Forum Tierschutz etc. Haustiere Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden

Haustiere Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden

chris33
chris33
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von chris33
als Antwort auf olga64 vom 20.07.2011, 17:08:52
Vorab: ich bin keine foren-vielschreiberin
-aber hierzu einige gedanken: aus einem thread (es ging um das kaffeetrinken) habe ich entnommen, daß du hunden nicht sehr zugetan bist. das ist deine sache-ich finde das schade-somit wirst du nie erfahren, wie großartig diese weggefährten sind-ob man nun witwe ,verliebt, arm, reich oder sonstwas ist..

Fakt ist: ich kann mit meinem geld machen was ich möchte (dürre in afrika oder sonstwo) und
wenn genug von dem zeug da ist, kann ich mir ein auto zulegen (du hast doch auch eins),
mir einen hund und /oder eine katze anschaffen oder auch mehrere, und sie versorgen, wie
ich es für richtig halte.
natürlich kann ich zusätzlich tolle reisen machen und was immer -alles von meinem geld!!

Meine großmutter sagte zu mir als kind: "du mußt den teller leer machen, in afrika hungern die kinder".
ich futterte den telle leer - und wurde pummelig. ob den kindern in afrika dadurch geholfen wurde, kann ich nicht sagen- vermute aber nicht!!

Ich kenne einige leute, die trotz hund und katz jährlich für hungernde menschen spenden-ich weiß auch, dass unsere landsleute keine "großen spender vor dem herrn" sind-aber das ist ein anderes thema-gelle!!

übrigens-ich spende auch-und du?

nette grüße
chris33
circe
circe
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von circe
als Antwort auf olga64 vom 20.07.2011, 17:41:18
wieviel wurde den schon gespendet? Ich wollte ganz ohne Hinterlist auf die Reisen von dir hinweisen! (ich weis das wir nicht zusammen gehütet haben, aber hier ist man per Du)
Es hat wohl echt keinen Sinn, dich von deiner Meinung abzubringen. Kulanz ist nicht dein Ding!
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 20.07.2011, 17:08:52
Sehr geehrte Olga.

So wie ich Sie einschätze stehen Sie auf der Sonnenseite des Lebens.
Das ist auch gut so.

Es ist mehr als verständlich dass die von Ihnen gesehene Sendung nicht die Norm von dem Umgang mit den Tieren entspricht. Vielleicht haben diese Damen eine sehr hohe Rente oder sonstiges Guthaben welches sie anders nicht unter die Leute bekommen, ist ja alles möglich.

Der Kontrast von der schrecklichen Hungersnot circa 10.000 Tote zu dem Hundebeispiel, naja .
Ich gehe davon dass es die Ausnahme ist, ansonsten wäre der persönliche Egoismus grenzenlos.

Ich bin überzeugt dass viele Menschen spenden werden.

Philippe

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julchentx
julchentx
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von julchentx
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 20.07.2011, 17:59:42
Lach Astrid, sehr clever, der Spruch gefaellt mir :))
Karl
Karl
Administrator

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von Karl
als Antwort auf olga64 vom 20.07.2011, 17:08:52
Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.
geschrieben von Mahatma Gandhi
Guten Morgen Olga,

Du versuchst einen nicht existierenden Gegensatz zwischen Tier- und Kinderliebe zu kontruieren. Das Gegenteil ist aber der Fall. Beides erfordert Empathie und ist nach meiner Beobachtung eher positiv korreliert. Sicherlich ist die Tierliebe vieler Menschen nicht die Ursache für die Hungersnot in Somalia. Die Ausgaben für Tiere/Kopf dürften im übrigen auch wesentlich geringer liegen als die Ausgaben für Wohnen, Autos oder Reisen jeweils pro Kopf gerechnet.

Eher nachdenklich würde mich machen, dass die Bundeskanzlerin bei ihrer Afrikareise (nur) eine Million Euro für das Flüchtlingslager gespendet hat, aber viele Millionen für Kriegseinsätze zur Verfügung stehen. Wer hat die Äthiopier bei ihrer Invasion nach Somalia unterstützt? Das war der Westen!

Eine Gesellschaft ohne Tierliebe wäre emotional verarmt. Von ihr wäre auch keine Empathie für andere Völker zu erwarten, sie wäre kalt und berechnend.

Das ist meine Überzeugung.

Karl
Mitglied_b12f0f2
Mitglied_b12f0f2
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von ehemaliges Mitglied
als Antwort auf Karl vom 21.07.2011, 07:26:44

Karl
gestatte mir,dass ich mich deinen Aussagen anschliesse!

