Forum Politik und Gesellschaft Diskussion historischer Ereignisse Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"

Diskussion historischer Ereignisse Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"

schorsch
schorsch
Mitglied

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von schorsch
als Antwort auf pschroed vom 30.01.2020, 18:33:01

Radar? Gabs denn das schon damals?

karl
karl
Administrator

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von karl
als Antwort auf schorsch vom 31.01.2020, 16:17:41

Ja, entdeckt wurde der Radar bereits im 19. Jahrhundert. Der technische Durchbruch kam während des 2. Weltkriegs.

Die Geschichte des Radars

Karl

novella
novella
Mitglied

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von novella
als Antwort auf dutchweepee vom 30.01.2020, 19:20:20

Der Begriff "Nazi-Schiff" steht schon im Link auf den Focus, den pschroed eingestellt hat. Er ist nicht Olgas Erfindung.  (Nachdem ich diesen Beitrag geschrieben hatte, habe ich erst gesehen, dass Karl sinngemäß schon dasselbe geschrieben hat. Tut mir leid.)

Andererseits nennen wir Schiffe, die für den FDGB fuhren, auch nicht "SED-Schiff" oder "Kommunisten-Schiff".

Schiffe haben keine Gesinnung.


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Rosi65
Rosi65
Mitglied

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von Rosi65

Der große Sarg trug einen Namen: "Wilhelm Gustloff"

Als Kind schaute ich mir oft und lange ein gerahmtes S/W-Bild an. Es hang im Schlafzimmer meiner Eltern. Darauf waren drei Kinder abgebildet, ein Mädchen und zwei Jungen. Das Mädchen trug eine große Schleife auf ihrem Haar und hielt einen Apfel in der rechten Hand. Sie hießen Eleonore, Winfried und Eckard.

Meine Mutter erzählte mir, dass es Vaters Kinder aus seiner ersten Ehe waren.
Alle waren auf der Flucht aus Königsberg / Ostpreußen, zusammen mit ihrer Mutter, auf einem großen Schiff ertrunken.
Mein Vater befand sich zu dieser Zeit in dänischer Gefangenschaft.

Nach dem Krieg beauftragte er den Suchdienst vom Hamburger Deutschen Roten Kreuz. Er gab wohl die Hoffnung nicht auf, auch nicht nach so vielen Jahren, wenigstens eines seiner Kinder lebend wiederzusehen. Den gleichen Wunsch verspürte ich natürlich auch, denn es wären schließlich meine Halbgeschwister gewesen.
Wohl zu Ehren der verschollenen Kinder, gab mein Onkel und jüngerer Bruder meines Vaters, später seinen beiden Söhnen die gleichen Vornamen: Winfried und Eckard.
Mein Vater selber sprach nie mit uns über diesen Abschnitt seiner traurigen Vergangenheit.

Irgendwann war das Kinderbild von der Wand verschwunden. Damals traute ich mich gar nicht nach dem Grund zu fragen.

Doch jetzt erst habe ich es wohl verstanden, denn ich fand, nach dem Tod meiner Mutter, einen alten Brief von 1963 in ihren Papieren. Er stammte vom Deutschen Roten Kreuz und war an meinen Vater adressiert.
"Nach gewissenhafter Prüfung haben wir uns entschließen müssen, die Spezial-Nachforschungen des Kindersuchdienstes in Ihrem Fall nunmehr abzubrechen."
Was für ein Schock für meinen Vater! Und er hatte wieder nicht mit uns darüber gesprochen. Sicher wollte er uns wohl nicht mit seiner Trauer belasten.

Trotzdem hatte es der lange Schatten des Krieges geschafft, sogar uns Spätgeborene, noch zu streifen.



Bild.jpg

Rosi65
Federstrich
Federstrich
Mitglied

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von Federstrich

Ich habe die Bezeichnung Nazi Schiff als erste und schnelle zeitliche Einordnungshilfe verstanden, weil vermutlich nicht jeder der heute Lesenden sofort mit dem Namen Wilhelm Gustloff etwas anfangen kann. Dafür sind Überschriften da.

pschroed
pschroed
Mitglied

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von pschroed
als Antwort auf Rosi65 vom 31.01.2020, 17:06:03

Liebe Rosi, es ist nicht nachzuvollziehen in wie weit der Schmerz von so einer schrecklichen Tragödie in die Familien hineingetragen wurde, auch den Schmerz deines Vaters der eine lange Zeit nur hoffen konnte ein Lebenszeichen seiner drei Kinder zu erhalten, ist unvorstellbar.
Phil.


