Internationale Politik Demokratie bewährt sich

Edita
Edita
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von Edita
als Antwort auf Bias vom 10.02.2021, 15:05:35
Hätte ich geahnt, Nick, dass das wer nachschlägt, hätte ich Löwenstein korrigiert und das i im Namen durch ein r ersetzt. Versuchs mal damit.
Solltest Du das was Du suchst nicht als Zitat finden - die originelle Definition entstammt einem Aufsatz an den ich mich erinnert habe.
geschrieben von Bias
Biddeschöön ........  Quelle

" Gegen Grundrechte herrscht Herdenimmunität
Klar, nach Umfragen befürwortet die breite Mehrheit der verängstigten Bevölkerung Geißelungen aller Art, damals wie heute. Angst verklebt Synapsen, das ist keine neue Erkenntnis. Was Grundrechte angeht, herrscht derzeit Herdenimmunität. Aber auf den Mehrheitswillen kommt es bei uns gottseidank nicht immer an.
Entgegen landläufiger Meinung leben wir nicht in einer Demokratie, sondern in einem demokratischen Rechtsstaat. „Rechtsstaat“ ist aus gutem Grund das Hauptwort, „demokratisch“ nur das Wiewort. Staatskundliche Merkregel: Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendessen gibt. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf das Abendessen überlebt.
Weil Rechtsstaat Boss ist, kippte die Justiz auch nach der jüngsten Verbotsorgie zahlreiche Untertanenquälereien schneller, als der Zungenbrecher „Beherbergungsverbot“ korrekt ausgesprochen ist (ab Min. 2:23). Diesen Vorgang lobten zahlreiche Kommentatoren. Da sehe man, dass man in einem „funktionierenden Rechtsstaat“ lebe, war der Tenor.

Edita
aixois
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von aixois
als Antwort auf Bias vom 09.02.2021, 18:04:01
Rechtsstaat ist, wenn das Schaf beim Abendessen mit am Tisch sitzt,
zum Glück geht der bekannte Spruch aber weiter  "... am Tisch sitzt und überlebt".
Ohne diese Ergänzung wird der Sinn eines Rechtsstaat völlig entstellt , suggerierte er doch, dass in einem demokratischen Rechtsstaat, das Recht machtlos ist und die Schwachen nicht vor den Angriffen der ungerechten Brutalität schützen kann.

Was der Ausspruch mit dem "gutachsigen" von Löwenstern in Verbindung zu bringen ist, können meine grauen, im Schrumpfen begriffenen  Zellen nicht erfassen.

Was Löwenstern angeht, so reicht es mir von ihm zu wissen, wie er macho-allürenhaft über Viola Priesemann herzieht,  der er nie das Wasser wird reichen können:
sie sei " weder Virologin noch Epidemiologin noch überhaupt Medizinerin". Wenn sie dennoch bei Coronadebatten teilnehmen dürfe, dann nur "weil sie eine Frau ist".
Dort zeige sie sich dann "raumgreifend gestikulierend" , aber von " bestechender Einfalt". Diese Einfalt kommt daher,  weil ihr das Erarbeiten von Erkenntnissen "offensichtlich ihre Möglichkeiten übersteigt". 
[ quelle ]
Mal gut, dass es Leute wie Löwenstern gibt, die den rechtigen Durchblick haben ... der ihm hilft, zu erkennen mit welchen Wölfen er  mit am Tisch sitzt .
 
Nick42
Nick42
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von Nick42
als Antwort auf Bias vom 10.02.2021, 15:05:35
 
Hätte ich geahnt, Nick, dass das wer nachschlägt, hätte ich Löwenstein korrigiert ......
geschrieben von Bias
Alles klar, der Herr nennt sich also Loewenstern und nicht Löwenstein. Und in Sachen Humor ist er noch am üben? 

Wie auch immer, riecht für mich eher nach Wichtigtuer, die in diesen Zeiten Konjunktur haben, so was interessiert mich nicht.

Nick42

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Bias
Bias
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von Bias
als Antwort auf aixois vom 10.02.2021, 15:57:06
Rechtsstaat ist, wenn das Schaf beim Abendessen mit am Tisch sitzt,
zum Glück geht der bekannte Spruch aber weiter  "... am Tisch sitzt und überlebt".
Ohne diese Ergänzung wird der Sinn eines Rechtsstaat völlig entstellt , suggerierte er doch, dass in einem demokratischen Rechtsstaat, das Recht machtlos ist und die Schwachen nicht vor den Angriffen der ungerechten Brutalität schützen kann.

