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Ebenerdige Duschen für ein barrierefreies Duschvergnügen

Dass ein barrierefreies Badezimmer nicht nur den Aspekt der Sicherheit berücksichtigt, sondern darüber hinaus in Sachen Ästhetik und Komfort punkten kann, stellen bodengleiche Duschen unter Beweis. Doch vor allem körperlich eingeschränkte Personen profitieren von mehr Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit dank des stufenlosen Ein- und Ausstiegs.

Die Dusche betreten, ohne eine Tür öffnen oder das Knie heben zu müssen – eine ebenerdige Dusche bietet Sicherheit und Komfort.
©dit26978 | Freepik.com


1. Die Vorteile einer ebenerdigen Dusche

2. Die Bodenfläche einer schwellenlosen Dusche: Fliesen oder Duschwanne?

3. Ebenerdige Dusche – barrierefrei und rollstuhlgerecht?

4. Wie gestaltet sich die Entwässerung bei einer ebenerdigen Dusche?

5. Worauf ist bei der Trennwand einer ebenerdigen Dusche zu achten?

6. Was kostet der Einbau einer ebenerdigen Dusche?


1. Die Vorteile einer ebenerdigen Dusche

Die Dusche betreten, ohne eine Tür öffnen oder das Knie heben zu müssen – was für manchen einen erheblichen Sicherheitsgewinn bedeutet, verbinden andere mit luxuriösem Komfort. Denn eine ebenerdige Dusche ist nicht nur komfortabler zu begehen, sondern schafft durch ihre stufenlosen und ineinander übergehenden Flächen auch mehr Bewegungsfreiheit und Großzügigkeit im Badezimmer. Dieser Aspekt kann insbesondere für Personen, die auf eine Gehhilfe oder einen Rollstuhl angewiesen sind, von großer Bedeutung sein: Auf diese Weise wird die Körperpflege enorm erleichtert.

Doch unabhängig von Lebensalter und Beweglichkeit ist eine bodengleiche Dusche darüber hinaus für all diejenigen eine interessante Möglichkeit, die von den zahlreichen Vorteilen profitieren, den Wert ihrer Immobilie steigern oder den Wohnraum zukunftsgerecht gestalten möchten.

2. Die Bodenfläche einer schwellenlosen Dusche: Fliesen oder Duschwanne?

Wer sich für eine barrierefreie Dusche entscheidet, wählt unter anderem zwischen verschiedenen Möglichkeiten der Bodenflächengestaltung. Dabei gibt es drei unterschiedliche Varianten für den Boden einer ebenerdigen Dusche, die je nach Geschmack, Anspruch und Ausgangssituation eingesetzt werden können.

  • der Einbau einer Duschwanne:

Moderne, extra flache und fugenlose Duschwannen mit integriertem Gefälle erwecken trotz zusätzlichem Element den Eindruck von Bodengleichheit. Daraus ergibt sich zum einen die optische Verschmelzung mit dem Badezimmerboden, zum anderen erlaubt die Oberfläche der Duschwanne eine leichte Pflege. Oft können Käufer sogar selbst entscheiden, in welcher Farbe die Wanne gefärbt und an welcher Position der Ablauf abgebracht werden soll. Sollte es einmal Probleme mit dem Abfluss geben, kann die Duschwanne erfahrungsgemäß problemlos entfernt werden und erscheint im Allgemeinen als ein besonders wartungsfreundliches Element. Allerdings können nur die wenigsten Wannen mit dem Rollstuhl befahren werden - das ist entweder auf die Flächengröße oder die Stabilität zurückzuführen.

  • die Nutzung eines befliesbaren Duschelements:

Auch ein sogenanntes Duschboard ermöglicht den nahtlosen Übergang vom Badezimmer zum Duschbereich. Dank einer großen Auswahl an Größen und Abmessungen lässt es sich an unterschiedliche Platzverhältnisse und Formen anpassen. Das Duschelement kann sowohl auf Stein- als auch auf Holzuntergründen angebracht werden, darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer individuellen Befliesung: So ist das Design des gesamten Badezimmers auf die Gestaltung des Duschbereichs übertragbar. Das Duschboard besitzt bereits das notwendige Gefälle zum Ablauf hin, der sich entweder in der Mitte oder in einer Ecke befindet. Alternativ gibt es auch Elemente mit Rinne. Der Vorteil liegt bei diesem System darin, dass alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt werden können.

