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andere gesellschaftliche Themen Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle

Rosenbusch
Rosenbusch
Mitglied

Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von Rosenbusch

Wenn man Länder wie England und Israel ansieht, dann sieht man, dass impfen alleine vermutlich nicht  ausreicht um den Virus in Griff zu bekommen. Nun haben wir in Deutschland vielleicht den Vorteil, dass wir von anderen Länder lernen können wie man die 4. Welle stoppen könnte.

Aber mir geht nicht aus dem Kopf was Julian Nida-Rümelin in einer Sendung von Markus Lanz sagte, "wir müssen Mut zum Risiko haben, denn was wäre gewesen, wenn ein Impfstoff erst in ein paar Jahren gefunden worden wäre, man kann nicht jahrelang ein Land in den  Lockdown halten ".

Und Kinder vom Schulunterricht fernhalten, füge ich noch hinzu.

Wie seht ihr das?

Rosenbusch


 

Rosenbusch
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RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von Rosenbusch
als Antwort auf Rosenbusch vom 28.06.2021, 09:53:33

Sorry, Land in den  Lockdown halten sollte es natürlich nicht heißen,sondern Land im Lockdown halten
leider kann man es nicht verbessern, sonst hätte ich den ganzen Satz anders geschrieben

 

xenia
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Mitglied

RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von xenia
als Antwort auf Rosenbusch vom 28.06.2021, 09:53:33

Anstelle von "was wäre wenn" hätte der Herr vielleicht einen möglichst positiven Ausblick darauf geben können, wie er sich die Zukunft vorstellt. Es ist doch müßig über Vergangenes zu diskutieren. Oder? Es ist doch im Nachhinein nicht zu ändern.

Was mich momentan umtreibt ist, wie das organisiert werden soll, wenn Genesene und Geimpfte quasi "in die Freiheit entlassen" werden sollen. Wenn Unternehmen beispielsweise die Maskenpflicht und die üblichen Maßnahmen fordern, kann sich doch diese Pesonengruppe nicht hinstellen und auf ihre "Freiheit" pochen. Da wird sicher genau zu differenzieren sein, wo die "Freiheits-Rechte" überhaupt in Anspruch genommen werden können. Ich bin gespannt. :)

xenia


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olga64
olga64
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RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von olga64
als Antwort auf xenia vom 06.07.2021, 15:21:25
Anstelle von "was wäre wenn" hätte der Herr vielleicht einen möglichst positiven Ausblick darauf geben können, wie er sich die Zukunft vorstellt. Es ist doch müßig über Vergangenes zu diskutieren. Oder? Es ist doch im Nachhinein nicht zu ändern.

Was mich momentan umtreibt ist, wie das organisiert werden soll, wenn Genesene und Geimpfte quasi "in die Freiheit entlassen" werden sollen. Wenn Unternehmen beispielsweise die Maskenpflicht und die üblichen Maßnahmen fordern, kann sich doch diese Pesonengruppe nicht hinstellen und auf ihre "Freiheit" pochen. Da wird sicher genau zu differenzieren sein, wo die "Freiheits-Rechte" überhaupt in Anspruch genommen werden können. Ich bin gespannt. :)

xenia
Völlig richtig: Herr Nida-Rümelin ist ein mittlerweile emeritierter Professor der LMU München für Philosophie. Jeder, der bei Lanz eingeladen ist, muss ja irgendwas Gescheites von sich geben - nur, keiner von denen (inkl. Herrn Lanz) muss dafür eine medizinische oder politische Verantwortung übernehmen.

