Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph

Internationale Politik Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph

justus39 †
justus39 †
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf olga64 vom 30.11.2012, 17:20:43
Da bin ich erst einmal neugierig ob sich Deutschland auch aus dem politischen Geschehen im Nahostkonflikt heraushalten wird zu dem sie keine klare Meinung zeigt.

justus
olga64
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von olga64
als Antwort auf justus39 † vom 30.11.2012, 17:34:26
Deutschland wird sich nach wie vor nicht heraushalten, sondern durch diese Enthaltung auf diplomatischem WEge zur Lösung, wenn es eine solche jemals geben wird, mehr beitragen können.
Sollte es zu militärischen Lösungen kommen müssen, wäre auch Deutschland in die Nato mit eingeschlossen und sich der historischen Verantwortung sicher gut bewusst. Das Nein bei Libyen wurde nicht wiederholt - und da finde ich die Enthaltung, die Türen offen lässt, den besseren WEg. Olga
eka231246
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von eka231246
als Antwort auf clara vom 30.11.2012, 16:51:12
Danke Clara!! für die Neunmal klugen: Auch die Enthaltung vom Amerika war eine diplomatische Entscheidung und vor erst eine richtige!

Eka

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hinterwaeldler
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von hinterwaeldler
als Antwort auf justus39 † vom 30.11.2012, 17:34:26
Im richtigen Moment hat der israelische Historiker Shlomo Sand sein Buch „Die Erfindung des jüdischen Volkes“ auf den Markt gebracht und er macht darin offensichtlich ein paar Richtigstellungen. In der Buchbesprechung des Schweizers Heiko Flottau liest sich das so:
[i]Es gibt keine Kontinuität zwischen dem im Alten Testament erwähnten Erez Israel, dem „Land Israel“, und dem heutigen Staat Israel. Ein weiterer Befund: Juden stellen eine Religionsgemeinschaft dar, aber keine eigenständige Ethnie, kein eigenständiges Volk also – ebenso wenig, wie es ein buddhistisches, islamisches oder christliches Volk gebe. Und: Die Juden in aller Welt – etwa in Äthiopien, im Jemen, in Osteuropa hätten stets den Einwohnern dieser Regionen geähnelt. Ihr Judentum stamme aus Bekehrung, Übertritt, hervorgerufen durch den Umstand, dass das Judentum als erste monotheistische Religion eine grosse Überzeugungskraft ausgeübt habe.

Und überhaupt - die „Rückkehr ins Land der Väter“. Wohin kämen wir, fragt der Autor, wenn etwa die Indianer ihr Recht auf Manhattan geltend machen würden oder die Serben ins Kosovo zurückkehren wollten, weil sie dort im Jahre 1389 in einer verhängnisvollen Schlacht geschlagen worden seien? Man könnte die Beispiele fast endlos fortsetzen: Deutsche zurück in die Ostgebiete, Polen zurück in die Ukraine – eine ständige Weltvölkerwanderung und ein ständiger weltweiter Krieg wären die Folgen.
[/indent]
Diese Feststellungen sind zweifellos exakt.
Quelle: http://journal21.ch/die-erfindung-des-landes-israel
wolfgang
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von wolfgang
israel schafft sich ab
wie immer, wenn die uno palästina recht gibt und israel abstraft, läuft die israelische regierung amok. heute hat sie dem bau von weiteren 3000 wohnungen für israelische siedler in palästina grünes licht gegeben. diese siedlungen sind unrecht.
---
w.
lars
lars
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von lars
als Antwort auf wolfgang vom 30.11.2012, 19:19:09
Die Israeli begeben sich damit ins abseits!
Sind egoistisch geworden, und andere Meinungen der meisten Länder kümmert sie nicht. damit werden sie immer mehr isoliert, zu Glück haben sie noch die USA im Rücken, der jüdischen Lobby sei dank in Amerika!

