Internationale Politik Im Zweifel links ...

dutchweepee
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Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von dutchweepee
Im Zweifel links.
dutchweepee
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Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf adam vom 21.10.2014, 01:13:13
"Wir" betreiben keinen Handel über die Börsen mit Lebensmitteln, wir kämpfen auch nicht für den IS, Al Qaida, die Taliban oder ähnliche Gruppierungen, stehen nicht direkt oder indirekt auf einer arabischen Gehaltsliste.

Auch die Deutsche Bank oder die Allianz verknappen keine Lebensmittel und treiben so über die Börsen den Preis in die Höhe. Was diese Institute betreiben, ist der Handel mit Derivaten, durch die Anleger auf die Preisentwicklung von Nahrungsmitteln, höher oder niedriger als zum Basisdatum, spekulieren, auch als Wetten bezeichnet. Innerhalb der Wirtschaftswissenschaften ist umstritten, ob der Handel mit diesen Papieren den Preis der Nahrungsmittel beeinflussen kann, denn einen direkter Eingriff auf den Markt gibt es nicht.
geschrieben von adam


Was für ein Ignorant bist Du?

Lebst Du tatsächlich in unserer Welt?
adam
adam
Mitglied

Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 21.10.2014, 03:14:45
dutch,

in einem anderen Thread behauptest Du, Du würdest Dich in der Diskussion zurücknehmen (handicap)und nie so "brutal" zurück schlagen, wobei Du hafel und mich nennst. Wie passt das jetzt zusammen, wenn Du mich als einen weltfremden Dummkopf titulierst?

Zum Thema habe ich mich informiert und betont, daß ich gegen den Derivantenhandel bin, ihn für unseriös und moralisch fragwürdig halte.

Wie steht es mit Deiner Argumentation? Hast Du die Beweise, die Wirtschaftswissenschaftler nicht erbringen können? Oder liegt der Artikel einfach auf Deiner Linie, für die Du alles glaubst, was man Dir vorsetzt und deinerseits nur "brutal" zuschlagen kannst, anstatt zu argumentieren?

--

adam

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karl
karl
Administrator

Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von karl
als Antwort auf adam vom 21.10.2014, 04:49:27
@ adam,

über die verkommenen moralischen Standards der Deutschen Bank müssen wir nicht reden - oder doch?

Du machst es Dir mit Deiner Verneinung des Einflusses des Derivatehandels auf die Nahrungsmittelpreise zu einfach. Du scheinst nicht alles in den Links zu lesen, die Du anbietest.

Internationale Organisationen wie die Weltbank machen die Finanzspekulationen für die Preisexplosion auf den Nahrungsmittelmärkten mitverantwortlich: Auch wenn der Einfluss dieser Investitionen auf langfristige Preistrends als unwahrscheinlich gilt, sei es sehr wahrscheinlich, dass sie für Preisschwankungen verantwortlich seien, erklärte die Weltbank im Juli 2013. Auch wenn unter Wirtschaftswissenschaftlern umstritten ist, wie groß der Einfluss der Termingeschäfte auf dem Agrarohstoffmarkt auf die Preise der Nahrungsmittel ist – angesichts der katastrophalen möglichen Auswirkungen müsste ein Zusammenhang ausgeschlossen sein, um die Geschäfte moralisch zu rechtfertigen: „Preissteigerungen und –schwankungen können für hungernde Kleinbauern fatale Folgen haben und verletzen das Menschenrecht auf Nahrung“, erklärt Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe. Quelle (Hervorhebungen von mir)
geschrieben von adams Link zu Greenpeace


Es kann nicht gelten: Im Zweifel für das große Geld.

Karl
Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf adam vom 21.10.2014, 01:13:13
Adam,danke für diese „Richtigstellung“:

Selbst wenn der Vorwurf Augsteins in der Sache richtig wäre, wäre trotzdem die pauschale Anschuldigung des Terrorismus völlig daneben, ja verleumderisch. "Wir" betreiben keinen Handel über die Börsen mit Lebensmitteln, wir kämpfen auch nicht für den IS, Al Qaida, die Taliban oder ähnliche Gruppierungen, stehen nicht direkt oder indirekt auf einer arabischen Gehaltsliste…
Wenn jemand am Hunger der Welt verdient, ist es J. Augstein, der Geld für diesen Artikel bekommt. "Wir" sind jedenfalls keine Terroristen und dürfen den Versuch des aufoktroyierten Gesellschaftsmasochismus des Herrn Augstein getrost ablehnen.

LG Inga
adam
adam
Mitglied

Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von adam
als Antwort auf karl vom 21.10.2014, 08:31:36
Es kann nicht gelten: Im Zweifel für das große Geld.

