Religionen-Weltanschauungen Existiert Gott?

Nick42
Nick42
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von Nick42
als Antwort auf dicker68 vom 06.11.2019, 12:37:46

 



......Hier im Forum wird seitenlang über Rassismus und semitismus gestritten und diskutiert. Ich hab hier auch Freunde gefunden, aber auch so viel Intolleranz und Respektlosigkeit gelesen, das es mir reicht.

@karl und @margit, ihr könnt mein Profil löschen. Ich werde mich hier nicht mehr anmelden.
 
Hallo dicker68,
lese ich richtig? Du willst hier aussteigen? Wegen einigen Anderen, die dich respektlos behandeln?

Das wäre keine gute Entscheidung. Du solltest hier sein, weil du es willst und so lange, wie du es willst und nicht gehen, wegen den Anderen.

Das kannst du denen nicht antun, auch mir nicht, die sich gerne mit dir austauschen oder auch streiten.

Nick42



 
kahate64
kahate64
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von kahate64

Hallo, liebe Mitleserinnen und Mitleser,

ich finde, die Diskussion bewegt sich zum Teil ganz schön weg vom eigentlichen Thema. Empfindet Ihr das nicht auch hin und wieder so?
Ich lese gerade ein Buch von Harald Lesch, dem "universalen" Atrophysiker. Titel: "Was hat das Universum mit mir zu tun?"
Er beschreibt darin u.a. auch, wie es überhaupt zur Entstehung der Sterne und der schweren Atome und letztlich z.B. auch zur Entstehung unseres Planeten Erde kommen konnte, was hier alles genau zum richtigen Zeitpunkt zusammenspielen musste, dass überhaupt erst Leben entstehen konnte und dass es uns Menschen heute gibt.
Wenn man sich das so vor Augen führt, dann kann man eigentlich nicht mehr davon ausgehen, dass sich alle diese unwahrscheinlichen Einzelereignisse so ganz per Zufall ergeben haben könnten. Vielmehr wird immer klarer (jedenfalls für mich), dass hier ein unendlich weitsichtiger, genialer und allmächtiger "Planer" am Werk sein muss, den wir kleine Geschöpfe zu unseren Lebzeiten mit unserem "Miniverstand" wohl niemals zur Gänze, sondern bestenfalls in kleinsten Bruchteilen erkennen und erfassen werden können.

Menno, warum wird denn überhaupt daran gezweifelt, ob es Gott wohl gibt? Woher kommen denn die von unserer Wissenschaft vielfach erst seit ca. 1995 ergründeten physikalischen Gesetzmäßigkeiten? Woher kommt denn der Plan, dass erst "leichte" Sonnen explodieren müssen, damit sich in den aus dem Sternenstaub entstehenden weiteren Sonnen erst schwerere Atome bilden können, die dann erst die Voraussetzung dafür sind, dass "Felsenplaneten" überhaupt erst entstehen können?
Wie ist denn z.B. der "Antriebsmechanismus" von Bakterien entstanden, der nur in seiner Gesamtheit arbeitet und wirksam sein kann, der sich also langsam aus Einzelteilen (Evolution) gar nicht entwickelt haben kann?


Je mehr und je tiefer wir Menschen nachfragen, um so mehr weitere Fragen tun sich auf. Unsere letztliche Unwissenheit zur "Schöpfung des Ganzen" gerät an die Unendlichkeit. Um so deutlicher wird es m.E. und deshalb für mich zur Gewissheit:       ES GIBT GOTT   -   GOTT IST  !!!

LG von kahate64
 
Rena
Rena
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von Rena
als Antwort auf kahate64 vom 11.11.2019, 17:01:59

Hallo kahate, das Problem ist mMn nicht die Frage, ob es Gott gibt oder nicht, sondern das Dogma religiöser Institutionen, die Menschen vorschreiben, was Gott sein soll und jeden, dessen Vorstellung davon abweicht, verteufeln. Was meinst du, warum sie unbedingt am Dogma eines persönlichen Gottes festhalten?

