Plaudereien penner

dutchweepee
dutchweepee
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Re: penner
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf eleonore vom 03.03.2009, 20:13:34
@eleo

bin grad in den stadtteil billbrook gezogen und sammel die nächste stunde erstmal pfandflaschen - von nix kommt nix.

hummer
hummer
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Re: hm......
geschrieben von hummer
als Antwort auf carlotta vom 03.03.2009, 22:38:48
Wir haben hier in Hamburg viele "Penner" Obdachlose, die unter der Brücke hausen. Statt so ein Pennergame zu spielen, sollte man lieber eine warme Decke oder warme Kleidung für diese Leute spenden oder selbst vorbeibringen.

Der Begriff „Obdach“ bedeutet Unterkunft oder Wohnung. Langzeitobdachlose sind heute in den meisten Großstädten präsent. Abfällig werden sie auch mit Bezeichnungen wie „Penner“ tituliert und/oder mit Bettlern gleichgesetzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Obdachlosigkeit

mfg
hummer
majana
majana
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Re: hm......
geschrieben von majana
als Antwort auf carlotta vom 03.03.2009, 22:38:48
mir gefällt der ausdruck auch nicht.er hat etwas extrem abwertendes. ich frage mich auch warum menschen auf der strasse landen, und warum so viele durch das soziale netz fallen.
--
carlotta


Das ist es carlotta, was viel bei der abfälligen Bemerkung "Penner" außer Acht lassen. Sicher sind unter den Obdachlosen auch Menschen, die mit ihrem Leben auf der Straße zufrieden sind, aber das dürften die wenigsten sein.

Man kann viel schneller in die Situation kommen ehe man sich versieht. Hatte solch einen Fall im Bekanntenkreis, der zum Glück gut ausgegangen ist. Der Mann lebte im gleichen Haus wie seine Mutter, führte ein gutbürgerliches Leben und Mama kümmerte sich. Als die Mutter plötzlich verstarb, kam er völlig aus dem Trott. Keiner mehr der ihn weckte, damit er pünktlich zur Arbeit kam, das Ergebnis Kündigung. Später dann auch noch die Wohnung futsch,in einer Gartenlaube gehaust und mit Nebenjobs das Leben mehr schlecht als recht finanziert.

Dann musste er auch die Gartenlaube räumen, weil er sich mit dem Besitzer überworfen hatte und stand auf der Straße. wenn sich nicht jemand seiner angenommen und ihm vorübergehend Obdach gewährt hätte, damit er eine Wohnadresse vorweisen konnte, um eine Steuerkarte zu bekommen, wäre die "Pennerkarriere" vorprogrammiert gewesen. Zum Glück ging es gut aus, man hat ihm einen Job besorgt und bei der Wohnungssuche geholfen, heute ist er wieder ein passables Mitglied unserer Gesellschaft, aber nicht jeder hat soviel Glück.

--
majana

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susannchen
susannchen
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Re: hm......
geschrieben von susannchen
als Antwort auf majana vom 04.03.2009, 02:32:09
Im grossen und ganzen geht es aber um das von eleonore genannte Spiel.
--
susannchen
nasti
nasti
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Re: hm......
geschrieben von nasti
als Antwort auf susannchen vom 03.03.2009, 23:22:21

Bei uns kriegt keiner die Obdachlose in Obdachloser Heim, auch wenn es draußen minus 15 Grad ist, lieber sterben, haben sich beschwert darüber die Charitas Leute in Zeitung.
Sie lieben die Freiheit und das Himmel mit die Sterne. Wir haben hier auch ein Puma Erbe, ein fescher Man, immer sauber, wohnt draußen, ernährt sich aus Mülltonnen. Ein Rätsel für uns, spricht mit keinem, trinkt kein Alkohol. Was für eine Trauma müsste er erleben wenn er verließ diese reiche Milieu……
Ich habe ein Respekt von Ihm..

