Treppenlifte: Arten, Kosten & Zuschüsse

Der Wunsch, in den eigenen vier Wänden seinen Ruhestand zu genießen, steht bei vielen Senioren an erster Stelle. Um diesen Wunsch realisieren zu können, muss das Eigenheim häufig barrierefrei umgebaut werden. Da insbesondere das Treppensteigen mit zunehmendem Alter eine Herausforderung wird, sollte frühzeitig über den Einbau eines Treppenlifts nachgedacht werden.

©Robert Kneschke | stock.adobe.com


1. Einen Treppenlift einbauen: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

1.1. Welche Treppenform eignet sich für den Einbau eines Treppenlift?

1.2. Wie breit muss meine Treppe für einen Treppenlift sein?

1.3. Darf ich einen Treppenlift in einem Mehrfamilienhaus einbauen?

1.4. Brauche ich für den Einbau eines Treppenlifts eine Baugenehmigung?

2. Welche Treppenlifte gibt es?

2.1. Sitzlift

2.2. Plattformlift

2.3. Hublift

2.4. Senkrechtlift

3. Wie erkenne ich einen sicheren und qualitativen Treppenlift?

4. Welche Sicherheitsfunktionen besitzt ein Treppenlift?

5. Was kostet ein Treppenlift?

6. Außenlift: Was kostet ein Treppenlift im Außenbereich?

7. Treppenlift: Gibt es finanzielle Zuschüsse?

8. Was kostet das Mieten eines Treppenlifts?

9. Ist es empfehlenswert, einen Treppenlift gebraucht zu kaufen?


Das Treppensteigen kann aufgrund unterschiedlicher Faktoren im Alter zum Hindernis werden. Wegen einer abnehmenden Beweglichkeit, durch chronische Erkrankungen, Schmerzen in den Knie- und Hüftgelenken oder auch eine temporäre Verletzung, stellt womöglich bereits eine einzelne Stufe einen wahren Kraftakt dar. Daneben wächst die Sturzangst im Alter, weshalb die Betroffenen dazu neigen, das Treppensteigen generell zu vermeiden. Falls es sich jedoch um eine Treppe in den eigenen vier Wänden handelt, die die Mobilität und damit die Eigenständigkeit innerhalb des Wohnraums einschränkt, werden Umbaumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit erforderlich. Ein Treppenlift verhilft zu mehr Sicherheit und Unabhängigkeit.

1. Einen Treppenlift einbauen: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Obwohl sich ein Treppenlift im Regelfall in nahezu allen Wohnsituationen problemlos installieren lässt, gibt es einige Voraussetzungen, die im Vorfeld beachtet werden sollten. Im Allgemeinen bietet es sich an, sich fachlich beraten zu lassen, um die Wohnsituation mit den unterschiedlichen Umbaumöglichkeiten abzustimmen.

1.1. Welche Treppenform eignet sich für den Einbau eines Treppenlift?

Über die Form der Treppe müssen sich Betroffene bei der Planung eines Treppenlifts keine Sorgen machen. Da es sich bei jedem Treppenlift um eine Maßanfertigung handelt und die jeweiligen Schienensysteme flexibel auch an kurvige Treppenverläufe angepasst werden können, sind in der Regel keine Umbaumaßnahmen erforderlich. Zwar gestaltet sich die Installation bei einer geraden Treppe weniger kompliziert, doch auch eine Wendel-, Podest- oder Kurventreppe steht einem sicheren Treppenlift-Einbau nicht im Wege.

1.2. Wie breit muss meine Treppe für den Treppenlift sein?

Während die Treppenform eine untergeordnete Rolle bei dem Einbau eines Treppenlifts spielt, muss die Treppenbreite je nach Wohnsituation bestimmten Maßen entsprechen. Hierbei unterscheidet sich die erforderliche Mindestbreite in Mehrfamilienhäusern von denen der Einfamilienhäuser. In Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Gebäuden ist es besonders wichtig, dass die Treppe trotz des Treppenlifts genügend Platz zum Begehen bietet.

In Wohngebäuden mit zwei oder weniger Wohnungen genügt eine Mindestlaufbreite von 80 cm. In einem größeren Gebäudekomplex muss sich die Treppenbreite dagegen auf mindestens 100 cm bemessen. Diese Regelungen gelten vor allem zur Einhaltung des Brandschutzes und der Freihaltung der Fluchtwege.

