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Altersgerechtes und flexibles Badezimmer: Badezimmermöbel für jede Lebenssituation

Sicherheit, Flexibilität und Komfort: Bei der Umgestaltung des Badezimmers sollten insbesondere diese Aspekte berücksichtigt und verwirklicht werden, um den Raum tatsächlich in jeder Lebenssituation so unabhängig und barrierefrei wie möglich nutzen zu können.

Schon kleine Investitionen tragen dazu bei, Risikofaktoren im Badezimmer zu minimieren und den Raum nachhaltig sicherer zu gestalten.
©user14756623 | Freepik.com


1. Kleine Badehilfen mit großer Wirkung

2. Umbau von Wanne zur ebenerdigen Dusche

3. Flexible Einrichtung im Badezimmer

4. Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten für ein altersgerechtes Badezimmer

4.1. Pflegekasse: Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen im Badezimmer

4.2. KfW-Förderung: Kredit und Zuschuss für alters- und behindertengerechtes Wohnen


Das Badezimmer zählt zu den größten Gefahrenquellen in den eigenen vier Wänden: Aus einer Kombination aus nassen Böden, rutschigen Badewannenwänden, hohen Einstiegen und/oder fehlenden Haltegriffen wird schnell eine große Herausforderung bei der täglichen Körperhygiene. Vor allem mit zunehmendem Alter können all diese Risikofaktoren zusätzlich unangenehme und langfristige Konsequenzen mit sich ziehen. Operationen, körperliche Einschränkungen und eine zumindest zeitweise Pflegebedürftigkeit in Folge von Verletzungen und Knochenbrüchen sind keine Seltenheit. Um die Risiken für ein solches Szenario zu reduzieren, kann es sinnvoll sein, das eigene Badezimmer frühzeitig altersgerecht umzubauen. Sollte trotz aller Vorkehrungen ein Unfall passieren, trägt ein barrierefreies und flexibles Badezimmer dazu bei, sich selbst mit körperlichen Einschränkungen weiterhin möglichst eigenständig, komfortabel und sicher zu bewegen.

1. Kleine Badehilfen mit großer Wirkung

Schon kleine Investitionen tragen dazu bei, Risikofaktoren im Badezimmer zu minimieren und den Raum nachhaltig sicherer zu gestalten. Dazu zählen beispielsweise Stütz- und Haltegriffe: Sie bewähren sich an allen Stellen im Badezimmer, bei denen ein sicherer Stand oder Halt unbedingt erforderlich ist. Im Bereich der Badewanne und Dusche, neben der Toilette und am Waschbecken angebracht, ermöglichen sie ein sicheres Hinsetzen, Aufstehen und Abstützen. Meist aus Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff angefertigt, können Haltegriffe im Badezimmer je nach Einsatzort und Belastung angebohrt, aufgeklebt oder mit Saugnäpfen befestigt werden. Zu berücksichtigen ist: Jeder Haltegriff muss stabil genug sein, um sich jederzeit sicher mit seinem eigenen Körpergewicht daran abstützen zu können. Erst wenn dies garantiert ist, bietet ein Haltegriff tatsächlich den notwendigen Halt.

Ebenfalls hilfreich sind Anti-Rutschmatten und Wannensticker, um einen sicheren Stand auf nassen Fliesen, Badewannenböden und Duschflächen zu gewähren. Diese preiswerten Hilfsmittel saugen sich mithilfe von Befestigungsnoppen am jeweiligen Untergrund fest und bestehen aus Materialien mit rutschhemmender Wirkung.

Fällt es leichter, die Körperhygiene im Sitzen durchzuführen, eignet sich ein Duschhocker. Ein solches Element ermöglicht ein sicheres Sitzen beim Duschen oder bei der Körperhygiene am Waschbacken. Doch auch bei temporären Herz-Kreislauf-Problemen, Schwindel und Unwohlsein bietet ein solcher Duschstuhl Sicherheit, wenn es beispielsweise plötzlich schwerfällt, mit geschlossenen Augen in der Duschkabine zu stehen.

