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Für ein gutes Gefühl in den eigenen vier Wänden: mehr Sicherheit dank technischer Hilfsmittel

Das eigene Zuhause verbinden viele Menschen mit einem Gefühl von Geborgenheit, Privatsphäre und Sicherheit. Aus verschiedenen Gründen kann es jedoch vorkommen, dass diese positiven Empfindungen von einer ängstlichen Stimmung überschattet werden.

Unauffällig im gesamten Wohnumfeld integriert, ermöglichen es Alarmsysteme, den Innen- wie auch den Außenbereich des Hauses vor dem Betreten unbefugter Personen zu schützen.
©nata3081 | Freepik.com


1. Schutzmaßnahmen gegen Einbrüche

2. Alltägliche Gefahren im Haushalt vermeiden

3. Vorsicht: Trickbetrug!

3.1. Wie erkenne ich den Enkeltrick?

3.2. Kaffeefahrt zum Sonderpreis?

3.3. Wie gelangen Einbrecher durch Täuschung in meine Wohnung?


Ob im eigenen Bekanntenkreis, in den sozialen oder in den konventionellen Informationsmedien – tagtäglich erreichen uns eine große Anzahl an Nachrichten über kriminelle Handlungen. Daneben sind es alltägliche Herausforderungen, die die Sicherheit des Einzelnen gefährden. Vor allem ältere und/oder kranke Menschen erleben viele Situationen in den eigenen vier Wänden, die sich als ernstzunehmende Gefahren entwickeln können.

Das Thema Sicherheit spielt deshalb in vielerlei Hinsicht eine immer größere Rolle im Alltag und zählt im Übrigen zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Verschiedene Assistenzsysteme tragen dazu bei, die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen.  Mit verschiedenen technischen Hilfsmitteln sowie einem entsprechenden Hintergrundwissen lässt sich die eigene Umgebung nach den individuellen Bedürfnissen gestalten, um sich auch weiterhin zu jeder Tages- und Nachtzeit im vertrauten Wohnumfeld geborgen und sicher zu fühlen.

1. Schutzmaßnahmen gegen Einbrüche

Im Laufe des Lebens wächst das individuelle Portfolio an wertvollen Erinnerungsstücken und kostbaren Gegenständen: Ein schönes Eigenheim, das langersehnte Traumauto, wertvolle Kunst- und Schmuckstücke oder aber Dinge mit einem großen emotionalen Wert – viele Menschen sorgen sich um ihren Besitz. Um all diese Elemente vor Diebstahl und Einbruch zu schützen, ist es möglich, das gesamte Wohnumfeld mit verschiedenen technischen Elementen auszustatten, die es potenziellen Einbrechern erschweren oder gar unmöglich machen, in das Hausinnere einzudringen.

Unauffällig im gesamten Wohnumfeld integriert, ermöglichen es Alarmsysteme, den Innen- wie auch den Außenbereich des Hauses vor dem Betreten unbefugter Personen zu schützen. In diesem Kontext können auch mobile Geräte zum Einsatz kommen – mit Hilfe eines Smartphones oder eines Tablets haben die Bewohner somit sogar aus der Ferne die Möglichkeit, die Sensoren des Alarmsystems zu kontrollieren und Bilder oder Videos abzurufen.

So schreckt beispielsweise eine Alarmsirene potenzielle Eindringlinge ab. Zugleich weckt sie die Aufmerksamkeit der Nachbarn, um die Polizei zu verständigen - falls die Bewohner dies nicht schon längst selbst übernommen haben. Denn die Nutzer des der Alarmanlage erhalten per App eine Mitteilung auf dem Smartphone über den ausgelösten Alarm.

Mittels einer Kamera ist es möglich, zu beobachten, ob auf dem eigenen Grundstück eine ungewöhnliche Bewegung stattfindet. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich im Hausinneren, auf der Arbeit, beim Einkaufen oder im Urlaub befindet. Sinnvoll ist beispielsweise auch eine Türsprechanlage mit integrierter Kamera: Mithilfe dieser Kamera können die Bewohner eines Hauses sicherstellen, dass sie nur denjenigen Personen Zutritt ins Hausinnere gewähren, die sie auch tatsächlich (er-)kennen.  

In diesem Zusammenhang ist auch eine automatische Lichtsteuerung empfehlenswert: Viele Einbrüche werden bei Dunkelheit vollzogen. Mit einem gezielten Einsatz von Bewegungsmeldern und Licht ist es möglich, das Grundstück bei einer wahrgenommenen Bewegung auszuleuchten, sodass es Einbrechern nicht gelingt, unbemerkt bis zu einer Tür oder einem Fenster zu gelangen.

