Leipzig und welch eine Gastfreundschaft


~ Satire ~


Leipzig, wer kennt sie nicht? Sie ist mit eine der größten Städte Sachsens und an einem Wochenende, es war im März 2004, machten auch wir uns auf, um diesen Ort zu besuchen. Besser gesagt, unser Hauptziel hieß Leipziger Buchmesse, welche alljährlich zu dieser Zeit stattfindet.
Bevor es aber überhaupt zum Messegelände ging, mußten wir erst einmal, die von uns gebuchte Unterkunft aufsuchen und das war ein Schauspiel für sich. Kaum, dass wir die Schwelle des Ortes überfuhren, wurden wir auch schon mit offenen Armen aufgenommen und das gestaltete sich folgendermaßen:
Da wir noch niemals zuvor in Leipzig gewesen waren, jene Stadt nicht gerade klein und in mehrere Bezirke aufgeteilt ist, suchten mein Mann, meine Freundin und ich verzweifelt den Weg zu unserer Pension. Ein Navigationssystem besaßen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.
„Wo fährt man in einer fremden Stadt hin, wenn man seinen Weg nicht findet?“
Zur Tankstelle, richtig, denn Tankwarte kennen sich meistens bestens aus.
Wir lernten aber gleich mehrere Tankstellen kennen, denn die Menschen, welche dort arbeiteten, bereiteten uns eine sehr große Freude. Ihr Wohlwollen war unbeschreiblich fürsorglich, jenes ermöglichte uns nämlich eine ausgiebige Stadtrundfahrt. Von Leipzig-Mitte bis Leipzig-Nord schickten sie uns kreuz und quer durchs Städtchen, ach, war das aufregend und die Suche nach den Straßennamen gefiel uns am allerbesten.
Nach etwa einer Stunde, dieser Rundfahrt überdrüssig geworden, hielten wir irgendwo an einem Straßenrand an. Wie sah Verzweiflung aus? Wir brauchten nur in den Spiegel zu schauen, dort konnten wir sie in unseren Augen entdecken.
Und wie sah unser Glück aus? Wie zwei jugendliche, ausländische Bürger, die zufällig des Weges kamen.
„Hey, Hallo“, riefen wir ihnen zu. Sofort näherten die beiden sich unserem Auto und wir fragten, ob sie uns den Weg, zu der von uns gesuchten Adresse, erklären könnten.
„Wir nicht gut sprechen das Deutsch, wir Russisch“, sagten sie zu uns, aber dafür kannten sie sich prima in Leipzig aus und erklärten uns ganz genau die Straßenfolge, die wir nehmen sollten.
Nach dieser hervorragenden Wegbeschreibung erreichten wir endlich unser erstes Ziel.

Der nette Empfang, an unserer Pension, entschädigte uns jedoch vollends für die lange Suche, niemand öffnete die Tür. Ein handgeschriebener Zettel begrüßte uns mit den Worten ~bin eben einkaufen~. Uns war klar „eben“, das konnte ein wahrlich dehnbarer Begriff sein.
Wie wir so standen und warteten, stießen ein Mann und eine Frau zu uns. Da auch sie ein Zimmer in diesem Haus gebucht hatten, kam auch ihr Erstaunen, dass ihre Ankunft so freudig erwartet wurde, dem unseren gleich.
Alsbald entstand ein angeregtes Gespräch zwischen uns und wir erfuhren, dass sie ein Ehepaar waren und dass auch sie zur Buchmesse wollten. Die Frau erzählte uns von ihrer Publikation und ihren Illustrationen und meine Freundin und ich berichteten ihr, dass auch jede von uns ihre erste Lektüre herausgebracht hätte und wir unserem Verlag, auf dieser Messe, einen Besuch abstatten wollten.

Als nach cirka einer halben Stunde niemand auftauchte, der uns das Haus aufschloß, überlegte unsere kleine Gesellschaft, was wir jetzt unternehmen sollten. Die Zeit verrann und jene war kostbar, schließlich wollten wir auf das Messegelände und nicht dumm herumstehen.
Ich nahm einen Kugelschreiber zur Hand und erweiterte den freundlichen Text der Pensionswirtin mit den Worten ~sind zur Buchmesse, kommen um cirka 18.15 Uhr wieder~ und setzte noch unsere Namen und den des Ehepaars darunter.
Wozu Zeit vertrödeln, es gab wichtigere Dinge im Leben, wir fuhren los.