Die von Olga geschilderten
--sicher nicht nur meinem Empfinden nach--
verachtenswerten Verhaltensweisen einiger Tierhalter,
kann man absolut nicht verallgemeinern!

Und schon gar nicht mit hungernden Kindern oder Menschen überall in der Welt vergleichen!

Tiere sind auch Lebewesen,
das wissen wir Tierhalter und viele Andere sehr gut!

Gudrun

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olga64
olga64
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von olga64
als Antwort auf pschroed vom 20.07.2011, 22:43:17
Diese interessante Sendung hat anscheinend keine(r) gesehen - schade. Ich müsste mich dann nicht wiederholen:
Es wurde eine ca 40-jährige Frau gezeigt, die monatlich für ihren Hund mindestens 1.000.-- Euro ausgibt. Sie ist Controllerin, aber vermutlich in einer SAchbearbeiter-Position, also keine Grossverdienerin. Wenn ihr Gehalt bei ca 2.500.-- Euro netto liegt, hat sie nach Abzug der Hunde-, Miet-, Versicherungskosten nicht mehr viel, um z.B. auch ein gutes Leben mit Mitmenschen zu führen. Diese eine Seite der Geschichte, die unweigerlich zur Isolation mit dem Tier führt, erschien mir interessant.
Genau so interessant, wie ich eben kurz nach dieser Sendung eine solche über die Hungerkatastrophe in Afrika sah - dann machte ich mir Gedanken über die grosse Diskrepanz in unseren GEsellschaften. Ist dies wirklich so unsinnig? Olga
pschroed
pschroed
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von pschroed
als Antwort auf olga64 vom 21.07.2011, 17:16:30
Liebe Olga

Es tut mir leid dass Sie sich wiederholen müssen,, Sorry !

Aus meiner Sicht ist solch ein Verhalten (40 jährige) Frau eher die Ausnahme, aber wer weiss welche unglückliche Erfahrungen in ihrem Leben eingetreten sind um ein solches Verhalten zu entwickeln .
In meinem Umkreis, der relativ gross ist kenne ich keinen einzelnen Fall wo diese Diskrepanz vorhanden wäre.

Es stört mich eher dass die Fernsehsender viel Geld ausgeben um die Zuschauerquote nach oben zu treiben indem sie solche Geschichten veröffentlichen. Das kann ein falsches Bild über den Umgang mit Tieren ergeben.

Eine professionnelle Hilfe wäre vielleicht eher angesagt um dieser Frau zu helfen.

Ich glaube eine Diskrepanz liegt eher an den tiefen Löhne und Renten wo zum Teil fasst ganz Europa betroffen ist (share holder value) wo schon 10 Euro für eine Spende sehr viel Geld sein kann.

Wünsch noch einen schönen Abend

Philippe
Karl
Karl
Administrator

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von Karl
als Antwort auf olga64 vom 21.07.2011, 17:16:30
Liebe Olga,


ich finde es sehr gut, dass Du Dir über die Kinder von Somalia Gedanken machst. Es kommt aber nicht darauf an, irgendwelche wilden Assoziationen zu entwickeln, sondern wenn Du den Menschen dort helfen willst, dann sei behilflich bei der Bekämpfung der Ursachen der Hungerskatastrophe.

Diese Ursachen für die Hungersnot liegen nicht nur am Klima und auf keinen Fall bei einer alten Dame, die auf ihren Hund fixiert ist, sondern die Hauptschuldigen an dem Desaster sind alle jene Politiker, die es so weit haben kommen lassen, dass in Somalia jede staatliche Ordnung fehlt und stattdessen der Bürgerkrieg geschürt wird.

Natürlich sind auch somalische Politiker und Verbrecherbanden an dem Elend beteiligt, aber ein großes Maß an Schuld trifft weder die Chinesen, noch Hunde, sondern den Westen, der in Somalia eine politische Wüste zurückgelassen hat und durch die Unterstützung (und Ermutigung?) der äthiopischen Invasion erneut verhindert hat, dass sich Somalia selbst wieder organisieren konnte. Der Westen hat aus Islamophobie heraus unterstützt, dass zaghafte Ansätze einer neuen Ordnung zerschlagen wurden.

Politisches Denken, olga, ist wichtiger als einer armen alten Frau den Hund nicht zu gönnen.

Karl
Felide1
Felide1
Mitglied

Re: Menschen und ihr Verhältnis zu Hunden
geschrieben von Felide1
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 21.07.2011, 11:29:55


Gudrun,

da fällt mir ein Zitat von Louis Armstrong ein,welches besagt: mit einem Schwanz wedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.

LG Felide

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