Zwar finde ich es auch ganz interessant mir Gedanken über Gott und die Welt zu machen, aber andererseits überzeugt es mich auch, wenn jemand sagt, dass es keinen Sinn macht, über Fragen nachzudenken, die für das Leben im Hier und Jetzt keinen Nutzen haben. Oder siehst du einen Nutzen?

 


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kahate64
kahate64
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von kahate64
als Antwort auf Rena vom 11.11.2019, 17:46:46

Hallo Rena,

interessant, Du kommst also bei der Frage, ob Gott existiert, nicht zum Nachdenken darüber, woher alles wohl kommt, welchen Sinn alles um uns herum einschließlich uns selbst wohl hat und wohin oder wie weit wir selbst mit allem um uns herum wohl kommen werden? Du hakst statt dessen sofort an dem an, was sich Menschen untereinander an Schwierigkeiten und Problemen erschaffen und gegenseitig bereiten...

Ich denke, wenn Menschen ernsthaft darüber nachdenken würden, wie unendlich groß Gott sein muss, dann würde ihnen wohl bewußt, wie klein und unscheinbar jedes Geschöpf IHM gegenüber wirklich ist.
Alle Geschöpfe sind SEINE Geschöpfe absolut gleichrangig neben einander.
Die Menschen haben sich nur Kraft des ihnen verliehenen eigenen Willens zu dem entwickelt, was sie heute sind: Herrschsüchtig, machtgierig, gewalttätig, raff- und gewinnsüchtig, egoistisch, lieblos und und und...

Dem durch Nachdenken und entsprechendem Handeln entgegen zu steuern, darin bestünde mMn schon ein sehr großer Nutzen für die gesamte Menschheit. Wenn man aber in den dabei auftauchenden Fragen und den daraus resultierenden Antworten keinen Nutzen sieht, na ja...?

LG von kahate64
 
WurzelFlügel
WurzelFlügel
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von WurzelFlügel
als Antwort auf Rena vom 11.11.2019, 17:46:46
Hallo kahate, das Problem ist mMn nicht die Frage, ob es Gott gibt oder nicht, sondern das Dogma religiöser Institutionen, die Menschen vorschreiben, was Gott sein soll und jeden, dessen Vorstellung davon abweicht, verteufeln. Was meinst du, warum sie unbedingt am Dogma eines persönlichen Gottes festhalten?

Zwar finde ich es auch ganz interessant mir Gedanken über Gott und die Welt zu machen, aber andererseits überzeugt es mich auch, wenn jemand sagt, dass es keinen Sinn macht, über Fragen nachzudenken, die für das Leben im Hier und Jetzt keinen Nutzen haben. Oder siehst du einen Nutzen?
 
geschrieben von Rena
@Rena
deine Frage ist interessant
zwei Gedanken dazu

es ist nicht zwangsläufig so, dass Gott und Dogmen etwas miteinander zu tun haben, Religionen sind ja "menschliche Übereinkünfte darüber, wie man am besten mit Gott umgeht", aber sie sind nicht "göttlich" 😊

wenn ich aber davon ausgehe, dass "Gott" ( die Vorstellungen sind unterschiedlichst, wie wir immer wieder bemerken) etwas IST, was vlt. umfassender ist als ich, dann kann es schon interessant sein und auch nützlich darüber zu denken......nur nach-denken, was andere schon dachten, ist oft noch nicht so aufschlussreich, aber selber denken, meditieren, erfahren ist eine andere Qualität...und das wirkt im Leben hier und kann nützlich sein...

ich kann "Gott" als Möglichkeit in Betracht ziehen oder ich kann diese Möglichkeit ausschließen
ich kann einen Berg sehen und sagen, da klettere ich hinauf oder ich kann sagen: nee, das ist nichts für mich...jeder entscheidet 
und dann gibt es noch die, die sagen, sie sehen keinen Berg......

WurzelFlügel

 
Rena
Rena
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von Rena
als Antwort auf kahate64 vom 11.11.2019, 21:20:00

Hallo kahate, du schreibst:

Interessant, Du kommst also bei der Frage, ob Gott existiert, nicht zum Nachdenken darüber, woher alles wohl kommt, ...
 