Das Messegelände fanden wir ziemlich schnell und dort tummelten sich bereits etliche Besucher. Wir waren überwältigt, denn es gab so viel zu sehen, aber als Erstes gingen wir natürlich, um uns einmal persönlich vorzustellen, zu unserem Verlagsstand. Dort erkannten wir, es gab tatsächlich auch nette Menschen in Leipzig. Unser Verleger und seine Verlagsrepräsentantin begrüßten uns sehr freundlich und sogleich entstand eine angenehme Unterhaltung. Wir lobten ihren ansprechenden Stand, entdeckten unsere Bücher in den übersichtlichen Regalen und tauschten uns über dieses und jenes mit ihnen aus.
Da unsere heimische Presse ein Foto von unserem Besuch auf der Buchmesse erwartete, fragten wir, ob das in Ordnung wäre und die beiden waren auch sofort bereit, sich mit uns ablichten zu lassen. Mein Mann fotografierte uns und danach verabschiedeten wir uns von ihnen.

Wir schlenderten weiter. An manchen Ständen hielten wir an, blätterten in Buchexemplaren, sammelten viele schöne Eindrücke und gelegentlich führten wir, mit verschiedenen Verlagsrepräsentanten, kleine Unterhaltungen.
Am Ende dieser Veranstaltung, um 18.00 Uhr, machten wir uns, aufgewühlt von den Impressionen, auf den Weg zu unserer Pension.

Die Unterkunft lag friedlich im Abendlicht. An der Haustür angekommen, betätigten wir die Klingel und nach ein paar langen Minuten wurde uns geöffnet. Die Frau im Türrahmen schien über unseren Anblick wirklich sehr erfreut zu sein, denn unsere Begrüßung blieb völlig unbeachtet. Zwischen Tür und Angel fragte sie sehr geflissentlich: „Wer schläft allein und wer ist das Ehepaar?“
Freundlich beantworteten wir ihre aufmunternde Frage, so dass sie sofort zur Tat schreiten konnte.
„Sie haben Zimmernummer 4, das ist im Anbau, mir nach.“
Eiligen Schrittes stob sie voran und wir folgten ihr. Zuerst marschierten wir durch einen Raum, in dem ein langer Tisch, wahrscheinlich schon für das Frühstück, mit Geschirr eingedeckt war und danach ging es eine Treppe hinauf, wo sich neben einigen anderen Zimmern auch unseres befand.
Nun ja, man konnte aber nicht sagen, dass wir ihr ganz egal waren, denn unterwegs, so mitten auf der Treppe, interessierte es sie dann doch noch, um welche Uhrzeit wir am kommenden Tag frühstücken wollten.
In unserer Räumlichkeit angekommen, überreichte sie uns einen Schlüssel für die Haustür und einen für unser Schlafgemach und nach einer kurzen Bedienungsanleitung für das TV-Gerät ging es wieder zurück ins Haupthaus. Jetzt kamen wir zu den Einzelzimmern, denn meine Freundin mußte ja auch noch untergebracht werden.
So ganz nebenbei, wieder marschierend auf einer Treppe, erklärte die Pensionswirtin, dass da eine Dame krank geworden wäre und nicht abreisen konnte, deswegen würde meine Freundin ein anderes Zimmer nehmen müssen. Den zu entbehrenden Komfort, die Toilette und das Bad befanden sich hinter einem Vorhang auf dem Flur, wiegelte sie mit den Worten ab:
„Na, für eine Nacht wird das wohl gehen.“
Am besagten Raum angekommen, schloß sie die Tür auf, überreichte meiner Freundin ihre Schlüssel und ließ uns ohne ein weiteres Wort stehen. Wow, wir mußten zugeben, dass sie wahrlich die Aufmerksamkeit in Person war.
18.40 Uhr, da ging doch noch niemand von uns schlafen, gab es in diesem Haus eventuell einen Gemeinschaftsraum für die Gäste? Wir waren ratlos und ehrlich gesagt, irgendwie war uns das mittlerweile auch einerlei.
Wir fuhren in die Leipziger Innenstadt und verbrachten den angebrochenen Abend in „Leo's Brasserie“, dort, in einer sehr angenehmen Atmosphäre tranken wir einige Milchshakes und Colas und hernach begaben wir uns wieder in unsere Pension.