Was das mit Löwenstein zu tun hat können meine grauen, im Schrimpfen begriffenen  Zellen nicht erfassen.
Mit soviel Akribie habe ich nicht gerechnet. Hätte ich mit Blick darauf was es hier alles zu lernen gilt und zu lernen gibt, jedoch unbedingt tun sollen.
Ich werde mich bessern;
nicht jedoch, ohne Dir zunächst auf jenes dünne, schmale Brett geholfen zu haben, dessen Haltbarkeit Du so weit zu misstrauen scheinst, dass Du lieber Schrumpfzellen in Erwägung ziehst

Also:
Ich hatte den launigen Spruch in Erinnerung ("hab ich gelernt", war mein Ausdruck) und so habe ich den Text wie er da steht ohne nachzuschlagen eben vernünftigerweise abgeändert.

Komm gut durch den restlichen Tag und pfleg Deine Zellen.
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Bei der Gelegenheit: Horst Schroth verrät in einem seiner Kabarettprogrammen, dass Männer überhaupt nur eine Zelle hätten. Es sei wie im Knast, dort habe auch jeder nur eine.
Die Frauen haben beifällig geklatscht, erinnere ich.
 
Bias
Bias
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von Bias
als Antwort auf Nick42 vom 10.02.2021, 16:08:07
Alles klar, der Herr nennt sich also Loewenstern und nicht Löwenstein. Und in Sachen Humor ist er noch am üben?

Wie auch immer, so was interessiert mich nicht.
geschrieben von Nick42
Schade Nick.
Die Bibel empfiehlt zu werden wie die Kindlein, denen das Himmelreich gehört.
Auch wenn ich als Agnostiker irgendwie zweifle, kommt mir doch die Empfehlung wesensmäßig entgegen.
olga64
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann vom 09.02.2021, 22:14:25

 
Denn gerade beim "managen" der"Corona-Seuche" ist ja zu beobachten, dass die Demokratie ein Hemmschuh bei deren Bewältigung sein kann. Der der Westzone von den Alliierten aufoktroyierte Föderalismus ohnehin. Demokratie ist zwar in vielen, nicht aber in allen Lebenslagen von Vorteil. Systeme mit etwas rabiaterer Vorgehensweise haben in dieser Ausnahmesituation deutlich bessere Ergebnisse vorzuweisen.
Mir persönlich ist es ehrlich gesagt doch völlig wurscht, wer hier regiert. Da eh nur noch Koalitionen als Regierung möglich sind, ist die zu erwartende Politik nach einer Wahl doch stets die gleiche, von ein paar Nuancen hi oder da mal abgesehen. So what.
 
Sie kritisieren das "Managen"der Corona-Seuche,sehen aber davon ab, wirklch gute Vorschläge Ihrerseits, die auch praktikabel wären, hier aufzuführen.
Leider gehen Sie mal wieder den einfacheren Weg  - viel Kritik und keinerlei Lösungsvorschläge.
Nach meiner Kenntnis war auch die DDR anfangs in den Föderalismus eingebettet, bis sie sich (vermutlich aus ökonomischen Gründen und in Anbetracht der Tatsache, dass die DDR ein sehr kleines Land war) zum Zentralismus entschied.
Der Förderalismus ist im Grundgesetz verankert; jede Änderung würde eine Zweidrittelmehrheit erforderlich machen.
Persönlich denke auch ich seit vielen Jahren, dass so Kleinstaaten wie Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Sachsen-Anhalt sich den jeweils grösseren Bundesländern anschliessen könnten, womit in jedem Fall Kosten, aufwendige Bürokratie usw. eingespart werden könnte.
Ich habe es immer als überlegenswert empfunden, wenn solche Kleinstaaten, die weniger Einwohner haben als deutsche Grossstädte auf ihre Eigenständigkeit pochen.
Übrigens hat der Föderalismus in der verheerenden Trump-Zeit in den USA viel gerettet, da nicht die gesamte Macht auf diesen Despoten zulief, sondern die einzelnen Bundesstaaten eigene Kompetenzen haben und hatten und sie auch ausübten.
Es ist Ihnen also wurscht, wer unser Land regiert, weil "nur noch Koalitionen möglich sind". Hätten Sie gerne eine Einzelperson (ohne Partei), die dann nach altem Vorbild aus deutschen Diktaturen sagt, wo es hingehen soll.
Und woher nehmen Sie die Sicherheit, dass so eine Person richtig entscheidet oder würde es Ihnen genügen, wenn die Entscheidung so ausfällt, wie Sie sich diese wünschen? Und das bei ca 80 Mio unterschiedlichen Meinungen und Forderungen? Klingt schon recht infantil, was Sie hier als doch eigentlich kluger Mann so von sich geben. Olga

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Nick42
Nick42
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von Nick42
als Antwort auf arno vom 10.02.2021, 08:43:08
Moin, Nick42,

......Dein Beitrag ist ein gutes Beispiel für eine unkritische verzerrte Wahrnehmung unseres Systems.

 
geschrieben von arno

Hallo arno,
wenn du mit "Dein Beitrag" das meinst, wo ich skizziert habe, wie ich westliche Demokratie sehe, dann kann ich dich beruhigen.

