Innenpolitik Mindestrente

freddy-2015
freddy-2015
Mitglied

RE: Mindestrente
geschrieben von freddy-2015
als Antwort auf Karl vom 13.02.2019, 11:45:48
Karl in bin kein Pessimist,
ich sehe das so wie es ist und wie es kommen wird.
Es ist ja im Moment so, dass es vielen Menschen (ca.85-90%) gut geht.
Was auch viele Rentner vergessen ist die Tatsache, dass sie nicht mehr am Produktionprozess/Arbeitsprozess beteiligt sind und trotzdem denke
das es so weitegehen müsste mit dem Leben.
Wenn wir uns auf das Thema Mindestrente begrenzen,
dann hat der Mindestlohn Null damit zu tun.
Dieser einst eingeführte Niedriglohnsektor (400/450 Euro Job) ist auch heute noch nicht tragend für die Niedrigrente der heutigen Rentner.
Da wird einfach zuviel vermischt.
Das ist eine Sache für die nächste Zukunft und mal ehrlich, wer macht sein Leben
von einem 450 Euro Job abhängig.???
Das war ursprünglich für Hausfrauen und Rentner gedacht um den Firmen zu helfen.

Aber jetzt mal zu den Fachkräftemangel, da habe ich immer von der Industrie/Wirtschaft gehört das es zuwenig gibt.
Da kann ich mich gut erinnern.
Zuwenig Ingenieure, alle wollten Ing. studieren, dann wieder eine Schwemme....
Wir sollten nicht alles glauben, denn wenn es genügend gäbe und sie eingestellt würden,
für wie lange.???
Die Arbeitslosen zu vermitteln fällt schwer,
die Migranten zu vermitteln fällt genauso schwer.
Wenn gezielt im Ausland suchen und dafür gibt es die Jobs-Scouts, schon mal gehört.
Die grasen alles ab und vermittel jeden der was kann.
Das war schon früher zu meiner Zeit so.

Fakt ist Karl, einfache Arbeiter werden nicht mehr gebraucht.

Neue Berufe werden entstehen, aber die Dynamik lässt nach, dass kann man vergleichen.
We work together,
dass war früher mal auf dem Feld beim Korn-Mähen das macht heute noch ein Mähdrescher mit einem Arbeiter/in bald auch das nicht mehr.
Standardentwicklungen werden auch die Comps übernehmen.
Komponisten arbeiten auch heute schon mit Maschien/PC`s.etc.

Wenn ich so manche Tarifforderungen höre,
da kann ich nicht glauben das diese Löhne in 5 Jahren noch bezahlt werden können/werden.
Mal sehen, es bleibt spannend.

 
lupus
lupus
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RE: Mindestrente
geschrieben von lupus
als Antwort auf werderanerin vom 13.02.2019, 11:42:52

Zur Einschätzung meiner Frage konntest du dich nicht recht entschließen.Lächeln
lupus

lupus
lupus
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RE: Mindestrente
geschrieben von lupus
als Antwort auf freddy-2015 vom 13.02.2019, 11:39:05

Unglaubliche Prognose!
Das Hungern kann teuer werden wie man bei Fastenveranstalltungen sieht.
Müde
lupus


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dutchweepee
dutchweepee
Mitglied

RE: Mindestrente
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 04.02.2019, 20:41:42
Wir leisten uns Billiglöhne und am Ende müssen wir alle dafür bezahlen. Warum also nicht die Beschäftigten gleich anständig bezahlen? Ich denke ganz besonders an das Pflegepersonal, auch an den Friseurberuf, Reinigungspersonal. Wenn diese Berufe leistungsgemäß bezahlt würden, dann wäre auch deren Rente ausreichend.
geschrieben von Bruny
Aber das wäre doch furchtbar, Bruny. Wenn das gut bezahlt würde, gingen doch viel zu viele Menschen in Pflegeberufe, Rettungsdienste oder würden für Ordnung sorgen. Plötzlich gäbe es keiner Zahnarztfrauen, Sparkassenfilialleiter, Bundeskanzlerinnen oder Immobilienmakler mehr ...dann bricht unsere heile Welt zusammen.
sittingbull
sittingbull
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RE: Mindestrente
geschrieben von sittingbull
als Antwort auf ehemaliges Mitglied vom 04.02.2019, 20:41:42

