Forum Soziales und Lebenshilfe Soziales Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?

Soziales Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?

hisun
hisun
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von hisun
als Antwort auf anjeli vom 07.06.2012, 16:00:43
Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich die typische Frauenmacke an den Tag gelegt habe.

Das hört betimmt daher, dass ich immer selbständig und unabhängig war. Auch in meinem Elternhaus war das so.

Dieses Verhalten, die typische Frauenmacke, die manche Frauen entwickeln sehe ich im Elternhaus begründet.

Auch mit dem Satz " Hätte ich das bloß nicht gesagt" damit kann ich mich nicht identifizieren.
Ich sage erst gar nicht das, was ich hinterher bereuen müßte. Ich wäge genau ab, was ich sage und wo ich lieber schweige.
Ich bin dazu erzogen worden meine Meinung sachlich vorzubringen und das habe ich an meine Kinder weiter vermittelt.

Auch bei meinen Freunden kann ich das beobachten, da wird immer die Person respektiert und die Gefühle.
anjeli



Hallo Anjeli, so geht es mir ebenfalls.

Ich bin zur Selbständigkeit erzogen worden,
damit ich dereinst auf eigenen Füssen stehen kann,
meinte mein Vater. Er war ein richtiger Eidgenosse.

Es wurde über alles diskutiert, und die Eltern haben
meine Meinung ernst genommen und wir haben gemeinsam
nach Lösungen gesucht. Genau so habe ich es mit meinen
Kindern gemacht. Wir sind heute die besten Freunde.

Bei Vorstellungsgesprächen übertrieb ich eher,
auf keinen Fall wollte ich eine graue Maus sein.
Ich musste mich sowieso bei jedem neuen Job erst
mal einschaffen, das ging immer gut, weil ich in den
Grundkenntnissen sattelfest war. Ausserdem war ich
stets für Weiterbildung offen, man hat ja nie ausgelernt,
nicht wahr !?

Ich denke sogar, dass man dann alt ist, wenn
man nichts mehr lernen will

Na ja, ich fühle mich sehr wohl als Frau

Hisun

myrja
myrja
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von myrja
Ich bin sehr frei aufgewachsen, hatte nie die typische „Du bist ein Mädchen“ Erziehung und konnte mich darum meinen Talenten und Interessen entsprechend auch frei entwickeln. So haben sich bei mir eigentlich nie Selbstzweifel entwickelt.

In unserer Nachbarschaft lebten nur Jungs mit denen ich spielte und oft gekämpft habe. Das Kämpfen habe ich bis heute beibehalten. Alles was ich erreicht habe, musste ich mir hart erarbeiten und erkämpfen.

Heute stehe ich mit beiden Beinen im Leben, brauche keinen Partner der mich ernährt und mir sagt wo es lang geht und ganz wichtig: Ich bin stolz auf mich, auf das was und wie ich bin und was ich bis jetzt erreicht habe.

Natürlich gehe ich auch kritisch mit mir um. Aber nicht in dem Sinne, dass ich mich dauernd frage, mache ich auch alles richtig. Wenn etwas falsch war oder ist, dann versuche ich , dies wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Die Meinung Anderer über mich, ist mir nicht wichtig. Wichtig ist für mich, dass ich vor mir selbst bestehen kann.

Ich glaube, ich habe keine typische Frauenmacke, aber bestimmt ganz, ganz viel andere Macken!

Myrja
ehemaligesMitglied41
ehemaligesMitglied41
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von ehemaligesMitglied41
als Antwort auf myrja vom 07.06.2012, 19:57:08
Myrja,
damit du hier nichts falsch verstehst, das was z. B. ich geschildert habe bedeutet nicht gleichzeitig, dass ich nicht frei aufgewachsen bin, auch ich konnte meine Talente frei entwickeln und doch war da was.
Am Anfang dachte ich dass dies etwas mit Achtung und Respekt zu tun hat.
Ich hielt mich auch teilweise für sehr diplomatisch, weil ich immer versucht habe, alles in die richtigen Bahnen zu lenken.