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Skorpion49
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von Skorpion49
als Antwort auf lars vom 30.11.2012, 19:59:28
Leider hat Isael nicht nur die Unterstützung der USA. Auch die BRD hat ja die Kriegstreibung der Israelis als Staatsräson ausgegeben. Hat ja eine Frau ausgesprochen, welche keine Kinder hat und nicht wissen kann wie einer Mutter zumute ist,deren Kind im Krieg getötet wird für Interessen, welche nicht die Seinen sind.
Wenn die Schwafelei von Westerwelle und Merkel ernst wär, wo bleibt der Aufschrei gegen die Fortsetzung des Siedlungsbaues? In dem man dem Nachbarn ständig weiteres Land raubt, kann man keinen Frieden schaffen. Warum sagt Deutschland nicht, Mit weiteren Siedlungsbau keine weitere finanzielle und moralische Unterstützung.
Man kann nicht die Verbrechen des 3. Reiches mit Duldung, ja mit Unterstützung neuer Verbrechen sühnen.
Skorpion49
Skorpion49
Skorpion49
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Re: Noch nicht der Sieg, aber ein Triumph
geschrieben von Skorpion49
als Antwort auf olga64 vom 30.11.2012, 17:45:31
Deutschland wird sich nach wie vor nicht heraushalten, sondern durch diese Enthaltung auf diplomatischem WEge zur Lösung, wenn es eine solche jemals geben wird, mehr beitragen können.

Damit unterstützt Deutschland die Expansionspläne Israels.
Sollte es zu militärischen Lösungen kommen müssen, wäre auch Deutschland in die Nato mit eingeschlossen und sich der historischen Verantwortung sicher gut bewusst. Das Nein bei Libyen wurde nicht wiederholt - und da finde ich die Enthaltung, die Türen offen lässt, den besseren WEg. Olga

Werte Olga
Wenn es zum militärischen Verbrechen, sie nennen es Lösung, kommt,wieso muß dann die Nato mit machen? Ist Israel Mitglied der Nato? Tritt der Bündnisfall ein, wenn Israel andere Völker überfällt? Und historische Verantwortung? Für die Einrichtung von zwei Staaten (Aber nicht in den heutigen Grenzen mit den von Israel widerrechtlich bestzten Gebieten) und damit der Schaffung von Frieden .OK Aber sonst ?
Skorpion49
miriam
miriam
Mitglied

Re: Ausdrücke wie Sieg oder Triumph - warum haben diese so wenig mit dem Frieden zutun?
geschrieben von miriam
Lassen wir denjenigen die ihre nicht einmal klammheimliche Freude hier zum Ausdruck bringen, doch ihre Genugtuung!
Mit ihnen eine richtige Diskussion hier zu führen – lohnt sich wirklich nicht.

Soll man hier erklären, dass ein beachtlicher Teil der Israelis das Ergebnis der Abstimmung als positiv bewerten?
Sie sind sich ja bewusst, dass der Friede in ihrem Land, keinen anderen Weg gehen kann.
Sie sind nämlich, nach den Tragödien des zweiten Weltkrieges, noch mehr vom Realismus bzw. von der Geschichte ihres (meines) Volkes gezeichnet, als sie es früher auch schon waren.

Wolfgang $ Co jubeln. Na und? Und ich wiederhole: gönnen wir ihnen doch ihre Freude. Diese hat nichts mit der Geschichte zutun, sondern mit den eigenen Prägungen.
Über diese Art von Prägungen, sollte vielleicht ein wenig nachgedacht werden.
Sie (die Prägungen dieser Art) weiter als einen bestimmenden Faktor für unsere Zeit zuzulassen, ist mehr als bedenklich.

Am Ende noch dieses kurze Gedicht, vielleicht sagt es manchen mehr, als die Reflexionen die weiter oben zu lesen waren.

Oh Mensch! Gieb Acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
„Ich schlief, ich schlief -,
„Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -
„Die Welt ist tief,
„Und tiefer als der Tag gedacht.
„Tief ist ihr Weh -,
„Lust – tiefer noch als Herzeleid:
„Weh spricht: Vergeh!
„Doch alle Lust will Ewigkeit -,
„- will tiefe, tiefe Ewigkeit!“

(Friedrich Nietzsche: Das Nachtwandlerlied 12 (aus: Also sprach Zarathustra)



Miriam
karl
karl
Administrator

Re: Ausdrücke wie Sieg oder Triumph - warum haben diese so wenig mit dem Frieden zutun?
geschrieben von karl
als Antwort auf miriam vom 01.12.2012, 12:14:24
Liebe Miriam,

da ich ahnte, wer sich in diesen Thread hängen würde, der m. E. schon wegen des Eröffners nur völlig einseitige Bauchgefühle und wenig Argumente hervorbringen würde, hatte ich einen alternativen Thread zum Thema eröffnet.

Karl

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