Türen


Zwischen der Tür, die sich schließt
und der Tür, die sich öffnet,
verstreicht manchmal eine sehr lange Zeit
- im Niemandsland -


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Kommentare (20)

mondie

Liebe Brigitte,

oft ist eine Tür nur angelehnt und man wagt es nicht anzuklopfen aus bestimmten Gründen?
Es ist schlimm für einen Menschen, dem eine Tür oft für eine lange Zeit verschlossen bleibt.

Mit einer solchen und für die meisten unschönen Situation können viele nicht zurecht kommen und bemerken oft gar nicht, dass die Tür nur einen Spalt geöffnet ist, weil die dahinter stehende Person auch unsicher ist.

Und somit befindet man sich immer wieder im Niemandsland.

Herzliche Grüße
Monika

Roxanna

@mondie  

Herzlich, liebe Monika, danke ich dir für deinen Kommentar und das dazu geschenkte 💗chen. Diese Situation, wie du sie schilderst, kommt auch in Beziehungen vor, da wird eine Tür zugemacht oder sogar zugeschlagen und wenn sich die Gemüter beruhigt haben, öffnet sie sich wieder einen Spalt breit. Einer muss sich dann ein Herz fassen und den ersten Schritt machen. Leben ist manchmal schon etwas kompliziert, zum Weitergehen braucht es auch immer wieder Mut.

Herzliche Grüße zu dir von
Brigitte

Allegra

Liebe Brigitte,
das Wunder einer sich öffnenden Tür erlebe ich gerade.

In der Trauer um meinen verstorbenen Mann und
den dunkel gewordenen Tagen erlebe ich nun
die große Freude, Großmutter zu werden.

Unverhofft kam diese Nachricht, die mene Tage
wieder hell gemacht haben.

Mit guten Wünschen an Dich
Gerda




 

Roxanna

@Allegra  

Das ist doch wunderbar, liebe Gerda, wenn das Leben weitergeht im wahrsten Sinne des Wortes. Über diese wunderbare Nachricht freue ich mich mit dir. Hinter dieser Tür wird viel Schönes und Freudiges auf dich warten, wenn du das Wachsen und Gedeihen deines Enkelkindes auf seinem Lebensweg mit begleiten darfst. Alles Gute dafür und herzlichen Dank für deinen Kommentar, der so viel Hoffnung macht.

Herzliche Grüße
Brigitte

ladybird

Liebe Roxanna,
........und wenn sich dann eine Türe öffnet,
muß /soll man auch eintreten...oder eintreten....

Wenn man sich zwischen den beiden Türen, die Du benennst, im Niemandsland befindet, darf man niemals die Hoffnung verlieren oder aufgeben
Mit Dank für Deine Idee mit dem  hübsche Foto
herzlichst
ladybird

Roxanna

@ladybird  

Ich glaube, liebe Renate, dass Menschen dieses Zufallen und wieder Öffnen einer Tür in einem langen Leben öfter erleben. Immer wieder geht etwas zu Ende, manchmal ist man sogar froh und ein andermal tut es sehr weh. Aber es muss ja immer weitergehen, wir müssen weitergehen und dürfen nicht stehenbleiben. Nur manchmal gibt es auf der Strecke viel Nebel und dann fällt es schwer. Da hilft die Hoffnung, wie du auch schreibst, durchzuhalten. Ich danke dir herzlich für deinen Kommentar und das dazu geschenkte 💗chen.

Liebe Grüße zu dir nach Köln von
Brigitte

 

Christine62laechel


Liebe Brigitte,

selbst wenn die andere Tür doch nicht aufgeht, selbst wenn man zurück in das Niemandsland muss - nicht aufgeben... Womöglich gibt es da noch ein anderes Türchen, das man in der Eile versehen hat?