Doch als mich mal etwas sehr gekränkt hat, da wurde mir bewusst, dass ich handeln muss.
Es gab nur 2 Möglichkeiten:

-entweder ich äußere mich dazu und bringe verständlich und klar mein Missfallen zum Ausdruck oder

-ich nehme es hin.

Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich mich endlich entschieden habe, es nicht hinzunehmen.

Genau in der Phase habe ich auch darüber nachgedacht, warum das so ist und warum ich mich so schwer damit habe.

Du schreibst u.a. selbst, dass du dir alles hart erarbeiten und erkämpfen musstest.


Also doch nicht so einfach, nur dir ist es nicht bewusst geworden, dass du ein Mehraufwand betreiben musstest, um zu deinem Ziel zu gelangen.

Ich selbst sitze nicht dauernd da und analysiere mich und meine Haltung. Doch besonders in Momenten, wo man für einen Dienst oder eine Leistung etwas mehr Anerkennung erwartet frage ich mich schon, an wem liegt es und warum ist das so.
Eigentlich ein ganz natürlicher Prozess.

Und im Gegensatz zu dir habe ich es schon mal ganz gern, wenn mir mein Partner die oder eine Entscheidung abnimmt. Das hat dann nichts mit Bevormundung oder dergleichen zu tun sondern ganz einfach damit, weil ich eine typisch weibliche Schwäche habe.
Ich will auch manches nicht entscheiden, ich will auch keine Vorteilsnahme daraus, ich bin halt manchmal unentschlossen.

Wenn du mit deinem Leben bisher klar gekommen bist, dann ist das doch für dich in Ordnung.

Ich glaube aber, dass die Mehrheit die Zweisamkeit anders sieht, nämlich in der Liebe und Zuneigung zu- und füreinander, der Kommunikation untereinander, ganz simpel einen Menschen zu haben, der Freud und Leid mit mir teilt und der mir auch sagt, was nicht in Ordnung ist.

Aber Meinungsverschiedenheiten sind ja legitim.

..ein…



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nasti
nasti
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von nasti
als Antwort auf ehemaligesMitglied41 vom 08.06.2012, 00:00:22
Und ich habe eine ganz einfache Theorie über typische Frauenmacken.
Die Wissenschaft äussert sich auch so ähnlich wie ich denke.
Manche Frauen stecken in Männerkörper und umgekehrt---auch Männer können in einem Frauenkörper stecken.
Das ideale Zustand ist wenn bei Frauen und Männer das Hormonhaushalt ausgeglichen ist.
Meine einige Fastfreundinnen besitzen garkeine männliche Hormone, sind ABSOLUT weiblich und leiden unendlich, entweder lassen Sie sich mit Männer demütigen oder trennen Sie sich. Die Einsamkeit vertragen Sie auch sehr schwer und die Leid ist wieder vorprogrammiert. Nach meine Beobachtungen die echt weibliche Personen tragen auch sehr große BH , aber nicht immer ist diese weibliche Schwäche --Macke -- unbedingt mir körperliche Volumen ausgedruckt, kenne ich auch ganz schlanke Frauen mit einem starken
Selbstwertgefühl Defizit, sind ewig in verschiedenen psychologischen Therapien und Betreuungen wegen Co Abhängigkeit. Eine meine Co abhängige Bekannte ist plötzlich verwitwet, ich dachte---jetzt wird sich alles positiv ändern. Ist noch schlimmer geworden mit Ihr, Sie weint ständig Ihrem Alkoholkranken Man nach.

Ich sagte nur: "Lässt sich Mensch männliche Hormone spritzen damit du normal wirst."

