Forum Kunst und Literatur Fernsehen und Film Als Frauen Chef wurden...doku wdr

Fernsehen und Film Als Frauen Chef wurden...doku wdr

pilli †
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Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von pilli †
erinnern und sanft lächeln;

das wird wohl die zweiteilige dokumentation von Beatrix Wilmes heute abend abend 22.45 - 23.29Uhr auf wdr bei mir bewirken.

erinnern werde ich mich an beide grossmütter, die bereits vor dem krieg mit selbständiger arbeit dazu beigetragen haben, den lebensstandard ihrer familien mit zu gestalten und dennoch sicher zu stellen, dass ihre kinder sich gut entwickelten und familiären zusammenhalt gespürt haben. die zahlreichen erzählungen aus der vergangenheit habe ich gerne gehört und sie haben mein leben mit geprägt. das mag der grund sein, warum ich so oft verständnislos reagiere, wenn der wunsch der frauen, sich auch mit kindern beruflich zu entwickeln, nicht überall respektiert wird.

vielleicht bestätigt die doku über die starken frauen manches für mich und eventuell werde ich einiges kritisch sehen...mal gucken!

"Wie würden Sie es finden, eine Frau als Chef zu haben?" Eine Frage, die bei deutschen Männern bis weit in die sechziger Jahre ganz offen Entsetzen und Ablehnung auslöste. Die Vorstellungen davon, welche Rollen und Aufgaben für Frauen passend sind, standen zumeist noch felsenfest. Dabei gab es 1950 schon über 30.000 Frauen, die einen eigenen Betrieb führten, 1960 war die Zahl schon auf über 60.000 gestiegen.
geschrieben von wdr


hier der link zur einführung:

ungeplante karrieren


--
pilli
olga64
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von olga64
als Antwort auf pilli † vom 10.01.2011, 15:00:16
Ja, diese Sendung steht bei mir auch auf der Agenda. War ich doch selbst Chefin mit männlichen Mitarbeitern - es war eine teilweise harte, aber sehr gute Zeit und gehörte zu meinem Leben. Ich wollte es ja so und habe darauf hingearbeitet, es zu erreichen. Bin gespannt, wie dies bei den DAmen im TV klappte. Olga
myrja
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von myrja
als Antwort auf pilli † vom 10.01.2011, 15:00:16
Danke für den Tipp Pilli!

Wenn ich noch wach bin, schaue ich mir diese Sendung auch an.

Myrja

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Urego
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von Urego
als Antwort auf pilli † vom 10.01.2011, 15:00:16

@ pilli

Es ist für mich eigentlich unerklärbar, daß heute noch erwähnt wird, daß irgendwo eine Frau Chefin ist. Selbst zu meiner Berufszeit war das zwar nicht die Regel, aber es kam immer wieder vor und darüber wurde gar nicht mehr diskutiert. Allerdings muß ich gestehen, daß mein Berufszweig in dieser Beziehung mit gutem Beispiel voranging.

Um konkret zu werden und das ist jetzt nicht "fishing for compliments", die beiden besten Chefs meines Lebens waren Frauen. Sie (Frauen), jedenfalls die, die ich erlebt habe, sind aufgeschlossener, oft kompetenter und verständnisvoller als Männer.

Mit verständnisvoller meine ich, daß sie eher ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte anderer Menschen haben. Ach so, nicht zu vergessen! Sie fühlen sich nicht sofort persönlich angegriffen bei sachlicher Kritik.

Das sind meine Erfahrungen mit Damen als Chefs. Aber vielleicht habe ich auch nur Glück gehabt. Jedoch vertraue ich immer auf das alte Sprichwort: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!"

Urego
olga64
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von olga64
als Antwort auf Urego vom 10.01.2011, 17:16:26
[Das sind meine Erfahrungen mit Damen als Chefs. Urego[/quote]

Bereits 1972 gab es ca 25.000 weibliche Chefs - aber wie so vieles zur damaligen Zeit, wenn es Frauen betraf, im Hintergrund. Meist planten diese Damen ja nicht, einmal Chefin zu sein - sie wurden es, weil z.B. der Ehemann verstarb, in der Familie keine männlichen Nachfolger für die Unternehmen waren usw. Und es war nicht so, dass ausschliesslich männliche Mitarbeiter ihre Chefinnen diskreditierten. Es gab auch weibliche Mitarbeiterinnen, die erklärten, sie würden nur für einen männlichen Chef arbeiten. Was soll es - dümmliche Leute gab es halt schon immer.
Heute planen Frauen ihre berufliche Karriere, die immer öfter in das Stadium der Chefinnen mündet. Oft haben diese Damen auch Kinder und wenn es Söhne sind, werden diese später einen solchen Blödsinn nicht nachplappern und völlig normal nur nach sachlichen/fachlichen und evtl. auch menschlichen Kriterien ihre Chefin/ihren Chef beurteilen.
Die Sendung im WDR gefiel mir gut - ich verstehe aber nicht,weshalb sie so spät laufen musste. Sie bestand aus 3 Teilen - ich sah sie mir alle an. Insbesondere gefiel mir die alte Dame, die einen Papiergrosshandel auf Vordermann brachte. Sie ist über 80 Jahre alt, sieht nach wie vor sehr attraktiv aus und als sicher so beschimpfte "Rabenmutter" kann sie auch noch auf einen Sohn verweisen, der eine Professur in Jena hat.
Alle vorgestellten Damen sagten übrigens, sie würden es heute wieder so machen und machten einen zufriedenen Eindruck - dieser ist im Gegenzug nicht immer bei den sog. "Nur-Hausfrauen" anzutreffen, die irgendwann im leeren Haus stehen, weil die Familie flügge wurde und ihre Rolle sich erledigte. Olga
Urego
Urego
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von Urego
als Antwort auf olga64 vom 12.01.2011, 15:08:27