Mit herzlichen Grüßen
Christine

Roxanna

@Christine62laechel  

Was wäre der Mensch ohne Hoffnung, liebe Christine. Ja, manchmal muss man wirklich sehr achtsam sein, damit einem auf dem Weg nicht etwas wichtiges entgeht, sei es ein kleines Türchen oder eine ausgestreckte Hand, die helfen will ehe sich die nächste Tür öffnet. Herzlichen Dank für deinen lieben Kommentar.

Liebe Grüße zu dir von
Brigitte
 

ahle-koelsche-jung

Ob es eine lange Zeit ist, ist bestimmt eine Sache der Empfindung. 
Jedem wird der Zeitraum unterschiedlich vorkommen, was natürlich auch davon 
abhängig ist, warum die Tür zugegangen ist.

VG Wolfgang

Roxanna

@ahle-koelsche-jung  

Da stimme ich dir zu, liebe Wolfgang, jeder wird die Zeitspanne anders empfinden und warum eine Tür zugeht, dafür kann es wirklich sehr viele Gründe geben. Es kann sogar vorkommen, dass man froh ist, wenn eine Tür ins Schloss fällt, auch das gibt es. Ich danke dir herzlich für deinen Kommentar und das dazu geschenkte 💗chen.

Liebe Grüße von
Brigitte
 

Arni

Unter "Niemandsland" verstehe ich das was ich das "Zwischenreich" nenne. Im Christentum als Purgatorium - Fegefeuer bekannt. Im Buddhismus ist es der Bardo. Beides sind Orte der
Läuterung, des Reifens, der Vorbereitung. So etwas gibt es eigentlich in fast allen Religionen der Welt. Man kann nicht "mir nichts, dir nichts" einfach so in ein Paradies stolpern.🔥
Oder meinst du den Zustand der Depression? Ja das ist ein Gedankenraum, dessen Türen keine Klinken haben. Aber sie ist als Krankheit dem Schicksal zuzuordnen, ich weiß wovon ich rede.

Ich verstehe es aber auch so, neuzeitlich sozusagen, das zu Lebzeiten solche Zustände über einen kommen können. Wir alle hier wissen wohl was Schicksalsschläge sind, was sie bedeuten. Manch ein Mensch bringt sich um, weil er alles verliert und manch einer der alles verloren hat, steht auf und beginnt von vorn. Selbst in unserer Altersklasse. Luthers berühmtes Apfelbäumchen. (Ich benutze das Wort "Resilienz" bewusst nicht.)

Das tibetische Bardo kann übrigens sehr hilfreich sein. Es hat mir mal in schweren Zeiten sehr geholfen. Keine Angst, es ist kein verschwurbelter Religiokram. Es gibt aber leider einige Bücher die "eingedeutscht" wurden, total verkitschter Esokram. Die Orginalübersetzung in english mit einem Vorwort von C.G. Jung ist die richtige. Gibt es auch in deutsch. Also Augen auf beim Bücherkauf  😉.

Einen schönen Sonntag wünsch ich.
LG
Arni
 

Roxanna

@Arni  

Von Bardo,  lieber Arni habe ich noch nicht gehört, obwohl ich mich auch schon mal mit Buddhismus beschäftigt habe. Zwischenreich ist vielleicht ein besseres Wort als Niemandsland, es klingt für mein Empfinden etwas hoffnungsvoller. Ich meine nicht den Zustand der Depression, sondern, dass Altes nicht mehr stimmt aus vielerlei Gründen und sich lange, manchmal sehr lange nicht zeigt, wie es weitergehen kann. Dass Menschen mit solchen Zuständen sehr unterschiedlich umgehen, hängt sicher mit ihrem Wesen zusammen.

