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Biowissenschaften Mein Freund, der Baum

arno
arno
Mitglied

Mein Freund, der Baum
geschrieben von arno
Hallo,

in der letzten Leonardo-Sendung des WDR5 wurde mitgeteilt, dass
Bäume und Menschen einander offensichtlich näher sind als bislang vermutet.
Beide bilden das weibliche Hormon Progesteron.
Bei Frauen bereitet das Hormon zum Beispiel die Schwangerschaft vor
und wird auch in der Antibabypille eingesetzt.
Dass auch Bäume dieses Hormon produzieren, konnte nun ein
internationales Forscherteam nachweisen, welches die Blätter von
Walnussbäumen mit aufwendigen Laborverfahren untersuchte.
Wozu die Bäume das Hormon brauchen, ist bislang unklar.
Die Forscher vermuten, dass Progesteron ein Bioregulator ist,
der sich schon vor Milliarden von Jahren in Urpflanzen entwickelt hat
und somit deutlich älter ist als Menschen und Tiere.
Quelle: Journal of Natural Products

Viele Grüße
arno
Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf arno vom 08.02.2010, 17:22:45
Frauen, fresst Bäume

Schön wäre es, wenn die Menschen endlich begreifen könnten, dass wir Bäume brauchen. Die Tiere, die Bäume brauchen, finden immer weniger davon.

Wir brauchen Bäume!

clara
clara
Mitglied

Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von clara
als Antwort auf vom 08.02.2010, 17:40:57
Mir ist auf einer Wanderung mal eine Frau begegnet, die alle paar Meter einen Baum umarmte und irgend etwas flüsterte. Das fand ich schon ziemlich "krass".
Aber immer noch besser, als die 100 000 (Hunderttausend) Bäume rund um Vancouver, die wegen der Olympischen Spiele fallen mussten. Clara

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Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von mart1
als Antwort auf arno vom 08.02.2010, 17:22:45
Ohne mir die Mühe zu machen nachzuforschen, habe ich im Kopf, dass best. Pflanzen und Pflanzenteile in manchen Teilen der Welt als empfängnisverhütende "Medizin" bekannt und benutzt wurde.... genauso wie andere Pflanzen als "Abtreibungspflanzen" bzw. als "Hormonersatztherapie" im Wechsel bekannt sind.
lissi
lissi
Mitglied

Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von lissi
als Antwort auf mart1 vom 08.02.2010, 17:58:07
Die Natur will dem Menschen Freund sein.
Wer die Naturgesetze beachtet und so oft wie es ihm möglich ist, bewußt durch die Natur wandert, wird seinen Körper mit dem lebensspendenden und lebensfördernden Sauerstoff versorgen. Die geistigen Kräfte werden mehr und mehr in ihm einströmen, Seele und Leib aufbauen und gesund erhalten.
Der menschliche Körper ist in seiner Zusammensetzung der Erde gleich. Somit ist er ein "Naturkörper". Deshalb benötigt er Substanzen welche die Natur hervorbringt.
GiaMoon
GiaMoon
Mitglied

Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von GiaMoon
als Antwort auf lissi vom 08.02.2010, 19:26:20
Hallo lissi, du hast es auf den Punkt gebracht, Bäume sind für alle wichtig. Auf meinen Arbeitsweg, fahre ich mit meinem Auto täglich an einen Baum vorbei, er hat nichts besonderes, ist auch nicht schön und doch hat er etwas, dass mich ganz tief in meinem Innern anspricht. Es ist ein gutes Gefühl.
A.L. Gia Moon

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Drachenmutter
Drachenmutter
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Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf lissi vom 08.02.2010, 19:26:20
Es gab einmal einen Werbespot, ich glaube von Greenpeace, wenn ich mich nicht irre, der lautete:

Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur

Wenn wir Menschen die Natur weiter so zerstören, wie wir das bisher getan haben, dann sägen wir weiter an dem Ast, auf dem wir alle sitzen. Wie so etwas ausgeht, kann sich wohl jeder vorstellen.

LG,
woelfin
Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von mart1
als Antwort auf Drachenmutter vom 08.02.2010, 21:20:40
Ich schaue gerade dieses Buch an.
"Die Welt der Bäume" von Rudolf Wittmann....sehr schön und interessant.
Drachenmutter
Drachenmutter
Mitglied

Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von Drachenmutter
als Antwort auf mart1 vom 08.02.2010, 21:30:13
Danke für diesen Buchtipp. Ich setze das Buch auf meine Geburtstagswunschliste.

LG,
woelfin
Re: Mein Freund, der Baum
geschrieben von meli
als Antwort auf Drachenmutter vom 08.02.2010, 21:39:46
woelfin,
ich klemm mich einfach mal dran.

Im Kaiserstuhl beherbergt das Lilienthal seltene Baumarten.
Es sind nicht nur diese wunderbaren Mammutbäume, es gibt Anpflanzungen von allen Bäumen in Gruppen oder auch vereinzelt, aber vor allem eine Stelle, an der asiatische Birken angpflanzt sind.
Ich kann dort nie vorbeilaufen, ohne diese Rinde zu streicheln.
Somit bin ich jetzt bekennende Baumstreichlerin.

Unsere Birke hat eine rauhe Rinde, aber die der asiatischen Birke ist wie Seide, ganz glatt und fühlt sich einfach wunderbar an.
Und ich kann jedem nur raten, dies einmal bei Bäumen zu tun. Es ist ein schönes haptisches Erleben.
Und jede Rinde fühlt sich wieder völlig anders an.

Lissi, was Du schreibst finde ich sehr interessant.
Ich habe in dem Thread über die Aspekte des Wassers einen Vergleich von Flüssen, als Lebensadern der Erde aufgegriffen.
Ich vergleiche diese gern für mich - bildlich gesehen - mit unseren Blutgefäßen.
Nur, wenn der Mensch sich als ein Teil der Natur ansieht, kann er m. E. nach diese auch respektieren.

Meli

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