Nasti
Medea
Medea
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Re: hm......
geschrieben von Medea
als Antwort auf susannchen vom 03.03.2009, 23:22:21
Mit Obdachlosen habe ich einige Erfahrungen gemacht,
wir haben uns wenn sich die Gelegenheit ergab, öfter miteinander unterhalten, sie sagten mir, daß sie "Berber" seien und auch Wert auf diese Bezeichnung legen. Ihre Hunde, besonders den "Hermann" kannte ich gut, den ich dann und wann mit ein paar Leckerchen versorgte und der mir schon schwanzwedelnd entgegenkam, sobald er mich sichtete. Und die "Herrchen" lüfteten ihre Hüte und wünschten mir schon von weitem einen guten Tag. Für einen kleinen Klönschnack hatte ich auch meistens ein paar Minuten Zeit.

Medea

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schorsch
schorsch
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Re: hm......
geschrieben von schorsch
als Antwort auf majana vom 04.03.2009, 02:32:09
Auch ich stand mal an diesem Scheideweg: Ehe kaputt, Ex mit dem Kind und dem ganzen Hausrat mit einem anderen Mann verduftet, ein Haufen Schulden der Ex auf dem Brustkorb, Betreibungsandrohungen, Kirche, auf Steuerstundung angesprochen, keine Antwort, das Haus, das ich mit eigenen Händen zum Teil selber gebaut hatte, sollte verkauft werden um die Schulden der Ex zu bezahlen. Sollte ich mich nun - erster Gedanke! - umbringen? Sollte ich alles stehen und liegen lassen und ins Ausland verschwinden? Sollte ich mich besaufen und dann unter eine Brücke wohnen gehen?

Nein!!!! Das wäre ja der letzte Triumph der Ex gewesen. Also auf die Zähne beissen, Finger aus dem A...., sich mal ein paar Jährchen mit dem Allernötigsten begnügen: Suppe, Wurst, Eier und Brot.

Das Haus ist heute noch meins - und abbezahlt. Die Freunde haben sich zwar damals auch verflüchtigt. Aber vorsichtig haben sich ein paar neue gefunden. Das Leben geht und ging weiter!

--
schorsch
heide
heide
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Re: hm......
geschrieben von heide
als Antwort auf schorsch vom 04.03.2009, 10:24:43
@00

Ach, gibt es doch genug Menschen mit einem Dach über den Kopf, die ich gerne als Penner bezeichnen möchte.
Kauft Euch z.B. mal das Straßenmagazin fityfity, und Ihr werdet schnell erkennen, dass der Obdachlose auch Anrecht auf Würde hat.

In fityfity gelesen......

Die Nachtlager

Ich höre, dass in New York
An der Ecke der 26. Straße und des Broadway
Während der Wintermonate jeden Abend ein Mann steht
Und den Obdachlosen, die sich ansammeln
Durch Bitten an Vorübergehende ein Nachtlager verschafft.

Die Welt wird dadurch nicht anders
Die Beziehungen zwischen den Menschen bessern sich nicht
Das Zeitalter der Ausbeutung wird dadurch nicht verkürzt
Aber einige Männer haben ein Nachtlager
Der Wind wird von ihnen eine Nacht lang abgehalten
Der ihnen zugedachte Schnee fällt auf die Straße.

Leg das Buch nicht nieder, der du das liesest, Mensch.

Einige Menschen haben ein Nachtlager
Der Wind wird von ihnen eine Nacht lang abgehalten
Der ihnen zugedachte Schnee fällt auf die Straße
Aber die Welt wird dadurch nicht anders
Die Beziehungen zwischen den Menschen bessern sich dadurch nicht
Das Zeitalter der Ausbeutung wird dadurch nicht verkürzt.

Bertold Brecht (1898-1956)

--
heide
hydelber
hydelber
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Re: hm......
geschrieben von hydelber
als Antwort auf heide vom 04.03.2009, 15:45:46
Werte Pennsionisten und Penniorinnen,

lasst uns den König der Penner noch einmal aufleben,
um zu erinnern, dass das Glück auf der Strasse liegt..

City Lights ... The Ending

Mit einem Glücks-Wunsch an alle Penn - Brüder und Schwestern ..

Smile !

--
hydelber
regenbogen
regenbogen
Mitglied

Re: hm......
geschrieben von regenbogen
als Antwort auf schorsch vom 04.03.2009, 10:24:43
Gratulation,das zeigt Stärke. Ich wünsche dir für dein weiteres Leben viel Glück.
--
regenbogen

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