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Plaudereien Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!

Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von Ferdinand07
Ich bedauere es sehr, dass die meisten Weihnachtmärkte von kommerziellen Bestückern überflutet sind. Der Reiz des "Neuen" ist nur selten zu erleben, das sog. "handgefertigte" ist meist über verdeckte "Franchise-Lizenz-Unternehmen“ geschickt getarnt. Nur ab und zu findet man eine kleine Personengruppe, die für soziale Zwecke "handgefertigtes" zu einem passablen Preis verkauft. Der Glühwein hat stückweise Preise angenommen, die niemand in der DM-Zeit bezahlt hätte, die normale Preissteigerungen bis heute mitberücksichtigt. Bei den weihnachtlichen Bastelarbeiten werden die Fertigungsstunden wie Meisterstunden bei Großkonzernen zu Grunde gelegt, es ist alles zwar sehr schön aber überteuert. Kein Wunder, dass die Weihnachtsmärkte tlw. nicht mehr so besucht sind wie früher. Mein Resümee: Langweilig, da immer dieselben kommerziellen Anbieter an den gleichen Stellen, zu teuer, keine weihnachtliche Atmosphäre. da ließe sich doch leicht etwas ändern. Die Standpreise wären für "Privatanbieter" sehr hoch, so spricht man. Da muss schon jemand einiges verkaufen, nur um diese Standgebühr bezahlen zu können. Wirklich schade. Aber auch hier gilt "Ausnahmen bestätigen die Regel"! Kennt ihr noch schöne Weihnachtmärkte?
Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Ferdinand07 vom 03.12.2012, 20:18:28
Deine Beobachtung kann ich so nicht bestätigen.
Gerade hat sich eine kleine Gruppe aus dem "Hamburg Treff" zum Weihnachtsessen getroffen.
Vorher gingen wir auch über den Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus.
Ein Bericht davon folgt auch noch.

Es war einfach zu voll. Man kam kaum einen Schritt voran.
Der Junfernstieg war etwas weniger stark besucht, aber immer noch zu voll.
Die Glühweinstände waren so umlagert, dass man kaum dran kam.
Aber alle achteten darauf, dass die "Becherträger" heil ankamen.
Bratwurststände waren ebenso umlagert.

Natürlich sind da überwiegend kommerzielle Anbieter.
Es ist wohl auch nicht so einfach, an allen Tagen vor Weihnachten die Stände
mit Personal zu besetzen.

Stelle Dir vor, Du würdest so etwas planen.
Kannst Du das denn überhaupt als Privatmann bewältigen ?
Ich glaube nicht.
Das ginge vielleicht eher noch bei einem Weihnachtsmarkt der dörflichen Kirche,
wo die Zahl der Stände übersichtlich bleibt und der vielleicht an wenigen Tagen stattfindet.
Aber wenn die halbe Innenstadt größerer Städte ab dem ersten Advent Weihnachtsmärkte hat,
da können wohl Private nicht immer mithalten.

nordstern
Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von Ferdinand07
als Antwort auf vom 03.12.2012, 21:55:28
Deine Beobachtung kann ich so nicht bestätigen.
Es war einfach zu voll. Man kam kaum einen Schritt voran.
Der Junfernstieg war etwas weniger stark besucht, aber immer noch zu voll.
Die Glühweinstände waren so umlagert, dass man kaum dran kam.
Natürlich sind da überwiegend kommerzielle Anbieter.
geschrieben von nordstern

[/quote]


Kannst Du das denn überhaupt als Privatmann bewältigen ?
Ich glaube nicht.
nordstern
geschrieben von nordstern


@Liebe Nordstern
Ich glaube nicht, dass ich in meiner Ausführung Privatleute als Organisatoren erwähnt hätte! Das ist Angelegenheit der Kommune oder einer entsprechenden Organisation, das sehe ich genauso!
Andererseits entsprechen deine Darstellungen doch genau meinen Beobachtungen, oder?
Dass es noch schöne Weihnachtmärkte gibt, davon bin ich überzeugt. Die Illustrationen von dem Weihnachtsmarkt vor dem Hamburger Rathaus waren aber nicht gerade bestechend.
Liebe Grüße
Ali22

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ehemaligesMitglied41
ehemaligesMitglied41
Mitglied

Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von ehemaligesMitglied41
..wenn du echtes und gutes Weihnachtsfeeling erleben möchtest, so unternehme mal eine Fahrt nach Seiffen.
Hier der Link dazu

Seiffen
Seiffen ist bekannt für die Holzdrechselarbeiten, Holzschnitzerei und Reifendreherei.