Darüber hinaus lassen sich mit einer Vielzahl an weiteren Smart-Home-Systemen über das Smartphone oder Tablet von unterwegs aus Lichter einschalten oder Rollläden bewegen. Befinden sich die Hausbewohner beispielsweise für einige Tage im Urlaub, erzeugen verschiedene Einstellungen den Eindruck eines bewohnten Hauses.

2. Alltägliche Gefahren im Haushalt vermeiden

Ältere Menschen erleben eine Gefährdung ihrer Sicherheit nicht nur durch Fremdeinwirkung. Auch innerhalb der eigenen vier Wände begegnen ihnen tagtäglich eine Vielzahl an Gefahren und Hindernissen. Schnell entpuppt sich eine Türschwelle zur Stolperfalle, der nächtliche Gang zur Toilette wird bei Dunkelheit zum Hindernisparcours.

An dieser Stelle spielt der barrierefreie Umbau für ein altersgerechtes Wohnumfeld eine wesentliche Rolle. Aufwändige Umbaumaßnahmen sind jedoch nicht in jedem Fall erforderlich – heute gibt es eine Vielzahl an innovativen Technologien, die das Leben erheblich vereinfachen können. In vielen Fällen kann daher die Installation verschiedener Hilfs- und Assistenzsysteme ausreichend sein, um sich deutlich freier und sicherer in den eigenen vier Wänden bewegen zu können.

Mit dem Ziel, die Wohn- und Lebensqualität älterer Menschen im Hinblick auf die Sicherheit und Energienutzung zu verbessern, sind diese elektronischen Assistenzsysteme mit einer Informations- und Sensortechnik ausgestattet. All diese Systeme sind Teil des sogenannten „Ambient Assisted Living". Im Deutschen steht die Abkürzung AAL für „Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben". Assistenzsysteme vernetzen sich innerhalb der Räume und nach außen, zum Beispiel mit Smartphones von Angehörigen, und sind einfach bedienbar. Zu den beliebten Assistenzsystem zählen beispielsweise intelligente Assistenzsysteme zur Gefahrenprävention sowie eine automatische Gerätesteuerung. Sensoren innerhalb des Hauses nehmen verschiedene Bewegungen und Tätigkeiten des täglichen Lebens wahr und reagieren auf ungewöhnliche Zustände. Sind Sensoren in Bodenbelägen oder Matratzen angebracht, stellen diese beispielsweise fest, ob jemand für längere Zeit in der Wohnung inaktiv war, weil er womöglich im Vorfeld gestürzt war oder krank wurde. Daneben können Sensoren an verschiedenen Stellen innerhalb des Hauses installiert sein, um festzustellen, ob in der Küche oder im Badezimmer Wasser überläuft, der Herd ungewöhnlich lange eingeschaltet ist oder der Bewohner seine täglichen Medikamente nicht eingenommen hat. In all diesen Fällen benachrichtigt das Assistenzsystem zuvor eingespeicherte Kontakte - also Angehörige, den Pflegedienst oder einen Notarzt.

Weitere sinnvolle Maßnahmen für einen möglichst sicheren, unabhängigen und mobilen Alltag sind Notrufsysteme, Treppenlifte, Orientierungsleuchten sowie höhenverstellbare Elemente im Badezimmer. All diese Geräte und Gegenstände kommen genau dort zum Einsatz, wo Stolperfallen lauern.

Darüber hinaus gibt es viele weitere technische Möglichkeiten, um den Wohnraum altersgerecht zu gestalten, größtmögliche Sicherheit zu gewähren und einen möglichst langen Verbleib im vertrauten Eigenheim zu gewähren.

3. Vorsicht: Trickbetrüger!

Schon einmal von dem sogenannten Enkeltrick gehört?
Eine besorgniserregende Methode, um insbesondere ältere Menschen in die Falle zu locken, stellt der Trickbetrug da. Immer wieder warnt die Polizei vor Trickbetrügern, die sich durch bestimmte Strategien Zugang zu privaten Informationen verschaffen. Vermutlich haben auch Sie schon einmal von dem sogenannten „Enkeltrick" gehört. Doch obwohl diese List bereits bekannt ist, geraten noch immer viele ältere Personen in diese unglückliche Situation. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Varianten des Trickbetrugs, die allesamt ein Ziel verfolgen: Sie wollen durch die Demonstration falscher Tatsachen an Bargeld oder Wertgegenstände ihrer Opfer gelangen.

