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Aktuelle Themen Die Homoehe in Frankreich

marina
marina
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von marina
als Antwort auf pilli vom 28.02.2013, 12:41:52
Danke, Pilli.
Als ich in deiner verlinkten Diskussion die Beiträge von „Nuxel“ las, dachte ich immer: Woher kennst du diese Schreibe? Wo hast du das kürzlich erst genauso gelesen hier, und zwar fast wörtlich genauso?
Ja, nun weiß ich es. Die Denke hat sich seither nicht verändert. Und natürlich habe ich zwar überspitzt formuliert, aber dass so still und leise und heimlich manche ewig Gestrige weiter das alte ihnen beigebrachte Gedankengut aus finstersten Zeiten nie renoviert haben, sondern weiter pflegen, das dürfte klar sein.
Ich finde Homo-Ehen naürlich gut, weil sie sogar eine Liebe besiegeln und zur Treue verpflichten (zumindest auf dem Papier), was eigentlich gerade den Spießern entgegen kommen müsste.
Ich finde auch die Adoptionen gut, denn ich gehe davon aus, dass diese Paare und Eltern es besonders gut meinen, da sie sich viel bewusster für diese Familienplanung entscheiden als viele Heteros, die ihre Kinder oft ungewollt bekommen, woraus so unsäglich viel Leid und oft damit verbundene Kindesmisshandlungen resultieren.
Aber ich akzeptiere durchaus, dass man das anders sehen kann, auch ohne zu den Hetzern zu gehören.
Nur: Worauf es ankommt, sind die Argumente, mit denen die Meinung begründet wird, auf die kommt es an. Und die sind leider oft wirklich so beschaffen, dass ich mich genau wie du und Bongoline und einige andere nur noch schäme, wenn ich sie lese.
Aber – wie gesagt – ich habe sie nicht einmal alle gelesen. Einige Worte reichen mir meistens, um zu wissen, ob ich weiterlesen will oder nicht. Und aus purer Rücksichtnahme auf mein Befinden erspare ich mir manchmal das genauere Lesen.
Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf marina vom 28.02.2013, 13:20:49
@pilli/marina

na, hat die buschtrommel wieder mal funktioniert?

ihr braucht nur einen bestimmten nick zu lesen, schon geht es los.

kennt man ja.
hobbyradler
hobbyradler
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von hobbyradler
Hätte Elton John an Kinderwohl gedacht, wäre ihm die Adoption eines Kindes offen gestanden. Es ging ihm ausschließlich um das eigene Befinden, egal wie viele guten Lieder er produzierte, egal wie beliebt er ist, egal wie häufig er geehrt wurde.

Da treffen sicherlich unterschiedlichste Meinungen aufeinander.

Mir ist es zuwider, wenn Superreiche, auch Heteros, sich preisgünstige gewerbliche Gebärfrauen leisten. Einen (provozierenden) Schritt weitergedacht, liegt die Vermutung nahe, dass in nicht ferner Zukunft vorproduzierte Babys mit den meistgewünschten Merkmalen im Internet vertrieben werden.

Was mir aber neu war, selbst hier in Deutschland können Schwule bereits heute Kinder adoptieren. Und sofern das für ein Kind von Vorteil ist, ist das auch ok.

Homosexuelle Adoption

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miriam
miriam
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von miriam
als Antwort auf marina vom 28.02.2013, 13:20:49
Nur: Worauf es ankommt, sind die Argumente, mit denen die Meinung begründet wird, auf die kommt es an. Und die sind leider oft wirklich so beschaffen, dass ich mich genau wie du und Bongoline und einige andere nur noch schäme, wenn ich sie lese.
Aber – wie gesagt – ich habe sie nicht einmal alle gelesen. Einige Worte reichen mir meistens, um zu wissen, ob ich weiterlesen will oder nicht. Und aus purer Rücksichtnahme auf mein Befinden erspare ich mir manchmal das genauere Lesen.


Jetzt aber bin ich echt beschämt, - und werde in mich gehen!

Die Rücksichtsnahme auf dein Befinden habe ich wirklich vernachlässigt, dies ist wirklich nicht zu verzeihen, eben in Anbetracht der Tatsache, dass da einige sich hier so beispielhaft diesbezüglich benehmen - du nanntest sie und auch dich schon oben.
Dies alles gekoppelt an eine Bescheidenheit, die auch exemplarisch ist.

Was die Argumente zur Begründung betrifft: ganz große Klasse!
Mir Notizen mach!