Empfinden Sie wirklich den Wegfall der "Maskenpflicht" als die ganz grosse Freiheit? Ich trage sie nun seit mehr als 1 Jahr maximal 20 Minuten täglich und habe mich so daran gewöhnt ,dass ich sie auch nach einem evtl. Ende der Pandemie in normalen Grippezeiten immer tragen werde. Da orientiere ich mich an den Asiaten, die dies seit sehr vielen Jahren machen und auch damit leben können.
Übrigens  - Maskenpflicht wird immer dort stattfinden, wo jemand das Hausrecht hat: also in Restaurants, Flugzeugen, Bahn, Bussen usw. Olga
Rosenbusch
Rosenbusch
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RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von Rosenbusch
als Antwort auf xenia vom 06.07.2021, 15:21:25
Anstelle von "was wäre wenn" hätte der Herr vielleicht einen möglichst positiven Ausblick darauf geben können, wie er sich die Zukunft vorstellt. Es ist doch müßig über Vergangenes zu diskutieren. Oder? Es ist doch im Nachhinein nicht zu ändern.



xenia
Vergangenheit? Wir stecken mittendrin und die Frage ist doch, wie denkt die Politik mit der kommden 4. Welle oder mit den immer neu auftretenden Mutationen oder neuen Viren umzugehen? Jedesmal ein Land in den Lockdown schicken und das öffentliche Leben gänzlich lahmlegen? Denkt darüber einmal nach, das kann niemals funktionieren und dass sich die Politik wenig darum kümmert, sieht man schon an den Äußerungen von Jens Spahn über den Wechselunterricht in den Schulen der wieder in Aussicht gestellt wird, auch das ist ein Unding, Kinder brauchen Schule, Eltern können keine Schule und Lehrer ersetzen. Er hat seine Ansicht auch für die Zukunft dargestellt, mit Risiko leben, ich sehe das übrigens auch so,  es geht nicht um Masken tragen oder Abstand halten oder nicht, sondern um unser ganzes öffentliches Leben.
Ich bin vollständig geimpft und trage meine Maske und halte Abstand überall da,wo sich viele Menschen bewegen, ebenso selbstverständlich ist das Desinfketionsmittel in meiner Handtasche.
Der-Waldler
Der-Waldler
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RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von Der-Waldler

Guten Morgen.

Meine Hoffnung ist, dass sich die Gefährlichkeit des Virus durch die Mutationen abschwächt. So geschah es ja auch mit dem Influenza-Virus, das 1918/20 zwischen 50 und 100 Millionen Tote weltweit forderte. Heute ist es durch Impfungen im Griff.

Ich denke/hoffe, so wird es mit SARS-CoV-2 auch sein. Man wird vermutlich die Impfung regelmäßig auffrischen müssen, so wie bei anderen Viren auch. Vielleicht muss man den Impfstoff jährlich oder zweijährlich etwas verändern, wie es ja auch beim Influenza-Impfstoff jedes Jahr gemacht wird. Aber das sehe ich nicht als Problem oder Einschränkung an.

Auch durch die Masken sehe ich meine Freiheit kaum eingeschränkt, da habe ich ein anderes Freiheitsverständnis. Mit den FFP2-Masken habe ich zwar etwas mehr Probleme bzgl. meines Asthma als mit den sogenannten "OP-Masken", aber das sind für mich Lappalien, die ich gern in Kauf nehme, wenn ich damit andere und mich schützen kann.

Was allerdings, falls irgendwie möglich, nicht wieder geschehen darf, ist, dass Kindergärten und Schulen so lange geschlossen werden, und dass alte Menschen in Heimen wochen- und monatelang regelrecht kaserniert werden, sich ihr geistiger Zustand dramatisch verschlimmert (z.B. bei Alzheimer-Kranken), weil sie keine Ansprechpartner, keine Anregungen usw. mehr haben, und dass sie in überhoher Zahl sterben. Genauso wenig darf es sein, dass Schwerstkranke in den Krankenhäusern nicht besucht werden dürfen und ggfs. sogar sterben müssen, ohne dass enge Angehörige an ihrer Seite sein dürfen. Ich kenne eine Familie, deren Vater starb, und seine Frau, seine Kinder und Enkel draußen vor dem Fenster des Krankenzimmers gebetet, gesunken, Kerzen gehalten haben, in der Hoffnung, dass der im ersten Stock liegende, sterbende Vater es irgendwie "mitkriegt". Das hat mir fast das Herz zerrissen... Dass noch nicht einmal seine Frau ihn nach seinem Tod noch einmal sehen durfte, und dass nur 5 (!) Menschen an seinem Grab stehen durften, um sich zu verabschieden, hat die ganze Familie zusätzlich traumatisiert.