Es kommt auch vor, dass jemand plötzlich Kräfte entwickelt, die niemand in ihm vermutet hätte. Was wissen wir schon, was womöglich alles in uns steckt. Dieser Spruch „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ gilt jedoch nicht für jeden. Hoffnung sollte insofern da sein, dass immer wieder die Kraft zuwächst den Weg weiterzugehen, auch wenn das Licht am Ende des Tunnels oder besser die geöffnete Tür noch nicht zu sehen ist. Und wenn sich die Tür öffnet, dass wir in unserer persönlichen Entwicklung wieder ein Stück weitergekommen sind. Ich danke dir herzlich für deinen Kommentar und schicke liebe Grüße mit


Brigitte

WurzelFluegel

liebe Brigitte,
auch im Niemandsland muss man nicht endlos ausharren, auch wenn es einem ewig vorkommt -
Es kann gelingen achtsam zu bleiben, und dann kann man den Augenblick wahrnehmen, an dem sich die Türe öffnet - bis dahin heißt es durchhalten und auf sein Herz hören - und nur auf sein eigenes Herz 💗

Umarmung.gif
lieben Gruß
WurzelFluegel

Roxanna

@WurzelFluegel  

Für diese tröstlichen Worte, liebe WurzelFluegel sage ich einfach ganz herzlichen Dank und schicke dir liebe Grüße mit

Brigitte

Syrdal


Wichtig aber ist, liebe Brigitte, dass sich dort, wo sich Türen schließen andere öffnen, sonst bleibt man ein- oder ausgeschlossen. Die Zeit dazwischen darf man als willkommene „Zeit der Besinnung und inneren Einkehr, auch als Zeit der Kraftschöpfung, Reifung und Orientierung“ begreifen, auch wenn das lange Zeit benötigen sollte…

...meint mit abendlichen Grüßen
Syrdal
 

Roxanna

@Syrdal  

Herzlichen Dank, lieber Syrdal für deinen Kommentar. Wenn ich ihn recht verstehe, willst du damit sagen, dass die Hoffnung nicht verlorengehen darf und in dieser Hoffnung die Zeit wie von dir beschrieben genutzt werden kann. Ich denke, dass dies ein Prozess ist, der nicht mit dem Willen beschleunigt werden kann.

Herzliche Grüße zu dir von

Brigitte


Winterrose

Niemandsland ? Doch nur, wenn man mit verbundenen Augen durch die Welt geht, liebe Roxanna .
Wie schnell und ob sich eine Türe öffnet, liegt an jedem selbst. Nur wenn man darauf wartet, dass sich eine Türe von selbst öffnet, kann viel Zeit verstreichen. Manchmal muss man einfach den Mut aufbringen und eine Türe selbst öffnen, statt darauf zu warten, dass sie geöffnet wird.
Das meint Laura, hinter der sich schon einige Türen geschlossen haben.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende !
 

Roxanna

@Winterrose  

So verschieden Menschen sind, so unterschiedlich werden sie diesen Zustand wahrnehmen und damit umgehen, liebe Winterrose. Ich danke dir für deine Sichtweise.
 
Liebe Grüße
Brigitte
 

WurzelFluegel

@Winterrose  
ich lasse dich mal an meinen Tür-Erfahrungen teilhaben

- es gibt Türen, die kann man selber öffnen
- es gibt Türen, da hat man kein Recht sie zu öffnen, es wäre Einbruch
- es gibt Türen, die lassen sich nur öffnen, wenn die Zeit reif ist
- es gibt Türen, die will man nicht selber öffnen, weil es von Bedeutung ist, dass die geöffnet werden
- es gibt Türen, die lassen sich ausnahmslos nur von der uns abgewandten Seite öffnen

manchmal kann man im Niemandsland vorübergehend überhaupt keine Türe finden - aber nicht, weil man mit verbundenen Augen durch die Welt geht - es hat andere Gründe

nachdenklichen Gruß
WurzelFluegel

 

Roxanna

@WurzelFluegel  

Diese Differenzierung über die Art der Türen, liebe WurzelFluegel ist sehr interessant. So habe ich das noch nicht bedacht. Dafür danke ich dir sehr herzlich, das finde ich außerordentlich hilfreich.

Liebe Grüße
Brigitte

 


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