SOMMERVERGNÜGEN mit zwei Enkelkindern


SOMMERVERGNÜGEN mit zwei Enkelkindern

Sommervergnügen mit zwei Enkelkindern
Im Moment befinden wir Großeltern uns zwischen „Jim Knopf“ und „ Räuber Hotzenplotz“, treten auf rosa Haarspängchen, Papierfetzen, oder Wollkügelchen, einzelne Söckchen, Bonbonpapierchen, oder latschen auf offenes Uhu…..das kläääääbt
Weiterhin macht man zum …...zigsten mal die Tür zu, weils den Großeltern zieht (und Voltaren dann wieder  gebraucht wird.) Es werden Becher nachgefüllt, sammelt Schokoladenstreusel mit Spucke nassem Finger vom Frühstücksbrettchen auf ( bevor sie auf dem Fussboden festgetreten werden. )
Gerne legt man die eh beanspruchten Knochen quietschend auf das Behelfsbett, (damit die Kleinen es kommod haben, liegen diese im Schlafzimmer im Ehebett. Es macht nichts, wenn ein Filzstift ohne Kappe irgendwo zwischen Po und Knie sich im Schlafdress  verfängt, Füße wieder raus, dabei tritt man auf ein Matchbox-Auto welches man beim Aufräumen übersehen hat ..und das piekst in den kleinen Zeh…..
Gerade will ich Grollen, da fällt mir wieder das kleine Papierherz auf meinem Kopfkissen ein: „Omi, gute Nacht, ich hab Dich lieb“, darunter liegt das vom Munde abgesparte Bonbon.
Gestern zeigten wir unseren Enkelkindern die „Ahr-quelle“ , sie fanden es spannend, ich allerdings aufregend, denn plötzlich waren die Worte: Omi, ich muss mal „AA“, in meinen Ohren, aber keine öffentliche Toilette zusehen. Die Restaurants waren noch geschlossen Oweih ,oweih…..
Meine jüngere Enkelin zeigte sich gleich solidarisch mit ihrem Bruder und auch sie meldete sich, das Pipi bereits in den Augen.
Die Bewohner des „ Ahr-quellen-Örtchens  = Blankenheim“ hatten ein Herz für Kinder, als ich privat an einer Tür klingelte und meine beiden dann mit sichtlich „erleichterten“ Strahlen zurück kamen.
Trotz allen kleinen Aufregungen sind wir glücklich mit den beiden, haben zusammen viel Spaß und Vergnügen, gehen ganz in unserem Großeltern-job auf, polieren sämtliche Bänke der Spielplätze, schlürfen mit den Schuhen voller Sand dann nach Hause, dort sind wir groggy, doch die beiden drehen auf…..so sieht momentan unsere Welt aus. Schön bunt ist es in unserer Wohnung, es kleben, schweben, baumeln :  zahlreiche, liebevoll gebastelte kleine Kunstwerke, wie Herzen, Blumen als „Augenschmaus“ herum.
Abends ist großes Badevergnügen mit anschließender „Tom+ Jerry“- Auslaufphase des amüsanten Tages , dabei bin ich ein Stückchen in meine Kindheit eingetaucht. Jedoch stellte ich fest, wie rüde  es in diesen Filmen zugeht. Beim Lesen damals war mir das nicht so bewusst geworden.
Manchmal möchte ich mich nur für einen Augenblick .wie „Benjamin Blümchen „ unsichtbar machen und in einem Versteck eine Runde schnarchen.
Ein „Omi, mich juckt der Mückenstich am Popo, lässt das Schließen der Augenlider gar nicht erst  zu.
Natürlich möchte ich auch die Anstrengung unsererseits erwähnen, aber wenn wir dann abends mit den Worten :
„Heute war wieder ein Himmelstag, umarmt werden und unsere Kochkünste zur „Sternen-Küche“ erhoben wird, dann verwandelt eine warme Durchblutung, die Verschleißerscheinungen sofort in „Glücksmomente und Dankbarkeit“
Diese Ferien sind bereits 10 Jahre Vergangenheit, aber meine Enkelkinder sprechen immer noch davon….
RP.
 

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Kommentare (7)

ladybird

                            Oma Renate = ladybird
bedankt sich ganz 💗lich bei :
Angelika
Kristine,
Uschi,
Laura
Wurzelfluegel und
Syrdal
            für die große Freude, die ich hatte durch Eure Teilnahme an meinem Sommervergnügen mit meinen beiden Enkelkindern, die in Schottland leben und über eine Zeit bei uns in Deutschland waren. Es ist einfach schön mit Euch diese Erinnerung teilen zu können.
Weiterhin freute ich mich über die 💗chen von:
Wurzelflügel, Roxanna, Monalie, Chrisrinelaechel, Komet, Uschi ,Rosi65 sowie Betti , Angelika und Manfred, 💗lichen Dank.
Heute sehen die SOMMERVERGNÜGEN mit meinen drei Enkelkindern ganz anders aus.....
100_7331.JPGjedes Ding hat zwei Seiten: die Enkel unterstützen mich nun bei allen technischen Fragen und leisten Hilfe, außerdem habe ich einen "privaten Taxi-dienst"
so ist jede Zeit wertvoll und schön. Ich wünsche allen Omas und Opas ein solches Band der Liebe zu ihren Enkeln und überhaupt zu ihren Familien,zu haben.
💗lichst grüßt Euch
Renate

 

Tulpenbluete13

Liebe Renate....