Wir leisten uns Billiglöhne und am Ende müssen wir alle dafür bezahlen. Warum also nicht die Beschäftigten gleich anständig bezahlen? (Bruny)

das ist die zentrale Frage , Bruny , die die SPD wieder ausspart , um es sich mit dem Kapital nicht zu verscherzen . 
"Respektlöhne" würden nämlich die "Arbeitgeber" in die Pflicht rufen und das kann ja kein "Sozialdemokrat"
ernsthaft wollen.

entsprechend wird jeder der genau hinkuckt , feststellen , dass das gesamte "Sozialstaat 2025"- Paket der SPD eine reine Luftnummer ist ... ein Tanz um den sprichwörtlichen heissen Brei .

und damit die "Aufforderung zum Tanz" vom Klassenfeind nicht allzu ernst genommen wird , hat Andrea Nahles schon mal beruhigt : in der Koalition wird das eh alles keine Rolle spielen "Null Thema" .

bleibt die Frage : Wann dann ?

sitting bull


 
werderanerin
werderanerin
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RE: Mindestrente
geschrieben von werderanerin
als Antwort auf lupus vom 13.02.2019, 13:27:52
Sorry, hatte ich etwas vergessen..., natürlich ist mir klar, dass es um die betroffenen Rentner oder die es jetzt werden, geht...und die sollen eine Erhöhung auch bekommen.

Mir geht es aber auch um die Zukunft und Rentenmodelle, die für Alle ein Auskommen sichert, damit Keiner am Existenzminimum knabbern muss !

Kristine

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lupus
lupus
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RE: Mindestrente
geschrieben von lupus
als Antwort auf dutchweepee vom 13.02.2019, 13:45:33

Hallo Dutch
Gefällt dir das Rentenmodell der Niederlande nach der etwas genaueren Betrachtung immer noch so gut?
Da wird es hier aber einige Rentner geben denen das kaum gefallen kann.

Übrigens machen die paar Bundeskanzlerinnen das Kraut auch nicht fett.Tränen lachen
lupus

olga64
olga64
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RE: Mindestrente
geschrieben von olga64
als Antwort auf Karl vom 13.02.2019, 11:45:48
Warum so pessimistisch, Freddy?

Wenn ich derzeit lese, dass Hundertausende von Fachkräften fehlen, wir unbedingt Migranten brauchen, damit die Wirtschaft nicht kollabiert, dann glaube ich nicht an die dramatischen Arbeitsplatzverluste durch die Digitalisierung. Es werden viele Berufe wegbrechen, dafür aber viele neue entstehen. 

Um die Armut zu bekämpfen, braucht es eine Anhebung des Mindestlohns, wieder eine stärkere Tarifbindung der Löhne (die Arbeitnehmer haben sich hier sehr ins eigene Bein geschnitten, dass sie die Gewerkschaften en masse verlassen haben) und m.E. als Sofortmaßnahme durchaus auch die Heilsche Mindesrente oder etwas ähnliches.

Karl

 
geschrieben von karl
Die Anhebung des Mindestlohnes von jetzt 9.19 auf 12. Euro ist eine mehr als wackelige Angelegenheit (und wird es in diesem Tempo m.E. auch nicht geben). Wie ich schon zu erklären versuchte, muss es ja jemanden geben,d er diese auch bezahlt. Bei kleineren Unternehmen dürfte es zu einem Wegfall dieser Jobs führen.

