Forum Finanzen & Wirtschaft Wirtschaftsthemen Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?

Wirtschaftsthemen Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?

Karl
Karl
Administrator

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von Karl
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 22.09.2015, 00:48:50
Software- Fehler?
Kein Wunder, amerikanische Software ist fürn A....
Wie schon oft geschrieben und immer wieder erfahren.
Hallo Digi,

es wird sich nicht auf "Amerika" schieben lassen, sondern wohl an der "deutschen Wertarbeit" hängen bleiben.

Gelesen habe ich auch, dass der Dieselantrieb offensichtlich ein grundsätzliches Problem mit der Sauberkeit hat. Wenn dem so ist, dann dürfen wir uns noch auf Nachrichten aus anderen deutschen Autohäusern "freuen". Sie sind in der Dieseltechnik "führend".

Es ist derzeit gar nicht zu übersehen, was diese Affäre für Auswirkungen auf den Industriestandort Deutschland hat. Das ist schwerste Kriminalität und die Verantwortlichen gehören unnachsichtig strafrechtlich verfolgt. Unfassbar, dass Winterkorn als Chef des Ganzen über 1 Million Euro pro Monat verdient. Damit wird er seine Anwälte bezahlen können.

Tesla Aktien (Elektroautos) steigen übrigens.

Karl
Karl
Karl
Administrator

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von Karl
als Antwort auf adam vom 21.09.2015, 19:52:11
@ adam,

die "feinsinnige" Unterscheidung zwischen Korruption und Betrug kenne ich nicht und kann ich auch nicht anerkennen. Dass es bei der Korruption keine geschädigten Dritten geben soll, ist mir neu. Durch Korruption werden Aufträge ergattert, die Wettbewerber nicht erhalten, obwohl sie u. U. die bessere Ware gehabt hätten. Geschädigt werden also auch die Nutzer der Ware oder Dienstleistung.

Karl
DonRWetter
DonRWetter
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von DonRWetter
als Antwort auf Karl vom 22.09.2015, 09:27:33

...
Gelesen habe ich auch, dass der Dieselantrieb offensichtlich ein grundsätzliches Problem mit der Sauberkeit hat. Wenn dem so ist, dann dürfen wir uns noch auf Nachrichten aus anderen deutschen Autohäusern "freuen". Sie sind in der Dieseltechnik "führend".
...
geschrieben von karl


Ja, das ist wohl so, daß Dieselabgase schwieriger von Stickoxyden zu reinigen sind, als Benzinabgase. Es ist aber machbar. Mit erheblichen Zusatzkosten.

Hier scheint die Tatsache zu greifen, daß den Stickoxyden in den US-amerikanischen Abgasvorschriften eine höhere Aufmerksamkeit (niedrigere Grenzwerte) gewidmet wird, als in EUROPA. In EUROPA liegt das Gewicht wohl mehr auf Feinstaub.

Da hat man sich vielleicht den gesamten Aufwand einer Anpassung der Abgasreinigungstechnik gespart und das kreativ per Software erledigt.

Ein unerhörter Vorgang, der, wie Du schreibst, kriminell erscheint (warten wir mal auf die Aufklärung).

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adam
adam
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von adam
als Antwort auf Karl vom 22.09.2015, 09:37:48
@ adam,

die "feinsinnige" Unterscheidung zwischen Korruption und Betrug kenne ich nicht und kann ich auch nicht anerkennen. Dass es bei der Korruption keine geschädigten Dritten geben soll, ist mir neu. Durch Korruption werden Aufträge ergattert, die Wettbewerber nicht erhalten, obwohl sie u. U. die bessere Ware gehabt hätten. Geschädigt werden also auch die Nutzer der Ware oder Dienstleistung.

Karl
geschrieben von karl


Karl,

Du wirst damit leben müssen, auch wenn Du die "feinsinnige" Unterscheidung nicht kennst. Auch Geschäfte haben mit Menschen zu tun und dann menschelt es. Die einen nennen es Pflege von Geschäftsbeziehungen oder Neukundenwerbung, andere nennen es Korruption. Deshalb fragte ich ja, inwieweit der Mensch "korrupt" ist, warum er es ist und welchen Sinn es hat. Ist sie nur zu verdammen oder hat sie auch positive Seiten?

