Wirtschaftsthemen Schuldenstaaten

herbi27
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Schuldenstaaten
geschrieben von herbi27
Hallo
wo gibt es im Internet "aktuelle" Informationen über die Schuldenlast der Staaten?
Danke für Hinweise.
wolfgang
wolfgang
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von wolfgang
als Antwort auf herbi27 vom 26.11.2011, 19:31:39
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Staatsschuldenquote

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Wolfgang
pschroed
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von pschroed
als Antwort auf herbi27 vom 26.11.2011, 19:31:39
HALLO Herbi27

Anbei der Link mit der Verschuldung von den EU Ländern .

Bekomme aber keine Tränen in die Augen

Phil.

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Felide1
Felide1
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von Felide1

Es geht doch wenn man will, Island hat es lt. Bericht geschafft.


Island hat die Krise gemeistert

Felide
olga64
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von olga64
als Antwort auf Felide1 vom 27.06.2012, 14:02:23
Nicht nur Island: auch Irland und Portugal sind auf einem guten WEge. Dafür macht das grosse Deutschland trotz hoher Steuermehreinnahmen jährlich mehr und mehr Schulden. Olga
carlos1
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von carlos1
als Antwort auf Felide1 vom 27.06.2012, 14:02:23
Nur eine kurze Anmerkung zur Staatsverschuldung. Es genügt nicht tabellarisch wie in einer Fußballliga eine Punkte- oder Prozenttabelle mit der Höhe der Staatsverschuldung anzulegen. Schulden müssen in Beziehung gesetzt werden zur Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft. Die Pro-Kopfverschuldung spielt eine Rolle und makroökonomisch ebenso die private Verschuldung.

Italien ist relativ hoch verschuldet. Die private Vermögensbildung spielt aber in Italien eine Rolle. Sie ist relativ hoch, da die Italiener privat gespart haben. In den USA dagegen ist die Staatsverschuldung höher als in der Eurozone. Bedenklich aber vor allem ist die Überschuldung der Privathaushalte. Die Sparquote ist zu niedrig in den USA. Die US-Bürger haben zu viel konsumiert und von der Hand in den Mund gelebt.


Die Staatsverschuldung Japans ist extrem hoch, mehr als doppelt so hoch wie die Verschuldung im Eurodurchschnitt. Japans Wirtschaft stagniert seit Angang der 90er Jahre. Der Leitzins liegt bei praktisch 0%. Ein Konjunkturprogramm nach dem anderen wurde aufgelegt, - die hohe Verschuldung hat darin ihre Ursache - aber ohne jeden Erfolg. Strukturmängel lassen sich nicht durch Geldverteilen beheben. Das werden wir bei künftigen Konjunkturprogrammen in der Eurozone noch merken. (Anmerkung: In Japan handelt es sich um eine Bilanzrezession).

Aus Wiki hier noch Hinweise zur Privatvermögensbildung im Vergleich zur Öffenlichen Verschuldung und zu den Schulden der Privaten und der Wirtschaft.



Öffentliche Schulden im Vergleich mit privatem Vermögen ]

Den öffentlichen Schulden steht in Deutschland ein weitaus größeres privates Nettovermögen gegenüber, so dass die Staatsverschuldung aus makroökonomischer Sicht durchaus entspannt ist, allerdings besitzen fast zwei Drittel dieses Vermögens die reichsten 10 % der Bevölkerung.

Nach Berechnungen des DIW bestand das private Nettovermögen im engeren Sinne 2009 aus 7370 Milliarden Euro, was 307 % des BIP entspricht. Gemeinsam mit dem übrigen Nettovermögen ist das gesamte Nettovermögen der privaten Haushalte 9700 Milliarden Euro, 405 % des BIP. Demgegenüber nimmt sich die explizite Staatsschuldenquote (2009) in Höhe von 73 Prozent des BIP (1760 Milliarden Euro) noch recht moderat aus. [...] Insgesamt stellt sich somit die intergenerative Belastungswirkung des öffentlichen Gesamthaushalts in Deutschland aus makroökonomischer Sicht durchaus entspannt dar. [...] Allerdings sind die Betroffenheit von künftigen Steuererhöhungen oder Kürzungen von Staatsleistungen einerseits und der Nettovermögensbesitz andererseits deutlich unterschiedlich verteilt. Das private Nettovermögen im engeren Sinne ist sehr stark konzentriert [...] die reichsten zehn Prozent besitzen über 60 Prozent des Vermögens (2007).[16] Das Vermögen der reichsten 10 % ist demnach mehr als dreimal größer als die gesamte Staatsverschuldung.

