Forum Politik und Gesellschaft Innenpolitik Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?

Innenpolitik Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 03.10.2014, 12:17:19
Karl ,ich denke nicht daran mir etwas unterjubeln zu lassen.

Vielleicht sollte Edita mal die Kirche im Dorf lassen,
und die Fakten sind nun einmal so das die meisten Flüchtlinge kein Deutsch sprechen und auch nicht lesen können.
WARUM ist das gleich zynisch und muss mit Latrinengeschwätz
verglichen werden.
Ich wußte bisher nicht das es untersagt ist die Wahrheit zu sagen und es gleich aufgebauscht ,und anders ausgelegt wird.
Schade das es soweit schon gekommen ist in einer Diskussion
karl
karl
Administrator

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von karl
als Antwort auf vom 03.10.2014, 12:56:24
Hallo catrinchen,

Du reißt dein Statement, das für sich genommen ja nicht falsch ist, nun aus dem Zusammenhang heraus. Man kann richtige Sätze sagen, auch wenn sie nicht passen und sie können dann zynisch wirken.

Edita hatte geschrieben:
[i]was müssen die (die Flüchtlinge) für einen persönlichen Eindruck von Deutschland bekommen, lesen sie doch auf der Internetseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge " Den Menschen im Blick. Schützen. Integrieren "![/indent]
Edita hat hier auf die Diskrepanz zwischen den Vorkommnissen in Burbach und dem Begrüßungsspruch auf der Internetseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hingewiesen.

Auch ich hatte hier nicht den Eindruck einer sinnvollen Replik Deinerseits, eher den einer bewusst rabulistischen Einlassung.

Was das "latrinchen" angeht, vielleicht erinnerte sich Edita noch an Deine Erstanmeldung, hängen wir es also nicht zu hoch.

Karl
Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf karl vom 03.10.2014, 13:07:51
Hallo karl,
ich glaube es ist sinnlos, und ich belasse es hiermit
,
aber eines möchte ich noch sagen zu dem Latrinchen,

Namen sind Schall und Rauch, und Nicks erst recht, und sich daran festzuhalten zeigt für mich das es an Argumenten fehlt.

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mane
mane
Mitglied

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von mane
als Antwort auf karl vom 03.10.2014, 10:33:23


Menschen neigen unabhängig von ihrer Nationalität zum Missbrauch von Macht, wenn sie charakterschwach sind.

Karl
geschrieben von karl


Hallo Karl,

das sieht z.B. Philip Zimbardo, der das bekannte Stanford-Gefängnis-Experiment durchführte, anders:

Gib einem Menschen Macht und du erkennst seinen wahren Charakter, lautet ein geläufiges Sprichwort. Falsch, sagen Psychologen. Nicht der wahre Charakter wird dann sichtbar, sondern ein neuer. „Wenn Sie in eine Position mit Macht kommen, dann kommen Sie in eine neue Situation. Sie sind nicht mehr der alte Mensch“, sagt etwa Philip Zimbardo, emeritierter Professor für Psychologie an der amerikanischen Stanford University. „Jeder kann gut oder böse werden.“ Zimbardo ist berühmt geworden durch das Stanford-Gefängnis-Experiment, das er mit Freiwilligen im Sommer 1971 im Keller der Psychologischen Fakultät der Universität in Kalifornien durchgeführt hat.

Es endete in einem Desaster. Die sorgsam ausgesuchten und auf geistige Durchschnittlichkeit und Gesundheit getesteten Teilnehmer mutierten bis auf wenige Ausnahmen in machtbesessene Wärter und unterwürfige, sich erniedrigende Gefangene.

Was Macht aus uns macht

Es gibt nicht nur einige "charakterschwache" Ausnahmen, die zum Machtmissbrauch neigen. "Macht ändert den Charakter" und "falls man nicht bewusst dagegen ankämpfe", laufe dieser "evolutionär begründete Mechanismus" automatisch ab.

Selbstreflektion, Regeln, Kontrolle sind notwendig, damit aus notwendigem Machtgebrauch nicht Machtmissbrauch wird.

Die Wachleute, um die es in diesem Thread geht, haben diese Grenze überschritten. Auch haben sie wahrscheinlich Defizite, z.B. Aggressionsprobleme und emotionale Defizite, die sie für eine solche Aufgabe ungeeignet machen.

Gruß Mane
Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf mane vom 03.10.2014, 14:51:00
.
Die Wachleute, um die es in diesem Thread geht, haben diese Grenze überschritten. Auch haben sie wahrscheinlich Defizite, z.B. Aggressionsprobleme und emotionale Defizite, die sie für eine solche Aufgabe ungeeignet machen.
geschrieben von mane

es stellt sich aber auch die frage, was sie vorher mit den heiminsassen erlebten.
selbst dem sanftestes platzt irgendwann der kragen, wenn er ständig gereizt wird oder ungerechtigkeiten usw. usw. miterlebt.

m./.
.
mane
mane
Mitglied

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von mane
als Antwort auf vom 03.10.2014, 15:40:33
Das sehe ich auch so, Margarit.
Darüber hinaus wirken oft u.a persönliche Merkmale verschärfend auf Situationen.