In diesem Zusammenhang bietet sich auch der Einsatz eines höhenverstellbaren Kippspiegels an: Um sich selbst im Sitzen im Spiegel betrachten zu können, eignen sich Spiegel mit Kippvorrichtungen. Diese Flexibilität ermöglicht es allen Bewohnern, den Spiegel den eigenen körperlichen Bedürfnissen anzupassen.

Eine detaillierte Übersicht über diese und viele weitere Badehilfen, deren Einsatzorte und die damit verbunden Kosten finden Sie hier.

2. Umbau von Wanne zur ebenerdigen Dusche

Die Nutzung einer Badewanne führt im höheren Alter häufig zu Problemen: Hierfür ist in erster Linie ein zu hoher Badewannenrand verantwortlich, der meist nur mit großer körperlicher Anstrengung zu überwinden und dadurch mit zunehmender Unsicherheit verbunden ist. Im Gegensatz zur Badewanne punktet eine ebenerdige Dusche nicht nur mit Blick auf die Barrierefreiheit, sondern auch in Sachen Komfort: Sie ist leicht begehbar, sieht elegant aus und bietet – bei ausreichend großer Fläche – sogar für Rollstuhlfahrer die Möglichkeit des eigenständigen Duschens.

Wenn das eigene Badezimmer zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur über eine Wanne verfügt, die Notwendigkeit einer (ebenerdigen) Dusche aber besteht, lässt sich dieses Problem meist unkompliziert und innerhalb kurzer Zeit lösen: Beim Umbau von Wanne zur Dusche wird die Badewanne entfernt. Während die Bodenfliesen bestehen bleiben können, müssen gegebenenfalls Rohre neu verlegt werden. Die Duschfläche bedeckt schließlich die Fläche, die vorher von der Badewanne eingenommen wurde. Durch diese große Fläche hätten es schließlich auch Pflegekräfte oder pflegende Angehörige leichter, bei der Körperhygiene behilflich zu sein.

Die Kosten für den Umbau einer Wanne zur Dusche sind abhängig von der Größe und der Einbausituation. Dabei stellt sich beispielsweise die Frage, ob bauliche Veränderungen notwendig sind. Nicht zu unterschätzen sind schließlich auch die Qualität der verwendeten Materialen sowie die Ausstattung der Dusche. Deshalb ist es ratsam, sich bei verschiedenen Unternehmen nach Angeboten zu erkundigen.  Erfahrungsgemäß liegen die Kosten für den kompletten Umbau zwischen 4.000 und 6.000 Euro.

3. Flexible Einrichtung im Badezimmer

Wer seine eigenen vier Wände im Alter neu gestalten möchte, sollte auch das Maß an Flexibilität der Möbel und Einrichtungsgegenstände im Blick behalten: Wenn das Badezimmer so flexibel eingerichtet ist, dass es den individuellen Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden kann und gleichzeitig optimalen Komfort bietet, ermöglicht es langfristig mehr Sicherheit, Funktionalität und Unabhängigkeit. Diese Flexibilität ist nicht nur in Folge von Krankheiten oder Mobilitätseinschränkungen wertvoll: Schließlich verfolgt eine flexible Badezimmereinrichtung von Beginn an das Ziel, allen Bewohnern den bestmöglichen Komfort in ihrem Alltag zu ermöglichen.

Gerade im Badezimmer ist es wichtig, unabhängig von der Größe des Raums alle Funktionen eigenständig nutzen zu können. Durch bewegliche Elemente wird es für die Bewohner möglich, die jeweiligen Einheiten genau an diejenige Stelle und Höhe zu bewegen, wo sie benötigt werden. Auf diese Weise lassen sich für die Bedürfnissen des Einzelnen Lösungen finden, die stets veränderbar und anpassungsfähig sind.

Senkrechte und waagerechte Wandschienen tragen dazu bei, die einzelnen Elemente des Badezimmers problemlos an eine andere Position zu verschieben und/oder in ihrer Höhe zu verstellen. Auf diese Weise lassen sich Einschränkungen durch unzweckmäßige Einheiten vermeiden. All diese verstellbaren Elemente unterstützen somit auch die körperlichen Fähigkeiten des Einzelnen – denn durch die flexible Badezimmereinrichtung wird es möglich, sich trotz körperlicher Einschränkungen eigenständig bewegen zu können.