Am nächsten Morgen packten mein Mann und ich, um später schnellstens eine Biege zu machen, unsere Siebensachen zusammen und begaben uns in den Frühstücksraum. An der gegenüberliegenden Seite des Tisches stand meine Freundin, sie erwartete uns schon sehnlichst. Wir drei waren noch ein wenig unschlüssig, wo wir Platz nehmen sollten, aber da kam auch schon die Pensionswirtin und zischte meiner Freundin zu:
„Rücken Sie mal auf, da kommen gleich Damen.“
„Okay, und was ist sie?“
Nach dieser angenehmen Aufforderung folgte meine Freundin, total bestürzt, dieser Anweisung und wir nahmen an dem Ende des Tisches Platz, an dem mein Mann und ich standen.
Kurze Zeit später betraten die angekündigten Damen den Raum und wir wünschten ihnen einen guten Morgen. Wahrscheinlich konnten sie uns nicht verstehen, es kam nämlich keine Antwort, was uns allerdings wunderte, denn untereinander sprachen sie Deutsch und verstanden sich prächtig.
In der Zwischenzeit bestückte die Pensionswirtin den Tisch. Teilnahmslos, ja so konnte man es ausdrücken, verteilte sie Brötchen, Marmelade und Kaffeekannen, welche bestimmt schon mal bessere Zeiten gesehen hatten.
Sollte das alles gewesen sein? Nein, nach intensivem Schauen entdeckten wir, dass es tatsächlich auch noch Käse und Wurst gab. Was war sie doch für ein Schelm! Die Frau hatte die Leckereien heimlich auf einem Nebentisch angerichtet und kein Wort darüber verloren, nur dadurch, dass der leuchtende O-Saft, welcher sich auch an jenem Platz befand, uns ins Auge fiel, wurde dieses Versteck entlarvt.
„Wie inszeniert man ein Ratespiel-Frühstück?“
Diese Frage konnte unsere Wirtin eins a beantworten, denn die Rätsel nahmen kein Ende. Ein kleiner Becher, an jedem Platz, deutete auf ein Frühstücksei hin und da an diesem Tag nicht Ostern war, fragten wir uns, wann diese Behältnisse gefüllt würden. Es passierte aber nichts.
Jetzt könnte man natürlich sagen, wieso machten wir uns nicht kundig... .
Nun ja, da die Wirtin sich eh kaum blicken ließ und wenn sie hereinschaute, sie uns einfach ignorierte, erübrigte sich dieser Gedanke.
Als letztendlich einer der anderen Gäste von irgendwoher ein Ei anschleppte und es in seinen Becher setzte, waren wir bereits gesättigt, um nicht zu sagen übersättigt, von solch einem Miteinander.
„Jetzt kannst du deine Eier allein essen“, hieß unser Resümee.
Nach so einem gelungenen Frühstück hielt uns wirklich nichts mehr auf unseren Plätzen.
Der einzige Lichtblick, bei dieser verkorksten Gesellschaft, war das freundliche Ehepaar vom gestrigen Tag. Bevor wir abreisten, luden sie uns noch kurz in ihr Zimmer ein und wir erfuhren, dass auch sie von dem Service des Hauses sehr angetan waren, dass sie den Tag ihrer Buchung verfluchten.
Der Abschied von diesem Ehepaar war ein herzlicher und zur Erinnerung beschenkten wir uns gegenseitig mit unseren Büchern.

Da wir uns nun lange genug in dieser Pension aufgehalten hatten und wir auf keinen Fall lästig werden wollten, baten wir darum, die Rechnung für die Übernachtung mit Frühstück begleichen zu dürfen. Und was soll ich sagen? Wir waren urplötzlich wieder interessant, man nahm uns tatsächlich wahr. Der Ablauf, ein reibungsloser, das Geld wurde äußerst gern angenommen und die gute Heimfahrt konnten wir uns selber wünschen. Nach so viel Herzlichkeit haben wir die Adresse aus unseren Köpfen gestrichen und fuhren wieder zur Buchmesse.

