die innere stimme

Autor: ehemaliges Mitglied

die innere stimme

eine stimme ganz leise
auf besondere weise
sagt etwas anderes
als ich gerade will
dann ist sie still

warum sollte ich hören
sie wird mich nur stören

ich werd' es probieren
wohin wird es führen

eine stimme ganz leise
auf besondere weise
gibt mir gewissheit
im inneren streit

sie ist bescheiden
lässt mich nicht leiden
ein gutes gefühl
ist gar nicht kühl
weiß was ich will

lässt mich nicht alleine
hilft mir auf die beine

ich werd' auf sie hören
sie wird mich nicht stören

traumvergessen 30.03.2013

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Kommentare (11)

Bruno32 hat mir immer den richtigen Tip gegeben. Jedesmal wenn ich nicht auf sie gehört habe, ging alles schief.Sehr gut erkannt.

Grüße Bruno
EHEMALIGESMITGLIED63 wäre es eine Diskussionsrunde würde ich tief einatmen und sagen :" Ich kann in allen Punkten den Kommentaren zustimmen, doch Christen und Humanisten haben verschiedene Ansichten über die innere Stimme ...."

Es ist wunderbar IN WORTE GEFASST. Besonders weise Kommentare, ähnlich wie in Eurer Kantrunde die einen Blick in die menschlische Seele den Geist zuließen.

Herzlichen Dank für die hier eingestellten Worte lieber Gerd noch ein gesegnetes Osterfest wünscht Dir Elisabeth
tilli † und doch sehr nachdenklich hat mich dein Gedicht gemacht. Deine Gedanken, die Kommentare.Ich denke, dass jeder Mensch sehr wohl an seine Innere Stimme hört.Manchmal kann es falsch sein, aber ich habe mich immer auf meine innere Stimme verlassen kennen.

Viele Grüße Tilli
Landliebe Lieber Gerd, nun habe ich allen etwas geschrieben zu ihren Gedichten, bei dir aber musste ich erst mal alles lesen,um zu begreifen, zu überdenken, denn genau dieses Thema hat mich auch schon beschäftigt.
Das Thema ist schwierig, denn jedem Menschen wurden Werte mitgegeben, jeder hat Erfahrungen gemacht und jeder verhält sich je nach Charakter in bestimmten Situation sicher anders als ein anderer.
Grundlegend haben wir jedoch alle diese innere Stimme.
Manchmal verhilft sie uns, "das Richtige" zu tun, manchmal schützt sie uns vor "Gefahren" und manchmal aber verhindert sie, uns "frei" zu entfalten. Sicher kann diese innere Stimme trainiert werden, dazu gibt es sogar Kurse.
Ich versuche meist, die Kraft des positiven Denkens anzuwenden. Aber du merkst, es ist ein umfassendes Thema.
Du hast ein sehr tiefgreifendes Gedicht geschrieben, dass mich noch nachhaltig beeindrucken wird. Danke, dass ich es lesen durfte.
Fröhliche Tage und lieben Gruß Birgit
(Demnächst setz ich mal mein Gedicht ein. Es heißt "Herzklopfen im Kopf")
ehemaliges Mitglied Man nennt es wohl Bauchgefühl und jeder wird schon
damit zu kämpfen gehabt haben. Manchmal fehlt einfach
der Mut...dem Gefühl nachzugeben. Es könnte unbequem
sein und man möchte allem aus dem Weg gehen.
Ich habe gelernt, dass es mir immer den richtigen
Weg zeigt. Ich kämpfe nicht mit dem Teufel, habe
immer ein Schutzengelchen an meiner Seite und es
verläßt mich nie.
Danke für Deinen Exkurs zur innerein Stimme
sagt
Monika
minu das ist manchmal eine verrückte Sache.
Ich habe eine Frage und die Antwort kommt
aus allen Richtungen auf mich zu. Radio, Fernseher, Zeitschrift, Menschen, Träumen.
Meine innere Stimme wird immer übertönt von einem
lauten und starken Überich, das dauernd mir einreden will,
ich sei faul, ich müsse mich um andere kümmern usw.
Obwohl ich die Kraft gar nicht mehr habe.
Wenn ich mir selber nicht vertraue, dann ist es nicht leicht
der inneren Stimme zu vertrauen.
Emy
henryk Ich will etwas Bestimmtes tun. Im hintergrund meldet sich eine leise Stimme, die meint, ich solle es lieber anders machen. Das Bewusstsein sagt: das ist Quatsch, mache es so, wie du es dir vorgenommen ...aber unseres Gedichtband,das du schreiben sollst....das ist kein Quatsch...ich staune,warum deine Innere dir anders sagt...vielleicht..die Angst ,,sie ist staerker als dein innerer Imperativ???Henryk...

