangen?Nur
wenn sie ausgesprochen und mitgeteilt und weitergegeben
sind, sind sie unsterblich.
Wenn sie Gedanken bleiben gehen sie mit uns. Wenn sie hinaus
gerufen werden, sind sie frei von uns und nichts holt sie
wieder ein oder zurück.
Wie der Geist, das Wort Materie wurde? War es nicht die Materie
in Arbeit, die man Geist nennt? Die Idealisten sagen Im Anfang
war das Wort(Geist).
Wer aber schuf den Geist? Die Antwort wie der Raum wahrgenommen
wird und wie bei der Wahrnehmung die Dimensionen und die Zeit zur
Erkenntnishilfe hin zu genommen wird?
So ist es mit der Ewigkeit, die ja nur durch unsere Maßeinheiten
stückchenweise wahrgenommen werden kann ein Mysterium, das unsere
Nachkommen enträtseln werden. Die Unendlichkeit ist auch nicht fassbar.
Unser Kopf will allem einen Anfang und ein sinnreiches Ziel geben.
So ist es nicht und so schalten wir einen alles veranlassenden Geist ein,
der die Erkenntnisse hütet und die Ziele kennt.
Dein Gedicht, greift in diese Mysterien und stellt sie in faszinierende
Kulissen,
zum Nachdenken und zur Besinnung auf Vergänglichkeit und
dem Sein unserer bescheidenen Zeit auf diesem wunderschönen Planeten.
Mit freundlichen Grüßen,
Traute


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