Plaudereien Kommentare?

lupus
lupus
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Re: Kommentare?
geschrieben von lupus
Man muß doch zwischen Links und kopierten Texten unterscheiden.
Links anzuklicken ist doch wohl kein Zwang? Oder?

Nervig finde ich wenn durch neue Beiträge nur auf allgemein bekannte und in allen Medien vorhandene Informationen hingewiesen wird.

lupus
justus39
justus39
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Re: Kommentare?
geschrieben von justus39
als Antwort auf nostalgie vom 14.10.2013, 12:50:44

Ist mir völlig egal wie jemand schreibt, solange ich es verstehen bzw. lesen kann und es rüber kommt, was gemeint ist.
Und wenn jemand bei mir Fehler findet, und ich mache oft welche, darf er sie behalten und glücklich damit werden.


Ich habe weder die Grammatik noch die Ausdrucksweise von jemanden beanstandet sondern an einem einfachen Bespiel versucht, klar zu machen, wie unsinnig es ist, ewig über eine Frage oder ein Thema zu streiten dessen Lösung im Gesetzbuch oder in wissenschaftlichen Nachschlagewerken bereits klar und deutlich formuliert ist, und ich persönlich bin dankbar, wenn mir jemand meine Frage durch einen solchen Hinweis beantwortet.

justus
dutchweepee
dutchweepee
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Re: Kommentare?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf qilin vom 14.10.2013, 13:00:02
Ich bin mit Dir hundertprozentig einer Meinung qilin. Wer meint aus Presse und TV bereits alles zu einem Thema zu wissen, braucht ja nicht auf einen angebotenen Link zu klicken, aber eigentlich zeugt es von ziemlich großer Arroganz etwas zu einem komplizierten Thema zu schreiben, ohne sich über alle angebotenen Hintergründe zu informieren. Man weiß ja sonst gar nicht, worüber die Anderen staunen, schreiben oder streiten.

Natürlich greift dieser Standpunkt meiner Meinung nach nur bei naturwissenschaftlichen oder politischen Themen. Zu Literatur, Foto oder anderen Künsten kann doch Jeder schreiben, was er persönlich empfindet und liegt immer richtig - solange er dies nicht als alleinseeligmachendes Dogma verkündet.

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nostalgie
nostalgie
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Re: Kommentare?
geschrieben von nostalgie
als Antwort auf justus39 vom 14.10.2013, 13:07:26
@ justus,
ich habe Dich nicht damit gemeint. Es war eine generelle Feststellung meinerseits.
justus39
justus39
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Re: Kommentare?
geschrieben von justus39
als Antwort auf qilin vom 14.10.2013, 13:00:02
Hier bin ich voll und ganz Deiner Meinung.

Wenn ich an einer klaren und zuverlässigen Beantwortung einer komplizierten Frage interessiert bin, dann werde ich für einen solchen Hinweis und Link auch dankbar sein.
Wer es schon weiß, der muss es ja nicht lesen, und wer glaubt, klüger zu sein als das Lexikon, soll ein neues schreiben.

Wenn ich mich aber über Ansichten, Erfahrungen und Gefühle austauschen will und dazu die Meinung Anderer hören möchte, dann stören mich allerdings auch die Links zu irgendwelchen Veröffentlichungen.

justus
Malinda
Malinda
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Re: Kommentare?
geschrieben von Malinda
als Antwort auf qilin vom 14.10.2013, 13:00:02
Quilin, genau so sehe ich es auch. Allerdings hätte ich es niemals so präzise formulieren können.
Mitunter tu ich mich auch schwer mit Beiträgen, die mit Links überfrachtet sind. Wenn ich aber Zeit und Muße habe und es mich wirklich interessiert, setze ich mich mit dem Beitrag auseinander. Immer schätze ich die Arbeit, die hinter so einem sorgfältig recherchierten Bericht steht.
Butter bei de Fische: einige haben doch eine bestimmte Userin im Auge, gelle? Neinnatürlichnicht Wenn ich mich durch ihre Links durchgequält habe, hab ich es nicht bereut.
Wer es nicht mag, liest es halt nicht und vielleicht freut sich ein User in Timbuktu ganz besonders. So what?!
Genauso gut sind nicht alle frei formulierten Beiträge immer lesenswert
findet
Malinda

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loretta
loretta
Mitglied

Re: Kommentare?
geschrieben von loretta
als Antwort auf schorsch vom 14.10.2013, 10:28:27

Aber: Statt selber einen Seiten langen Kommentar zu schreiben, bei dem man am Ende nicht weiss, was der Autor eigentlich sagen wollte, ist es oft besser, einen Link zu setzen.


Jau, da haste auch wieder wahr, schorschi

loretta
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: Kommentare?
geschrieben von Tina1
als Antwort auf dutchweepee vom 14.10.2013, 09:52:27
In einer realen unterhaltung sagst du auch nicht:

Moment mal, ich sehe mal im lexikon nach.


Das stimmt so nicht Karin2
, denn wie oft höre und sage ich in einer gewöhnlichen Unterhaltung: "Gestern kam in der Tagesschau...." oder beispielsweise: "Im SPIEGEL habe ich kürzlich gelesen, dass..."