1.3. Darf ich einen Treppenlift in einem Mehrfamilienhaus einbauen?

Grundsätzlich hat jeder Mieter einen Anspruch auf einen barrierefreien Zugang zu seiner Wohnung. Besteht ein berechtigtes Interesse des Mieters zum Einbau eines Treppenlifts, beispielsweise durch eine körperliche Behinderung oder anderweitige Einschränkungen, ist der Vermieter gesetzlich dazu verpflichtet, einen altersgerechten Umbau zu dulden. Sowohl die Anschaffungs- als auch die Einbaukosten müssen jedoch von dem Betroffenen selbst getragen werden.

Außerdem müssen die oben genannten baulichen Voraussetzungen erfüllt sein. Die nutzbare Mindestlaufbreite darf zur Einhaltung der Brandvorschriften nicht unterschritten werden. Zur Mindestlaufbreite zählt ebenfalls das Geländer, dessen Benutzung durch den Treppenlift nicht eingeschränkt werden darf. Um die Verkehrssicherheit auf der Treppe zu schützen, bedarf es einer ausreichend großen Wartefläche von mindestens 60 cm zwischen den einzelnen Etagen. Falls der hochgeklappte Treppenliftsitz ohne Benutzer in Bewegung ist, sollte auch hier eine Restbreite von 60 cm vorhanden sein. Daneben muss einem missbräuchlichen Gebrauch vorgebeugt werden, indem der Treppenlift gesichert werden kann und sich bei Nichtbenutzung in einer Parkposition befindet. Zum Faktor Sicherheit zählt ebenfalls, dass das Treppenliftsystem aus einem nicht brennbaren Material besteht.

Folglich ist der Einbau eines Treppenlifts in ein Mehrfamilienhaus nicht nur möglich, sondern gesetzlich geregelt, falls ein dringender Bedarf besteht. Jedoch müssen die baulichen und rechtlichen Vorschriften erfüllt sein, damit die Treppe als wichtiger Fluchtweg stets freigehalten wird.

1.4. Brauche ich für den Einbau eines Treppenlifts eine Baugenehmigung?

In einigen Bundesländern muss der Einbau eines Treppenlifts beantragt werden. Hierbei prüft die zuständige Behörde, ob die zuvor genannten rechtlichen Baubestimmungen eingehalten werden können. Diese gesetzlichen Regelungen zu Treppenliften finden sich sowohl in den Landesbauordnungen (LBO) als auch in der allgemeingültigen Norm DIN18065 – Technische Baubestimmungen. In dieser Baubestimmung werden die allgemeinen Vorgaben zu den Messregeln, Maßen und Toleranzen für Treppen festgelegt.

2. Welche Treppenlifte gibt es?

Unter einem Treppenlift verstehen die meisten Menschen den klassischen Sitzlift. Doch je nach Art der körperlichen Einschränkung und der baulichen Voraussetzungen sollte entschieden werden, welches Treppenliftsystem sich am besten für den Betroffenen und die jeweilige Wohnsituation eignet. Insbesondere der Plattformlift, der Hublift und der Senkrechtlift sind neben dem Sitzlift gängige Treppenlift-Varianten.

2.1. Sitzlift

Der Sitzlift ermöglicht es Menschen mit eingeschränkter Bewegungsmöglichkeit, eigenständig und sicher von einer Etage zu der nächsten zu gelangen. Sinnvoll ist dieser Treppenlift jedoch nur für Personen, die sich weitestgehend selbstständig bewegen können, da der Ein- und Ausstieg aus eigener Kraft bewerkstelligt werden muss. Falls ein Rollstuhlfahrer körperlich nicht in der Lage ist, sich in das Sitzgerät umzusetzen, eignet sich der Sitzlift für den Betroffenen nicht.

Der Sitzlift wird auf einem maßgefertigten Schienensystem installiert, welches sowohl an der Wand als auch an dem Treppengeländer montiert werden kann. Durch einen Bedienungshebel kann der Treppenlift bequem aus dem Sitzgerät heraus gesteuert werden. Auch ohne Passagier kann der Sitzlift mittels Fernbedienung zu einer beliebigen Etage gefahren werden. Üblicherweise lassen sich zudem sowohl Sitz als auch Armlehne hochklappen, wodurch der Treppenlift bei Nicht-Benutzung nur wenig Platz einnimmt.