Ich schrieb: "Zwar finde ich es auch ganz interessant mir Gedanken über Gott und die Welt zu machen, ..."
Du kannst also davon ausgehen, dass ich über diese Frage nachgedacht habe. Meine Antwort auf die Frage, ob Gott existiert ist: Diese Frage ist nicht zu beantworten ohne zu sagen, was dieser vorgestellte Gott sein soll.

Deine zweite Frage ist, wo alles her kommt. Da bin ich, glaube ich, ganz dicht bei dir (wenn ich mich richtig erinnere) und neige dazu denen zuzustimmen, die sagen: Das Universum war immer und wird immer sein und befindet sich in einem ständigen Prozess der Veränderung/Verwandlung. Zwar ist das Unendliche und Ewige nur oder nicht vorstellbar, aber ein endliches Universum ist für mich erst recht nicht vorstellbar. 
... welchen Sinn alles um uns herum einschließlich uns selbst wohl hat und wohin oder wie weit wir selbst mit allem um uns herum wohl kommen werden? ...
Dritte Frage ist die nach dem Sinn: Eine Antwort auf diese Frage kann sich nur jeder selbst, also ganz individuell, geben. Wenn überhaupt. Vielleicht findet man em ehesten eine Antwort, wenn man sich fragt, wann, in welchen Situationen hatte ich das Gefühl, dass mein Dasein einen Sinn hatte? Vielleicht dann, wenn man etwas Nützliches/Gutes für andere/seine Umwelt getan hat, wenn man jemanden geholfen, glücklich gemacht hat....

Wohin wir kommen werden? Dahin, wo wir her gekommen sind - meine Meinung.
... Du hakst statt dessen sofort an dem an, was sich Menschen untereinander an Schwierigkeiten und Problemen erschaffen und gegenseitig bereiten...
Nein. Das ist ein Missverständnis. 1. nicht "sofort" und 2. formulierst du etwas Allgemeines; ich aber sprach etwas ganz Konkretes an, nämlich das "Dogma des persönlichen Gottes".

Darauf bist du nicht eingegangen.

Wenn ich schreibe:

"... aber andererseits überzeugt es mich auch, wenn jemand sagt, dass es keinen Sinn macht, über Fragen nachzudenken, die für das Leben im Hier und Jetzt keinen Nutzen haben. Oder siehst du einen Nutzen?"

hatte ich Buddha im Hinterkopf, der sich weigerte sich mit Fragen auseinanderzusetzen, auf die man keine (objektive) Antwort finden kann, die in der Regel nur Streit verursachen.

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Rena
Rena
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RE: Existiert Gott?
geschrieben von Rena
als Antwort auf WurzelFlügel vom 11.11.2019, 21:59:41

Hallo wurzelflügel (mit den Füßen in der Erde verwurzelt und im Geist beflügelt :-)

... es ist nicht zwangsläufig so, dass Gott und Dogmen etwas miteinander zu tun haben, ..

"Zwangsläufig" ist nett formuliert. Für mich haben Gott und Dogma gar nichts miteinader zu tun. Dogmen sind menschengemachte "Lehren", die einen manipulativen Zweck haben. Sorry ist etwas hart formuliert.

Religionen sind ja "menschliche Übereinkünfte darüber, wie man am besten mit Gott umgeht", aber sie sind nicht "göttlich" 😊

Wieso meinst du, dass es Übereinkünfte seien? Sehe ich anders, aber immer widersprechen (müssen), ist auch doof. :-)

...wenn ich aber davon ausgehe, dass "Gott" ( die Vorstellungen sind unterschiedlichst, wie wir immer wieder bemerken) etwas IST, was vlt. umfassender ist als ich, dann kann es schon interessant sein und auch nützlich darüber zu denken......nur nach-denken, was andere schon dachten, ist oft noch nicht so aufschlussreich, aber selber denken, meditieren, erfahren ist eine andere Qualität...und das wirkt im Leben hier und kann nützlich sein...

