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Aktuelle Themen Die Homoehe in Frankreich

eka231246
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Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von eka231246
als Antwort auf lars vom 27.02.2013, 08:36:37
Lars,

ich kann mir nicht vorstellen, dass Du oft mit sich küssenden Männern oder Frauen konfrontiert wirst. Die Schwulen, aus meinem Freundeskreis, gehen sehr sehr diskret mit ihren Gefühlen in der Öffentlichkeit um.

Gruß Eka
eka231246
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Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von eka231246
als Antwort auf bongoline vom 27.02.2013, 00:23:28
bongoline,

wie kommst Du auf den neuen titel. Unterliegt die Rechtslage bezügl. der Homoehe in Frankreich anderen Voraussetzungen?

Gruß Eka
Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von meli
als Antwort auf bongoline vom 27.02.2013, 00:10:49
Ja ich schäme mich für die Aussagen einiger hier im ST, die das Leben selbst fast schon zu Ende gebracht haben aber immer noch anderen, die ihnen oder ihrer verbiesterten Moral nicht entsprechen, Steine, ja am liebsten ganze Gebirge in den Weg legen wollen. Im Leben sicher selbst von vielen Mitmenschen Mitgefühl und Toleranz eingefordert sind sie nicht fähig oder wollen es gar nicht, im verbohrten Alter gegenüber anderen (andersartigen) Toleranz und Mitmenschlichkeit an den Tag zu legen.


Bongoline,

hisun hatte das ja schon zitiert.

Ich nehme diesen Absatz trotzdem noch einmal heraus, weil er mir persönlich sehr entgegenkommt.
Jeder, der hier am PC sitzt, kann sich über Homosexualität informieren.

Welche Faktoren beim Einzelnen zur Ausbildung einer bestimmten sexuellen Orientierung führen, ist ungeklärt. Grundsätzlich können bei der Entstehung der sexuellen Orientierung zwei Hauptthesen unterschieden werden:

Die sexuelle Orientierung ist schon vor der Geburt festgelegt.
Die sexuelle Orientierung wird erst durch gewisse Identifikationsprozesse in der frühen Kindheit oder auch besondere Abläufe in der Pubertätsphase ausgeprägt.

Außerdem werden Theorien vertreten, die eine Kombination dieser beiden Thesen darstellen. Unter biologischen, evolutionären oder psychologischen Aspekten werden deshalb folgende Themen diskutiert:

Faktoren, die zu Homosexualität beim Menschen führen
Ist Homosexualität durch angeborenen Faktoren bedingt oder beeinflussen diese die Ausbildung der Homosexualität?
Ist Homosexualität auch oder teilweise eine Willensentscheidung?
geschrieben von Wikipedia


In jedem Fall aber auch, wie immer die Homosexualität beim Einzelnen entstanden sein mag, hat kein anderer Mensch über andere Menschen im Rahmen der sexuellen Orientierund und Identität der Richter zu sein.
Hiervon ausgenommen sind ausdrücklich Straftaten im Rahmen der Homo-, Hetero- oder Bisexualität.
Das schreibe ich dazu, bevor sich wieder ein Sturm erhebt, sollte aber eigentlich jedem Leser klar sein.

Meli

Wikipedia Homosexualität

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Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von lara
als Antwort auf meli vom 27.02.2013, 09:08:11
Trage ich Schuld an der Homosexualität meines Sohnes? Was ist Schuld? Wo liegt die Schuld?
Nein, er wurde so geboren. Er war und ist ein normaler Mensch mit Bedürfnissen nach Liebe und Zuneigung. Er ein liebevoller Onkel für seine Nichten und Neffen, ein liebevoller Bruder und Sohn. Ich bin stolz auf ihn!
Hier wurde gefragt warum es so schwer fällt zu sehen wenn zwei Männer sich küssen. Ich muss gestehen dass auch ich lange gebraucht habe, ohne mulmiges Gefühl im Magen die Liebkosungen zu sehen. Woran liegt das? Bei mir mit Sicherheit an meiner konservativen katholischen Erziehung.
Ich bin dafür dass die eingetragene Lebenspartnerschaft durch die Ehe ersetzt wird. Aber genau so bin ich dafür dass Familien mehr und besser vom Staat gefördert werden.
Medea
Medea
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von Medea
Bei den vielen verständnisvollen Befürwortern für die
Homo-Ehe könnte ich mir meinen Beitrag sparen, doch es
überrascht mich, wie vehement und geradezu leidenschaftlich
hier dafür gestritten wird. Gesellschaft ist in stetigem Wandel
was moralische Vorstellungen betrifft, im Mittelalter gab es eine zeitlang eine sehr lockere Badekultur, die wiederum abgelöst wurde
durch kirchliche Körperfeindlichkeit.