Ob die Regierungen (Bund und Länder)  in dieser Hinsicht irgendwelche Vorbereitungen trieffen? Oder zählen nur Insolvenzhilfen und wirtschaftliche Vorsorge? Letzteres ist wichtig, sehr wichtig, aber nicht alles. Ob die Regierungen Berater haben, die schon jetzt auch daran denken?  Wenn Nida-Rümelin da irgendwelche Ideen präsentiert hätte, hätte ich das sinnvoller gefunden als dieses rückblickende "Was wäre wenn..." Es sollte auch und besonders an das "Was ist zu tun, wenn..." gedacht werden...

Lieben Gruß

vom Waldler



 


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Kirsty
Kirsty
Mitglied

RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von Kirsty
als Antwort auf Rosenbusch vom 07.07.2021, 06:07:39

Ja, wir werden uns an dieses Virus wohl gewöhnen müssen. Wenn wir Zeit gewinnen, Antikörper zu produzieren, wird es dann hoffentlich irgendwann seinen Schrecken verlieren. 

Um Antikörper produzieren zu können, muss unser Körper das Virus aufnehmen, entweder kontrolliert durch Impfung oder unkontrolliert durch Ansteckung. Also, so oder so: Wir kommen einfach nicht drum herum 😒

Wir wissen aber, dass die Ansteckungsgefahr draußen nicht sehr groß ist. Wir wissen, dass ein funktionierendes Immunsystem den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflusst. Eine wirksame Maßnahme dürfte also sein: Bewegung an frischer Luft - für Groß und Klein, für jung und alt.

Lasst uns im Herbst wieder wandern gehen und im Winter Ski- oder Schlitten fahren nach Herzenslust. Lasst uns wenigstens unsere kleinen Einkäufe zu Fuß erledigen, unterwegs mit dem Nachbarn schwatzen (außer in der Münchner Bussi-Gesellschaft lassen wir die sowieso nicht so dicht an uns heran), uns zu Spaziergängen verabreden, statt stundenlang zu telefonieren, mit den Kindern Federball spielen, macht die Fitness-Clubs wieder auf (mit Abstand), lasst uns wieder tanzen.

Eines ist ganz sicher: Meine Lebenszeit ist sehr begrenzt. Ich möchte sie noch genießen - und mich nicht in der Wohnung einsperren lassen.

Kirsty
 

Der-Waldler
Der-Waldler
Mitglied

RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf Kirsty vom 07.07.2021, 08:16:54

Hallo, Kirsty,

ich bin nicht sicher, ob ein gutes Immunsystem wirklich in jedem Fall den Krankheitsverlauf beeinflusst. Eine Freundin von uns, keine 50 jahre alt, die sommers wie winters dreimal pro Woche schwimmen geht bzw. ging, hatte einen leichten Verlauf, aber ein schweres Post-Covid-Syndrom. Seit 4/2020 ist sie nun arbeitsunfähig, und ihr Zustand ist nach wie vor nicht gut.

Was nun aber nicht heißen soll, dass ein gutes Immunsystem nicht sehr wichtig ist, und es sinnvoll ist, es zu trainieren! Aber es verhindert nicht per se einen schweren Verlauf bzw. ein schweres Post-Covid-Syndrom.

Ich war in der Pandemie bisher sehr privilegiert. Ich habe mich NIE eingesperrt gefühlt. Das mag daran liegen, dass meine Frau und ich immer schon eher zurückgezogen gelebt haben, und dass nahezu alle unsere Freunde im Rheinland, im Schwarzwald oder in der Schweiz leben und wir in Ostbayern. Da sehen wir einander sowieso nur eins-, zweimal pro Jahr, dann aber immer für 1-2 Wochen.