Ich interessiere  mich seit ca 60 Jahren für Politik und Geschichte und habe keineswegs eine "unkritische verzerrte Wahrnehmung unseres Systems".  Ganz im Gegenteil, die ständige Hinterfragung der Wirklichkeit und dem was ich selber mache, ist eine Spezialität von mir, übe ich seit Jahrzehnten ständig. Und so komme ich auch zu dem, wie ich versucht habe, Demokratie zu skizzieren. Ich denke gründlich darüber nach, bevor ich so was schreibe.
 
Zitat arno:
"im Vergleich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird die westl. Demokratie von China immer mehr abgehängt".

Ich bleibe beim Vergleich mit dem aktuellen China ein Vertreter der westlichen Demokratie, auch in ihren Schwächen. Dass autoritäre Systeme wie China in bestimmten Situationen, wie aktuell eine Pandemie, schneller handeln können, ist unbestritten.  Aber es gibt viele Beispiele, dass Demokratie sehr wohl handlungsfähig und belastbar ist und aus Erfahrungen lernt. Und die aktuelle Situation in Deutschland ist für mich durchaus ein Beispiel. Aber das kann man natürlich unterschiedlich sehen.

Und ich kenne konkrete Beispiele, wo im aktuellen China Chinesen sehr schnell sehr reich geworden sind. Und sagen, dass ihnen bewusst ist, dass sie alles übermacht auch wieder verlieren können und in Verbannung kommen. Wenn die Partei es beschließt und so will. Und das ist der Unterschied zur westlichen Demokratie.

Und ob mittel und langfristig ein autoritäres System der die Demokratie gewinnt, ist noch nicht entschieden.

Nick42
 
wandersmann
wandersmann
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von wandersmann
als Antwort auf olga64 vom 10.02.2021, 16:57:57

 
Es ist Ihnen also wurscht, wer unser Land regiert, weil "nur noch Koalitionen möglich sind". Hätten Sie gerne eine Einzelperson (ohne Partei), die dann nach altem Vorbild aus deutschen Diktaturen sagt, wo es hingehen soll.
 
Es gibt ein Bundesland, in welchem bis vor kurzem eine 1-Parteien-Regierung die Regel war. Wie hieß das gleich noch mal? Ach ja - Bayern! Da kann man sich wenigstens relativ sicher sein, dass man nach der Wahl auch das bekommt, was vorher angekündigt wurde. Finde ich fair. Du nicht?
olga64
olga64
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von olga64
als Antwort auf wandersmann vom 10.02.2021, 18:03:40

 
Es ist Ihnen also wurscht, wer unser Land regiert, weil "nur noch Koalitionen möglich sind". Hätten Sie gerne eine Einzelperson (ohne Partei), die dann nach altem Vorbild aus deutschen Diktaturen sagt, wo es hingehen soll.
 
Es gibt ein Bundesland, in welchem bis vor kurzem eine 1-Parteien-Regierung die Regel war. Wie hieß das gleich noch mal? Ach ja - Bayern! Da kann man sich wenigstens relativ sicher sein, dass man nach der Wahl auch das bekommt, was vorher angekündigt wurde. Finde ich fair. Du nicht?
Nein, das fand ich nie gut, weil die CSU-Landesfürsten grundsätzlich zu egomanisch versuchten, ihre Ansprüche durchzusetzen. Sie vergessen aber, dass auch in Bayern immer eine Opposition im Landtag sass und sitzt.
Derzeit gibt es eine Koalition mit einem etwas seltsamen Herrn Aiwanger; da bin ich dann immer froh,d ass die Grünen so stark und auch lautstark sind.
Denn auf die SPD,die FDP braucht hier keiner zu hoffen - und die AfD ist in sich permanent zerstritten und die Linke spielt in Bayern nie eine grosse Rolle.

Persönlich habe ich nie CSU bei Landtagswahlen gewählt, weil mir dieser kraftstrotzende Typus Mann weder in der Politik noch im Privatleben entspricht. Denke nur mit Grauen an Strauss, Stoiber und Seehofer. Olga
wandersmann
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RE: Demokratie bewährt sich
geschrieben von wandersmann
als Antwort auf olga64 vom 10.02.2021, 18:14:47

@ Olga64

Aber waren es nicht gerade Typen wie Strauß, die Bayern vom rückständigen Agrarland in die Moderne führten? Hätte es damals schon die Grünen gegeben, wäre diese Entwicklung sicher so nicht möglich gewesen.


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