Plaudereien Einfach so!

schorsch
schorsch
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RE: Einfach so!
geschrieben von schorsch
als Antwort auf pippa vom 10.10.2021, 10:14:12

Vor etwa 10 Jahren brannte in unserem Dorf ein altes Bauernhaus an der Hauptstrasse bis auf die Grundmauern ab. Diese sind recht wacklig und eigentlich wäre es gut gewesen, sie wären mit einem starken Wassertrahl der Feuerwehr bodeneben gemacht worden. Die Besitzer wollten es wieder neu bauen. Aber weil vor Jahrzehnten die Hauptstrasse verbreitert und ein Gehsteig dazugebaut wurde, musste der damalige Bauer von seinem Grundstück abgeben. Er wollte zwar nicht. Aber es wurde gedroht, sonst werde dieser Landstreifen einfach expropiert, was so viel heisst wie enteignet. Und nun stehen eben die maroden Überbleibsel der Mauern immer noch als Brandruine da und warten. Auf was? Wegen der (erzwungenen) Landabgabe stehen die Mauern zu nahe an der Hauptstrasse und bei einem Neubau müssten die neuen Mauern etwa anderthalb Meter zurückgesetzt werden. Hinter dem Haus ist ein kleiner Garten. Dorthin könnte man das Haus verrücken. Aber dann wären auch dort die Grenzabstände zu klein; das künftige Haus wäre zur noch ein Schmalhaus, wie man sie ab und zu noch in Altstadtgegenden kennt. Und das wollen die Besitzer eben auch nicht; wenn schon bauen, dann etwas Rechtes.
Ach warum kam ich doch gleich auf diese Brandruine? Ach ja: In diesen seit dem Brand vergangenen Jahren machte sich die Natur als Gartengestalter still ans Werk. Sprich: Das "Unkraut" hat sich der Ruine und der ganzen Umgebung bemächtigt. Die Einen nennen es den Schandfleck des Dorfes. Die Anderen -, nämlich Vögel, Reptilien, Schnecken und Insekten - haben ein Paradies erhalten - wegen der Sturheit der Menschen.
P.S. Beamte sind auch Menschen!

werderanerin
werderanerin
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RE: Einfach so!
geschrieben von werderanerin


Einen sonnigen Guten Morgen auch von mir .

Kristine




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Roxanna
Roxanna
Mitglied

RE: Einfach so!
geschrieben von Roxanna
Eben kam die Nachricht, dass der Junge wohlbehalten aufgefunden wurde. Gott sei Dank!

Ich muss heute ein wenig Schlaf nachholen, es war wirklich eine sehr kurze Nacht.

LG
Roxanna

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Globetrotter
Globetrotter
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RE: Einfach so!
geschrieben von Globetrotter
als Antwort auf Roxanna vom 10.10.2021, 10:55:49


Eben kam die Nachricht, dass der Junge wohlbehalten aufgefunden wurde. Gott sei Dank!

Ich muss heute ein wenig Schlaf nachholen, es war wirklich eine sehr kurze Nacht.

LG
Roxanna

Ein Glück kann man da nur sagen. Man vermutet heute ja immer gleich das Schlimmste.

Vielen Dank an @pippa und @Werderanerin für die schönen Herbstfotos
Der-Waldler
Der-Waldler
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RE: Einfach so!
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf pippa vom 10.10.2021, 10:14:12

Liebe @pippa,

heute sind die Bayerwaldler übrigens stolz auf "ihren" Nationalpark, den sie vor 50 Jahren mit aller Macht versuchten zu verhindern. Selbst bei der Erweiterung des Park 1997 gab es mit vielen noch Ärger. Aber wenn man irgendwann mal merkt, dass man auch mit Naturschutz viel Geld machen kann, dann ist man plötzlich "stolz"........

Highländer habe ich zum ersten Mal vor vielen vielen Jahren in Schottland gesehen. Ich fand diese Tiere mit ihren Haaren, die ihnen ins Gesicht hängen, so reizend! Danke fürs Zeigen (und auch für die mitfühlenden Worten zum "Zweck" der Tiere)

Liebe Grüße

Der Waldler

Liebe @Roxanna, ich lese gerade, dass der Junge wohlbehalten gefunden ist. Wie erleichtert mögen die Eltern sein!!!