2.2. Plattformlift

Insbesondere Rollstuhlfahrer profitieren von den Vorzügen eines Plattformlifts. Die Funktionsweise ähnelt der eines Sitzlifts, da sich auch dieser Treppenlift-Typ über ein maßgefertigtes Schienensystem der Treppensituation anpassen lässt. Jedoch wird der Betroffene nicht in einem Sitzgerät transportiert, sondern über eine Plattform. Deshalb eignet sich dieser Treppenlift besonders für Rollstuhlfahrer, aber auch für Menschen mit anderweitigen Hilfsmitteln wie einem Rollator. Da die Plattform für Gewichte bis zu 300 Kilogramm ausgelegt ist, lassen sich auch mehrere Menschen gleichzeitig oder stark übergewichtige Menschen mit einem solchen Lift befördern.

Aufgrund der Plattform benötigt dieser Treppenlift mehr Platz als der Sitzlift. Deswegen gilt als bauliche Voraussetzung die Mindesttreppenbreite von 100 cm und eine ausreichend große Ein- und Ausstiegsfläche. Da der Betroffene über eine kleine Rampe den Plattformlift befahren kann, stellt das Betreten kein Problem dar. Neben der Auffahrrampe verfügt dieser Treppenlift über Sicherheitswände, Sicherheitsbügel und einen Haltegriff. Verschiedene Sicherheitsvorkehrung verhindern das Abrutschen oder Wegrollen des Nutzers.

2.3. Hublift

Auch der Hub- bzw. Hebellift verfügt über eine Plattform. Doch anders als bei dem Plattformlift wird der Nutzer nicht entlang der Treppe transportiert, sondern vertikal. Vergleichbar mit einem kleinen Aufzug dient der Hublift dazu, Podeste und Treppenabsätze zu überwinden. Bis zu 3 Meter hoch können diese Hindernisse sein. Erfahrungsgemäß werden Hublifte deshalb dafür eingesetzt, die Treppen im Eingangsbereich oder den Terrassenbereich nachträglich barrierefrei zu gestalten. Daneben finden sich auch im Innenbereich eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Empfehlenswert sind Hublifte vor allem für Rollstuhlfahrer, die nur geringe Höhenunterschiede überwinden müssen.

Entgegen einem gewöhnlichen Aufzug kann ein Hublift ohne Schacht eingebaut werden. Außerdem bedarf es keinem aufwendigen Schienensystem, wie bei den zuvor genannten Treppenliften. Auch die Treppenbreite ist in diesem Fall nicht ausschlaggebend, da lediglich ausreichend Platz für die Anbringung der Plattform vorhanden sein muss. Da es diesen Treppenlift in unterschiedlichen Größen gibt, sollte für jede Treppensituation das passende Modell zu finden sein. Für die Plattform in der Waagerechten ist eine Fläche von ca. 90 x 120 cm ausreichend. Aufgrund des wetterbeständigen Materials kann dieser Treppenlift auch problemlos außen angebracht werden. Durch die Tragkraft von bis zu 350 Kilogramm können auch Menschen mit schweren Elektrorollstühlen den Hublift zu nutzen.

2.4. Senkrechtlift

Eine weiterer Treppenlift, der sich ebenfalls vor allem für Rollstuhlfahrer eignet, ist der Senkrechtlift. Der Senkrechtlift ist mit einem gewöhnlichen Personenaufzug zu vergleichen, weshalb er auch Senkrechtaufzug, Hausaufzug oder Homelift genannt wird. Im Gegensatz zu den zuvor beschrieben Treppenlift-Arten ist der Senkrechtlift an keine Treppe und dadurch auch an keine Treppenbreite gebunden. Da bei einem Einbau eines solchen Liftes lediglich eine Öffnung an der zu durchquerenden Decke geschaffen werden muss, ist die Installation im gesamten Wohnraum möglich. Je nach Etagenhöhe kann zwischen einem Einbau mit oder ohne Schacht gewählt werden. Das Treppenlift-Modell ohne Schacht ist, ähnlich wie bei dem Hublift, nur bis zu einer Höhe von drei bis vier Metern möglich. Durch das Modell mit Schacht können dagegen bis zu 15 Meter mit einem Senkrechtlift überwunden werden.

