Mitgliederübersicht Clematis

Benutzerprofil von Clematis

Clematis
offline
Dabei seit: 05.10.2012

Besucher: 16604
Freunde: 9
Forum: 3833

Clematis .

Allgemeine Infos

Geschlecht:
Weiblich

Über Clematis

Kontaktinformationen

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit jedem teilen

Bitte melde dich an oder registriere dich um diese Einträge sehen zu können.

hat auf das Thema RE: Bilder in schwarz-weiß im Forum Digitale Fotografie geantwortet

Beachtenswert, Eure zarten Bilder!

Gruss
Clematis

hat auf das Thema RE: Blau im Forum Digitale Fotografie geantwortet
hl, sehr feine Aufnahme.

Klari, vielen Dank für die Gedächtniskirche in Berlin.

Clematis
 

Diesem Gruss an Syrdal schliesse ich mich gerne an.

Allen einen erwartungsvollen 3. Adventsonntag!

Clematis
 

hat auf das Thema RE: Fotokarton Dezember 2017 im Forum Digitale Fotografie geantwortet

Ein Klasse-Foto, liebe Mannheim in der Schweiz!

Dank und Gruss
Clematis
 



Clematis
 
hat auf das Thema RE: Fotokarton Dezember 2017 im Forum Digitale Fotografie geantwortet

für diese hübschen Leucht-Häuschen hab ich auch ein Muster.
Bei Bedarf bitte melden.
die Tischdecke ist Seidenmalerei.

Clematis
 

Oh ja, liebe Roxanna, unsere Flügel, nie dürfen wir sie vergessen!

Will noch schnell an den Todestag von Fr. Dürenmatt erinnern.

Clematis
 

hat auf das Thema RE: Schöne Lyrik im Forum Literatur geantwortet

Vielen Dank, liebe Roxanna, für dieses schöne Heine-Gedicht und -
dieses wundervolle Foto!



 


Rainer Maria Rilke
an
Clara Rilke
19. Dezember 1906
Du weißt, ..., was mir in meiner frühen Kindheit Weihnachten war; selbst noch dann, als die Militärschule mir ein wunderloses, hartes, unbegreiflich boshaftes Leben so glaubhaft vortäuschte, dass mir keine andere neben jener unverschuldeten Wirklichkeit möglich schien; selbst dann noch war Weihnachten wirklich und war das, was mit einer Erfüllung herankam, die über alle Wünsche hinausging, und wenn es über die äußersten letzten nie noch gewünschten hinaus war, dann begann es erst recht, dann faltete es, das bisher gegangen war, Flügel aus und flog, flog, bis es nicht mehr zu sehen war und man nur noch die Richtung wusste, in dem großen fließenden Licht.

Und alles das hatte noch immer, immer noch Macht über mich. Und in jedem dieser Jahre, wenn ich für uns oder für Ruth ein Weihnachten aufbaute, so verachtete ich ein wenig mein Gebautes, weil es so weit hinter jenem Wunder zurückblieb, von dem ich wusste, dass es in meiner Phantasie nicht willkürlich und hemmungslos gewachsen war: so groß, so unbeschreiblich war es schon immer gewesen.
Und nun saß ich am zwölften lange und dachte; dachte an die ganze tiefe Gnadenzeit, die damals durch unsere Herzen ging. Fühlte den Vorabend wieder im Wohnzimmer; den Morgen, den frühen erst, bei der Kerze, in dem das Neue anstieg, wie eine Überschwemmung Angst verbreitend und Schrecken; dann den späteren Morgen im Winterlicht mit seiner völlig neuen Ordnung, mit seiner Ungeduld, seiner bis ans Äußerste angespannten Erwartung, die an den kleinen, momentanen und greifbaren Erfüllungen zu immer stärkerer Spannung wuchs; dann dieser ganze steile Vormittag, als ob man einen Berg rasch, viel zu rasch hinanmüsste, und endlich in all dem Ungewissen, nicht Vorstellbaren, nicht Möglichen: etwas Wirkliches, eine Wirklichkeit, die in unerhörter Weise mit dem Wunderbaren verbunden, von ihm kaum zu unterscheiden war und doch wirklich. Und danach endlich, allmählich sich ausbreitend, eine Erleichterung, die erst wie jene Erleichterung aufgenommen wurde, die kommt, wenn ein Schmerz aussetzt, und doch eine ganz andere, andauernde war, wie sich später zeigte. Und nun plötzlich ein Leben, auf dem man stehen konnte; nun trug es einen und wusste von einem, während es trug. Was wäre ich ohne die Stille, die damals in mir entstand; was ohne dieses ganze Erlebnis, in dem Wirklichkeit und Wunder dasselbe geworden waren; was ohne diese Wochen der Hingabe, bei der ich zum erstenmal nicht verlor; was ohne diese schlichten Dienste, die eine Bereitschaft in mir aufweckten, von der ich nicht wusste; was ohne diese Nachtwachen: wenn die Nacht, die Winternacht, mir kalt auf den Augen lag, die ich schloss, einen fernen Stern draußen durch das Rankenwerk der Weinlaube mit hereinziehend in dieses Schließen; wenn einfach Stille war, Stille von jener größten Stille, die ich noch nicht kannte, während vor diesem Hintergrund die kleinsten der unbegreiflich neuen Geräusche sich mit klarer Deutlichkeit abzeichneten.