Mir kam es aber hauptsächlich darauf an, daß die Machenschaften von VW nicht Korruption, sondern Betrug sind, wenn stimmt, was behauptet wird. Und es zieht natürlich Kreise. Der Vorstandsvorsitzende muß es gewußt haben. Das ergibt sich aus der Zuständigkeit für Vollmachten. Heigl spricht nun den Streit zwischen Piech und Winterkorn an. Auch Piech kann von der kriminellen Manipulation gewußt haben. Hat er sie den Amerikanern verraten? Wobei das ja nach Deinem Verständnis kein Verrat gewesen wäre, sondern anständig, weil es ein Verbrechen aufgedeckt hätte. Andererseits käme die menschliche Korrumpierbarkeit über die Rache ins Spiel, was wiederum verwerflich wäre. Man kann der Korruption nicht ausweichen, sie handelt immer mit.

--

adam
Edita
Edita
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von Edita
als Antwort auf adam vom 22.09.2015, 10:49:55

Du wirst damit leben müssen, auch wenn Du die "feinsinnige" Unterscheidung nicht kennst. Auch Geschäfte haben mit Menschen zu tun und dann menschelt es. Die einen nennen es Pflege von Geschäftsbeziehungen oder Neukundenwerbung, andere nennen es Korruption. Deshalb fragte ich ja, inwieweit der Mensch "korrupt" ist, warum er es ist und welchen Sinn es hat. Ist sie nur zu verdammen oder hat sie auch positive Seiten?
adam
geschrieben von adam


Nun Adam - natürlich kann es in einer korrumpierten Gesellschaft auch menscheln, aber eine menschelnde Gesellschaft ist nicht gleichbedeutend mit einer korrumpierbaren Gesellschaft!
Korrumpieren bedeutet ausschließlich , daß Kontakte der Wirtschaft mit Amtsträgern von Staat, Kommunen und / oder Unternehmen der Öffentlichen Hand, mißbraucht werden, um in den Genuß einer Vorteilssicherung zu gelangen, wobei vielfältige rein informatorische Kontakte durchaus Sinn machen und auch nicht mit korruption in einklang zu bringen sind!

Der Mensch als solcher ist nie und nimmer korrupt, berechnend ja, kann er sein, muß er aber nicht, der Mensch als Vorstandsvorsitzender kann sehr wohl korrumpieren!

Edita
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von pschroed
als Antwort auf adam vom 22.09.2015, 10:49:55
Da wurde aber richtig auf´s Auge gedrückt oder die VW ISO Zertifizierung zählt nur für Europa.
Wenn man diese Zertifizierung hat, dann wird auf Herz und Nieren geprüft, nach meiner Erfahrung, jede Arbeitsprozedur jede Messung, jede Handlung welche zu der Herstellung eines Produktes beiträgt muss dokumentiert, Meßgeräte geeicht sowie für jeden Arbeitsverlauf eine unterschriebene in mehrfacher Dokumentation vorhanden sein.

Phil.

Wolfsburg, 24.04.2015
20 Jahre „ISO-Zertifizierung bei Volkswagen“
TÜV Nord vergibt erneut Zertifikat für bewährtes Volkswagen Qualitätsmanagement-System
Ob Entwicklung, Produktion oder Vertrieb – sämtliche Prozesse der Marke Volkswagen
werden fortlaufend und systematisch überprüft. Für die erfolgreiche Anwendung des
Qualitätsmanagement-Systems im gesamten Unternehmen erhielt Volkswagen vom TÜV
Nord nun erneut die „ISO-Zertifizierung 2015“ – und dies bereits zum 20. Mal in Folge. Prof.
Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, nahm die
Auszeichnung in Wolfsburg vom Vorstandsvorsitzenden der TÜV Nord AG, Dr. Guido Rettig,
entgegen.
„Wir sind stolz, das ‚ISO 9001 Zertifikat 2015‘ in den Händen zu halten, denn es ist erneut
eine großartige Anerkennung für die Leistung der gesamten Mannschaft“, erklärte
Winterkorn. „Das ist die verdiente Bestätigung unserer Anstrengungen für eine
hervorragende Qualität bei unseren Produkten, Dienstleistungen und den Prozessen im
gesamten Unternehmen“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.
Das Zertifikat ist das Ergebnis eines komplexen Bestandsaufnahmeprozesses, der vom TÜV
Nord, einem unabhängigen Zertifizierungsunternehmen, im Februar und März 2015
durchgeführt wurde. Das ISO-Zertifikat belegt, dass Volkswagen seine Qualität in allen
Bereichen laufend optimiert: Als eines der ersten Automobilunternehmen in Deutschland
führte Volkswagen das Qualitätsmanagement-System im Jahr 1995 ein. Seitdem wurde
jährlich nach der Norm 9001 vom TÜV Nord auditiert

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justus39
justus39
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von justus39
als Antwort auf adam vom 22.09.2015, 10:49:55
Sind nicht eigentlich auch die Parteispenden legalisierte Bestechungsgelder?

