Forum Wissenschaften Biowissenschaften Die Insekten verschwinden!

Biowissenschaften Die Insekten verschwinden!

arno
Mitglied
Profil

Die Insekten verschwinden!
geschrieben von arno
Hallo,

ab ca. 1980 werden in der Landwirtschaft flächendeckend das Insektizid
auf Basis der Neonicotinoide eingesetzt.

Allein in NRW ist deswegen in den vergangenen 15 Jahren die
Biomasse aller Fluginsekten um bis zu 80 % zurückgegangen.

Jungvögel verhungern und verbliebene Insekten haben keine
Überlebenschance, weil blütenarme Hochleistungswiesen,
bis zu siebenmal im Jahr gemäht werden und deshalb selbst auch
keine Blüten mehr bilden können.
Die unzähligen Maiskulturfelder bilden dafür keinen Ausgleich.

Insekten haben anscheind keine volkswirtschaftliche Bedeutung.

Das Insektensterben ist menschengemacht und scheint für den
Menschen keine Folgen zu haben.

Der Mensch braucht sich um das Wirkungsgefüge in der Natur nicht mehr
zu kümmern.

Gruß arno
Elmos
Mitglied
Profil

Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von Elmos
Hallo,

ja! Das ist schon schrecklich. In dem Zusammenhang kann ich nur diesen Film hier empfehlen:



Der läuft manchmal in der Glotze, manchmal auch noch in kleinen Kinos (aber eher selten).
Und man kann ihn sich auch kaufen.

liebe Grüße
Andrea
Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von ehemaliges Mitglied_bc14c als Antwort auf arno vom 27.05.2016 08:35:52
In der Tat Arno, es ist ein erschreckendes Scenario zu sehen wie die Artenvielfalt erfolgreich bekämpft wird. Der Mensch scheint immer noch nicht begriffen zu haben, dass er ohne eine intakte Umwelt der Verlierer sein wird.
Während sich in meinem Garten eine Vielfalt von Lebewesen tummeln darf und soll, setzt mein Nachbar Giftcocktails ein um das "Gesumse" und "Gewusele" nicht ertragen zu müssen.
Dieses Jahr hatten wir eine Asselinvasion. Während ich auf die warmen Strahlen der Sonne wartete (die für jede Assel den natürlichen Tod bedeutet) war er mit der Spritzkanone unterwegs .
Bruny
sittingbull
Mitglied
Profil

Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von sittingbull
verschwinden die Insekten , verschwindet der Mensch .

die ignoranz gegenüber der kleinsten Kreatur , ist letztlich die ignoranz
vor dem leben .

wenn wir so weitermachen , wird uns "der Blitz beim Scheissen treffen " .

wer oder was hält uns eigentlich davon ab ... sinnvolle , wissenschaftlich basierte entscheidungen zu treffen und lebensräume zu schützen ?

sitting bull
arno
Mitglied
Profil

Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von arno als Antwort auf sittingbull vom 27.05.2016 11:31:28
verschwinden die Insekten , verschwindet der Mensch .

.......

wer oder was hält uns eigentlich davon ab ... sinnvolle , wissenschaftlich basierte entscheidungen zu treffen und lebensräume zu schützen ?

sitting bull


Moin,

Antwort: >"Unser auf Wettbewerb basierendes Wirtschaftssystem mit dem Profit als oberste Maxime!"

Danach brauchen wir auch keine Elefanten, Nashörner, Giraffen, wölfe. Bären,
Tiger, Löwen, usw. usw., wenn wir von den Tophäenjägern einmal absehen.

Gruß arno
Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von ehemaliges Mitglied_bc14c als Antwort auf sittingbull vom 27.05.2016 11:31:28

wer oder was hält uns eigentlich davon ab ... sinnvolle , wissenschaftlich basierte entscheidungen zu treffen und lebensräume zu schützen ?sitting bull

Ich kann Dir gerne ein paar aufzählen:
1. Der gepflegte englische Rasen ist imposanter als die Natur.
2. Es ist noch nicht offensichtlich genug, dass mit dem Ver- schwinden der Artenvielfalt nicht nur Tiere bedroht sind, sondern letztendlich auch der Mensch.
3. Profit ist wichtiger
4. Es wäre eine Aufgabe der Grünen Partei(en), aber es ist wichtiger in Talkshows sich dem Volk zu zeigen. Mit so etwas banalem wie die Umwelt scheint man nicht punkten zu können.
5. Kann mir jemand die Resultate der Klimagipfel nennen?

