Die blutigen Tränen der Kriege

Autor: ehemaliges Mitglied

Lyrische Bilder(vogelfrei)


Die blutigen Tränen der Kriege

Ein Schuss
eine Frau schaut erstaunt auf ihren Laib
dann sackt sie zusammen
sie und ihr unfertiges Kind wurden getroffen
ihre schon geborenen Kinder warten in der Hütte
auf das von der Mutter versprochene Brot

Ein Auto explodiert mit einem Knall
Flammen zischen zum blauen Himmel
den Menschen in der Nähe wird keine Zeit zum Beten gewährt
sie fliegen zerstückelt durch die Luft
die jetzt nicht mehr die Düfte des Lebens weiterträgt

Warnend heulen Sirenen
künden feindliche Bombenflieger an
aber nein, das war einmal
die Menschen von damals haben nur geträumt
und manchmal erzählen sie die Schrecken aus jener Zeit ihren Enkeln
doch die Erzählungen verblassen
und nach wie vor werden die blutigen Tränen der Kriege fließen
solange Menschen auf diesem einmalig schönen Planet leben

K.St.B. 24.08.2013



Die Ereignisse in Syrien, überhaupt, die zunehmende Gewaltanwendung, macht mir zu schaffen. Da kann ich nicht schweigen. Da fühle ich mich verpflichtet dagegen zu agieren. Kunst ist etwas sehr Wertvolles, aber gedankenlos sollte man nicht mit ihr umgehen, sie verpflichtet auch.
LG Karin (vogelfrei)

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Kommentare (11)

ehemaliges Mitglied Ich kenne das Video und ich bin froh, dass du es hier eingestellt hast. Schon 1992 wurde es zum 1. Mal gesendet und kürzlich wieder im Fernsehen. Die zuhörenden Menschen waren alle sehr ergriffen. Und doch sind die Kriege seit damals immer mehr geworden. Eigentlich sollten die negativen Auswirkungen von Gewalt und Kriege in jeder Schule auf der ganzen Welt zum Unterricht gehören. Und zwar nicht nur einmal, sondern immer wieder.
Lieben Gruß
Karin (vogelfrei)
Gritt Auch mir machen die so grausamen Kriege sehr zu schaffen,je älter ich werde um so mehr beelendet es mich,wie es auf dieser Welt zu geht !
Ich hoffe ja immer noch auf eine friedliche Welt,es
wird wohl für immer eine Illusion bleiben !
Wann hört denn dieses Elend endlich auf ...es ist einfach grausam ,was momentan in Syrien passiert ...
warum nur ???

Liebe Grüsse
Margrit

Ich finde dieses Video passt zu deinem Gedicht Karin !
Ich habe es hier fast 200 x versendet !
Das Video ist von 1992 und wie man sieht ,es ist nur noch schlimmer geworden....
aber wer weiss,vielleicht erreicht es die Menschen und Politker doch noch ....ich gebe die Hoffnung auf eine friedleriche Welt nie auf !