Kaum je hat einer, der nicht arbeitete, mit so viel Recht und Eifer, mit so inständigem Stillhalten gewacht, wie ich damals, da, wie ich jetzt weiß, an mir gearbeitet wurde. Wie eine Pflanze, die ein Baum werden soll, ward ich damals aus dem kleinen Gefäß herausgenommen, vorsichtig, während Erde abfloss und etwas Licht zu meinen Wurzeln kam, und wurde endgültig eingesetzt an meine Stelle, dort, wo ich stehen bleiben sollte bis in mein Alter, in die große, ganze, wirkliche Erde.
Und als ich dann am zwölften weiterdachte, und dachte, dass dann Weihnachten kam, da fiel mir nur dieses Weihnachten ein, die Diele nur, die so groß und helldunkel war bis an den hellen, großen Baum heran, zu dem Du eine Weile herantratest, schnell, mit einer Unsicherheit, die wieder ganz mädchenhaft war, mädchenhafter als alles, das kleine Köpfchen an
Dein schönes Gesicht haltend und mit ihm in den Glanz hinein, den Ihr beide nicht sehen konntet, jedes von seinem eigenen Leben erfüllt und von dem des anderen.

Da erst merkte ich, dass mir dieses Weihnachten noch da war und nicht wie eines, das einmal war und vergangen ist, sondern wie ein immerwährendes, ewiges Weihnachtsfest, zu dem das innere Gesicht sich hinwenden kann, sooft es seiner bedarf. Auf einmal war Freude und Seligkeit und Erwartung der anderen klein geworden dahinter; als wären das mehr meines treuen guten Vaters Weihnachten gewesen, seines besorgten, fürsorgenden Herzens eigenstes Fest. Dieses aber war meines: in seinem Helldunkel, seiner Stille und Unwiederholbarkeit ...
Aus diesem allem entstand mir auch die Fähigkeit, diese Weihnachten einmal allein und doch nicht bange oder traurig zu sein. Nun schreibe ich nicht weiter, sondern denke nur noch, und Ihr werdet es fühlen ...

(Brief aus Capri an Clara Rilke vom 19.12.1906)
... und Anfang glänzt / an allen Bruchstelln unseres Misslingens

Clematis

 



 

Der Benutzer möchte diese Information nicht mit jedem teilen

Gästebuch
tina50
Mitglied



Sehr gut haben mir Deine Bastelsterne als Fensterdekoration gefallen, Ingeborg.
Ich hätte Interesse an den Vorlagen.
Könntest Du sie mir per PN zuschicken??

Liebe Grüße von
T I N A

Arnika
Mitglied

Ein lieber Abendgruß von Arnika.

tina50
Mitglied



Hier ist noch ein Plätzchen frei für Kater Felix.

Ich wünsche Dir einen schönen 2. Adventssonntag, liebe Ingeborg.

Herzliche Grüße von
T I N A

Ladouce46
Mitglied

Liebe Clematis,

habe mich sehr gefreut, dass dir meine Vorliebe für Kühe (und anderes freilaufendes Getier) nicht entgangen ist. Hab Dank für dein Foto! emoji_yum

Diese beiden kuschelnden Engel haben es mir gestern auf dem Weihnachtsmarkt angetan. LG Ladouce

tina50
Mitglied


tina50
Mitglied

tina50
Mitglied


tina50
Mitglied




Eine gute Zeit in der zweiten Novemberhälfte wünsche ich Dir, liebe Ingeborg.

Herzliche Grüße von
T I N A

Ingrid 2017

Guten Morgen, liebe Ingeborg, 
gestern habe ich mir deine wunderschönen Bilder -  und die der Mitstreiterinnen - angeschaut und kommentiert. 
Als Gruß in den Sonntag lasse ich Fotos von Gerhart Hauptmann da. Er hatte ein Haus in Hiddensee. Asta Nielsen übrigens auch. An sie erinnern nur wir "Oldies" uns. 
Irgendwas klappt gerade nicht so, wie ich es gedacht hatte. Einen entspannten Sonntag wünsche ich dir und grüße herzlich 
Ingrid

tina50
Mitglied


Der Benutzer möchte diese Information nicht mit jedem teilen


Anzeige