Der Senkrechtlift ohne Schacht zum Überwinden einer Etage ist eine selbstragende Konstruktion. Dies bedeutet, dass der Lift keine tragende Wand zur Stabilisierung benötigt, sondern ausreichend durch zwei Fahrschienen gestützt ist. Diese Fahrschienen befinden sich an den Seiten der Kabine. Folglich muss der Wohnraum nur wenig angepasst werden. Die Treppenlift-Variante mit Schacht ist dagegen deutlich kosten- und arbeitsaufwendiger. Derartige Senkrechtlifte sind aufgrund der komplizierten Schachkonstruktion nur empfehlenswert, wenn große Höhen überwunden werden müssen.

3. Einen Treppenlift einbauen: Wie erkenne ich einen sicheren und qualitativen Treppenlift?

Selbstverständlich verfügen die verschiedenen Treppenlifte über eine Vielzahl an Sicherheitsfunktionen. Grundsätzlich gilt der Treppenlift als ein sehr sicheres Transportmittel, da die technischen Geräte an bestimmte Sicherheitsvorschriften gebunden sind. Trotzdem ist es ratsam, sich vor dem Kauf mit den verschiedenen Sicherheitsfaktoren auseinander zu setzen, da diese je nach Anbieter und Modell variieren können.

Unter die Sicherheitsanforderungen fallen vor allem die Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes. Durch dieses Gesetz dürfen in Deutschland nur diejenigen Treppenlifte verkauft und installiert werden, die den geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzfaktoren entsprechen. Das wiederum bedeutet, dass sie sich bei einem Treppenlift-Anbieter mit deutschem Firmensitz sicher sein können, dass die geltenden Normen und Bestimmungen eingehalten werden. Die CE-Kennzeichnung entspricht dieser europäischen Sicherheitsverordnung.

Ein Treppenlift sollte über ein Typenschild verfügen. Neben der CE-Kennzeichnung sollte darauf die Typenbezeichnung, die Seriennummer, die Belastungsgrenze, das Baujahr, die Servicenummer sowie die Adressdaten des Herstellers vermerkt sein. Der Name und die Anschrift des Herstellers können dann wichtig sein, wenn bezüglich des Treppenlifts Fragen, Reparaturen oder Wartungen anstehen. Während die CE-Kennzeichnung lediglich bestätigt, dass der Treppenlift den europäischen Sicherheitsvorgaben entspricht, geben das GS-Prüfsiegel oder das TÜV-Prüfsiegel Aufschluss über Qualität und Sicherheit.

4. Welche Sicherheitsfunktionen besitzt ein Treppenlift?

Ein Treppenlift verfügt über verschiedene Sicherheitsvorkehrungen, um einen sicheren Transport gewähren zu können. Damit die Person, die in dem Treppenlift befördert wird, nicht herausfallen kann, verfügen Treppenlifte über einen Sicherheitsgurt, rutschfeste Fußablagen und Sicherheitsarmlehnen. Höhenverstellbare und schwenkbare Sitzgeräte erleichtern zusätzlich den Ein- und Ausstieg.

Daneben sorgen technische Sicherheitsfunktionen für den nötigen Schutz: Im Regelfall muss der Steuerungsknopf durch die Integration einer sogenannten Totmann-Steuerung dauerhaft gedrückt werden, damit sich der Treppenlift fortbewegt. Dadurch wird eine ungewollte Steuerung des Treppenlifts verhindert. Über einen integrierten Notfallschalter ist es möglich, den Treppenlift während der Fahrt anzuhalten und auszusteigen. Außerdem erkennen Sicherheitssensoren Hindernisse auf dem Fahrweg, wodurch der Lift bei Gefahrenerkennung automatisch stoppt. Auch der automatische Klemmschutz lässt den Lift sofort anhalten, wenn sich etwas zwischen Schiene, Treppe und Lift befindet.