Karl
geschrieben von karl


Ich habe mich ganz klar gegen Derivate ausgesprochen und dies auch sachlich begründet. Gerade Dir als Wissenschaftler sollte aber klar sein, daß ein Zweifel nicht ausreicht um eine Gesetzmäßigkeit zu bestimmen und schon gar nicht, um ein Gesetz zu erlassen.

Des weiteren habe ich mich gegen Disinformationen gewandt, die Augstein ausgerechnet im Spiegel schreibt. Meinungsfreiheit und Lüge sind zwei Paar Stiefel.

Und drittens lasse ich mich für diese Enthüllungen und Richtigstellungen nicht als weltfremder Dummkopf hinstellen. Schon gar nicht von jemandem, der durch Schreibverbote und Presseauswahl versucht, durch die Hintertür eine Zensur einzuführen und in einer Metadiskussion namentlich auf Foristen schimpft.

--

adam

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justus39 †
justus39 †
Mitglied

Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf karl vom 21.10.2014, 08:31:36

Es kann nicht gelten: Im Zweifel für das große Geld.

Karl
geschrieben von karl


Nahrungsmittelspekulation
Innerhalb von drei Jahren sind die Nahrungsmittelpreise auf den Weltmärkten zwei Mal in die Höhe geschossen. Die Preisschwankungen haben zugleich deutlich zugenommen. Maßlose Spekulationen mit Agrarrohstoffen – oft Grundnahrungsmittel, wie etwa Mais und Weizen – sind für die starken Preissprünge der letzten Jahre mitverantwortlich und tragen so zu globalen Nahrungsmittelkrisen bei.
Was geschieht an den Börsen?
Bei der Spekulation gehen Finanzakteure, wie Banken, Hedgefonds, Pensions- und Staatsfonds, bewusst Risiken ein, indem sie auf steigende oder fallende Nahrungsmittelpreise setzen, in der Hoffnung, schnell hohe Gewinne zu erzielen. Seit Anfang 2000 zeichnet sich ein deutlicher Trend der zunehmenden Spekulation mit Nahrungsmitteln ab. In der Presse wird seit der Nahrungsmittelkrise 2008 offensiv geworben, Geld auf den (Agrar-) Rohstoffmärkten anzulegen. Investitionen in Rohstoffindexfonds stiegen in den Jahren 2003 bis 2008 von 13 Mrd. US$ auf 317 Mrd. US$.
geschrieben von aus Oxfam




Das Geschäft mit dem Hunger und die Spekulation mit Nahrungsmitteln ist wohl eines der traurigsten Kapitel unserer profitsüchtigen Gesellschaft.
Es trifft ebenso wie der immer die Ärmsten und die Reichen verdienen daran.

justus
dutchweepee
dutchweepee
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[off topic]
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf adam vom 21.10.2014, 10:04:15
Ach adam ...ich nenne gerne Ross und Reiter und finde das ehrlicher, als ständig von "jemandem" und "solchen" zu schreiben...

p.s.:
Schreibverbote? Zensur?
olga64
olga64
Mitglied

Re: Im Zweifel links ...
geschrieben von olga64
als Antwort auf justus39 † vom 21.10.2014, 11:37:59
Alle, die es ehrlich meinen mit den Ungerechtigkeiten auf dieser Erde (wovon auch wir Normalos seit Jahrzehnten recht gut leben, oder?) sollten das neue Buch von Thomas Piketty kaufen und aber auch lesen! Auf ca 900 Seiten referiert der Autor hier anscheinend alles, was man wissen und - auch im Kleinen - ändern sollte. Dies entnehme ich wenigstens den enthusiastischen Rezensionen so. Der Titel des Buches: DAs Kapital im 21. Jahrhundert.
Ich persönlich werde es nicht lesen - vermutlich wäre mir eine solch wissenschaftliche Abhandlung mit vielen Tabellen usw. ein wenig zu dröge. Ausserdem befürchte ich sowieso, dass auch hier wieder die am lautestens über das Buch reden oder schreiben, die es nicht gelesen haben. Das schreckt mich dann doch ab - aber die, die sich diesen Wälzer kaufen und lesen, bewundere ich heute schon. Olga
adam
adam
Mitglied

Re: [off topic]
geschrieben von adam
als Antwort auf dutchweepee vom 21.10.2014, 14:33:49
Ach adam ...ich nenne gerne Ross und Reiter und finde das ehrlicher, als ständig von "jemandem" und "solchen" zu schreiben...

p.s.:
Schreibverbote? Zensur?


Natürlich dutch, jederzeit,

aber dann bitte in einem Thread, in dem ich auch beteiligt bin und nicht zufällig am Telefon erfahre, daß meine Beitäge als "brutal" bezeichnet wurden. Dazu kann ich nur sagen, daß sie keineswegs brutal sind, es die Wahrheit aber sein kann.

Was die Zensur und das Schreibverbot angeht, habe ich Dir im Thread "Stolz auf die DDR?" ausführlich geschrieben. Bei mir Seite 21.

--

adam

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