Nasti

sonja47
sonja47
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von sonja47
als Antwort auf anjeli vom 07.06.2012, 16:00:43
Schön anjeli

Du bekamst die Erziehung die eigentlich jedem Mensch und
vor allem Frauen in unserer Generation, zugedacht wäre!

Diese Stärke, das Selbstbewusstsein und Deine Zielstrebigkeit Deine ganz eigene Linie, das wurde Dir vorgelebt!

Zu den typischen Frauenmacken finde ich, die emotionale Ebene
ist einfach all zu stark, meist nicht im Gleichgewicht mit der rationalen Ebene!

Ja, während den ersten 4 bis 5 Lebensjahre kann eine Mutter
sehr viel falsch "programmieren!"

So ca. ab dem 3. bis 5. Lebensjahr ist die Trotzphase, die
Phase zur Bildung des sich Durchsetzen und sich ganz selber sein, üben! Die eigene Persönlichkeit beginnt!

Woher meine Depressionen kamen, oojeeh ich hab das erst
mit 64 Jahren bewusst erlebt, erkannt!

Auch ich war im Trotzalter, doch Mutter hat mir, sobald ich die vielen schweren Arbeiten auf dem Hof, bewusst verweigerte trotzte, eine Watschel auf den Mund gegeben!

Sie ging soweit, bis ich mich nicht mehr zur Wehr setzte,
ich weinte von da an in mich hinein!

Was diese Erziehung für mein Leben bedeutete, das hab ich
bitter erfahren.
Das Muster sass in jeder Zelle von mir.

Psychiater können begleiten, doch der Mensch muss sich selber bewusst werden, woher dieses krank machende Muster kommt!

Ach, ich bin dankbar seit einem Jahr ist mir alles present,
der Schmerz den ich erlebt habe, als es mir bewusst wurde,
ich sah und spürte wie sich mein Herz aufriss, die Mitte klafte auf beide Seiten auf, nur der untere Teil hielt noch zusammen.
Drei Wochen war ich wie in Trance vor Schmerzen, ein Glück
dass ich bereits bei einer liebevollen Psychologin war, sie
konnte mich begleiten.

Heute geht es mir gut, endlich werde ich mich.

Sonja


Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von Felide1


Ich glaube nicht dass es überzogene Selbstkritik ist, sondern vielen Frauen wurde kein Selbstvertrauen weiter gegeben. Wenn ich unterwegs bin und die Menschen beobachte stelle ich oft fest wie gerade die älteren Frauen sich an ihren Begleiter hängen sobald eine einzelne Frau sich nähert oder sich nicht getrauen den Mund aufzumachen wenn der Herr und Gebieter spricht und wenn er noch so einen Scheiß erzählt. Sie sagen zu allem Ja und Amen. Während die Herren der Schöpfung auch einen Blödsinn versuchen als das Non-Plus-Ultra zu verkaufen.Es liegt an der Erziehung. Früher zum Teil auch heute noch zählte der Bub (er trägt den Namen ja weiter) eben mehr als die Mädchen, also wurden schon gravierende Unterschiede in der Erziehung gemacht.
Meine Damen schüttelt, wer damit behaftet ist, diesen anerzogenen Stumpfsinn ab und geht hocherhobenen Hauptes durchs Leben Ihr seid genau gleichviel Wert.

Felide

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Karl
Karl
Administrator

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von Karl
als Antwort auf nasti vom 08.06.2012, 01:58:13
Ich sagte nur: "Lässt sich Mensch männliche Hormone spritzen damit du normal wirst."
Das wäre ja noch schöner, wenn nur das "Männliche" normal wäre. Du meinst es wahrscheinlich ähnlich, wie andere es schon ausgedrückt haben: Frauen wurden zu Dienerinnen erzogen, damit muss es ein Ende haben.

Als ich zu studieren anfing habe ich erstmals wirklich selbstbewusste und selbstsichere Frauen kennengelernt und fand das toll. Davon gibt es immer mehr, die Erziehung hat sich schon dramatisch zum Besseren gewendet.