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Edita
Edita
Mitglied

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von Edita
als Antwort auf mane vom 03.10.2014, 15:53:00
Nach der Jauch-Sendung gestern, möchte ich noch einmal auf die Kritik des von Olga gewählten Titels zurückkommen und behaupten, daß diese Kritik keinesfalls gerechtfertigt ist, stilistisch schon mal überhaupt nicht, weil sie ja eine Frage gewählt hat, und keine Aussage in den Raum gestellt hat! Und sachlich ?
Ich denke, daß die zu Wort kommenden " Experten " gestern, die Erinnerung an Abu Ghraib er verstärkt als abgeschwächt oder gar ausgeräumt haben, denn die Nachlässigkeit , mit der das Flüchtlingsproblem angegangen wird, hat schon systemischen Charakter, und das wiederum stellt auch ein Kriterium bei der Insassenfolterung von Abu Ghraib dar!
Aufgrund des völlig überfüllten aber unbetreuten Lagers, für 800 Personen unterschiedlichster Kulturen und Religionen nur 6 " Betreuer " und einmal pro Woche ein Arzt, breiten sich Krätze, Masern und Windpocken aus! Schon gesunde und "gleichgestrickte" Menschen solchen Zuständen auszusetzen ist eine Zumutung und Unverschämtheit, aber hier bringt man schwer mißhandelte und traumatisierte Menschen in solche Situation, das ist mehr Folter als Rettung!
So, und nun stellt sich auch noch heraus, daß Burbach kein
" dramatischer Einzelfall " ist, alle Leute, auch die Beteilgten "wußten", daß es nur eine Frage der Zeit war, bis so eine Schweinerei an die Öffentlichkeit kommt, aber alle waren sie
" machtlos "!
Die einzige Person, die sich mit einigermaßen ruhigem Gewissen zur Problematik äußern konnte, war Frau Vogelreuther, die Leiterin des Sozialamts Fürth, die als solche auch für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig ist, aber auch Kritik an der " Handhabung " des Problems seitens der Bundes-und Länderpolitik übte, sie stellte aber auch klar, daß die bis jetzt jahrelange Übung mit Flüchtlingsunterbringungen, z.B. im Lager Zirndorf, den Mitarbeitern Vorteile in der Handhabung bringe.
Und die junge Syrerin, die in Essen aufwuchs, dort ihr Abitur machte und aber nicht studieren durfte und darum zurück nach Syrien gegangen ist, und jetzt als Flüchtling wiederkommen mußte, hat gezeigt, daß die Mehrheit der Flüchtlinge reiche Leute sind und gebildet sind, denn die armen und ungebildeten Leute können die Schleuser nicht bezahlen und müssen daher in ihrem Land krepieren!

Das erste mal, daß mir der Cem Özdemir richtig gut gefallen hat, als er die täglich anfallenden Kosten des uneröffneten BER-Flughafens , nämlich täglich 1,6 Millio.EUR, in Relation zu den Unterhaltungskosten der Flüchtlingslager setzte, ich hatte ja vorher schon mal spaßeshalber nur die verloren geglaubten " freiwilligen Steuernachzahler " dazu herangezogen, von finanzieller Überforderung also überhaupt keine Spur!

Es bleibt dabei " man " und das kann jeder für sich entscheiden,
darf sich weiterschämen, für die Führungsmacht Deutschland in Europa!

Edita
olga64
olga64
Mitglied

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von olga64
als Antwort auf Edita vom 06.10.2014, 08:44:29
Vielen, vielen Dank liebe Edita für diesen guten und sachlichen Bericht. Ich habe die Sendung auch gesehen und bin auch der Meinung, dass Cem Özdemir sachlich und gut war - im Gegensatz zu Herrn Jäger und auch Herrn Strobel, die sich ja pikanterweise noch ein Parteiengemetzel liefern wollten.
Die Syrerin erschien mir jedoch ein wenig suspekt. Warum hatte diese intelligente Frau damals nicht die Einbürgerin beantragt? Sie wäre dann Deutsche gewesen, hätte jederzeit studieren können (was übrigens auch Nicht-Deutsche in unserem Land jederzeit dürfen!) und hätte all diese Probleme nie gehabt. Es war wohl ihr grösster Lebensfehler, den sie machte.
Die Fürther Frau fand ich ebenfalls gut, zumal ja jetzt aktuell der bayerische Innenminister einen jungen Türken, der dem SZ-Magazin ein Interview gab und erklärte, er möchte zum Töten ausreisen und würde auch seine Eltern umbringen, wenn diese nicht islam-getreu lebten ausweisen möchte. Der junge Mann kam mit 2 Jahren nach Deutschland, wurde in unserem Land radikalisiert und sozialisiert und jetzt soll er den Türken "vor die Tür" gestellt werden,da man anscheinend bei uns denkt, so lösen wir solche Probleme? Abgesehen davon, dass dies nur geht, wenn die Türken damit einverstanden sind - es ist doch eine Unverschämtheit, wenn Deutschland sich von seinem "menschlichen Unrat" auf diese Art und Weise befreien möchte?
Gefreut hat mich, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung für eine Aufnahme von Flüchtlingen sind - dies dürften die vernünftigen Leute sein, die wissen, dass es in Kriegszeiten vermutlich noch mehr werden. Allerdings immer noch nicht so viele, wie es Anfang der 90er Jahre waren - davon sind wir noch weit entfernt. Olga
mane
mane
Mitglied

Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von mane
als Antwort auf Edita vom 06.10.2014, 08:44:29
Nach der Jauch-Sendung gestern, möchte ich noch einmal auf die Kritik des von Olga gewählten Titels zurückkommen und behaupten, daß diese Kritik keinesfalls gerechtfertigt ist, stilistisch schon mal überhaupt nicht, weil sie ja eine Frage gewählt hat, und keine Aussage in den Raum gestellt hat! Und sachlich ?
Ich denke, daß die zu Wort kommenden " Experten " gestern, die Erinnerung an Abu Ghraib er verstärkt als abgeschwächt oder gar ausgeräumt haben, denn die Nachlässigkeit , mit der das Flüchtlingsproblem angegangen wird, hat schon systemischen Charakter, und das wiederum stellt auch ein Kriterium bei der Insassenfolterung von Abu Ghraib dar!
Edita


Hallo Edita,

ich habe die Jauch-Sendung nicht gesehen, gehe jedoch davon aus, dass Du die Zustände des Flüchtlingheims richtig geschildert hast. Das sind unwürdige Zustände, die geändert werden müssen.

Und Du hast recht, hier ist, wie in Abu Ghraib, eine systemische Sichtweise nötig. Nicht die Wärter sind das Problem, sondern die Systeme, die das möglich machen.

Doch die Umstände und Ausmaße sind andere. Das Klima in den USA hatte sich seit 9/11 verändert, die Anschläge führten zu Kriegen gegen den Terror. Im Gefangenenlager Guantanamo und im iraker Gefängnis Abu Ghraib können Verdächtige ohne richterliche Prüfung oder Anklageerhebung unbeschränkt festgehalten werden. Das Folterverbot gilt nicht mehr.
Jeder kann sich die vielen Bilder der geschundenen Menschen auf Google anschauen und selber entscheiden, ob Abu Ghraib und Flüchtlingsheime in Deutschland vergleichbar sind.

Auch wenn der Titel dieses Threads mit einem Fragezeichen versehen ist, fordert er, in meinen Augen, zu einem Vergleich auf.

Gruß Mane
Re: Hat Deutschland jetzt sein eigenes Guantanamo, bzw. Abu Ghraib?
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf vom 01.10.2014, 03:00:06
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Nicht die Wärter sind das Problem,
sondern die Systeme, die das möglich machen.
geschrieben von mane


in einem älteren artikel der siegener zeitung wurde berichtet, dass die zahl der flüchtlinge in burbach unbedingt auf höchstens 300 bis 400 reduziert werden müsste.
das heim wurde aber mit 800 personen belegt, von denen ein paar nicht so friedlich waren.
mit diesen 800 personen in einem total überfüllten heim,
mussten 6 wachmänner fertig werden.

edita, dass ich die überschrift für unangebracht halte, schrieb ich schon.
hier ist ein link zur jauch-diskussion über burbach und auch andere heime,
über die du berichtet hast: KLICK

der wichtigste diskussions-teilnehmer war für mich JENS KRAUSE,
ein junger wachmann, der in burbach wachdienst tat,
und mit den vorgängen, die ja nun geklärt werden, wohl nichts zu tun hat.
jens krause berichtet "aus der sicht der wachleute",
ohne diese sicht ist, meiner meinung nach, "das bild nicht komplett".

ich bitte euch sehr, 5 minuten eurer zeit zu opfern.
der wachmann wird gleich anfangs interviewt:
von ca. minute 3 bis minute 8.

im weiteren (interessanten) verlauf befragte jauch özdemir (grüne) zu einem (sinngemässen) zitat von kretschmann (grüne):
"man darf die hilfsbereitschaft der menschen in deutschland auch nicht überstrapazieren",
worauf özdemir, wie bei manchen politikern üblich, viel redete,
aber zu jauchs frage irgendwie nichts sagte.

m./.
.

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