Bruny
ehemaligesMitglied29
Mitglied
Profil

Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von ehemaligesMitglied29 als Antwort auf Bruny vom 27.05.2016 11:52:33
Manchmal wird der Grün-Vogel aber auch über alle Maßen übertrieben.
Nur, weil da und dort ein Mini-Fleder-Vieh haust, muss nicht gleich
die ganze Natur *geschützt* werden. Mittelmaß wäre das Richtige.

Gestern zeigten sie im TV, daß gerade die Nachtigall in der Großstadt
Berlin zuhauf zu finden ist. Was sagt uns das?
Natur hilft sich selbst, der Mensch muss nicht überall eingreifen.
Elmos
Mitglied
Profil

Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von Elmos als Antwort auf ehemaligesMitglied29 vom 27.05.2016 12:02:32
Hallo,


Gestern zeigten sie im TV, daß gerade die Nachtigall in der Großstadt
Berlin zuhauf zu finden ist. Was sagt uns das?
geschrieben von Eponine


Dass offensichtlich in Berlin so strukturierte Räume bestehen, dass dort Nachtigallen leben können.

Witzigerweise ist ja in der Zwischenzeit auch das "Grossstadt-Imkern" sehr in Mode gekommen, und der Honig der in Grossstädten gewonnen wird ist besser, die Bienen die dort sammeln sind gesünder, und das Produkt ist insgesammt sauberer als das vom Lande.

Was sagt uns das?

Liebe Grüße
Andrea
Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von ehemaliges Mitglied_bc14c als Antwort auf ehemaligesMitglied29 vom 27.05.2016 12:02:32
Die Natur ist in Schieflage gekommen, WEIL der Mensch eingegriffen hat. Auch hier schreit der Kuckuck vom Misthaufen und ich warte auf den Tag wo der Hahn von der Palme herunterkräht. Ob ich das mit intakter Natur gleichsetzen würde, glaube ich eher nicht.
Bruny
Morrison
Mitglied
Profil

Re: Die Insekten verschwinden!
geschrieben von Morrison als Antwort auf Bruny vom 27.05.2016 12:55:29
Was mit der Natur angestellt wird, widerspricht sich meiner Meinung nach immer und immer wieder.

Einerseits wird einem dauernd nahegelegt, man möge, falls vorhanden, seinen Garten natur- und tiergerecht gestalten. So beispielsweise in meinem Dorf. Andererseits fällt die Gemeinde jede Menge großer Bäume und belegt kleinere Grünflächen, die vorher mit Blumen und Büschen bepflanzt waren, mit großen Steinen, so dass überhaupt nichts mehr darauf wachsen kann.

Ich wohne naturnah und trotzdem kommen alle möglichen Vogelarten an meine zahlreichen Futterplätze. Ich habe auch Igel hier, Marder natürlich auch. Außerdem setze ich immer wieder Bienenweidepflanzen dazu und habe auch Insektenhotels, die sofort angenommen wurden. Dieses Jahr nisten wieder viele Vögel am Haus. Ich sehe sogar selten Vogelarten, nicht nur Meisen, Amseln und Finken. Freue mich auch über jeden Spatz, denn die gehören leider inzwischen zu den Bedrohten.

Was der Vorteil vom meinen gut besuchten Garten ist?
1. Er sieht schön verwildert aus.
2. Man kann jede Menge Tiere beobachten.
3. Die Vögel holen sich nicht nur mein Futter, sondern auch Insekten von Bäumen und Büschen, die mir früher diese verfressen und verdorben haben.
Habe also die Vögel auch noch als Nützlinge hier. Außer denen aus den Insektenhotels.

Wenn jeder, der kann, so etwa mitmacht, können wir ein Stück Natur wiedergutmachen.

Große Rapsfelder gibt es heuer wieder hier und daneben sehr viele Bienenkästen. Schön, oder?

LG Morrison