Um einen ruckartigen Anlauf des Geräts zu verhindern, startet der Treppenlift sanft und behält während der Fahrt eine kontrollierte Geschwindigkeit. Auch beim Anhalten wird der Lift durch diese Sicherheitseinrichtung sanft abgebremst. Falls der Akku-Antrieb des Treppenlifts, der sich entweder während der Fahrt oder an den Endhaltestellen automatisch auflädt, aufgrund eines Störfalles ausfallen sollte, können einige Treppenlift-Varianten manuell mit einer Kurbel bewegt werden. Eine Fangvorrichtung sorgt auch bei Ausfall des Antriebs für ein sicheres Abbremsen. Eine Kindersicherung, beispielsweise durch einen Schlüsselschalter, verhindert den unbefugten Gebrauch des Treppenlifts. Die zahlreichen Sicherheitsfunktionen dienen dazu, sowohl den Betroffenen als auch andere Treppennutzer zu schützen. 

5. Was kostet ein Treppenlift?

Da es sich bei nahezu allen Treppenliften um eine individuelle Maßanfertigung handelt, kann man die Kosten für den Einbau ohne fachliche Beratung nur schwer bestimmen. Die Preisspanne variiert zu stark, um eine aussagekräftige Kostenaufstellung durchführen zu können. Grund hierfür sind die vielen verschieden Faktoren, die den Preis eines Treppenlifts beeinflussen:

  • Der Treppenlift-Typ: Ist ein Sitzlift ausreichend oder wird ein rollstuhltaugliches Modell benötigt?
  • Die Treppenform: Handelt es sich um eine kostengünstigen geraden oder um einen kurvigen Treppenverlauf?
  • Das Schienensystem: Über wie viele Etagen soll sich der Treppenlift erstrecken?
  • Der Installationsbereich: Soll der Treppenlift innen oder außen angebracht werden?
  • Das Lift-Modell: Wird ein Premiummodell bevorzugt oder ein Gebrauchtkauf?
  • Die individuelle Ausstattung: Welche Zusatzausstattungen und/oder Zusatzleistungen sind gewünscht?

Die individuellen Faktoren sind zu komplex, um im Vorfeld die Kosten einen Treppenlifts ermitteln zu können. Es empfiehlt sich, einen kompetenten Treppenlift-Anbieter zur Beratung und Kalkulation der Kosten heranzuziehen. Trotzdem sollen im Folgenden grob die Preisspannen der einzelnen Treppenlift-Varianten aufgezeigt werden:

Bei einem Sitzlift mit einem geraden Treppenverlauf müssen mit Kosten zwischen 4.000 und 10.000 Euro gerechnet werden. Die Kosten bei einem kurvigen Verlauf liegen dagegen zwischen 8.000 und 15.000 Euro.

Während der Preis eines Plattformlifts für eine gerade Treppe zwischen 9.000 und 15.000 Euro liegt, kann ein kurviger Treppenverlauf bis zu 25.000 Euro kosten.

Bis zu einer Höhe von 1,79 Metern kostet die Anbringung eines Hublifts sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zwischen 6.000 und 15.000 Euro. Ab einer Höhe von drei Metern beginnt die Preisspanne erst bei 17.500 Euro.

Die Kosten für einen Senkrechtlift hängen ebenfalls stark mit der Förderhöhe zusammen. Mit mindestens 20.000 Euro muss jedoch bereits bei Kauf eines einfachen Modells ohne Schachtkonstruktion gerechnet werden. Eine Installation inklusive Schacht kann sich auf Kosten zwischen 26.000 und 30.000 belaufen.

Zu den Kosten eines jeden Treppenlifts kommen zusätzlich jährliche Wartungskosten hinzu, die sich auf 100 bis 200 Euro belaufen.

 

Jetzt Treppenlift-Angebote vergleichen

 

6. Was kostet ein Treppenlift im Außenbereich?

Oftmals sind es die Treppen und Absätze im Eingangs- sowie Gartenbereich, die ein Hindernis für Senioren oder Menschen mit körperlicher Behinderung darstellen. Zusätzlich führen Kälte und Nässe in der kalten Jahreszeit zu einer erhöhten Sturzgefahr. Um den Betroffenen das Betreten des Wohnraums zu erleichtern, lohnt sich daher die Anschaffung eines Treppenlifts im Außenbereich.

Grundsätzlich lassen sich sowohl Sitzlift als auch Plattform- und Hublift im Freien installieren. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass das Material jeglichen Witterungen standhalten kann. Daher empfiehlt sich die Anschaffung besonders widerstandsfähiger Geräte. Sicherheitsfunktionen wie rutschfeste Beschichtungen, Korrosionsschutz und eine gut geschützte Elektronik sollten beim Kauf berücksichtigt werden.