Verstehe. Hab ich auch gar nichts dagegen einzuwenden. Im Gegenteil. Solange das Privatsache ist und auf der freien Entscheidung erwachsener Menschen beruht.

ich kann "Gott" als Möglichkeit in Betracht ziehen oder ich kann diese Möglichkeit ausschließen
ich kann einen Berg sehen und sagen, da klettere ich hinauf oder ich kann sagen: nee, das ist nichts für mich...jeder entscheidet 
und dann gibt es noch die, die sagen, sie sehen keinen Berg......

Sicher. :-) Die Frage ist, ob da tatsächlich ein Berg ist, oder ob dir jemand erzählt, dass da ein Berg sei und du ihn nur nicht sehen würdest, weil nur die Klugen ihn sehen - so wie beim Kaiser die Kleider.

LG
Gerdd
Gerdd
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von Gerdd

Hallo Rena und kahate64,
ich kann Euch beide verstehen.

Eine kleine Geschichte:
Als ich im Gymnasium etwas mehr über Atome erfuhr (altes Atommodell, aber egal), hatte ich beim Baden folgende Gedanken.
Mit meinem Badewasser fließen doch meine Schuppen (Hautzellen usw. letztlich meine Atome aus denen ich bestehe) durch den Abfluß, in den Kanal, in den Fluß, ins Meer und verteilen sich auf der Welt.
Die Atome anderer Menschen werden auf gleiche Weise verteilt.
Die Atome können wieder zusammenkommen und vielleicht auch in ein neues Lebewesen gelangen.
Diese Gedanken konnte ich mein Leben lang nicht los werden.
(mein Atem!?)

Inzwischen weiß ich natürlich mehr, war mal religiös und dann wieder nicht....
Ich finde heute auch Artikel wie diesen in folgendem Link und fühle mich bestätigt, bin sogar glücklich über mein Leben, weil ich soviel erfahren durfte und auch als Staubkorn dabei wichtig war bzw. gebraucht wurde.

Herzlichen Gruß, Gerdd

Also hier der Artikel (Link), den ich sehr empfehle.
Rationalität und Mystik

WurzelFlügel
WurzelFlügel
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von WurzelFlügel
als Antwort auf Rena vom 11.11.2019, 23:27:26
"Zwangsläufig" ist nett formuliert. Für mich haben Gott und Dogma gar nichts miteinader zu tun. Dogmen sind menschengemachte "Lehren", die einen manipulativen Zweck haben. Sorry ist etwas hart formuliert.
geschrieben von Rena

ich bemühe mich redlich freundlich zu formulieren 😊 hier lesen ja viele Menschen mit, für die Gott und Dogma vlt noch untrennbar sind

 
Religionen sind ja "menschliche Übereinkünfte darüber, wie man am besten mit Gott umgeht", aber sie sind nicht "göttlich" 😊
Wieso meinst du, dass es Übereinkünfte seien? Sehe ich anders, aber immer widersprechen (müssen), ist auch doof. :-)
geschrieben von Rena

nur zu - ich mag respektvollen Widerspruch sehr!




Sicher. :-) Die Frage ist, ob da tatsächlich ein Berg ist, oder ob dir jemand erzählt, dass da ein Berg sei und du ihn nur nicht sehen würdest, weil nur die Klugen ihn sehen - so wie beim Kaiser die Kleider
LG
geschrieben von Rena

von meinem Fenster aus sehr ich eine Hügelkette, aber wenn es nebelig ist, sehe ich sie eben nicht  und ganz dumm ist es, wenn ich gerade in den Bergen klettere und Nebel einfällt 😉...ist mir alles schon passiert, sehr real und im übertragenen Sinne ebenfalls....

würde mich freuen, wenn wir ein bisschen tiefer schürfen könntet, oder höher klettern...vlt hast du ja Lust...

WurzelFlügel
WurzelFlügel
WurzelFlügel
Mitglied

RE: Existiert Gott?
geschrieben von WurzelFlügel
als Antwort auf Gerdd vom 11.11.2019, 23:42:38

ich denke mir das oft , wenn ich atme
ich atme ein - ich atme aus 
andere atmen ein und aus

keiner kann sagen, ich will diese Luft nicht atmen....

liebe Grüße
WurzelFlügel


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