Innenpolitik brüderle fein....

Mareike
Mareike
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Re: Altersdiskriminierung ....Nicht immer noch Brüderle
geschrieben von Mareike
als Antwort auf pilli † vom 31.01.2013, 22:34:26


Mareike

richtig; aber ich schrieb aus meiner sicht und zu meiner person; vielleicht überlesen?

---
pilli


Richtig Pilli
so habe ich es auch verstanden

dennoch

"mich kann man nicht diskriminieren weil ich alt bin und sein möchte, so einfach ist das aus meiner sicht?" ... das stimmt nur so lange, wie man in der selbstbestimmten Position ist.

Diskriminierung kann nur dort stattfinden, wo Menschen abhängig sind, sich nicht (mehr) wehren können, keine Wahlmöglichkeit haben, sich nicht raus tun können...

Mareike

Und ach
zu Brüderle und Himmelreich und geforderte Entschuldigung -
und das könnte man auch für einige Damen und Herren im ST mal andenken:
Sie sollten verpflichtet werden vis a vis das Thema aus der Welt zu schaffen - das Ganze würde wie ein missglückter Plumpudding zusammenfallen.

geht doch
pilli †
pilli †
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Re: Altersdiskriminierung ....Nicht immer noch Brüderle
geschrieben von pilli †
als Antwort auf Mareike vom 31.01.2013, 22:48:15
nö Mareike

ich habe diesen themenstrang und gerade die letzten beiträge sehr aufmerksam gelesen und offen aber auch zwischen den zeilen spürbar, anderes zur altersdiskriminierung gelesen. wenn menschen nicht mehr als alt bezeichnet werden dürfen sondern zu hüpfenden wohlfühlobjekten mutieren sollen, dann ist das für mich eine altersdiskriminierung der besonders üblen art.

gerade erst habe ich das interview von margit mit Sabine Reichel zu ihrem buch "GRAU IST GREAT" gelesen und geschmunzelt. Reichel schreibt ähnliches über alle möglichen leutz, die uns einreden möchten, wie jung sich die ollen zu fühlen haben:

ST: In der Presse und vor allem in der Werbung werden täglich neue Begriffe geschaffen, wie Silver-Ager, Bestager, 50plus, Graufüchse, und Fortgeschrittene und Bezeichnungen wie Senioren oder gar Alte Menschen sind tabu. Heißt das, dass das Altwerden immer noch als Makel angesehen wird?

Frau Reichel: Das ist offensichtlich so. Das ist ein Skandal, eine Beleidigung, eine Unverschämtheit! Das Wort »alt« ist im redaktionellen Bereich von Zeitschriften verboten, es darf höchstens in ironischer Form gebraucht werden. Älter geht gerade noch, Senior, reif, alt ist tabuisiert. Vage Begriffe wie »nicht mehr ganz jung« dürfen zur Umschreibung verwendet werden. Die neuen Formulierungen sind diskriminierend, eine Verunmündigung. Die Entwicklung ist nicht einzusehen, es war nicht immer so.
geschrieben von margit/reichel


mal so angedacht und aufgeschrieben hatte ich im jahr 2009 einiges dazu, was mich daran stört, mich in der ewig lächelnden summselwelt für alte menschen, die von den werbefuzzis seniorengerecht gezimmert wird, wohlfühlen zu können:

begegnungen mit zielgruppen...

...interessant müssen wir sein, die mehr oder weniger ergrauten , frühberenteten senioren mit silberlocken oder sorgsam polierter platte. warum sonst sind wir als zielgruppe in den focus der aufmerksam beobachtenden marktstrategen der wirtschaft geraten und wecken nun schon seit jahren auch höchstes interesse bei den politischen parteien, die in schnellkursen den dialog mit den alten lernen, dass nur ja keine missverständliche aussage den argwohn weckt, der bei dieser altersgruppe in wahlstimmen kostende empörung gipfeln könnte.

kaufkräftige vertreter der dritten generation gilt es, in vielfach entwickelten marktstudien, eingehend zu befragen, die wünsche und erwartungen zielsicher zu befriedigen.

wir sind wieder wer!

nur das "wie" wir sind und "was" von uns als umsatzkräftiger marktgruppe erhofft werden kann, das ist die grosse aufgabe, die sich denjenigen stellt, die die zeichen der zeit früh genug erkannt haben, alles zu nutzen, das verhalten der alten eingehend zu erforschen und zielgerechte konzepte zu entwickeln; denn es ist nicht unbekannt geblieben:

wir sind nicht alle vertreter der meinung: "Geiz ist geil"; ganz im gegenteil, spendabel und bereit, lebensfreude und lust geniessen ist jetzt bei vielen angesagt, nachdem die mageren jahren der anschaffungen, der kinderbetreuung und des häusle bauens überstanden sind. küche und kammer sind wohlgestaltet, der sparstrumpf reichlich gefüllt und nun darf sich getummelt werden auf den wiesen des konsums, koste es was es wolle...der lebensabend ist es uns wert, ihn auf angenehme art zu geniessen.