 

JuergenS
JuergenS
Mitglied

RE: Einfach so!
geschrieben von JuergenS
als Antwort auf Der-Waldler vom 10.10.2021, 11:48:35

Ich habe die Wiege des Nationalparks miterlebt, bei häufigen Aufenthalten im BWald.
Parallel lief ja der Abgesang an Luxus-Glasbläser-Produkte und die damals noch fehlende Bereitschaft, nachhaltig zu denken. Der Tourismus liess ja auch Jahrzehnte auf sich warten und selbst Grzimek konnte keine Massen von Deutschen zum Massentourismus in den BWald bewegen.
Als ich vor paar Jahren dann wieder mal drunten war, war ich erstaunt, weil der Besucherstrom erheblich zugenommen hatte, z.B. weil neben dem Eisenmann-Haus dieses Waldwipfel-Ei ergänzt wurde.
PLötzlich waren auch Teleobjektiv Fotografen dabei, auf die Bären zu warten, die aber selten, im Freien rumtollten.
Kurzum, hat sich durch die Erweiterung, also 1990 auf der tschechischen Seite durch den Schumava Park und kürzlich durch corona beflügelt, der Tourismus gewandelt, auch weil sich nun die Wälder sichtbar erholt haben.

Servus, ich müßte mal wieder hin, aber...
 


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Der-Waldler
Der-Waldler
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RE: Einfach so!
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf JuergenS vom 10.10.2021, 12:38:13

Das Waldwipfel-Ei ist wirklich eine Attraktion. Selbst wenn man nicht schwindelfrei ist (wie ich), ist das kein Problem, da die Wege mit gut 2 Metern Breite es ermöglichen, in der Mitte des Weges zu gehen, und nicht direkt runterschauen zu müssen, sondern "in die Ferne".

LG

DW

Roxanna
Roxanna
Mitglied

RE: Einfach so!
geschrieben von Roxanna
als Antwort auf Der-Waldler vom 10.10.2021, 12:49:09
Den Bayrischen Wald kenne ich leider nicht, interessant was ihr erzählt, lieber @Der-Waldler und @JuergenS . Ich hatte einen Kollegen, der regelmäßig dort Urlaub machte um zu wandern.

Das habe ich auch gedacht DW, die Eltern müssen eine furchtbare Zeit durchlebt haben. Ja, liebe @Globetrotterin, heutzutage denkt man immer auch gleich an etwas Schlimmes.

Wunderschön, liebe @pippa deine Tierfotos, auch deine liebe @werderanerin .

Lieben Gruß und einen schönen Nachmittag wünscht euch

Roxanna
RE: Einfach so!
geschrieben von IngeMA
als Antwort auf JuergenS vom 10.10.2021, 12:38:13
Ich habe die Wiege des Nationalparks miterlebt, bei häufigen Aufenthalten im BWald.
Parallel lief ja der Abgesang an Luxus-Glasbläser-Produkte und die damals noch fehlende Bereitschaft, nachhaltig zu denken. Der Tourismus liess ja auch Jahrzehnte auf sich warten und selbst Grzimek konnte keine Massen von Deutschen zum

Servus, ich müßte mal wieder hin, aber...
 

Nur ein einziges Mal wanderte ich im Bayrischen Wald. Kurze Strecken, der Jüngste war noch ein Kindergartenkind. Das war zu Anfängen des Nationalparks, was man schon damals im TV  öfters sehen konnte. Mich überzeugte die Idee sofort - bei anderen 'wichtigeren Leuten' in Bayern eher weniger. Damals konnten wir auch die Glasbläser bewundern. Etwas, das ich wohl nicht mehr vergessen werde. Jedenfalls immer dann, wenn man mich erinnert ;-).  Manchmal staune ich, welches Kopfkino abläuft, wenn mich jemand an die Vergangenheit erinnert.
Die Touristenmassen hatte ich derzeit nicht vermisst. Damals wusste man noch gar nicht, dass es so etwas mal geben könnte.

Servus JuergenS - vielleicht im nächsten Leben?

Gruss Inge
 
Der-Waldler
Der-Waldler
Mitglied

RE: Einfach so!
geschrieben von Der-Waldler
als Antwort auf IngeMA vom 10.10.2021, 13:26:06

Ich muss und will noch etwas ergänzen. Im Bayerischen Wald gibt es nach wie vor wunderbare Glasbläser und Glaskünstler, sogar noch eine sehr große Hütte (Weinfurtner). Vor allem aber sind es die kleinen, in denen wahre Künstler ihre Meisterwerke herstellen und für sehr wenig Geld verkaufen. Ich habe z.B. mehrere Objekte des wunderbaren Ralph Wenzel aus Waldmünchen, der in seinem Berghof Gibacht eine tolle Glaswerkstatt hatte. Leider ist Ralph, den ich gut kannte, vor ca. einem halben Jahr ganz plötzlich verstorben, 60 Jahre jung. Man fand ihn tot in seiner Wohnung, die dem Atelier angegliedert war, vermutlich plötzlicher Herztod. Fast der ganze Landkreis hat getrauert, denn er war ein ganz lieber, herzensguter Mensch und ein großer Künstler.

LG

DW

 


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