Weihnachtsmänner, Pyramiden, Schwibbögen, Räuchermänner und vieles mehr werden dort auch noch in Handarbeit hergestellt und verkauft.
Natürlich hat dies alles einen Preis.

Dafür hast du aber Originalarbeit und Qualität und nicht importierte kleine Schlitzäuglein.

Sicher, es ist kein Weihnachtsmarkt, doch wenn du dir das angesehen hast und gerade in der Vorweihnachtszeit durch den Ort gehst, abends, dann bekommst du Gänsehaut an Schönheit und Gemütlichkeit, was dir kein Weihnachtsmarkt bieten kann.

Je nach Entfernung sind schon 2 bis 3 Tage angebracht.

Für Kinder, aber auch für Erwachsene ist es schön in den Werkstätten zuzuschauen, wie die Produkte entstehen.
Besonders interessant ist die Schauwerkstatt mit der Reifendreherei, wo in Handumdrehen ein kleiner Zoo entsteht.
Ein erworbenes Schnitzmesserset bereitet zuhause eine stimmungsvolle Weihnachtszeit, wenn man dann die Tiere noch ein wenig zurecht schnitzt und sie auch noch mit einfachen Farben anmalt.
Leider wohne ich jetzt zu weit weg, um jedes Jahr dahinzufahren.

Seiffen ist ein schneesicherer Ort und man hat auch bei entsprechender Wetterlage genügend Möglichkeiten sich winterlich zu erholen.

Es gibt auf den Weihnachtmärkten auch Erzgebirgskunst zu kaufen, doch sollte man sich doch schon per Internet über bestimmte Firmen interessieren, damit keine Mogelpackung gekauft wird.

Und, es gibt auch in Seiffen einen Weihnachtsmarkt.

…ein_lächeln_für_dich..

gerry
gerry
Mitglied

Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von gerry
als Antwort auf ehemaligesMitglied41 vom 04.12.2012, 01:42:49
Der Wernigeröder Weihnachtsmarkt.



Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf gerry vom 04.12.2012, 12:11:20
hier auf unserem weihnachtsmarkt ist eine fressbude neben der anderen.

von den glühweinbutzen ganz zu schweigen.

je später der abend, desto gröhlender die gäste.

was hat das mit besinnlicher weihnacht zu tun?

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Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von meli
als Antwort auf vom 04.12.2012, 12:14:54
Was mich vor allem entsetzt Karin, sind die Jugendlichen, die sich nach der Schule bereits die ersten Glühweine geben.

Meli
Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von Ferdinand07
als Antwort auf vom 04.12.2012, 12:14:54

je später der abend, desto gröhlender die gäste.
geschrieben von karin2


Freitags am Nachmittag (feierabend)wird es besonders schlimm! Und dann "Vollgesoffski" auf den Heimweg. Vielen Dank.
weserstern
weserstern
Mitglied

Re: Schade, die Kommerzialisierung der Weihnachtsmärkte schreitet beharrlich voran!
geschrieben von weserstern
als Antwort auf Ferdinand07 vom 04.12.2012, 14:10:43
Es ist, nach wie vor, ein gutes Geschäft für die Beschicker der Bratwurst - und Getränkestände.
Letztes Jahr wurden Plätze auf unserem Weihnachtsmarkt sogar per Gericht eingeklagt..

Dieses Jahr gab es ein Losentscheid und im Vorfeld schon allerhand Diskussionen.

weserstern
Die-Klostermaus
Die-Klostermaus
Mitglied

Und was sagt die Verfassung?
geschrieben von Die-Klostermaus
Man ist ja richtig erschrocken über diese Botschaft. Jetzt muß ich direkt einmal einen solchen Kloster .... äh ... Weihnachtsmarkt besuchen.
Aber soviel ich informiert bin (zugegeben - ich bin gar nicht informiert) .... verfassungsrechtlich und juristisch: Man ist zu einem solchen Besuch dieser zitierten und kommerzialisierten Weihnachtsmärkte (noch) nicht gezwungen?

Die Klostermaus

P.S. Auch Geschenke kaufen und austeilen ... da besteht auch kein gesetzlicher Zwang; oder?

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