Die Kosten eines Außenlifts lassen sich wegen der vielen individuellen Faktoren ebenfalls nicht pauschal benennen. Sie unterscheiden sich jedoch nicht wesentlich von den Kosten eines Treppenlifts innerhalb des Wohnraums.

7. Treppenlift: Gibt es finanzielle Zuschüsse?

Die Anschaffungskosten eines Treppenlifts können sich auf mehrere tausend Euro belaufen. Die Konfrontation mit einer solch hohen Summe stellt für viele Betroffene erstmal einen Schock dar. Nicht jeder verfügt über ein ausreichend hohes Budget oder möchte seine gesamten Ersparnisse investieren. Da der Wunsch, langfristig in den eigenen vier Wänden leben zu können, durch Umbaumaßnahmen realisiert werden kann, werden verschiedene Förderungen und Zuschüsse geboten, über die sich vor dem Kauf unbedingt informiert werden sollten.

Falls ein Pflegegrad vorliegt, kann bei der Pflegekasse – bereits ab Pflegegrad 1 – ein Zuschuss von bis zu 4.000 Euro beantragt werden. Die Förderung findet im Rahmen der „Wohnumfeldverbessernden Maßnahmen" statt. Ob ein Zuschuss gewährleistet wird und wie hoch dieser ausfällt, hängt vom Einzelfall ab.

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst einen Treppenlift-Einbau. Durch das Programm „Altersgerecht Umbauen  Investitionszuschuss (455)" können zehn Prozent der Gesamtkosten von der KfW übernommen werden. Alternativ kann das Förderprodukt Altersgerecht Umbauen – Kredit (159)" der KfW genutzt werden, um sich ein Kredit von bis zu 50.000 Euro zu sichern. 

Falls die körperliche Beeinträchtigung aus einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit hervorgeht, können Treppenlift-Zuschüsse bei der Berufsgenossenschaft beantragt werden.

Wird der Treppenlift in Folge eines Unfalls benötigt, greift eventuell die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers.

8. Was kostet das Mieten eines Treppenlifts?

Einen Treppenlift zu mieten ist dann sinnvoll, wenn der Betroffene aufgrund einer temporären Beeinträchtigung nur vorübergehend auf das Hilfsmittel angewiesen ist.  Wie die Kaufkosten richten sich auch die Mietkosten nach der jeweiligen Lift-Variante und den baulichen Voraussetzungen. Denn auch zur Miete muss ein maßgefertigtes Schienensystem für den individuellen Treppenverlauf gefertigt und installiert werden. Während ein Treppenlift-Einbau bei einer kurzen, geraden Treppe weniger kostenintensiv ist, kann eine Kurventreppe über mehrere Etagen auch zur Miete teuer werden. Deshalb ist es ratsam, abzuwiegen, inwiefern sich das Mieten im Einzelfall wirklich lohnt.

HINWEIS DER REDAKTION:

Auch das Mieten eines Treppenlifts wird durch finanzielle Zuschüsse unterstützt.

9. Ist es empfehlenswert, einen Treppenlift gebraucht zu kaufen?

Um den Geldbeutel zu schonen, bietet sich der Kauf eines gebrauchten Treppenlifts an. Bis zu 50 Prozent des Neukaufpreises können dadurch gespart werden. Zwar muss das Schienensystem auch bei einem Gebrauchtkauf maßgefertigt sein, doch durch ein bereits gebrauchtes Sitzgerät und Antrieb können Kosten eingespart werden. Da die Funktionalität und die Sicherheit des Geräts vor erneuter Inanspruchnahme ausgiebig geprüft werden, bietet ein gebrauchter Treppenlift eine sichere und kostengünstige Alternative. Da es sich bei jedem Treppenlift um eine Maßanfertigung handelt, sollte man sich bei einem Gebrauchtkauf an einen kompetenten Händler wenden und keinen Treppenlift über ein Gebrauchtportal privat erwerben. Die finanzielle Förderung kann auch im Zusammenhang mit einem gebrauchten Modell beantragt werden. 

 

Weitere Informationen

 

 

Pflegeimmobilien kaufen Banner


Suchmodule


Anzeige