Miriam
sammy
sammy
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von sammy
als Antwort auf marina vom 28.02.2013, 13:20:49
Ich finde Homo-Ehen naürlich gut, weil sie sogar eine Liebe besiegeln und zur Treue verpflichten (zumindest auf dem Papier), was eigentlich gerade den Spießern entgegen kommen müsste.

manchmal wäre es besser gewisse Dinge so nicht zu schreiben, gell? Kannst DU vielleicht mal erklären wo der Unterschied besteht zwischen deiner obigen Aussage und der unten von mir aufgeführten;
Ich finde "Hetero-Ehen" natürlich gut, weil sie sogar eine Liebe besiegeln und zur Treue verpflichten (zumindest auf dem Papier) was eigentlich gerade Spießern entgegen kommen müsste.

sammy
marina
marina
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von marina
als Antwort auf sammy vom 28.02.2013, 13:47:18
Da gibt es keinen Unterschied, Sammy.
Und genau das ist gut so. Gleiches Recht für alle!

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pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von pschroed
Ich glaube es ist sehr schwer für Homosexuelle Ratschläge zu geben.

Interessant wäre es wenn Betroffene an dieser Diskussion teilnehmen würden.

Phil.
sammy
sammy
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von sammy
als Antwort auf marina vom 28.02.2013, 14:04:08
..weil sie sogar eine Liebe besiegeln und zur Treue verpflichten..

sonst bist du doch auch so helle und erkennst den Kern, hier offensichtlich nicht...., du schriebst explizit .."weil sie sogar..." und suggeriest doch m.E. einen Unterschied.

sammy
pilli
pilli
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von pilli
als Antwort auf marina vom 28.02.2013, 13:20:49
Nur: Worauf es ankommt, sind die Argumente, mit denen die Meinung begründet wird, auf die kommt es an. Und die sind leider oft wirklich so beschaffen, dass ich mich genau wie du und Bongoline und einige andere nur noch schäme, wenn ich sie lese.


es sind tasächlich die gewählten argumente, die mich immer noch so sehr nach dem sinn suchen lassen, warum sie wohl genutzt werden? hetero-ehen wie beispielsweise die von Jean Pütz (geb. 1936) werden uns als seniorentreffliches beispiel für die zeugungskraft im hohen alter via tv vermittelt; aber nicht jeder alte mann besitzt diese fähigkeit. vielleicht auch nicht der bisexuelle Elton John?

Jean Pütz ist seit 2000 in dritter Ehe mit Pina Coluccia verheiratet. Er hat einen Sohn (geb. 1959) aus erster Ehe und einen Sohn (geb. 1999) und eine Tochter (geb. 2010) mit Coluccia, die auch zwei eigene Kinder in die Ehe mitgebracht hat.
geschrieben von wiki


ich respektiere seine entscheidung für ein kind, dessen weg er eventuell nicht lange begleiten kann ebenso wie die entscheidung homosexueller partner, deren kinderwunsch doch unabhängig von einer sexuellen neigung zu sehen ist?



...Der kleine David Valentin hat gestern den Tag in der Krabbelgruppe genossen und sich mutmaßlich wenig Gedanken um sukzessive Adoption und gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften gemacht. Der knapp acht Monate alte Junge ist der Sohn der früheren Kölner Umweltdezernentin Marlis Bredehorst und ihrer Partnerin Eli Wolf-Bredehorst. Und den beiden Mamas hat das Karlsruher Urteil (siehe Politik Seite 2) schon sehr gut gefallen.

„Das Urteil ist gut, weil es wieder ein Stück Normalität bringt“, sagt Bredehorst. Der Spruch der Verfassungsrichter bezieht sich auf die Adoption eines bereits vom Partner adoptierten Kindes, das in die Beziehung eingebracht worden ist. Schon seit zehn Jahren erlaubt ist die so genannte Stiefkindadoption, die Adoption des leiblichen Kindes des Partners. Genau dieses Verfahren läuft derzeit im Hause Bredehorst. „Wir hätten es am liebsten schon vor der Geburt gemacht“, sagt die 56-jährige Staatssekretärin, die im Gesundheitsministerium in Düsseldorf arbeitet und unter anderem für das Thema Emanzipation zuständig ist. Das Paar lebt in der Südstadt und hat die Lebenspartnerschaft schon ganz früh offiziell besiegelt. Eli Wolf-Bredehorst brachte das Kind im vergangenen Sommer auf die Welt. Wie es entstanden ist, behalten beide für sich.