An diesem Tag stand die Lesung eines Bekannten, aus unserem Forum „Lyrikecke“, auf dem Plan und darauf freuten wir uns schon riesig und waren auch gleichzeitig sehr aufgeregt. Bisher kannten wir uns nur durch unsere schriftlichen Werke und durch E-Mails, aber hier auf der Buchmesse sollte der erste persönliche Kontakt hergestellt werden.
Wir suchten den Ort dieser Veranstaltung auf, nahmen auf den bereitgestellten Stühlen Platz und warteten gespannt auf die Dinge, die da kommen sollten.
Als einige Autoren die Lese-Bühne betraten, erkannte ich sofort, obwohl ich ihn nur einmal auf seiner Homepage gesehen hatte, unseren Lyrikfreund.
„Das ist er“, sagte ich zu meinen Begleitern, „laßt uns Guten Tag sagen“.
Sogleich erhoben wir uns und steuerten auf ihn zu. Als ein Erkennen in seinen Augen aufblitzte, wurde es eine Begrüßung, die uns alle Unannehmlichkeiten des Wochenendes vergessen ließen. Die ausgetauschten Umarmungen ließen traute Verbundenheit spüren, es war so, als würden wir uns schon Jahre persönlich kennen.
Die Lesung begann und sie wurde für uns zum Genuß.
Nach den Gedichten und Kurzgeschichten, kaufte, wer wollte, signierte Bücher und wir plauderten noch ein wenig mit unserem Lyrikfreund. Aber diese Begegnung nahm leider ein zu schnelles Ende, denn er mußte aufbrechen, sein nächster Termin stand schon an. Mit einer herzlichen Umarmung verabschiedete er sich von uns.

Mein Mann, meine Freundin und ich, wir streiften noch ein wenig über die Messe und aßen noch eine Kleinigkeit bei „Kempinski“. Danach kehrten wir Leipzig den Rücken, denn schließlich wartete noch eine 3-stündige Heimfahrt auf uns und mehr Eindrücke konnten wir auch nicht mehr in uns aufnehmen.

Leipzig, mein Fazit lautet:
Wir brauchen keinen Roten Teppich, aber Freundlichkeit ist in jedem Servicebereich ein Muß, kein vernünftiger Gast wird gern als Störenfried angesehen.
Sympathie, das ist etwas, was binnen einer Sekunde abhandenkommen kann.


~


( Urheberrecht Uschi Pohl 02.04.2004 ~ Neufassung 31.07.2016 )

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Kommentare (9)

uschipohl als ehemaliger Hüttenwirt weißt du natürlich genau, wie schnell man Gäste verlieren kann.
Das Tourismusbüro, ja, das wäre eine Maßnahme gewesen, daran haben wir gar nicht gedacht, wahrscheinlich weil wir nach der Stadtausfahrt schon den Namen vergessen hatten .

Und da ich mir die Pension selbst im Internet gesucht hatte, konnte ich mich auch nicht bei einem Reisebüro beschweren... .

Naja, schwarze Schafe gibt es wohl überall
jetzt wenden wir uns wieder den weißen zu

bedanke mich für deine Zeilen
herzliche Grüße
uschi
…würde ich dieses Negativbeispiel einer Zimmervermietung nennen wollen. Ich bewundere deine (eure) Zurückhaltung dieser Person gegenüber. Solche Leute bringen eine ganze Branche und den Standort dazu, in Misskredit.
Eine Meldung ans Tourismus-Büro wäre wohl mehr als gerechtfertigt gewesen. Solche "faulen Äpfel" müssen ehest aussortiert werden.

Bezeichnend für solche Touristenfallen ist, wie auch in deinem Fall, dass sie sehr wohl Geld nehmen, dass sie ganz einfach nicht verdient haben. Die Währung im Hotelgewerbe ist immer noch Freundlichkeit.

Sorry, liebe Uschi, wenn ich mich zu sehr aufgeregt habe, aber das musste sein. Ich bin immerhin ein ehemaliger Hüttenwirt, der seine "Alleinstellung" am Berg niemals ausgenützt hat.

Liebe Grüße
Ferdinand
uschipohl entschuldige bitte, aber ich bin nun mal ein Schreiberling und jener schreibt von Dingen, egal in welchem Jahr sie passiert sind, ob nun aktuell, uralt, erfunden oder real.
Und wie ich schon mal hier erwähnte, bin ich der Meinung, dass derjenige welcher sich in ein schlechtes Licht rückt, immer mit Kritik rechnen darf.
Jeder Mensch kann nach Leipzig fahren und seine eigenen Erfahrungen machen, unsere waren leider nicht so schön, aber wie ich hier auch anführte, Leipzig selbst, kann da ja nichts für

herzliche Grüße
uschi
Maritt es ist schon eine unschöne Geschichte, gebe ich zu als Leipzignachbarin.
Es mag so manchen die geplante Fahrt in diese Stadt verunsichern. Jedoch, wenn du schreibst, dass es 12 Jahre her
ist, dann ist vielleicht doch jegliche Wertung dieser Ereignisse eher Geschichte und hat mit Aktualität nur dann noch etwas zu tun, solltet ihr die gleiche Pension erneut aufgesucht haben.
Ich jedenfalls habe viele Bekannte, die Leipzig hoch loben......
MfG
Maritt
uschipohl gruselig, ja, so könnte man es fast ausdrücken .