vorbei sind die zeiten, in denen die senioren graumäusig gekleidet im altenteil auf abgeschabten lehnsesseln sitzen und ergeben das letzte stündlein erwarten. sie reisen, konsumfreudig gestimmt, alleine oder in gruppen in seniorengerecht eingerichtete unterkünfte per auto, bahn, bus oder flieger. längst erkannt ist, dass selbst bei gesundheitlichen problemen manches möglich ist, wenn es denn dann entsprechend gut und aussagekräftig beworben wird. wichtig ist nur, dass die entsprechenden befragungen der älteren menschen erkennen lassen, was sie bewegt und und von der bereitgestellten angebotspalette zu konsumieren wünschen, damit das alter zu einem erlebnis wird. die hierzu gefertigten studien beschäftigen sich aus gutem grunde mit dem alltäglichen und freizeitlichen verhalten, den interessen und vorlieben und in sehr besonderem maße mit der frage, wie die medien genutzt werden und nach welchen aspekten das thema internet und seine nutzung, wichtigkeit erhalten hat.

die den lebenslauf prägenden ereignisse, wie der verlust von partnern, sei es durch tod oder später scheidung; auch das ist relevant, die altersgerechten bedürfnisse zu erfassen. neue lebensmittelpunkte sind oftmals gesucht, vor einsamkeit zu schützen und begegnungspunkte mit anderen, sei es real oder virtuell im internet, rücken in das feld des interesses der zielgruppe senioren.

es wird werbend aufgerufen, die vielfältigen varianten der neuen arten von unterhaltung kennenzulernen und der einfluss verstärkt sich zunehmend, die noch zögerlichen und unsicher reagierenden, fest an die altersgefaltete hand zu nehmen, sie dem pool der unbegrenzten möglichkeiten zuzuführen. wer wundert sich da noch, dass die derart umworbenen alten nicht nur interessiert, sondern oftmals regelrecht dankbar und bereit sind, manches zu glauben, das vielleicht einen kritischen blick verdient hätte?

nicht nur stützstrümpfe sind heute ein zielgebiet der marketing-teams, sondern vielmehr die persönliche befindlichkeit des älteren menschen, sein wohlergehen aber auch das angebot neues lernend zu erfahren und neue aufgaben bewältigen zu können, sind die weiterführenden stufen zum marktgerechten erfolg. die richtige balance der angebote gilt es zu finden, die das seniorenleben im alter erlebenswert gestalten.

attraktiv möchten wir alten umworben werden ohne stigmatisiert zu sein als eine besondere, schützenswerte gruppe; das ist die erkenntnis aus zahlreichen studien und wer sich als produktanbieter diesen wünschen verschließt, wird wohl den altmodischen bauchladen bald schliessen müssen. wir möchten als die den zeittrend bevorzugenden konsumenten wahrgenommen werden und nicht als patienten, die einen sonderstatus in der gesellschaft suchen. das stille glück geniessen im kreis der enkel ist nett; aber daneben hat es noch manches neues, das sich uns als herausforderung stellt und das erkundet werden möchte auf abenteuerlichen wegen. engagiert möchten wir freiwilligenarbeit leisten und sommers wie winter nicht nur in glückseligen erinnerungen schwelgen oder in erlittenem seelenleid baden...

...gut leben ist angesagt im reifen alter!

wo aber könnte einer der anlaufpunkte sein, sich zu informieren, menschen kennenzulernen, erfahrungen zu tauschen oder lernend neuem zu begegnen?

richtig...die im netz wie pilze aus dem boden spriessenden seniorenforen sind es, die das bieten könnten unter der voraussetzung, dass die macher dieser foren die alten nicht wie schulkinder behandeln, nur weil sie auf ihrer eigenen meinung bestehen. vergleiche mit schülern wirken m.e. nur lächerlich, weil wir eben nicht mehr alles glauben, sondern gelernt haben, manches kritisch zu hinterfragen. wir lassen uns eben nicht mehr einreden, der himmel sei grün, wenn er doch in strahlendem blau zu sehen ist.

und es müßte mit dem forenteufel zugehen, wenn manche nicht mehr in foren warnen dürften vor denjenigen, die die foren nutzen, andere menschen auf unangenehme weise zu belästigen, sei es jemand, der gerade und plötzlich in not geraten ist und dringend geld braucht und das gleich mehrfach versucht oder seien es die heiratsschwindler, die von liebe summseln aber geld meinen. eine wie der andere werden wohl zukünftig neue wege suchen müssen, uns alte zu verführen? uns zu täuschen bedeutet, mit zitronen gehandelt zu haben.