Aber es kommt auch hinzu, dass wir am Ortsausgang eines kleinen Dorfes leben, fast am Waldrand, und die ganzen Monate jederzeit spazieren gehen konnten, ohne auf Abstand achten zu müssen, denn hier ist es so weitläufig, und man sieht auch auf den Spaziergängen kaum mal jemanden. Das war aber immer so. Und selbst auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie konnten wir immer wandern, und wir konnten auch immer ein Schwätzchen über den Gartenzaun mit unseren Nachbarn halten, ohne auf Abstand achten zu müssen, denn den halten die etwas zurückhaltenden, sympathisch-eigenbrötlerischen Ostbayern sowieso generell ein, auch vor der Pandemie. Das gehört zu ihrem Wesenszug.

Aber ich bin mir dessen sehr bewusst, dass es vielen, vielen anderen Menschen sehr viel schlechter während der letzten 18 Monate ging. Und dass wir als Rentner nicht um unsere materielle Basis unserer Existenz bangen müssen, ist eine große Erleichterung für uns.

Lieben Gruß

Der Waldler


 

Rosenbusch
Rosenbusch
Mitglied

RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von Rosenbusch
als Antwort auf Der-Waldler vom 07.07.2021, 07:09:54

Egal wie Nida-Ruenelin etwas über Covid geschildert hat, mir ging es tatsächlich um das, was gerade zur Zeit geschieht und in Ländern mit derzeit hohen Infektionszahlen im alten Muster  wieder gemacht wird, das kann es, nicht sein. Gerade eben sind wieder die Lueftungsanlagen für die Schulen im Gespräch, seit 1 Jahr weiß man, wie wichtig diese Lueftungsanlagen in den Schulen waeren und es gibt sie immer noch  nicht in allen Klassenzimmer die dafür ausgestattet wären. Man streitet sich ueber die Kosten, umständliche Ausschreibungen, es werden zu wenig Lueftungsanlagen hergestellt usw. 

Mut zum Risiko des Lebens bejahe ich, aber nicht auf dem Rücken unserer Kinder. 
Wir Erwachsenen können  mit dem heutigen Wissen für uns selbst sorgen, da muss, ein Land nicht mehr runtergefahren werden. 

Noch was zum gesunden Immunsystem, meine Toxhter, sportlich und gesund bekam gleich im März 2020 Covid19, es ging zum Glück ohne Krankenhausaufenthalt ab, ein junger Polizist in unserer Familie, 28 und schon von Berufs wegen durchtrainiert traf es etwas härter. 
Impfen lassen ist das wichtigste! 
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JuergenS
JuergenS
Mitglied

RE: Auf den Weg in die vermutlich 4. Corona Welle
geschrieben von JuergenS

Ich meine, dass jeder irgendwie recht hat, aus seiner Sicht, aber wenn man das ganze betrachtet, sind wir als "Ruheständler" kaum in der Lage, hü oder hot sagen zu können.

Situation und Sichtweisen dazu sind sehr variabel, weil ein 6-jähriges bereits fast ein Viertel seines Lebens anders gepolt sein muß als ein Berufstätiger oder wieder anders als ich, einer der vielen vielen Menschen, die, auch angeschlagen durch eine langes Leben, Angst vor der vielleicht verkürzten Lebenserwartung oder noch lauernden Krankheiten, Sorge um Nachfahren.
Unsere gigantischen Lebenserfahrungen lassen uns in einer diffusen Situation zu mehr unterschiedlichen Schlüssen kommen als jüngere und ganz junge Menschen.
Die 4.Welle bestimmen vor allem diejenigen, die einfache Antworten suchen, haben, erzwingen, das Leben endlich geniessen wollen.

 


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