@ Olga64

Im großen und ganzen teile ich die von Ihnen vertretene Meinung. Nur in einem Punkt nicht: Es ist die von Ihnen so befürwortete Arbeit von Frauen, auch wenn kleine Kinder zu versorgen sind.

In diesem Fall muß ich einmal die vielen Mütter in Schutz nehmen, die ihre Kinder gehegt, gepflegt und erzogen haben. Dieser Gedanke entspringt nicht einem kranken Männergehirn, das den Frauen die Emanzipation nicht gönnt, sondern er ist von ganz praktischer Bedeutung.

Wenn Kinder nicht von persönlich nahestehenden Personen erzogen werden, dann werden sie später auch emotional unterentwickelt sein. Hier könnte sich nun wieder eine stundenlange theoretische Debatte anschließen. Das möchte ich nicht. Dafür danke ich allen Müttern, die sich so liebevoll um unsere Kinder gekümmert haben und ihnen die ersten Grundsätze des Miteinanderlebens beigebracht haben. Ich nehme sie alle in den Arm und drücke sie fest als Zeichen meiner Hochachtung!

Urego

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olga64
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von olga64
als Antwort auf Urego vom 12.01.2011, 15:47:16
Urego - die betreffenden Damen werden sich über Ihren Dank freuen. Aber was mich interessiert: wie lange dauert die Kindererziehung? Sie sollte doch nach spätestens 15 Jahren erledigt sein (sonst hat Mutter vieles falsch gemacht). Und was machen die Damen dann, wenn sie im noch sehr rüstigen Alter von ca 40 Jahren sind? Eine kontinuierliche Berufstätigkeit umfasst ca 40 - 45 Jahre - der Job der Kindererziehung nur 15 Jahre? Da stimmt doch was nicht - ausserdem kann es sehr schnell in eine Falle für Frauen ausarten, wenn die Ehen kaputtgehen (und das tun ja viele) und die Frauen vor dem Nichts stehen. Olga
clara
clara
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von clara
als Antwort auf olga64 vom 12.01.2011, 15:52:57
Und was machen die Damen dann, wenn sie im noch sehr rüstigen Alter von ca 40 Jahren sind? (Olga)

Noch bis ins 19. Jahrhundert wurden viele Frauen oft nicht wesentlich älter, als 40 Jahre, wenn überhaupt. Nach dem 12. Kind starben sie dann oft an Erschöpfung. Sie hatten ihre biologische Pflicht getan, die Männer fanden bald wieder eine neue junge Ehefrau.

Nun hat der medizinische Fortschritt und in entwickelten Ländern auch die Einsicht zu Geburtenbeschränkung Frauen sogar ein längeres Leben beschert, als Männern. Heute sind Frauen mit 40 noch als jung zu bezeichnen, und ich bin auch der Meinung, dass sie noch etwas anderes in ihrem Leben machen könn(t)en, als nur jeden Tag die Blumen in der Wohnung zu gießen oder sich ein wenig ehrenamtlich zu betätigen (ich weiß, das ist auch wichtig!).

Das Problem ist nur, dass eine 40-Jährige für einen beruflichen Neuanfang oft als zu alt zurück gewiesen wird, besonders, wenn es sich um hoch qualifizierte Berufe handelt. Viele einmal erlernte Berufe haben sich in der Zwischenzeit auch enorm weiter entwickelt, so dass von daher der Wiedereinstieg schwierig ist. Einige Frauen wagen es manchmal mit der Selbständigkeit, was aber mit Risiko verbunden ist und oft aus verschiedenen Gründen scheitert.

In der Wirtschaft kann kaum jemand Chef werden, der oder die nicht kontinuierlich in einem Beruf gearbeitet hat. Frauen haben einfach noch die schlechteren Karten.