...Und es geht um das Gerede. „Offen sagt es niemand, aber hinter dem Rücken wird schon getratscht“, sagt die Staatssekretärin. Ob das denn gut gehen könne mit zwei Müttern und keinem Vater. Dabei ist die Rollenaufteilung der beiden Frauen eher klassisch: Eli Wolf-Bredehorst, Pfarrerin in Hessen, ist derzeit in Elternzeit, ihre Frau arbeitet voll. „Er hat zwei sehr unterschiedliche Eltern. Und es kommen genug Männer in seinem Leben vor.“...

geschrieben von Kölner Rundschau


Partnerschaft

es ist und darf m.e. nicht anders sein: die entscheidung treffen alleine die partner ob nun jung, alt, bi-homo- oder heterosexuell! dazu ist ein wichtiger schritt gemacht zur gesetzlichen anerkennung.

gestern las ich bei einer recherche zum thema einen artikel aus dem jahr 2010 in der sueddeutschen, der das problem von homosexuellen senioren skizziert:



Homosexuelle Senioren
Gay and Gray

In der gleichnamigen Selbsthilfegruppe treffen sich Homosexuelle jenseits der Knackigkeitsgrenze - in der Szene haben sie keinen Platz...

...Heinrich sitzt mit drei anderen Männern im Rendezvous, einer Kneipe in Münchens rosa Viertel. Sie reden über's Altsein und Altwerden als Schwule. Theo Kempf sagt: "Viele haben Angst vor doppelter Diskriminierung." Weil sie schwul sind und alt. Ehe sie sich schief anschauen lassen, flüchten sie in die Einsamkeit. Kempf leitet eine Gruppe für schwule Senioren, "Gay and Gray" nennen sie sich. Kempf ist 55 und ein leiser Mann.

Und doch so ziemlich der Lauteste und Energischste, der sich dieses Themas annimmt. Um ihn herum ist Schweigen.

Frank Seger mal ausgenommen. "Mit vierzig bist du ein schwuler Opa." Seger ist so einer. Alten-Aktivist mit 40. Ein Schwuler hat jung zu sein, attraktiv und wohlhabend. Die anderen existieren praktisch nicht. Nicht in der eigenen Community, nicht in der Gesellschaft, und erst recht nicht in der gleichen Altersgruppe. Der homosexuelle Alte, das unbekannte Wesen...
geschrieben von süddeutsche/Bernd Kastner


gay and gray

der Seniorentreff hat zum leitmotiv, gegen einsamkeit der älteren menschen eine variante zu bieten und ich persönlich würde mir wünschen, dass sich homsexuelle senioren outen und auch andere themen im forum bereichern; aber nachdem ich so manchen beitrag gelesen habe, glaube ich persönlich nicht daran, dass sich ein wohlgefühl einstellen könnte bei so einigen kommentaren. also werden sie auch weiterhin ausgeschlossen werden durch dumme und wenig überlegte aussagen und sich eben nicht dazu bekennen, homosexuell zu sein? ist das nicht alleine schon nachdenkenswert?

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pilli
olga64
olga64
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von olga64
als Antwort auf hobbyradler vom 28.02.2013, 13:27:16
Hätte Elton John an Kinderwohl gedacht, wäre ihm die Adoption eines Kindes offen gestanden. Es ging ihm ausschließlich um das eigene Befinden, egal wie viele guten Lieder er produzierte, egal wie beliebt er ist, egal wie häufig er geehrt wurde.

Mir ist es zuwider, wenn Superreiche, auch Heteros, sich preisgünstige gewerbliche Gebärfrauen leisten. Einen (provozierenden) Schritt weitergedacht, liegt die Vermutung nahe, dass in nicht ferner Zukunft vorproduzierte Babys mit den meistgewünschten Merkmalen im Internet vertrieben werden.


Wow - Hobbyradler - Sie scheinen ja Elton John persönlich und gut zu kennen - wie sonst könnten sie dessen persönliche Befindlichkeiten so gut kennen? Wo trefft Ihr Euch denn so normalerweise?
Soviel ich weiss - ich kenne ihn aber nicht persönlich - ist er seit langem mit seinem Partner verheirate - ich denke, auch dieser hat zur Entscheidung auch nun für das 2. Kind beigetragen.

Was kosten "Gebärfrauen" denn so? Bitte klären Sie mich (uns) doch auf - Ihr Wissen erscheint wertvoll. Ich bin recht sicher, wenn sich auch Männer für diese Tätigkeit anatomisch eignen würden, wären sie an diesem finanziellen Zusatzerwerb sehr interessiert- klappt halt nicht; die Natur hat hier anderes vorgesehen.
Ansonsten bin auch ich - wie Pschroed und Pilli - sehr dafür, dass sich indiesem Forum Homosexuelle outen und uns helfen,dieses für uns Heteros doch grossenteils unbekannte Gebiet "zu erforschen". Aber auch ich befürchte, das durch die teilweise miesen Hasstiraden diesen Menschen gegenüber diese keine grosse Lust haben, dies zu tun. Bei solchen Themen komme ich mir manchmal vor, dass wir nicht im 21. Jahrhundert, sondern im 19. Jahrhundert leben. Olga

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