Das Unbehagen, was viele hetero-Menschen beschleicht dürfte in der
vorgestellten sexuellen Praxis begründet sein, die landläufig angenommen
wird und ja auch längst zum Schimpfwort und zur Beleidigung geworden ist,
nämlich Arsch-Fi.... Mir ist es schnurz, welche sexuellen Praktiken
die Partner bevorzugen, keiner sollte sich hier auf's hohe Roß setzen.

In meinem Freundeskreis sind einige homosexuelle Paare, durchweg liebenswerte Menschen, ebenfalls Lesbierinnen. Eine Freundin, drei
erwachsene Söhne, hat ihren Mann verlassen und nun eine Frau als
Partnerin. Ich weiß nicht so genau, welche Neigung "angeboren" oder "erworben" wurde, da streiten sich wohl immer noch die Gelehrten.

M.
Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von meli
als Antwort auf lara vom 27.02.2013, 09:20:05
Lara,

ich habe immer wieder gelesen, wie offen und ehrlich Du mit der sexuellen Identität Deines Sohnes umgegangen bist.

Es wäre jedem gleichgeschlechtlich Liebenden zu wünschen, dass Eltern ihre Kinder so annehmen können, wie Du es tust.

Respekt Lara, wirklich großen Respekt zolle ich Dir mit dem Wissen, dass es genau daran in unserer Gesellschaft oftmals mangelt.

Du bist sicherlich einen langen Weg gegangen, um die Ursachen Deines Unbehagens so feststellen zu können, wie Du es hier tust.

Sich von diesen "festgemauerten" religiösen Grundsätzen freizumachen, ist kein leichter Weg.

Meli

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digizar
digizar
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von digizar
als Antwort auf lars vom 27.02.2013, 08:36:37
: Kann nicht zuschauen, wenn sich zwei Männer öffendlich küssen!:

Das darf man nicht öffentlich sagen, Lars;
denn damit wird man mittlerweile als 'Spießer' klassifiziert.
Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von meli
Bin halt noch einer von der alten Garde!
Kann nicht zuschauen, wenn sich zwei Männer öffendlich küssen!
Aber die Zeiten ändern sich, ist auch gut so.
geschrieben von Lars


Hervorhebung von mir!

Lars, es freut mich, dass Du den Wandel der Zeit begrüßen kannst.
Das heißt ja auch nicht, dass Du hinschauen musst. Verlangt doch keiner.

Meli
schorsch
schorsch
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von schorsch
als Antwort auf Medea vom 27.02.2013, 09:21:09
Das Mann-Mann-Verlangen ist ja keine neuzeitliche Erfindung, sondern wurde schon von den alten Griechen praktiziert. Und sogar in gehobenen Kreisen am Französischen Hof war es gang und gäbe, sich Lustknaben zu halten. Dies war wohl die erste "Geburtenkontrolle".

Interessant (auch an mir selber festzustellen) ist, dass Männer sich zwar von 2 lesbischen Frauen aufgeilen lassen können, sie aber das gleiche Spiel unter Männern abstösst.
loretta
loretta
Mitglied

Re: Die Homoehe in Frankreich
geschrieben von loretta
als Antwort auf schorsch vom 27.02.2013, 10:22:39

Interessant (auch an mir selber festzustellen) ist, dass Männer sich zwar von 2 lesbischen Frauen aufgeilen lassen können, sie aber das gleiche Spiel unter Männern abstösst.


Huihhhh schorschi, welch schonungslose Offenheit, zwinka.

Ansonsten kann ich auch nur feststellen, dass Schwule und Lesben sehr behutsam mit dem Austausch öffentlicher Zärtlichkeiten umgehen. Aber eigentlich, wenn ich recht drüber nachdenke - nicht mehr und nicht weniger als Heteropärchen auch.

Ansonsten danke ich allen Senioren, insbesondere dir, bongo, für die konstruktiven Beiträge. Schön zu lesen, dass der diesbezügliche Fortschritt offenbar auch in unserer Generation bereits angekommen ist.

Übrigens, wenn ich drüber nachdenke, kann so auch vielen Waisenkindern ein liebendes Elternpaar und ein schönes zu Hause gegeben werden (siehe Elton John). So hat die ganze Sache doch eher Vor- als Nachteile.

loretta

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