3.1. Wie erkenne ich den Enkeltrick?

Der typische Enkeltrick gestaltet sich immer nach einem ähnlichen Schema: Zunächst rufen die Täter bei Personen an, die sie im Telefonbuch wegen ihres älter klingenden Vornamens als Senioren und somit als potenzielle Opfer identifizieren. Fragen diese nun am Telefon, wer anruft, antwortet der Täter geschickt mit einer Gegenfrage, um bestenfalls direkt den Namen eines Enkels oder eines Angehörigen herauszufinden. Im Idealfall wird der Name freudig genannt und es entwickelt sich ein Fragespiel, um unauffällig so viel wie möglich über den Senior zu erfahren. Hat der Betroffene schließlich spürbar Vertrauen gefasst, gesteht der Täter, dass er aus einem beliebigen Grund etwas Geld benötigt, wobei er beteuert, dass er dieses umgehend zurückzahlen würde. Aus Zeitgründen könne er allerdings nur einen „Freund" vorbeischicken, der das Geld vertrauensvoll abholt.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die eigene Telefonnummer nur gemeinsam mit einer Abkürzung des Vornamens im Telefonbuch eintragen zu lassen. Wer in solch eine Anrufsituation gerät, sollte stets die folgenden Punkte im Hinterkopf behalten, um sich vor dem Enkeltrick zu schützen:

  • Beantworten Sie keine privaten Fragen am Telefon, wenn Sie sich nicht sicher sind, mit wem Sie sprechen
  • Überprüfen sie die Angaben des Anrufers und fragen Sie im Anschluss bei Ihren Verwandten nach
  • Wenn möglich: Stellen Sie ebenfalls viele Gegenfragen, notieren Sie sich alle Informationen und benachrichtigen Sie die Polizei
  • Lassen Sie sich unter keinen Umständen am Telefon unter Druck setzen

3.2. Kaffeefahrt zum Sonderpreis?

Unter einer Kaffeefahrt versteht man einen organisierten Ausflug mit dem Reisebus oder Schiff. Letztlich stellt sich diese Reise als reine Werbefahrt und Verkaufsveranstaltung heraus.  

Im Vorfeld locken viele Anbieter mit Sparangeboten und preiswerten Ausflügen. Vor Ort erleben die Teilnehmer weniger einen geselligen Ausflug, sondern vielmehr eine Verkaufsveranstaltung, bei der ihnen wertlose und unnütze Gegenstände als exklusive Produkte verkauft werden. Das Problem: Befinden sich die Teilnehmer zunächst in einer ausgesprochen persönlichen und familiären Atmosphäre, werden die Veranstalter mit der Zeit immer skrupelloser. Zunächst veranschaulichen die Täter glaubhaft, wie viel Mühe, Zeit und Geld sie in diese Veranstaltung investiert haben. Sie bitten die Teilnehmer darum, sich erkenntlich zu zeigen und an einer kleinen Produktpräsentation mitzuwirken. Mitten im Publikum befinden sich Komplizen, die sich als Teilnehmer der Reise ausgeben und die Mitreisenden zum Kauf animieren. Manchmal werden die Teilnehmer sogar gezielt unter Druck gesetzt – beispielswese würde der Bus erst weiterfahren, wenn ein bestimmtes Maß an Umsatz erzeugt wurde.

Wer sich vor einer Kaffeefahrt dieser Art schützen möchte, sollte die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Bei besonders günstigen Reisen ist Vorsicht geboten: Meist gibt es keinen Anbieter, der eine Veranstaltung günstig anbietet, ohne dabei auf eine andere Art und Weise Umsatz zu generieren.
  • Lassen Sie sich zu keiner Teilnahme zwingen.
  • Lassen Sie sich nicht von dem Veranstalter einschüchtern oder gar erpressen.
  • Sind sie aus nachvollziehbaren Gründen misstrauisch? Wenden Sie sich an die Polizei.

3.3. Wie gelangen Einbrecher durch Täuschung in meine Wohnung?

Um Zugang ins Hausinnere zu erhalten, bedienen sich viele Täter einem einfachen Trick: Sie geben sich als Polizisten aus, zeigen eine Art Ausweis und erklären ihren Opfern, dass in deren Wohnung eingebrochen wurde. Reagieren ältere Menschen ängstlich oder besorgt, nutzen die Täter das gewonnene Vertrauen, um unter dem Vorwand des Einbruchs den Wohnraum zu betreten. Während die Täter ihre Opfer ablenken, können sie ihnen geschickt Bargeld oder Wertgegenstände entwenden und den Tatort anschließend wieder verlassen.

  • Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung.
  • Die echte Polizei steht meist nur vor Ihrer Tür, wenn im Vorfeld bereits ein Kontakt stattfand.
  • Möchte ein vermeintlicher Polizist Ihre Wohnung betreten, lassen Sie sich vorher die Polizeidienststelle sagen und den Dienstausweis zeigen.
  • Sollten Sie (womöglich berechtigte) Zweifel an dem Polizeibeamten haben, rufen Sie selbst bei der Polizei an und fragen Sie nach.

 

Quelle: Redaktion seniorenportal.de

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