---

lange ist es her aber ich wünsche immer noch als alte frau wahrgenommen zu werden, denn datt habe ich mir verdient! wer mir jugendliches befinden andichten will sollte mit wortstarkem widerstand von mir rechnen!

---
pilli
nerida
nerida
Mitglied

Re: Altersdiskriminierung ....Nicht immer noch Brüderle
geschrieben von nerida
als Antwort auf pilli † vom 31.01.2013, 23:25:10


lange ist es her aber ich wünsche immer noch als alte frau wahrgenommen zu werden, denn datt habe ich mir verdient! wer mir jugendliches befinden andichten will sollte mit wortstarkem widerstand von mir rechnen!



....danke...

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Re: brüderle fein....
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Katharina49 vom 30.01.2013, 12:22:27
Ich glaube das heute vieles Propaganda ist, leider Leben wir heute in einer Lüge, und keiner weis mehr was er glauben kann...und jeder nimmt sich was er selber für richtig hält. Aber mit der Wahrheit hat das nicht mehr viel zu tun...
Im Übrigen fast jeder Mann weis das viele Unterhaltungen oft anzüglich sind wenn man mit Frauen spricht, ausser die haben einen Puckel und sind viel älter als man selber...
Was viel schlimmer ist wir haben ja kaum mehr echte Politiker...das ist ja mehr eine Lachnummer..mehr auch nicht
daddy60
daddy60
Mitglied

Re: Altersdiskriminierung
geschrieben von daddy60
als Antwort auf pschroed vom 31.01.2013, 18:38:38
Vielleicht hat das ganz andere Hintergründe.

Wer aber gerne nur seine eigenen Wahrheiten finden und bestätigt haben möchte,
redet sinngemäß nur davon.

Das hier könnte eine andere Wahrheit, ein anderer Hintergrund sein,
wird aber nur von denen zugelassen, denen eine solche Wahrheit nicht zu suspekt ist.

Hintergründe, Wahrheiten?
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Altersdiskriminierung
geschrieben von pschroed
als Antwort auf daddy60 vom 01.02.2013, 09:25:02
Vielleicht hat das ganz andere Hintergründe.

Wer aber gerne nur seine eigenen Wahrheiten finden und bestätigt haben möchte,
redet sinngemäß nur davon.

Das hier könnte eine andere Wahrheit, ein anderer Hintergrund sein,
wird aber nur von denen zugelassen, denen eine solche Wahrheit nicht zu suspekt ist.

Hintergründe, Wahrheiten?


Hallo daddy60

Ein interessanter Beitrag in Bezug auf die FDP.

Phil.

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olga64
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Mitglied

Re: Altersdiskriminierung
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 31.01.2013, 18:38:38
Brüderle ist 67 Jahre alt, was ich nicht gut fand, daß die Sternreporterin ihn auf der schwachen Seite (das Alter) provoziert hat.

Wen mann mit diesem Alter mitten im Geschehen steht wie zb. in der Politik dann ist es nicht immer einfach in dieser schnellen Zeit sich durchzusetzen.

Vielleicht hat Brüderle den richtigen Zeitpunkt seines Abgangs verpaßt, aber ist es vielleicht nicht auch ein Beispiel dafür inwieweit die junge und die alte Generation im täglichen [bUmgang miteinander auseinander liegen ?


Phil.

Seit einigen Jahren haben wir in Deutschland die Diskussion, dass eine Rente mit 67 unmenschlich sei - die Leute verlangen, auch die Rentner, dass jeder viel früher in Rente gehen dürfte, auch wenn dann die Kinder und Enkel noch mehr bezahlen müssen.
Ich halte es deshalb schon für angebracht, wenn eine junge Journalistin einen alten Mann wie Herrn Brüderle diese Frage stellt.
Herr Brüderle zeigte sich gerade in letzter Zeit schon etwas seltsam in der Ausübung seiner Ämter: das Wirtschaftsministerium hat er ohne viel Kampf seinem jungen Parteikollegen überlassen; den ihm angetragenen Parteivorsitz hat er ausgeschlagen.
Ich denke auch nicht ,dass der Umgang zwischen jungen und alten Menschen schlecht ist - es kommt immer auf das WIE an. Ich persönlich bin allerdings (als nicht junge Frau) nicht daran interessiert, mir z.B. von 80-jährigen Männern (egal ob ehemalige Politiker oder Bischöfe) die Welt erklären lassen zu müssen oder gar noch die spezifische Rolle der Frau in unserer Gesellschaft.
Da finde ich die Meinung der jüngeren Menschen nachdenkenswerter, da diese auf die Zukunft gerichtet ist und nicht auf die Vergangenheit, die es nicht mehr gibt. Olga
ehemaligesMitglied31
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Re: Altersdiskriminierung
geschrieben von ehemaligesMitglied31
Nett?

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