Lieber Gerd...er soll nie in dir herrschen....wie schwer mit ihm manchmal zu kaempfen....
April(henryk)
ehemaliges Mitglied Meine Gedanken zur inneren Stimme

Ich will etwas Bestimmtes tun. Im hintergrund meldet sich eine leise Stimme, die meint, ich solle es lieber anders machen. Das Bewusstsein sagt: das ist Quatsch, mache es so, wie du es dir vorgenommen hast. Viel zu wenig hört man auf diese Stimme, weil das Bewusstsein Alternativen eingescannt zu haben meint und die bessere Lösung in Angriff nehmen will. Natürlich hat das Bewusstsein die Alternativen aus dem Keller des Untrbewusstseins geholt und abgewogen. Über 90 % unseres denkens befindet sich im Unterbewusstsein. Die innere Stimme ist in diesem Fall das Unterbewusstsein oder anders ausgedrückt - wie ladybird und omasigi meinen - das Bauchgefühl. Nun ist im Unterbewusstsein sehr viel mehr abgespeichert als im Bewusstsein. Das Bewusstsein kann die Informationsvielfalt des Unterbewusstseins oft nicht verarbeiten. Das Bewusstsein meint aber alle Alternativen abgewogen zu haben, meint planvoll vorzugehen. Dem Unterbewusstsein messen wir das weniger Planvolle zu. Das ist möglicherweise der Fehler, dem wir bei sogenannten planvollen Entscheidungen erliegen. Wir haben es nicht gelernt, beides in friedlicher Koexistenz nebeneinander entscheiden zu lassen, soweit das möglich ist.

Wenn sich das Bauchgefühl meldet, es uns bei Entscheidungen unwohl ist, dann machen wir häufig das Richtige, indem wir dem Bauchgefühl nachgeben, ansonsten bekommen wir "Bauchschmerzen". Wenn man sagt, eine Entscheidung mit Bauchschmerzen getroffen zu haben, dann hat man mit großer Wahrscheinlichkeit die falsche Entscheidung getroffen. Hier abzuwiegen bedarf einiger Übung. Ich möchte es trainieren und sehen, was dabei herauskommt.

Das, was Traute mit der inneren Stimme meint, ist das Gewissen, welches die oberste Instanz des Denkens - also des Bewusstseins und des Unterbewusstseins bildet. Es ist das, was die Unterscheidung in Gut und Böse ausmacht und das, was der große Philosoph Kant mit dem Kategorischen Imperativ beschrieben hat und was du Traute mit den Worten beschrieben hast: was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Nun ist dieses Denken als absolute Maxime zu betrachten, wird aber aufgrund der in jedem Menschen befindlichen freien Willensentscheidung unterschiedlich gehandhabt. Ansonsten gäbe es keine Gefängnisse, da die Menschen nur das Gute im Sinn hätten. Leider lässt sich das nicht absolut realisieren und so wird das Gute so relativiert, dass es in das für andere weniger Gute mündet. Es gibt in der Tat auch jene, die ihr Gewissen abgetötet haben, also gewissenlose Psychopathen.

Natürlich ist die innere Stimme auch da, wenn unser innerer Schweineghund uns etwas vormacht, weil es "bequemer" für uns ist/wäre. Hier ist es umgekehrt zu meinem ersten Beispiel. Das Unterbewusstsein möchte uns zu dem Bequemen, Gewohnten, verleiten und macht damit unsere guten Absichten, unsere guten Vorsätze, zunichte. Hier gilt es, dass das Bewusstsein die Oberhand behält und das Unterbewusstsein trainiert und zwar so lange, bis auch das Unterbewusstsein "einsieht", dass die neuen Handlungsabläufe sinnvoll sind und das Handeln aus dem Bewusstsein übernimmt. Im Gehirn entstehen so Neuronenverbindungen , die das Unterbewusstsein verändern. So entstehen neue Gewohnheiten, die unsere guten Vorsätze in die Tat umsetzen.

Soweit mein Exkurs zur inneren Stimme.

Ich danke euch, ladybird, omasigi und traute, da ihr mich mit euren Ausführungen dabei unterstützt habt.

Liebe Grüße
traumvergessen - gerd
Traute Ja, diese kleine innere Rechtsabteilung ist uns von Geburt an mitgegeben.
Nun kann man sie durch hartes Training zum verstummen bringen, aber ab und zu kommt sie bei den hartgesottensten Burschen trotzdem durch.
Bei Dir, lieber Traumvergessen, bin ich mir gewiss, diese Stimme hast Du gehegt und gepflegt und auf sie gehört, ja geahnt was sie Dir raten will, im Voraus...
Ich weiß was sie geflüstert hat. "Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu",stimmts?
So ein bisschen kommt man ja hin und wieder in Versuchung, seinem Glück auf die Sprünge zu helfen.
Aber man kann sich selbst doch immer wieder fangen, wenn man sich selbst die Zeit zugesteht zum überlegen.
Sehr schön und wieder sehr nachdenkenswert Dein Gedicht voller Ethik und Moral.
Mit freundlichen Grüßen,
Traute
omasigi glaubt man dieser inneren Stimme nicht,
dann ist eine Bauchlandung angesagt.
Aus meinem Erfahrungsschatz.
gruessle
omasigi
ladybird ist die "Innere Stimme", verwandt mit dem "Bauchgefühl",
ein Lob von der linken Rheinseite,
herzlichst Renate

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