ehemaliges Mitglied ....ich auch, liebe Birgit. Einerseits darf man solche Massaker wie sie zur Zeit in Syrien geschehen nicht einfach dulden, andererseits, ein kriegerisches Eingreifen richtet ja auch wieder großen Schaden an. Da werden wieder noch mehr Menschen getötet, die eigentlich nur den Wunsch haben in Frieden leben zu können. Vielleicht gibt es im Forum "Politik" mehr Meinungen. Werde da reinschauen.
LG Karin (vogelfrei)
Landliebe Liebe Karin!
Hab Dank für dein Gedicht, vor allem in diesen Tagen, wo wir wieder befürchten müssen, das ein Unrecht gegen ein andres ausgetauscht wird und wieder unschuldige Menschen sterben müssen, die einfach nur leben wollen wie wir alle.
Ich bin immer ein bisschen erleichtert, wenn ich hier Menschen treffe, die empfinden wie ich. Dank nochmals!
Doch die Frage bleibt: Was können wir tun, die wir sind so viele und haben das www. Bin am Grübeln....
Lieben Gruß Birgit
ehemaliges Mitglied ja, du hast es ganz deutlich gesagt: MACHT ist ein Stichwort. Wir erleben die MACHT ja auch öfters in unserem kleinen privaten Bereich. Macht und Manipulation, ein Alltagsgeschehen.
Das war sicherlich ein langer Weg für dich, vom Offizier zum Pazifisten. Ich kann mich noch daran erinnern, als nach dem 2. Weltkrieg hier in Deutschland die Wehrmacht gegründet wurde. Damals konnte ich es einfach nicht fassen. Ich war richtig geschockt. Ich habe den Glauben an einen ewigen Frieden verloren, aber akzeptieren werde ich Kriege und Gewalt nie. Und solange ich kann, werde ich es auch mit meinen Mitteln kundgeben.
Danke für deinen wertvollen Kommentar. Jede Stimme die ich gegen Gewalt lese und höre, ist für mich Balsam.
Lieben Gruß
Karin
Ernest Kriege, egal welche, sind grausam, zerstören Hoffnungen und Leben. MACHT ist ein Stichwort, dem sich die Menschheit leider verschrieben und untergeordnet hat; Einfluss, Wirtschaft, Grösse, Geld, nur um einige Bereiche zu nennen. Es gibt Befreiungskriege, Unterdrückungskriege, Bürgerkriege, Kriege eben um Einfluss und Macht. Täglich werden Medien manipuliert, Falschmeldungen gestreut, politische und wirtschaftliche Spionage betrieben, alles Mittel der Machterhaltung oder Machtergreifung. Ich frage mich, wo der viel gepriesene Fortschritt unserer Menschheit ist. Das Thema ist endlos, ich war Offizier in der Armee, heute bin ich Pazifist. Dieser Prozess hat bei mir zu lange gedauert. Unsere Menschheit wird noch länger brauchen, sollte sie je zur Vernunft kommen. Ernst
Sommerflieder50 Das hast Du sehr gut geschrieben.
Herzlichst
Charlotte...Sommerflieder50
ehemaliges Mitglied Habe dein "Verlorenes" schon am Tag, an dem du es hier eingestellt hast, gelesen. Es hat mich dermaßen stark berührt, dass mir die Worte für ein Kommentar zu nichtig erschienen. Doch heute habe ich reagiert und einen Eintrag bei deinem Gedicht gemacht, obwohl ich immer noch nicht die richtigen Worte gefunden habe. Das was auf der Welt an Gewalt geschieht, auch in Hinblick auf die vielen Straßenkinder, verstehe ich nicht. Aber vielleicht würde ich anders denken, anders handeln, wenn ich nicht das Umfeld hätte, das ich in meinem Leben gehabt habe. Zwar kein leichtes Leben, aber doch so ziemlich gesichert.
Einen ganz lieben Gruß
Karin (vogelfrei)
ehemaliges Mitglied Gen oder Hormone, der Mensch hat sich nur schwer im Griff, das Gen Verstand ist zwar auch da, aber leider verführt er auch sehr ofrt in die falsche Richtung. Was mich beschäftigt, ist die Frage: Liegt Gewalt in der Natur des Mannes? Werden Frauen nur mitgerissen in die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Völkern? Schon immer haben Männer zur Keule, zum Speer gegriffen um sich zu behaupten. Friedlich sind sie nicht miteinander umgegangen. Und heute greifen sie zu anderen Waffen. Ich bin froh darüber, zu wissen, dass es auch sensible Männer gibt, die sich für den Frieden, für die Umwelt, für Menschlichkeit einsetzen. Und hoffe, dass es im Laufe der Jahrzehnte immer mehr werden. Hoffen und nicht Verzweifeln.
Einen lieben Gruß und Danke für deinen hiesigen Beitrag
Karin (vogelfrei)
ehemaliges Mitglied ja, das sind wahre Worte.
Dramatisch und fast nicht erträglich in seiner Wahrheit müssen wir auch darüber schreiben und sprechen.
Kannst bei mir bei "Verlorenes" nachschauen.
dasselbe Thema.

Sei lieb gegrüßt
Ingeborg
sarahkatja So ist es, Karin, und ich frage mich, was treibt die Menschen immer wieder ihre Unzulänglichkeiten in Kriege ausarten zu lassen.

Ist in der Natur des Menschen, da er ein Teil dieser Natur ist, ein grausames Gen angelegt, das immer wieder durchbricht?

Ist dieses grausame Urgen noch entwickelter als der Verstand, der, vielleicht eines Tages, dem Urinstinkt überlegen sein wird oder richtet es vorher die Welt zugrunde?

Gruß von Sarahkatja

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