Karl
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von schorsch
als Antwort auf erafina vom 07.06.2012, 10:10:07
Die Mädchen unserer Generation ( und dutzender Generationen vorher) wurden noch dazu erzogen, sich dem Manne unterzuordnen und ihm zu dienen. Und es wurde ihnen eingebläut, dass Fehler innerhalb der Familie immer zuerst die Schuld der Hausfrau sei.

Es ist eigentlich ein Wunder, dass nun innerhalb zweier Generationen sich das Selbstbewusstsein der Frauen so entwickeln konnte, dass sie fähig wurden zu urteilen, wessen Fehler es sei, wenn etwas in der Familie nicht so läuft wie es laufen sollte.

Aber leider ist das mit dem Ausschlagen jedes Pendels so, dass er am Anfang der Laufzeit etwas zu heftig nach der einen Seite ausschlägt!
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von pschroed
Frauen und Männer sind für mich gleichwertig, es gibt Frauen die sich daneben benehmen und es gibt Männer die sich daneben benehmen.

In unseren Breitengeraden werden fast genau soviele Frauen am Steuer unter Alkohol erwischt als Männer.

Es gibt dominante agressive Frauen und es gibt agressive dominante Männer, da ist die Natur. Die Wunschvorstellung daß beide souverän und friedlich dahin leben gibt es, ist aber im alltäglichen Leben relativ schwer zu finden.

Ein Beispiel.

Letzte Woche stand in unser Lokalzeitung ein Vorfall:

Eine Frau wurde mit einem Hund am Bahnhof total betrunken aufgegriffen, in Bezug daß sie total ausflippte und die Beamte in die Finger biß, wurde sie in eine Zelle gebracht um ihren Rausch auszuschlafen.

Ein Beamte kontaktierte ihren Ehemann er sollte seine Frau mit Hund abholen.

Der Mann begab sich zur Polizeistelle, nahm den Hund mit nach Hause und ließ seine Frau in der Ausnüchterungszelle zurück.....

Es mag die Ausnahme sein aber solche Vorfälle häufen sich. Es wird in Bezug der Gleichwertigkeit immer mehr in der Öffentlichkeit publiziert.

Phil.
Mitglied_81b4260
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Mitglied

Re: Typische Frauenmacken - z.B. überzogene Selbstkritik - gibts das eigentlich noch?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf pschroed vom 08.06.2012, 11:02:34
Zu deinem letzten Beispiel "Hund wird abgeholt, Frau wird vom Mann in der Ausnüchterungszelle gelassen" ein Gedanke:

Wie sieht die "öffentliche Meinung" und die Ansichten der Freunde und Bekannten aus in einem Vergleich aus: Ich meine einen Rollentausch, wenn es sich dabei um einen betrunkenen Mann gehandelt hätte. Wäre da nicht der Gedanke "Der arme Mann, natürlich muß er bei so einer Frau trinken," sofort da.


Und das führt mich zu einem Punkt, der vielleicht bisher nicht ausreichend angesprochen wurde:

Durch das Drücken der "Mangelndes Selbstbewußtsein - Knöpfe" werden Frauen sehr leicht "führbar", sprich manipulierbar. Das war im alten Geschlechter-Rollenverständnis ja durchaus wünschenswert.

Der, der nachdenkt, der, der über "schuldhaftes" Verhalten und sei es nur ein etwas ungeduldiger Gesprächston, nachdenkt, der, der bereit ist sich zu entschuldigen und wenn auch nur um den Frieden zu erhalten, ist auf der schwachen Seite. Diese wird im Geschäftsleben gnadenlos ausgenutzt und führt im Privatleben, da ja jeder Topf seinen passenden Deckel gefunden hat, im extremeren Fällen zu Verhältnissen, die ein unbeteiligter Außenstehender nur mit Schrecken betrachten kann.

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