Ich weiß nicht wie oft ich laut gedacht habe...ja genauso war es... und mein Gesicht war in einem Dauerllächlen erstarrt..Aber.... Schade nur daß es war....denn
auch meine Enkel sind jenseits der klebrigen Bonbon-Zeit und ebenso weit hinter der
"Ich-muss-mal-pippi"-Zeit..
Sie sind jetzt 14,13,12,11Jahre alt und sind scho soooooo selbstständig....
Zusätzlich zu den handgeschriebenen "Texten" und gebastelten Geschenken und gebackenen Torten kommen jetzt auch noch die SMS mit den holprigen Liebeserklärungen..etwa so verpackt:::Liebe Omi wann kommst du ? Wir haben Sehnsucht nach Dir...(CoronaSperre)

Schön und lustig wie Du das so treffend geschildert hast. Jede Omi kann sich darin wiederfinden....lach..
Und ist es  nicht genauso schön diese Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, wenn man schon richtig Enkel-Erwachsen ist?.... Es tut soo gut.. Das kam gut rüber..

Danke dafür...das hast Du gut gemacht...

lieben Gruß von einer begeisterten 4-fach-Oma...
Angelika

werderanerin

Wie schön erzählt, liebe Renate und ich finde mich in allen Situationen tausendfach wieder...wie oft waren wir auch kaputt, groggy aber letztlich war es immer schön. Niemals möchte ich die klebrigen Zeiten mit Spielplatzbesuch, Eisschlecken u.v.a. missen. 

Mir geht es ähnlich, erst vor kurzem hat unsere Große, heute 15 Jahre jung erzählt, dass sie nichts vergessen habe und das hat uns beide richtig stolz gemacht und uns gezeigt, all die kurzen Nächte haben sich gelohnt. 

Wenn Liebe zurückkommt und man dolle gedrückt wird, ist alles vergessen, was so manch Wochenende hervorgebracht hatte.

Schön wars allemal aber auch anstrengend !

Kristine

nnamttor44

Oh ja, liebe Renate, solche Sternstunden durfte ich auch schon gelegentlich erleben. Und manche vergisst man nie.

Meine Schwester war mit ihren beiden Jüngsten zu Besuch und natürlich interessierte sie der richtige Bach im Garten, wo sie sogar spielen durften. Bis der Jüngere schluchzend herausgeklettert kam, seiner Mama sein demoliertes Knie zeigte: "... mein schönes neues Knie ..." weinte.

Wir mussten uns das Lachen verkneifen, schließlich schmerzte die leicht blutende Schramme den Vierjährigen. Ein schönes Pflaster ließ ihn schnell sein Missgeschick wieder vergessen, der Bach reizte doch zu sehr, weiter darin zu spielen.

Vorgestern erinnerte ich meine Schwester an diese Geschichte, an die sie sich so gar nicht mehr erinnern konnte, schließlich ist inzwischen aus dem Vierjährigen ein erwachsener starker Mann geworden. Aber nun haben wir herzlich über die alte Geschichte gelacht.

Hab Deine Erinnerung gerne gelesen, hat mir ein morgendliches Lächeln geschenkt.

💗lichen Gruß von Uschi

Winterrose

Liebe Renate,
das liest sich wie das Drehbuch zu einem TV-Sketch ! Herrlich !
Ich habe mich beim Lesen wirklich köstlich amüsiert.
Solche Erinnerungen kann einem keiner mehr nehmen. Das sind die Geschichten, die das Leben schreibt.
Hab einen angenehmen Tag und sei herzlich gegrüßt von
Laura, die sich heute über Regen für den Garten freuen darf.

WurzelFluegel

glückliche Enkelkinder und geliebte Omis und Opas - wie kostbar so ein klebriges Bonbon-Geschenk doch ist und wie schön, es immer wieder in der Erinnerungsschatzkiste zu finden 🍬
Heute war wieder ein Himmelstag - ihr habt alles richtig gemacht und eure Enkelkinder werden diese Erinnerungen und das erlebte Glück im Herzen behalten und vlt. in 60 Jahren hier im ST berichten 😉

danke für diese herzerfrischende Geschichte
lieben Gruß
WurzelFluegel

Syrdal


Liebe Renate, das sind soooo schöne Erinnerungen an glückliche Zeiten und einmalige Erlebnisse. Du hast es richtig hübsch erzählt und hoffentlich auch wieder herzlich genießen können beim Neu-Erzählen. Heute weiß man, wie schnell dies alles vergangen ist. – Das Leben hat doch immer wieder Sternstunden, die man so oder in ähnlicher Weise einem jeden gönnen möchte…

Danke für den feinen „Enkelbericht“, habe mich köstlich amüsiert und grüße nun mit Freude nach Köln
Syrdal

 


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