Also auch bei gewöhnlichen Gesprächen bin es gewohnt die Quellen zu nennen oder zu hinterfragen. Ein Meinung entsteht immer auf Grund einer Information - auch wenn sie Jahre vorher von der BILD, dem Pfarrer, dem Lehrer oder Frau Meier verkündet wurde. Ich möchte immer gern wissen, wo und wie die Meinung entstanden ist.
geschrieben von karin2


dutch da kann ich dir überhaupt nicht zustimmen. Eine reale Unterhaltung oder Diskussion nährt sich immer durch das "Wissen" der Beteiligten. Woher und wie sie sich das Wissen angeeignet haben das spielt keine Rolle, es wäre aber ein Zeichen das der Mensch entweder ein großes fachliches oder "Allgemeinwissen" hat. Aber, und das ist der springende Punkt, das "Wissen" was man sich z.b. durch viel lesen, auch durch googlen angeeignet hat muss dann spontan abrufbar sein! Man muss in der Lage sein sein Wissen mit seinen Worten auszudrücken, rüberzubringen. So wie es auch in der Zeit vor "Google und Internet" war. Die Kunst ist Wissen zu speichern.

Z.B. wenn ich mit meinen Kollegen und Chefs spontan diskutiere dann sagt doch jeder das was er über das Thema weiss und fertig!
Keiner käme auf die Idee zu googlen um da mitreden zu können? Oder bei Versammlungen, Schulungen der Firma muss doch auch jeder mit seinen Worten Antworten können?

Dutsch u es ist auch ein Unterschied ob man nur die Quellen nennt, also sagt woher man manches weiß oder ob man "Links" mit ganz viel Text über das Thema anbietet. Also du wirst bestimmt nicht in einer realen Unterhaltung anfangen die "Links" vorzulesen? Aber wenn das hier reingestellt wird dann ist das gerade so als würde man das vorgelesen bekommen!

Hast du schon mal in einer "Talkrunde" wo es zb. um Politik, Geisteswissenschaft oder Wirtschaft usw geht gesehen das da ein Beteiligter plötzlich anfängt zu googlen und das dann auch noch wortwörtlich vor liest? Ich habe das noch nicht gesehen. Also jeder sagt doch das was er weiß und fertig.

Auch ein Arbeitgeber fordert von dem der sich um einen Job bemüht das er mit seinem "Wissen" und seinen Worten die gestellten Fragen beantwortet. Denn nur so kann er feststellen wie der Stand des Wissens der Person ist und ob er sich auszudrücken kann.

Man kann mal einen Link zb als Thema verwenden oder auch so mal rein stellen aus welchen Gründen auch immer. Aber doch nicht so das man nur noch Links u. Wikipedia als Kommentar anbietet und sich teilweise kopierter Text mit den eigenen Worten geschickt vermischt? Man weiß zum Ende nicht mehr was eigentlich überhaupt noch eigenes Vokabular war u ist? Die Wortwahl mancher Kommentare ist oft so spezifisch so hochgestochen, oft sehr wissenschaftlich, ich denke oder vermute so würde bestimmt keiner bei realen Diskussionen reden. Oder doch?

Das findet man nicht mal bei Politiker, Philosophen, Wirtschaftsleute usw die drücken sich einfacher, verständlicher aus wie mancher hier im Thread. Ich glaube in einem "Freizeitforum" muss auch nichts bewiesen werden, denk ich mal. Aber ich denke viel wenn der Tag lang ist..

ME sollte das kommentieren so sein wie es das Wissen und die Wortgewandtheit hergibt.

Man könnte sich ja mal im Spaß vorstellen, wie es wäre wenn wir die gerade in einem Thread kommentieren real in einer Runde sitzen würden und das ganz ohne Hilfsmittel?
Das sind einfach mal meine Gedanken zu dem Thema, aber das wars dann schon auch.
Tina
Re: Kommentare?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
Tucholsky - nicht nur - (3 Seiten).

Unbekannter Verfasser:

Meine Damen und Herren, wie Sie wissen, sollte eine Rede stets mit einem Höhepunkt enden, mit einem spektakulären Finale.

Das erinnert mich an den Pfarrer, der sich für den Höhepunkt seiner Pfingstpredigt etwas Besonderes ausgedacht hatte. Am Ende seiner Predigt wollte er den Heiligen Geist anflehen, auf die Gemeinde herabzukommen.
In diesem Moment sollte ein kleiner Junge eine Taube auf der Orgelempore freilassen.

Es kam wie es kommen mußte: mit bewegter Stimme rief der Pfarrer: "Komm, Heiliger Geist, auf uns nieder!" Aber nichts geschah. Erneut streckte Hochwürden seine Hände himmelwärts: "Heiliger Geist, komm auf uns nieder!" Wieder nichts.

Da, in die Stille, rief der Junge von der Empore: "Herr Pfarrer, die dicke Katze von nebenan hat den Heiligen Geist gefressen. Soll ich die Katze runterwerfen?"
dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

Re: Kommentare?
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf Tina1 vom 14.10.2013, 14:55:18
@Tina1

Keiner von uns redet in kopierten Floskeln und gewiss greift man im normalen Gespräch auf seinen allgemeinen Bildungsstand zurück und antwortet seinem Umfeld und Gesprächspartner gemäß - aaaaaber jeder von uns greift auch auf Zitate zurück und auf Gelesenes. Dann gehört es sich die Quelle zu nennen oder den Schöpfer des Zitats, so wie der Pastor auf die Bibelstelle verweist, um seiner Rede Gewicht zu verleihen. Das ist ein ganz normaler Vorgang, den Du nicht wegdiskutieren kannst und bestimmt auch nicht verneinen willst.

Einfachstes Beispiel: "Die Meier hat gesagt, dass die Müller eine Schlampe ist."

:)

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