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Gesundheit Letzte Hoffnung Kuba ?

Edita
Edita
Mitglied

Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf vom 14.09.2014, 09:33:49
Was die Beweggründe wirklich sind, spielt letztendlich keine Rolle, was zählt ist, daß dieses kleine ausgelaugte und ausgesaugte Land diese Hilfe leistet, und unseren " großspurigen und großkotzigen " Politikern somit ein Armutszeugnis ausstellt!
Das einzige Fragezeichen für mich ist wirklich, die von stellamaris angesprochene Frei- oder Unfreiwilligkeit!

Edita
Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von meli
als Antwort auf Edita vom 14.09.2014, 09:45:36
Liebe Edita,

das ist für mich nicht das einzige Fragezeichen, aber ein sehr großes.

Ich hörte erst vorgestern im Radio, dass Ärzte von der WHO dann entsandt werden, wenn die Möglichkeit besteht, diese so weit es geht, auch vor der Ansteckung zu schützen, im Falle der Ansteckung auch zurückzuholen und in ihrem Heimatland pflegen zu können.

Und ich frage mich, wie es diesbezüglich bei den kubanischen Ärzten und Hilfspersonal aussieht.

Das zweite Fragezeichen ist, wie weit wird in diesem kleinen Land, in dem die Ärzte sicherlich nicht gerade dicht gestreut sind, die Ärztedecke auch ausgedünnt?
Wie Du geschrieben hast, ist dieses Land ein kleines ausgesaugtes.

kleine ausgelaugte und ausgesaugte Land


Wenn also eine solche überdimensional große Hilfe geleistet wird, so hat der einzelne Hilfeleistende meinen hohen Respekt, aber die Entscheidung der Regierung muss hinterfragt werden dürfen, ebenso wie eine solch reißerische Aufmachung in diesem Zusammenhang eines Threads, die durch die Veränderung der Überschrift durch Karl eine gute Diskussionsmöglichkeit erhalten hat.

Meli
Edita
Edita
Mitglied

Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf meli vom 14.09.2014, 10:13:33
Ja Meli, das ist die unschöne Kehrseite der Medaille!

Hier noch ein Statement und das dringende Hilfeersuchen an die Staaten mit Katastrophenschutzkapazitäten von Ärzte ohne Grenzen vom 2.Sept !

Staaten müssen dringend Katastrophenschutz-Spezialisten nach Westafrika senden

Edita

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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von meli
als Antwort auf meli vom 14.09.2014, 10:13:33
In diesem Zusammenhang möchte ich das Augenmerk auch noch einmal weg von Ärzten und dem Pflegepersonal - das ebenso dringend benötigt wird - und auf die realen Hilfsgüter lenken.

Es ist sehr interessant, was sich dort findet.

Denn nur, wenn diese vor Ort vorhanden sind, kann Hilfe geleistet werden.
Und wir konnten in dem ersten, von mir eingesetzten Link vor einigen Beiträgen vorher lesen, dass viele Menschen abgewiesen werden müssen und vor den Behandlungszelten sterben, weil nicht genügend Platz darinnen vorhanden ist.

Ich kopiere nur einen Absatz - aber es ist schon wichtig, sich auch über diese Bereiche Gedanken zu machen.
Ich kopiere hier Auszüge aus dem Artikel.



Die Schweiz erhöht ihre Hilfe zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika. Die Humanitäre Hilfe des Bundes stellt zusätzlich zwei Millionen Franken zur Finanzierung verschiedener Direktmassnahmen im Epidemiegebiet bereit.

Auf Ersuchen der Behörden von Liberia hatte die Humanitäre Hilfe Anfang September 14 Tonnen medizinisches Material nach Monrovia (Liberia) geschickt. Die Hilfslieferung, bestehend unter anderem aus 31 000 Flaschen Handdesinfektionsmittel, 300 000 Schutzhandschuhen, 100 000 Masken, 200 Bergungshüllen, 6840 Infusionen und 3000 Rehydrationslösungen wurde an die liberianischen Behörden übergeben.
geschrieben von Schweizerische Eidgenossenschaft - Departement für auswärtige Angelegenheiten


Auch das sind bei der Ausbreitung der Epidemie unerläßliche Hilfe, die ein Land wie Kuba natürlich aufgrund der herrschenden Armut nicht leisten kann, die aber auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind.
Letztendlich muss die gesamte Weltgemeinschaft zupacken und helfen.
Das kann nicht oft genug gesagt werden.