Schulden der Privaten und der Wirtschaft

Viel seltener als die Staatsschulden sind die Schulden der privaten Haushalte und der Unternehmen im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Diese nehmen aber auch einen großen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum eines Staates. Im Jahr 2002 betrugen in Deutschland die Schulden 5.930 Mrd. Euro, davon entfielen auf die privaten Haushalte 1.535 Mrd. Euro (rd. 25 %), auf die Unternehmen 3.142 Mrd. Euro (rd. 52 %) und auf den Staat 1.253 Mrd. Euro (rd. 23 %). Das Nettogeldvermögen aller Unternehmen lag im negativen Bereich bei 1.241 Mrd. Euro, das des Staates bei 1.061 Mrd. Euro. Spiegelbildlich dazu lag das Nettogeldvermögen privater Haushalte und der Versicherungen und Banken bei 2380 Mrd. Euro. (Quelle: Bundesbank).

Aus Wikipedia


http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands

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carlos1
carlos1
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von carlos1
als Antwort auf olga64 vom 27.06.2012, 17:36:25
"Nicht nur Island: auch Irland und Portugal sind auf einem guten WEge. Dafür macht das grosse Deutschland trotz hoher Steuermehreinnahmen jährlich mehr und mehr Schulden." Olga


Ich sah Ihren Beitrag erst nachträglich, olga. Wir sparen überhaupt nicht, was im Ausland uns imer vorgeworfen wird. Der Bundeshaushalt für nächstes Jahr sieht eine Kreditaufnahme von über 18Mrd € vor. Eine neue Studie zeigt überraschende Ausblicke.

]"Die deutsche Wirtschaft als Musterknabe in der Eurozone?
[/b]
Von wegen! Laut einer Studie werden die Euro-Sorgenkinder wieder fitter im Wettbewerb - und die deutsche Industrie büßt europaweit am stärksten ein.

Irland und Spanien holen auf

Die Randstaaten der Eurozone holen gegenüber den Kernländern massiv an Wettbewerbsfähigkeit auf. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie der globalen Researchfirma The Conference Board hervor, die der "Financial Times Deutschland" (FTD) vorliegt. Demnach sind insbesondere Irland und Spanien seit 2008 deutlich konkurrenzfähiger geworden. Seit 2010 hat auch in Griechenland und Portugal die Anpassung in hohem Tempo begonnen.

"Die Lohnstückkosten in den Euro-Randländern sinken teils rapide - ein großer Lichtblick für den gesamten Kontinent", sagte Bart van Ark, Chefökonom von The Conference Board und Mitautor der Studie. Weil gleichzeitig die Kosten pro Stück in der deutschen Industrie und anderen Nordländern kräftig stiegen, schreite die makroökonomische Anpassung innerhalb der Eurozone voran.

Arbeitskosten

Wir kassieren im Schnitt ein Drittel mehr als unsere EU-Nachbarn. In einer Branche gibt es sogar deutlich mehr. Mehr
Krisenländer werden immer konkurrenzfähiger.

Damit widersprechen diese Volkswirte vehement jenen vor allem in Deutschland vertretenen Skeptikern, die ausschließen, dass die kriselnden Euro-Südländer innerhalb des Währungsraums wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen können - und Griechenland deshalb den Austritt aus dem Währungsraum empfehlen.

Wie die Zahlen von van Ark und seinem Kollegen Bert Colijn zeigen, ist die makroökonomische Anpassung zwischen dem Süden und dem Norden Europas jedoch bereits fortgeschritten. Von Anfang 2008 bis Ende 2011 stieg die Konkurrenzfähigkeit aller angeschlagenen Randländer relativ zu den Kernländern deutlich. Die größten Fortschritte machten seitdem Irland und Spanien, wo die Kosten pro Produktionseinheit in der Industrie und bei den Dienstleistern um 6,3 beziehungsweise 4,4 Prozent sanken." s. Link


http://wirtschaft.t-online.de/deutsche-industrie-buesst-massiv-an-wettbewerbsfaehigkeit-ein/id_57406432/index
Felide1
Felide1
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von Felide1
als Antwort auf carlos1 vom 27.06.2012, 17:55:36
Carlos,

mit der Aussage hast Du und Wikipedia recht, aber das weiß ich. Bei uns im Laden gehen Gäste der verschiedensten Länder( auch aus Politik und Industrie) speziell im Winter aus und ein. Da wird öfter ein Plausch gehalten und auch ernsthaft diskutiert wobei auch die Krise in Europa zur Sprache kommt.

LG Felide

schorsch
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von schorsch
als Antwort auf carlos1 vom 27.06.2012, 18:24:29
Wenn man ein Fass, das voll ist, mittels eines Rohres oder
Schlauches mit einem Fass verbindet, das leer ist, was passiert dann? Richtig: Das volle Fass leert sich zur Hälfte und das leere Fass wird zu Hälfte gefüllt. Heisst also: Beide Fässer sind nun halbvoll.