Eine wieder stärkere Hinwendung zu Tarifverträgen wäre hilfreich; aber hier sind auch die Gewerkschaften gefragt, die dieser Loslösung in den letzten Jahren recht tatenlos zugesehen haben. Hier sollten endlich auch die Pflegekräfte einen höheren Organisationsgrad anstreben, denn gemeisam kämpft sich auch besser. Man sieht dies an den Erfolgen für Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst, bei der IG-Metall, beim Flugpersonal usw.
Aber das Wichtigste ist m.E. (auch für die zukünftigen Arbeitsmärkte) die persönliche Qualifizierung des Einzelnen, die ebenfalls vom "Staat" gefördert werden muss. DAs ist der einzige Weg,wenn man vom Mindestlohn weg will und die Zeichen stehen gut: wenn Tätigkeiten wegfallen, die geringer bezahlt und qualitativ weiter unten angesiedelt sind, bedeutet dies auch, dass andere Jobs mehr nachgefragt sind.
Z.B. habe ich mich nach der Plasberg-Sendung bei dieser "vorgeführten" Dame, die als Reinigungskraft im Krankenhaus arbeitet, gefragt, warum sie nie auf die Idee kam, z.B. den Beruf der Krankenschwester o.ä. zu erlernen. M.W. hatte sie keine Kinder (wurde jedenfalls nicht erwähnt, dass sie Familienzeit über einen längeren Zeitraum nahm) und ist alleinstehend. Nach meiner Schätzung dürfte sie ca 50 Jahre sein; es ist also auch heute noch nicht zu spät, sich weiter zu qualifizieren, um dann bis zur Rente in ca 17 Jahren das Rentenkonto noch aufzufüllen.
Und diese Berufe sind ja seit Jahren sehr stark gefragt.
Wer nun auch in diesem Thread die alten Klischees bedient, diese Berufe seien schlecht bezahlt, sollte sich lieber mal an den Realitäten orientieren. Da gibt es die Gehälter von 3.000.-- brutto monatlich plus Zulagen; wird natürlich nur Teilzeit gearbeitet, reduziert sich das Gehalt logischerweise.
Auch bei Friseuren sollte man näher hinschauen: oft sind die Grundgehälter auf Mindestlohn-Basis (bei sog. Kettenfriseur-Läden). ABer dort gibt es auch Trinkgelder. Meine Friseurin beziffert diese mit monatlich ca 600.- Euro (brutto für netto), wie sie mir erzählte. DAs sollte man dann fairerweise zum normalen Gehalt noch addieren.
Würde in jedem Fall mehr bringen als einige Auftritte in Talkshows, wo sie sicher keine grosse Hilfe für ihre persönliche Situation erwarten kann. Olga
lupus
lupus
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RE: Mindestrente
geschrieben von lupus
als Antwort auf werderanerin vom 13.02.2019, 14:50:17

Deshalb hatte ich so gefragt.
Nach meiner Schätzung bringt 10% mehr Mindestlohn wenn er 10Jahre! wirkt  20 Euro mehr Rente.
Bin gespannt ob jemand einen besseren Wert liefern kann.
Man muß schon wissen was eine Forderung wirklich verändert.
lupus

Bago
Bago
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RE: Mindestrente
geschrieben von Bago
als Antwort auf lupus vom 13.02.2019, 15:04:49

Was genau Dutch geschrieben hat über das Niederländische Rentensystem weiss ich nicht,aber eins kan ich jedenfalls sagen,das Niederländische system ist viel besser als das Deutsche.Ich kann das schon wissen,ich bin Niederläner und bekomme auch Rente aus die Niederland.

Alle Menschen,die in Holland wohnen bekommen wenn sie ca 67 Jahre sind Staatrente,man braucht nicht gearbeitet haben, aber in Holland wohnen oder gewohnt haben.
 
Wenn  man 50 Jahre in holland gewohnt hat bekommt man Als allenstehende € 1215,00 pro Monat
Verheiratet € 1645,00.

Un dann kriegt man noch meistens ein Betriebsrente.

ES sollte im Endeffekt minimal 70% sein von letzten gehalt.

Ist alles ein Bischen einfach umschrieben, aber so sieht das System aus.

Ist also wesentlich besser als das Deutsche System oder lieg ich da falsch?

Bago


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