Und es stimmt mich auch wütend - da treffen wir uns wieder Edita - , wenn ich an anderer Stelle die Berechnungen lese,
wie groß der Wirtschaftsschaden aufgrund der Epidemie in diesen Ländern ist.
Da gibt es bereits jetzt exakte Rechnung. Das schafft die Wirtschaft dann.

Meli

Schweiz.Eidgenossenschaft - Departement für auswärtige Angelegenheiten
chris33
chris33
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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von chris33
als Antwort auf Edita vom 14.09.2014, 09:45:36
die WHO hat 100 millionen $ zum kampf gegen ebola gegeben, weiter 200 millionen $ von der weltbank, 181 millionen $ von der europäischen union , 75 millionen $ von den US 50 millionen $ von der gates foundation.
und das ist nur ein kleiner bruchteil, von dem, was benötigt wird, sagt die WHO.

es sagt viel aus, über unsere "western world", wenn cuba 165 mediziner schickt - während viele westliche länder - nun - nicht gerade viel tun. Ich glaube, wenige menschen denken darüber nach, was geschieht, wenn diese epidemie nicht gestoppt wird! ich kann mir vorstellen, daß diese epidemie eine globale katastrophe auslösen kann.

Meine persönliche hoffnung ist, daß ein vaccine schnell gefunden wird, aber ich bin da nicht zu optimistisch. gegen hiv gibt es z.b.auch noch keine impfung.

es ist jetzt noch früh genung, ich hoffe, daß alle länder alles tun werden, um diesen krieg gegen ebola zu besiegen.

chris33
sittingbull
sittingbull
Mitglied

Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf meli vom 14.09.2014, 10:13:33
Wenn also eine solche überdimensional große Hilfe geleistet wird, so hat der einzelne Hilfeleistende meinen hohen Respekt, aber die Entscheidung der Regierung muss hinterfragt werden dürfen ...
geschrieben von meli


aber ja .

schliesslich kann es gar nicht angehen , dass das böse , kommunistische
Kuba der "freien welt" lektionen in humanitärer hilfe erteilt .

da muss doch irgendwo ein "pferdefuss" sein , den es heraus zu stellen
gilt .

oder wie soll ich deine hysterischen kapriolen verstehen ?

sitting bull

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Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf chris33 vom 14.09.2014, 10:45:33
ein problem für krankheiten und seuchen aller art
ist auch die vielreiserei - und vielfliegerei.
so bleiben viele krankheiten nicht begrenzt, sondern werden
in der welt herumgeschleppt.

nur so ein gedanke - abseits von dem ganzen drama, was sich jetzt
abspielt.
Edita
Edita
Mitglied

Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von Edita
als Antwort auf vom 14.09.2014, 10:49:06
Ziehst Du etwa in Betracht, ab sofort nicht mehr zu reisen ?

Edita
Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Edita vom 14.09.2014, 10:51:23
ich sagte ja, es ist nur ein aspekt.
davon abgesehen, krauche ich auch nicht in jedem busch herum,
wie es manche tun.

nicht umsonst haben die stewardessen schon den aufstand geprobt,
zumindest bei der lufthansa. die piloten sitzen abgeschottet in
ihren kabinen, aber die stewardessen haben mit allen personen
hautnah zu tun.

nicht in jedem fall ist der infizierte mensch schon als krank zu
erkennen, wenn er mit hohem fieber ins flugzeug steigt.
Re: Letzte Hoffnung Kuba ?
geschrieben von meli
als Antwort auf sittingbull vom 14.09.2014, 10:47:03
Ich verstehe Deinen Frust, kleiner Häuptling.

Trotzdem schönen Sonntag!

Meli

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