  • das Verlegen von Fliesen samt Duschrinne

Um den Duschbereich schwellenlos und somit barrierefrei betreten zu können, muss die Duschfläche komplett eben im Boden eingelassen werden. Wer sich für die Befliesung seiner begehbaren Dusche entscheidet, sollte die Größe der Fliesen berücksichtigen: Je kleiner die Fliesen, desto mehr Fugen – was wiederum zu einem höheren Reinigungsaufwand führt. Außerdem steigt die Gefahr einer Durchfeuchtung. Kleinformatige Mosaikfliesen mit vielen Fügen können aber punkten, wenn es um die Rutschhemmung geht. Große Fliesen müssen zum Ablauf hin gesenkt und deshalb geschnitten werden. Hierbei kann es zu unschönen Fugenmustern kommen.

Der Vorteil der Befliesung: Dieses System der ebenerdigen Dusche erlaubt eine individuelle Gestaltung – sowohl im Hinblick auf die Flächengröße und die Form der Dusche als auch bei der Wahl der Fliesen. Auf diese Weise entsteht selbst bei kleinen Bädern der Eindruck von mehr Weite. Sogar die Nutzung einer Fußbodenheizung wäre hier möglich. Duschrinne oder Bodenablauf können nach Belieben platziert werden. Die Voraussetzung ist ein entsprechendes Gefälle, um ein Überlaufen des Wassers zu vermeiden. Hier sind allerdings ein erhöhter Arbeitsaufwand und ein gründliches Arbeiten des Fliesenlegers erforderlich.

3. Ebenerdige Dusche – barrierefrei und rollstuhlgerecht?

Vor allem für Personen mit körperlichen Einschränkungen können bodengleiche Duschen eine wahre Bereicherung in ihrem Alltag darstellen. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen: Eine bodenebene Dusche ist nicht automatisch barrierefrei und gleichzeitig für die Befahrung mit einem Rollstuhl geeignet. Denn neben der ebenerdigen Duschfläche sind es weitere Aspekte, die nach DIN-Norm 18040-2 erfüllt sein müssen, um barrierefrei UND rollstuhlgerecht zugleich zu sein. In einem Privathaushalt ist es nicht zwingend erforderlich, sämtliche Punkte aufzugreifen und im eigenen Badezimmer zu realisieren. Dennoch ist es ratsam zu hinterfragen, welche dieser Punkte zu den eigenen Bedürfnissen passen – welche Maßnahmen zu mehr Komfort und Sicherheit beitragen und auf welche Elemente gegebenenfalls verzichtet werden kann.

Empfehlenswert ist grundsätzlich eine bodenbündige Duschfläche von 120x120 Zentimetern, die bei Bedarf zumindest mithilfe eines Rollators bequem und rutschhemmend nutzbar ist. In beiden Fällen ist es empfehlenswert, eine Zugangsschwelle von zwei Zentimetern nicht zu überschreiten sowie eine leichte Neigung herzustellen. Darüber hinaus können Duschklappsitze, rutschfeste Untergründe sowie Haltegriffe und Armaturen in entsprechender Höhe angebracht werden, um das Duscherlebnis mithilfe von Badehilfen nicht nur zu vereinfachen, sondern vor allem sicherer zu gestalten.

4. Wie gestaltet sich die Entwässerung bei einer ebenerdigen Dusche?

In Neubauten gilt die bodenebene Dusche mittlerweile schon fast als Standard. Wer sich für den nachträglichen Einbau einer ebenerdigen Dusche entscheidet, sollte im Vorfeld die baulichen Voraussetzungen des Wohnraums prüfen. Denn insbesondere in einem Altbau kommt es erfahrungsgemäß häufiger zu Komplikationen beim Umbauprozess: Damit sich das Wasser beim Duschen zukünftig nicht im gesamten Badezimmer verteilt, sondern problemlos abfließen kann, ist das Verlegen eines Gefälles im Boden unbedingt notwendig. Hierzu muss der Boden über eine Mindesthöhe verfügen. Um die Ausgangslage richtig einzuschätzen, ist der Sanitätsfachmann der beste Ansprechpartner.

Werden die baulichen Voraussetzungen erfüllt, ist ein Wasserablauf in verschiedenen Varianten zu realisieren: als Deckel, als Rinne und als Wandablauf. Der klassische Deckel ist meist bei fertigen Duschflächen bzw. -wannen zu finden. Alternativ lässt sich eine Rinne entweder unauffällig oder gar absichtlich akzentuiert in die Fuge einlassen. Daneben gibt es Abläufe, die sich bündig in der Wand verstecken und befliest werden können.