Am schlimmsten fand ich, mit welchen Worten sie meine Freundin verscheuchte, unterirdisch war das.
Da ich aus dem Einzelhandelsgewerbe komme, weiß ich, wie wichtig Kundenfreundlichkeit und Einfühlungsvermögen sind und ich denke, gerade im Hotelgewerbe kann man sich solch einen Umgang mit Gästen nicht erlauben. Wer den Ruf seines Hauses dermaßen mit Füßen tritt, der braucht sich echt nicht zu wundern, wenn ihm später die Gäste ausbleiben.

Kristine, und dass bei euch die Tür ganz verschlossen blieb, das ist ja wohl der Oberhammer. Vielleicht war es das gleiche Haus . Aber frage mich nicht nach dem Namen. Wie gesagt, nach unserem Desaster haben wir diese Adresse aus unseren Köpfen gestrichen, ich kann mich auch wirklich nicht mehr an den Namen erinnern.

Ich ärgere mich nicht mehr, ist ja schon 12 Jahre her, aber vergessen werde ich dieses wohl nie, zumal ich es ja auch schriftlich festgehalten habe.

Leipzig kann für seine Pappenheimer nichts, aber wie ihr schon gesagt habt, hat man etwas Unangenehmes erfahren müssen, bleibt davon immer ein wenig kleben

~
ein feiner Gastgeber
~

ein feiner Gastgeber

er trägt Willkommen in den Augen

verschließt nicht seine Ohren

bietet einen Rahmen

in dem man sich gern bewegt

und aus dem

wenn man ein kluger Gast ist

nicht fallen möchte

~

( Urheberrecht Uschi Pohl )


eure Lesefreude und eure Gedanken sind mir eine Freude
herzliche Dankesgrüße
uschi
werderanerin an sich eine wunderbare Kombination, wo Gastfreundschaft noch etwas bedeutet...wenn man aber soetwas erfahren muss, ist man dann doch enttäuscht.
Nun könnte man sagen, liebe Uschi, das war garantiert ein Ausrutscher, aber du hast Recht, Im Hotelgewerbe ist Freundlichkeit, Höflichkeit jedem Gast gegenüber eigentlich ein absolutes "MUSS", aber...

Wir hatten 2015 auch so ein ähnliches Erlebnis in Leipzig, standen auch wir vor verschlossener Tür und auch nach mehrmaligen Klopfen öffnete sich diese nicht. Was nun...?

Unsere Reaktion war..., Heimfahrt noch am Abend, aber ich muss sagen, wir hatten auch nur eine 1,5 stündige Rückfahrt und die nimmt man dann inkauf.

Ja, schade eigentlich, dass einzelne Personen im Dienstleistungsbereich manchmal immernoch denken, sie wären "die Könige" und den Ruf einer ganzen Stadt vernichtend trüben können..., denn das hat die Stadt Leipzig wirklich nicht verdient, hat sie sich zu einem Magnet entwickelt und ist sehenswert und mit viel Geschichte behaftet.

In dem Sinne, nicht ärgern, lohnt eh nicht, macht nur krank!

Kristine
Allegra war diese Zimmervermieterin nicht angekränkelt
- mit leichtem Gruseln habe ich Deinen Bericht
gelesen, liebe Uschi.
Wer da so alles meint, an der Buchmesse mitverdienen zu müssen!

Grüße von Allegra
uschipohl du sagst es, ein bitterer Nachgeschmack ist bis heute geblieben, wobei Leipzig bestimmt eine sehr sehenswerte Stadt ist.
Das Zimmer war nicht einmal besonders günstig, denn für den Preis, den wir bezahlen mußten, logierte ich auch schon mal in einem Düsseldorfer Hotel

hab Dank für deine Gedanken
herzliche Grüße
uschi
Willy Dumm, dass solche unerfreulichen Dinge, auch immer einen leichten Schatten auf die Stadt werfen.
Privatpensionen halten oft Überraschungen bereit, was in Hotels kaum vorkommt.
»Mein Leipzig lob ich mir.« schrieb einst Goethe, aber er war sicher besser untergebracht, als ihr.

b.G.
W.

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