Wenn nun ein Land (z.B. Deutschland) seine Euros in ein Land fliessen lässt (z.B. Griechenland), das "leer" ist, dann wird halt das reiche Land ärmer - und das arme reicher.

Ich würde mich schämen, meiner Regierung die Leviten zu lesen, wenn sie versucht, andere Euro-Länder vor dem Ruin zu retten - und dabei halt selber etwas ärmer wird!

Das geht natürlich nicht unbeschränkt. Wenn nämlich dann noch weitere Länder kommen, um sich am vollen (oder nun eben nur noch halbvollen) Euter der Milchkuh zu laben, wird diese Kuh bald mal selber die Beine in den Himmel strecken!
carlos1
carlos1
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Re: Schuldenstaaten
geschrieben von carlos1
als Antwort auf schorsch vom 28.06.2012, 08:54:29
"Wenn man ein Fass, das voll ist, mittels eines Rohres oder Schlauches mit einem Fass verbindet, das leer ist, was passiert dann? Richtig: Das volle Fass leert sich zur Hälfte und das leere Fass wird zu Hälfte gefüllt. Heisst also: Beide Fässer sind nun halbvoll.

Wenn nun ein Land (z.B. Deutschland) seine Euros in ein Land fliessen lässt (z.B. Griechenland), das "leer" ist, dann wird halt das reiche Land ärmer - und das arme reicher." schorsch


Du irrst, schorsch. Das arme Land ist nachher nicht reicher, sondern noch ärmer, weil alles verprasst und verjubelt wird. Am Ende stehen sie mit weniger da, weil kein Anreiz mehr gegebenm ist sich anzustrengen, selber etwas zu tun. Das kannst du an jeder Art von Transferunion erkennen. Wo Transfers Dauereinrichtung sind, lässt der Anreiz sich anzustrengen nach. Genau das wird auch in einer europ. Transferunion eintreten.

Beispiel: Länderfinanzausgleich Deutschland. Praktisch drei Geberländer unterfüttern andere finanziell. Länder in Ostdeutschland wie Sachsen erhalten 1910 900 Mio €, Brandenburg rund 600 Mio€, Mecklenburg VP ca 420 Mio. Sie können ihre Haushalte ausgleichen und kluge Belehrungen erteilen über solide Haushaltsführung. Das desolate Berlin ("arm aber sexy") erhält 3 Mrd € pro Jahr. In Zeiten des Kalten Krieges (Mauer) wurde Westberlin mit weit über 20MRD DM pro Jahr am Leben erhalten. Die Subventionitis lässt sich nicht ohne weiteres heilen.

Die Absichten sind bei Transfers ohne Zweifel anfangs gut. Das Ergebnis nennt der grüne Min.präsident von Baden-Württemberg aber "absolut bescheuert." Er wünscht eine Reform, die jedoch nie zustandekommen wird, weil die Nehmerländer, die in der Mehrzahl sind zustimmen müssten und ihre Finger immer gerne in die Taschen anderer stecken.

Wie kontraproduktiv das System ist, wird deutlich am VW-POrsche-Deal. 1,5 MRD € erhoffte sich der Fiskus. Aber nichts wurde daraus. Mit einem ganz legalen "Trick" wurde der Zugriff des Finanzamtes verhindert. Die Steuerbehörde in BAWü hat kein überragendes Interesse an einer genauen Klärung, wie legal nun die Gestaltung der Übernahme ist. Sie ist Landesbehörde und jeder Euro von den 1,5 MRD aus der Porsche-Übernahme würde gar nicht dem Land BAWÜ zugute kommen, sondern abfließen. Aus dem Grunde ist die Zahl der Betriebsprüfer in BAWÜ auch unterdurchschnittlich niedrig. Das Land will sich die Beamten sparen, da das zusätzliche Geld ohnehin abfließen würde. Ein Beispiel wie "bescheuert" dies System ist.

"Ich würde mich schämen, meiner Regierung die Leviten zu lesen, wenn sie versucht, andere Euro-Länder vor dem Ruin zu retten - und dabei halt selber etwas ärmer wird!" schorsch


Im Gegensatz zu dir, meine ich, dass es notwendig ist, auf Dummheiten hinzuweisen. Die Hauptzahler in einer europ. TRransferunion wären die florierenden Regionen. Es kann nicht der Sinn eines einigen Europas sein, dass einige Regionen Niederlande, Lombardei, Katalanien, die süddt. Länder) zahlen und andere die Hände in den Schoß legen.

Link http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/kretschmann-laenderfinanzausgleich-ist-absolut-bescheuert--55609964.html




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