Nach fast einem Jahr von Johann Hoffer Sept. 2015


Nach fast einem Jahr
Der Erich zog damals von der F3 mit mir ins selbe Zimmer auf der D5 ein und die Marion wurde im Pausenraum unsere Tischdame bis zu meiner Entlassung nachdem am Mittwoch den 26.03.2003 nachmittags beim Kaffee trinken uns drei der Termin unserer Entlassung gesagt worden war, tauschten wir unsere Adressen und Telefonnummern aus, damit wir auch zu Hause in Verbindung bleiben könnten, was jetzt auch schon 12 Jahre lang so geht. Am Freitag den 28.03.2003 ging ich heim am Dienstag darauf wurde Erich in die Schmieder-Klinik in Stuttgart-Gailingen überführt, wo er dann 3 Wochen später nach Hause durfte. Marion konnte ebenfalls mit kurzer Zwischenstation in der Klinik in Stuttgart mitte April nach Hause.

Nun nachdem ich wieder daheim waren, waren die ersten Wochen und Monate meine Familie, das Telefon-Fax und Computer und natürlich mein Traumauto, mein BMW 635 CSI, die am allerwichtigsten Dinge, denn für alles andere hatte ich doch jetzt wieder alle Zeit der Welt, denn ich befand mich doch am Anfang meines zweiten Lebens!

So war doch fast ein ganzes Jahr vergangen bis bei einer Unterhaltung mit meiner Frau und den Kindern im April 2004 beim Geburtstag feiern von meiner Frau die Frage im Raum stand: es wäre sehr interessant wie es Erich und Marion geht. Diese Frage beschäftigte mich in den nächsten Tagen so sehr, bis ich seine Telefonnummer suchte und bei ihm anrief, es meldete sich seine Cilly. Als ich fragte wie geht es Erich, kann ich ihn sprechen, bekam ich aber als Antwort, Felix er ist spazieren gegangen doch es geht ihm langsam besser, er kann bald in der Woche für zwei halbe Tage zur Arbeit gehen, ich sage ihm, wenn er zurück kommt, der Felix hat angerufen und will wissen, wie es dir geht, dann soll er sich selber bei dir melden, Felix sage Fini einen Gruß von mir.

Es war noch keine Stunde vergangen als Erich sich bei mir meldete. Es wurde ein langes Gespräch, in dem wir überwiegend über unsere gemeinsame Zeit in Allensbach redeten, in dem auch der Namen von Marion vorkam. Zum Ende haben wir für einen gegenseitigen Besuch verabredet. Wir einigten uns auf Donnerstag nächster Woche, dass ich und meine Frau nach Weinstadt kommen und dann dort den Termin für einen Rückbesuch abklären können, wozu ich ihm auch eine Beschreibung der Fahrtroute mitbringe. Als wir dann bei Erich zum Besuch eintrafen, gab es für mich eine sehr freudige Überraschung, die sich seine Cilly ausgedacht hatte, denn sie hat mit Marion und deren Bernd ebenfalls vereinbart, dass die beiden zu Besuch kommen, da die ja nur ca.4km fahren müssen.

Nun kann man sich ja vorstellen, dass es für uns drei Marion-Erich und mich ein herrlicher Nachmittag im Wohnzimmer vom Erich mit seiner Cilly dem Bernd und meinem Schatz wurde und beim Kaffe trinken und Kuchen essen über die vergangenen Monate seit unserer Entlassung aus Allensbach zu reden und sehen wie viel Fortschritte jeder von uns drei schon gemacht hat und was noch besser werden kann und muß.

Ja seit diesem Treffen damals bei Erich vor nun schon über 11 Jahren immer noch Kontakt pflegen, sei es per Brief-Telefon-Besuchen-E-Mail mit Marion bis zum heutigen Tag. Auch pflege ich den Kontakt zur Klinik bis heute noch, indem ich zu Ostern und Weihnachten Grüße per Fax schicke, dieses aber nachdem am 11.11.2015 der Tag meiner Entlassung aus der Nach-Reha in Allensbach sich zum 12 mal Jährt und ich Willens bin den Ominösen 16.11.2002 und die ganze Zeit danach bis zum 12 Jahrestag meiner Entlassung am 11.11.2015 endlich ganz ad.acta legen kann und werde, da ich eines in all den Jahren gelernt habe, wenn du gesund und normal nach so einem Unfall wieder wirst und bleibst, bist Du für unsere Medien nicht interessant, denn Du kannst doch Alles wieder selber und ohne Hilfe ganz Alleine tun.

Niederhofen den 18.01.2016 Felix 1941

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Kommentare (1)

Karl Schön, solch eine Erfolgsgeschichte zu lesen. Weiterhin alles Gute,

Karl

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