TIPP DER REDAKTION:

Es ist grundsätzlich empfehlenswert, Haltegriffe im Badezimmer anzubringen. Sie erhöhen im Bereich der Badewanne und Dusche, aber auch neben der Toilette und am Waschbecken die Sicherheit für den Einzelnen, indem sie beim Aufstehen, Hinsetzen und Abstützen genutzt werden können. Im Rahmen der flexiblen Badezimmergestaltung sollten diese aber natürlich nicht mit den Wandschienen kollidieren.

4. Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten für ein altersgerechtes Badezimmer

Mit der Umgestaltung des Badezimmers zu mehr Flexibilität und Barrierefreiheit fallen hohe Kosten an. Zur finanziellen Entlastung gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Zuschüsse zu erhalten und/oder Förderungsprogramme in Anspruch zu nehmen.

4.1. Pflegekasse: Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen im Badezimmer

Im Rahmen der Wohnumfeldverbessernden Maßnahmen stellt die Pflegekasse Pflegebedürftigen (Pflegegrad 1 bis 5) bis zu 4.000 Euro zur Verfügung, um die häusliche Pflege in der Wohnung zu ermöglichen, zu erleichtern oder um eine möglichst selbstständige Lebensführung der pflegebedürftigen Person zu fördern. Dabei werden verschiedene Umbauprojekte und Veränderungen unterstützt, wie beispielsweise Türverbreiterungen oder die Installation von Rampen und Treppenliften. Hierbei wird auch die Umgestaltung des Badezimmers ist im Kontext der häuslichen Pflege berücksichtigt: Geht es beispielsweise um den Einbau einer bodengleichen Dusche, die Anpassung der Toilettenhöhe, die Integration flexibler Möbel, die Nutzung von Badehilfen oder die Anbringung von Halte- und Stützgriffen, können Pflegebedürftige einen Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen. Hierzu reicht ein formloses Schreiben aus, in dem die notwendigen Veränderungen beschrieben und begründet werden. Zu beachten ist: Erst, wenn die Maßnahme tatsächlich bewilligt wurde, erhalten Betroffene den Zuschuss.

HINWEIS DER REDAKTION:

Unter einer Maßnahme, die mit 4.000 Euro unterstützt wird, versteht man die Gesamtheit aller Anpassungen, die in der jeweiligen Situation sinnvoll oder gar erforderlich sind. Diese werden von der Pflegekasse einmalig unterstützt. Sollte sich der Pflegebedarf zwischenzeitlich ändern, weshalb weitere Anpassungen im Wohnumfeld erforderlich sind, kann erneut ein Zuschuss beantragt werden.

4.2. KfW-Förderung: Kredit und Zuschuss für alters- und behindertengerechtes Wohnen

Als nationale öffentlich-rechtliche Förderbank vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz: KfW – Zuschüsse und zinsgünstige Kredite, die an bestimmte förderungswürdige Zwecke gebunden sind. So fördert die KfW unter anderem den barrierefreien Umbau des Badezimmers mit Zuschüssen und Krediten. Zu berücksichtigen sind dabei die Einhaltung der DIN-Norm 18040-2 oder die Mindestanforderungen für barrierefreies Bauen der KfW-Bank.

  • Mit dem Förderprodukt 455 „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss" unterstützt die KfW Privatpersonen beim Abbau von Barrieren und bei der Erhöhung des Wohnkomforts. Unabhängig vom Alter der Bewohner beträgt der Zuschuss bis zu 6.250 Euro.
  • Das Förderprodukt „Altersgerecht Umbauen – Kredit" beschreibt den Kredit für den Abbau von Barrieren, der Erhöhung des Wohnkomforts sowie für die Investition in Einbruchschutzmaßnahmen. Privatpersonen können unabhängig von ihrem Alter einen Förderkredit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit erhalten.

In unserem Ratgeber „Förderungen & Zuschüsse für den altersgerechten Umbau" erfahren Sie, welche weiteren Finanzierungsmöglichkeiten in Frage kommen und welche Voraussetzungen für die jeweilige Bewilligung erfüllt sein müssen.


 

Quelle: Redaktion seniorenportal.de
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