Clara
loretta †
loretta †
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Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von loretta †
als Antwort auf Urego vom 12.01.2011, 15:47:16

Wenn Kinder nicht von persönlich nahestehenden Personen erzogen werden, dann werden sie später auch emotional unterentwickelt sein. Hier könnte sich nun wieder eine stundenlange theoretische Debatte anschließen. Das möchte ich nicht. Dafür danke ich allen Müttern, die sich so liebevoll um unsere Kinder gekümmert haben und ihnen die ersten Grundsätze des Miteinanderlebens beigebracht haben. Ich nehme sie alle in den Arm und drücke sie fest als Zeichen meiner Hochachtung!
Urego


Lieber urego,
ich muss hier doch mal einhaken. Dein Beitrag ist so tendenziös gefärbt, dass man sofort weiß, wo und wie der Hase bei euch lang lief. Du hälst deine Art der Familienführung für das non plus ultra. Das kannst du ja auch, aber bitte dichte doch Kindern und Eltern, die es anders praktiziert haben, nicht etwas Negatives an. Das ist nicht fair.

Ok, das nur am Rande. Dein Beitrag enthält einfach zu viele manifestierte Vorurteile, dass ich das einfach nicht so stehen lassen möchte.

Du schreibst:
Wenn Kinder nicht von persönlich nahestehenden Personen erzogen werden, dann werden sie später auch emotional unterentwickelt sein.

Meine Kinder hatten in der Kita übrigens eine Erzieherin, von der sie heiß und innig geliebt wurden und dieses Gefühl brachten sie auch ihr entgegen. Sie war eine persönlich nahestehende Person, die meine Twins für mehrere Jahre begleitete und zu der ich aufgrund des gleichen Tickens ein super gutes Verhältnis hatte. Außerdem haben Erzieher/innen eine pädagogische Ausbildung, die den Kindern garantiert eher nützt als schadet.

Du schreibst weiter:
Dafür danke ich allen Müttern, die sich so liebevoll um unsere Kinder gekümmert haben und ihnen die ersten Grundsätze des Miteinanderlebens beigebracht haben.

Es kommt für mich so rüber, dass berufstätige Mütter sich nicht liebevoll um ihre Kinder gekümmert hätten. Die Grundsätze des Miteinanderlebens lernt ein Kind übrigens am besten in der Gruppe unter pädagogischer Leitung und nicht unbedingt allein zu Hause bei der Mutter, die die meiste Zeit mit der Haushaltsführung wie Putzen, Waschen und Kochen beschäftigt ist.

Zum Schluss schreibst du:
Ich nehme sie alle in den Arm und drücke sie fest als Zeichen meiner Hochachtung!

Ich habe mich bewusst für Kinder und Beruf entschieden und das war nicht immer leicht mit Zwillingen, aber ich war glücklich dabei, weil ich es so wollte.

So, jetzt darfst du mich in den Arm nehmen und drücken als Zeichen deiner Hochachtung!!!!!

loretta, zwinka
Urego
Urego
Mitglied

Re: Als Frauen Chef wurden...doku wdr
geschrieben von Urego
als Antwort auf loretta † vom 12.01.2011, 20:06:26

@ loretta

Liebe Loretta,

Der Grund meines Beitrages war der Beitrag einer Dame, die permanent und aus welchen Gründen auch immer, gegen die "Nur-Hausfrauen zu Felde zieht. Das kann man ja auch an der Chronologie dieses Threads ersehen.

Ich hatte das Bedürfnis, diese Frauen in Schutz zu nehmen. Das können sie wahrscheinlich selber ganz gut, aber manche eben auch nicht. Es ist für uns alle eine frustrierende Erfahrung, wenn die Lebensarbeit, quasi das Lebenswerk, immer nur abwertend oder als geringfügig dargestellt wird.

Ich muß Dir Recht geben. In meiner Ehe ist der Hase so gelaufen, wie Du meinst. Aber wir hatten keine andere Wahl. Nach der Hochzeit hatten wir schnell zwei Kinder und ein drittes gesellte sich nach einigen Jahren dazu. Wir wohnten nicht in der Nähe der Großeltern, die wir mal schnell hätten einspannen können, sondern im tiefsten Allgäu. Wer hätte uns denn da helfen wollen oder können? Meine Frau war damals (1960) ganz zierlich und mußte mit zwei Kindern, später drei Kindern umgehen. Ich mußte zum Dienst gehen und war froh, wenn ich meine Frau abends etwas entlasten konnte. Da heißt, wenn ich ehrlich bin, konnte ich das nicht einmal immer, denn wir hatten so wenig Geld, daß ich einen Nebenjob annehmen mußte und nach Feierabend noch in einem Betrieb gearbeitet habe.

Und so wird es vielen "Nur-Hausfrauen" gegangen sein. Ich habe meinen Artikel noch einmal durchgesehen und konnte an keiner Stelle bemerken, daß ich Frauen, bei denen es möglicherweise anders verlaufen ist, irgendwelche Fähigkeiten abgesprochen habe. Ich habe den Fehler gemacht, auf andere Varianten der Lebensplanung hinzuweisen, wenn man sie denn hat.

Ansonsten habe ich Dich aber trotdem gern, Loretta. Aber ich kann nicht an alles denken! Ach so, ich glaube, meine Frau war auch ganz zufrieden mit unserer Lebensführung.

Urego

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