Heimat

Tief im Herzen eingebrannt
ist ein Sehnen allerorten.
Uns als Heimweh oft benannt-
öffnet es die Seelenpforten.

Fest verwurzelt ist das Leben,
kreisend stets um jenen Ort,
und die Sehnsucht steht daneben,
mussten wir von dort einst fort.

Was prägt nur dies sanfte Fühlen,
das nicht jeder in sich trägt,
das mit tiefem, wehem Wühlen
unser Denken sehr geprägt.

Dort ist diese alte Sippe,
der kein andrer Ort bekannt,
eine andre durch Jahrhundert‘
wanderte von Land zu Land.

So erscheint der Heimat Licht
für die einen extra hell,
doch die Andren fühlen’s nicht,
sie treibt es stets von der Stell.

Und man singt der Heimat Lieder
mancher sucht sie, wenn er fern.
Im Erinnern leuchtet vielen
ganz vertraut der Heimat Stern.

Dort schien unsre Sonne heller
freundlicher der Menschen Wort.
Dreht sich hier die Welt auch schneller,
nie bin ich im Fühlen fort.

©FloravonBistram

Himmel(floravonbistram)




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Kommentare (9)

floravonbistram für die lieben Kommentare.
Ja, das Herz ist bei den Lieben. Wenn ich normal umziehe, kann ich ja auch Abschied nehmen und nehme alles mit. Doch lese ich so viel von Vertreibung und Flucht, Ausgebombtsein, auch meine Großeltern flüchteten 1920 mit 4 Kindern. Aus den Erzählungen weiß ich um den Schmerz, der eingebettet in die Sehnsucht nach der Heimat ist, der ja auch oft verbunden ist mit Menschen, die man nie wiedersah.
Verlust des Eigentums, oftmals konnten Menschen nicht einmal ein Foto retten, Papiere etc steht hinter den menschlichen Verlusten noch zurück.
Viele liebe Grüße an Euch
Flo.
protes enthalten und toll geschrieben
elge hade
tilli † Dieses Gedicht hat uns beide erinnert an die Heimat die wir verloren haben.Bruno denkt an Ostpreußen ich an Oberschlesien.
Wie es auch sei, man muss immer daran denken, dass du dort Zuhause bist wo deine Lieben leben.Also ist jetzt Rheinland-Pfalz unsere Heimat.
Die Nostalgie wird aber bleiben.
Danke für dieses schönes Gedicht.
Grüße Bruno mit Tilli
weserstern
Sanfte Berge grüßen freundlich,
die Weser schlängelt sich durchs Tal,
dieses Bild hab ich gesehen,
schon so viel tausend mal.

Und waren wir auf Reise
oder ich musst beruflich fort,
stets kommt ein Gefühl der Freude,
seh ich aus Ferne unsern Heimatort.

Im Stillen denk ich dann sogar,
ja, der Spruch, der ist wirklich wahr
" Warum in die Ferne schweifen,
denn das Gute liegt so nah"


weserstern
Landliebe Berührende Worte, liebe Flora, hab Dank. LG Birgit
Gritt † Ein wunderschönes Gedicht und sehr berührend!
Die Heimat ist doch dort ,wo man sich am wohlsten fühlt,bei mir es es die wunderschöne, Schweiz ,ein Leben ausserhalb könnte ich mir nie vorstellen
Herzlich grüsst dich
Margrit
Traute Ach liebe Flora, hast du mir ins Herz gesehen und dann dein Gedicht geschrieben. Es ist so treffend, dass es mich ganz tief berührt.
Meine Mutter sang so gerne und eines ihrer Lieder war dieses .
Mit ganz freundlichen Dankesgrüßen,
Traute
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=_i71zAiUCsA
monika Die Erinnerung an die Heimat bleibt bei vielen
Menschen, die sie verlassen mußten. Sie wird immer
tief im Herzen bleiben.
Danke für Dein so tiefes Heimatgefühl.

herzlich Monika
traumvergessen
nie bin ich im Fühlen fort
geschrieben von flo


dieser Satz sagt alles und in der Tat prägt einen die Heimat, auch wenn sie nicht das Leben dominieren sollte.

Herzliche Grüße
Gerd

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