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olga64
olga64
Mitglied

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von olga64
als Antwort auf old_go vom 30.01.2020, 19:31:32
@karl Es war der Aufklärung bekannt, dass die GUSTLOFF seit Monaten als Truppentransporter zwischen dem "Reich" und dem Osten verwendet wurde. Auch Munition und schweres Gerät wurden mit der Gustloff befördert. Es fuhr abgedunkelt durch eine Kampfzone. Woher sollte der U-Boot-Kommandant von den tausenden Zivilisten wissen?

Nazi-Schiff? ...es wurde für vorher für die KDF-Flotte der Nazis verwendet ...was ist falsch an Olgas Begriff?
geschrieben von dutchweepee



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Olgas Einwurf
war,wie so oft,absolut nicht angepasst!

old_go


 
DA ist was Wahres dran: angepasst war ich noch nie, insbesondere dann nicht, wenn ich eine andere Meinung vertrete.
Eine gute Möglichkeit wäre gewesen,wenn "old go" auf ihren ersten Satz verzichtet hätte, die Gustloff sei kein Nazi-SChiff gewesen und nur ihre Geschichte geschildert hätte, die sie anscheinend heute noch berührt.
Es wäre dann jedem selbst überlassen gewesen, sich damit zu befassen oder auch nicht und dadurch hätte sich auch diese Gelegenheit erledigt, wieder mal zu streiten und andere (in diesem Fall mich) für etwas zu beschimpfen, wofür sie keinen Grund lieferten. Olga
karl
karl
Administrator

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von karl
als Antwort auf olga64 vom 31.01.2020, 17:17:00

Unsinn, im ersten Beitrag von Gudrun wurdest Du überhaupt nicht erwähnt und wer lesen kann, ist im Vorteil. Sie schrieb nämlich nicht, dass die Gustloff kein Nazi-Schiff gewesen sei, sondern das sie das Schiff so nicht nennen wolle. Den Grund dafür lieferte dann ihre Erinnerung. 

Diese unwürdige Abschweifung der Diskussion geht alleine auf Deine Kappe @Olga

Karl

old_go
old_go
Mitglied

RE: Der Untergang des Nazi-Schiffs "Gustloff"
geschrieben von old_go
als Antwort auf olga64 vom 31.01.2020, 17:17:00




Olgas Einwurf
war
,wie so oft,absolut nicht angepasst!

old_go


 
DA ist was Wahres dran: angepasst war ich noch nie, insbesondere dann nicht, wenn ich eine andere Meinung vertrete.
Eine gute Möglichkeit wäre gewesen,wenn "old go" auf ihren ersten Satz verzichtet hätte, die Gustloff sei kein Nazi-SChiff gewesen und nur ihre Geschichte geschildert hätte, die sie anscheinend heute noch berührt.
Es wäre dann jedem selbst überlassen gewesen, sich damit zu befassen oder auch nicht und dadurch hätte sich auch diese Gelegenheit erledigt, wieder mal zu streiten und andere (in diesem Fall mich) für etwas zu beschimpfen, wofür sie keinen Grund lieferten. Olga
Es sei mir bitte gestattet,meine Meinung ergänzend zu diesen unsachlichen Sätzen zu schreiben.
Denn --wie häufig-- werden gewählte Worte in Beiträgen wissentlich
(oder bewußt?)
sinnwidrig entstellt wieder gegeben.
Hier ist ganz klar erkennbar,dass ich nicht behauptete,Olga
habe  "sich nicht angepasst" verhalten,
sondern,
dass Olgas  Antwort der gestellten Frage von Phil nicht angepasst war
ausserdem habe ich in keiner Weise  Streit gesucht oder
--wie lächerlich--
Beschimpfungen vorgenommen!

Es ist mehr als beschämend im Zusammenhang dieser unvorstellbar grausigen Katastrophe sich derart aufzuspielen!

Denke ich an diese Zeit zurück,habe ich immer noch die verängstigten und tieftraurigen Augen meiner so kleinen Verwandten vor Augen.
Irgendwie hat das erlebte Inferno ihr ganzes Leben geprägt.

old_go

Ganz entschieden wehre ich mich dagegen,
in diesem Zusammenhang von Olga reglementiert zu werden,was ich wie  zu äußern habe!

Ich betone noch einmal,
--was auch nachzulesen ist--
dass ich sachlich auf Phils Frage geantwortet habe.




 

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