Auch mit den Millionen, die Konzerne in den Wahlkampf ihres Kandidaten investieren, haben sie ihn doch eigentlich schon gekauft bevor er im Amt ist.

justus
Edita
Edita
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von Edita
als Antwort auf Edita vom 22.09.2015, 11:15:20
Ich möchte noch nachschieben, daß umgekehrt der Mensch als Amtsträger sehr wohl auch korrumpieren kann, um sich private Vorteile zu verschaffen!

Edita

noch mal nachschieben.......

es gibt aber auch kontakte mit vorteilen oder gewährungen zwischen wirtschaft und amtsträgern, die ausschließlich der sozialen kontaktpflege oder der repräsentation dienen, und auch nichts mit korrumpieren zu tun haben!
JuergenS
JuergenS
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von JuergenS
als Antwort auf adam vom 22.09.2015, 10:49:55
@ adam,

die "feinsinnige" Unterscheidung zwischen Korruption und Betrug kenne ich nicht und kann ich auch nicht anerkennen. Dass es bei der Korruption keine geschädigten Dritten geben soll, ist mir neu. Durch Korruption werden Aufträge ergattert, die Wettbewerber nicht erhalten, obwohl sie u. U. die bessere Ware gehabt hätten. Geschädigt werden also auch die Nutzer der Ware oder Dienstleistung.

Karl
geschrieben von adam


Karl,

Die einen nennen es Pflege von Geschäftsbeziehungen oder Neukundenwerbung, andere nennen es Korruption. Deshalb fragte ich ja, inwieweit der Mensch "korrupt" ist, warum er es ist und welchen Sinn es hat. Ist sie nur zu verdammen oder hat sie auch positive Seiten?

adam
geschrieben von karl


Adam, auf darauf wies ich schon hin, aber das wird nicht gern gehört, dass Menschen sich nicht nur edel verhalten, obwohl sie sich darum bemühen.

Natürlich ist die schwarz bezahlte Schnellreparatur nur ein kleines Delikt im Vergleich zu dieser VW_SÜNDE, aber dennoch wäre es unredlich, nicht an die vielen kleinen Gefälligkeiten zu denken, die man nicht Korruption nennen mag, darf, muß
Edita
Edita
Mitglied

Re: Wie korrupt sind eigentlich deutsche Großkonzerne?
geschrieben von Edita
als Antwort auf JuergenS vom 22.09.2015, 13:14:43
...... aber dennoch wäre es unredlich, nicht an die vielen kleinen Gefälligkeiten zu denken, die man nicht Korruption nennen mag, darf, muß


Kleine Gefälligkeiten.......kommt immer darauf an, in welchem Zusammenhang sie gewährt werden, kleine Gefälligkeiten oder Geschenke können auch ein Dankeschön, z.B. zu Weihnachten und zum Jahreswechsel, für eine gute und verläßliche Zusammenarbeit sein, ich habe das z.B. als ich noch mein Geschäft hatte, immer so gepflegt, aber die Geschenke hat nicht der Chef bekommen, sondern seine Mitarbeiter von mir persönlich mit einem herzlichen Händedruck verbunden, überreicht bekommen, natürlich wurde ich immer hervorragend und zuverlässig bedient! Das hat aber eher was mit sozialer Kompetenz zu tun als mit Korruption, und das ist auch erlaubt!
Hätte ich die Geschenke aber gemacht, um so andere, billigere Preise zu erziehlen, oder sie sogar ganz zu umgehen, dann ist das schon kriminelle Nötigung zur Korruption!
Und wetten daß, wenn Du ein lieber freundlicher Stammkunde irgendwo bist, freut es dich ungemein, wenn das im Laden schon
" registriert " wurde, und Du aus reiner Dankbarkeit hin und wieder mit einer kleinen Gefälligkeit dafür " belohnt " wirst, und auch das hat mit Korruption überhaupt nichts zu tun!

Daß man mit seiner Hände Arbeit heutzutage kein Millionär mehr werden kann, auch nicht wenn man Zeit seines Lebens 24 Std. am Tag arbeitet, das leuchtet wohl jedem ein, also um die erste Million zu erreichen muß man hauen, schmieren, stechen.......und ab da gibt es kein zurück mehr, und dann kommt die zweite Million von ganz alleine! Nur vom Schmierfett darf man nicht das billigste nehmen!

Edita

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