Weist der Boden keine Mindesthöhe auf, um ein entsprechendes Gefälle verlegen zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um trotzdem ein Entwässerungssystem zu installieren:

  • eine Anhebung des Fußbodens im gesamten Badezimmer – diese würde die Raumhöhe reduzieren.
  • den Raum unter dem Badezimmer zur Abwasserleitung nutzen: Befindet sich beispielsweise unter dem Badezimmer ein Keller, können dort die Abwasserleitungen an der Decke durchgeführt werden; durch das Abhängen der Decke würde aber wiederum Raumhöhe verloren gehen. Befindet sich unter dem Bad eine andere Wohnung, kommt diese Lösung deshalb wahrscheinlich nicht in Frage.
  • der Einbau eines Pumpsystems: Eine Pumpe kann an der Wand angebracht und mit Fliesen verkleidet werden. Befürchtet man laute und störende Geräusche beim Pumpen, kommt womöglich die Verwendung einer Dämmwanne in Betracht.
  • der Einbau einer Duschwanne: Eine flache Duschtasse erfordert zwar eine kleine Stufe am Duscheinstieg, diese könnte aber mithilfe einer Rollstuhlrampe überwunden werden.

5. Worauf ist bei der Trennwand einer ebenerdigen Dusche zu achten?

Eine Trennwand dient als Spritzschutz und Raumteiler und schützt darüber hinaus vor Zugluft. Zu diesem Zweck hat sich die Verwendung von Glas bewährt: Um vor Absetzungen von Wasser, Kalk und Schmutz zu schützen, empfiehlt sich hierbei UV-gehärtetes oder nanoversiegeltes Glas. Hier ist es vollkommen ausreichend, die Trennwand abzuspülen - auf das Abziehen kann meist verzichtet werden.

Die Frage, wie viele Duschwände benötigt werden, hängt von den Bedürfnissen des Nutzers ab: Wird eine Dusche mit starkem Wasserdruck bevorzugt, bieten sich L-förmig angeordnete Duschwände an. Für ruhig rieselnde Regenduschen ist eine einzige Duschwand erfahrungsgemäß ausreichend. Diese Empfehlungen beziehen sich auf den Einbau einer offenen Dusche. Grundsätzlich steigt hier das Risiko für eine unangenehme Zugluft. Wer dieses Problem umgehen möchte, könnte sich alternativ für eine abgeschlossene Duschkabine mit Tür entscheiden: So wird das Badezimmer – unabhängig von der Größe der Duschkabine – vor Spritzwasser geschützt.

Möchte man komplett auf eine Duschwand verzichten, sollte genügend Platz vorhanden sein, denn das Wasser könnte etwa 120 Zentimeter weit spritzen. Demnach wird ein entsprechend großer Umkreis um die Duschbrause benötigt, der über ein entsprechendes Gefälle verfügt: Nur so kann garantiert werden, dass das Wasser selbstständig abfließt und sich nicht im gesamten Badezimmer verteilt.

6. Was kostet der Einbau einer ebenerdigen Dusche?

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Kosten einer bodengleichen Dusche, wie beispielsweise die Größe des Duschraums, die Art der Duschfläche und der Arbeitsaufwand in Abhängigkeit von der Einbausituation. Somit erfordert der Einbau bei einem Neubau wesentlich weniger Arbeitsaufwand als ein nachträglicher Einbau in einem bereits bestehenden Gebäude.

Im Falle eines Neubaus sollten Interessierte mit mindestens 1.500 Euro rechnen. Diese Kosten setzen sich zusammen aus befliesbaren Duschelementen oder der Duschwanne, die Kosten für den Fliesenleger bzw. Handwerker, den Einbau der Dusche sowie der Anschluss an die Abwasserleitungen. Örtliche Begebenheiten beeinflussen letztlich, wie hoch die Arbeitsleistungen ausfallen. Es gibt auch Komplett-Elemente, die eine bzw. mehrere Duschwände bereits beinhalten. Diese sind ab etwa 1.200 Euro zu erwerben. Mit allen weiteren Leistungen und Arbeitsstunden können letztlich Kosten in Höhe zwischen 2.000 und 5.000 Euro entstehen. 

 

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