Forum Politik und Gesellschaft Internationale Politik USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen

Internationale Politik USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen

adam
adam
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von adam
als Antwort auf justus39 † vom 09.08.2014, 16:18:58
Putin, der hellseherische Husar, der sich nicht in die Karten gucken läßt und Vorsorge getroffen hat? Putin wird's richten? Den Du aber nicht in Dein Herz geschlossen hast?

Justus, was Du da schreibst, ist Personenkult vom Feinsten!

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adam
ehemaligesMitglied46
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von ehemaligesMitglied46
als Antwort auf justus39 † vom 09.08.2014, 16:18:58
Du hast natürlich von A bis Z recht, justus. Wie man dabei auf Personenkult kommen kann, ist mir schreierhaft.
justus39 †
justus39 †
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von justus39 †
als Antwort auf ehemaligesMitglied46 vom 09.08.2014, 18:18:59
Es lohnt sich nicht, darüber nachzudenken.
Ich wünsche ein schönes Wochenende.

justus

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luchs35
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von luchs35
als Antwort auf Loana vom 09.08.2014, 16:04:25
Mir stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob es immer die USA und Europa sein müssen, die die Kartoffeln für andere Länder aus dem Feuer holen müssen, um sich dann als kolonialistisch und ausbeuterisch beschimpfen zu lassen. Das Problem IS ist in den islamischen Staaten hausgemacht und deshalb betrifft es auch zuerst diese Länder.
geschrieben von Adam:


Das kann man auch von zwei Warten aus betrachten,Adam: Nachdem mit verlogenen Argumenten Expräs. Bush jr. den Irakkrieg von Zaun gebrochen hatte und Gaddafi, dem auch keiner eine Träne nachweinen muss, umgebracht wurde, begannen mit den neuen "Herren" auch die innenpolitischen Querelen, indem die Sunniten und Kurden immer weiter von den eingesetzten und unterstützten herrschenden Schiiten rausgedrängt wurden und die bisher einermassen funktioniernede Zusammenarbeit zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden zerstört wurde. Diese begannen sich immer mehr die Köpfe einzuschlagen, bis sich die ersten radikalen Splittergruppen bildeten. Den letzten und bislang schlimmsten Ausläufer erleben wir gerade mit der ISIS Terrorgruppe, die sich nach dem Abzug der USA -Truppen mit deren hinterlassenen Waffen versorgen konnte.

Dies war der Beginn der heutigen Katastrophe.
Die IS-Terroristen sind bestens mit modernen amerikanischen Waffen - zusätzlich erst auch noch von den Saudis- ausgestattet. Es ist deshalb nur recht und billig, wenn nun Obama die Kurden ebenfalls ausreichend modern ausrüstet oder zumindest mit eigenen Einsätzen unterstützt. Die Kurden können sich niemals mit ihren uralten Kalaschnikows gegen diese mit US-Waffen ausgerüsteten IS-Banden wehren.

Was mit der Dummheit Bushs begann, wovor genug gewarnt wurde, sehen wir nun als Resultat vor der eigenen Haustür.

Und Irak und Syrien stehen vor dem Untergang.

Nebenbei: der Blick auf die Russen und Putin wird immer "mehräugig" sein, darüber zu streiten lohnt erst gar nicht. Wir sehen nun mal nicht hinter den Vorhang, wo sich im Verbogenen so manches abspielen dürfte, das wir vermutlich erst viel später in den Geschichtsbüchern finden werden.

Luchs
adam
adam
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von adam
als Antwort auf luchs35 vom 09.08.2014, 21:35:02
Ja Luchs,

wenn die USA die Kurden unterstützen, ist das m.A.n. sinnvoll. Der IS ist die Pest. Nur meine ich, daß dort westliche Truppen nichts zu suchen haben. Ganz ähnlich, wie beim Sturz Gaddafis. Dieser Nato-Einsatz ging ja kräftig nach hinten los, weil den Falschen geholfen wurde.

Daß aufgrund von Bushs Krieg den USA alles angelastet wird, was im Irak passiert, schrieb ich ja schon. Früher oder später hätten sie sich im und um den Irak aber auch ohne diesen Krieg die Köpfe eingeschlagen.

Wenn jetzt die Saudis Muffesausen haben oder es ihnen vielleicht an den Kragen geht, wäre das doch ein Ausgleich. Nicht nur dafür, daß sie den Terror mit den Ölmilliarden unterstützt haben. Es müßte nur dafür gesorgt werden, daß das Öl der arabischen Halbinsel nicht in die Gewalt des IS gerät. Dabei könnte die EU den USA sicher helfen. Ansonsten haben die genug damit zu tun, daß Afghanistan, Pakistan und Teile des Jemen nicht in Islamistenhand gerät.

Was Putin angelangt, beurteile ich ihn nicht mehr danach was war, sondern was ist und sich abzeichnet. Putin-Russland ist auf dem Weg in die Diktatur und zwar nationalistisch, konservatistisch und militaristisch. Das wäre für Europa auch eine Katastrophe.

--

adam
Tina1
Tina1
Mitglied

Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von Tina1
als Antwort auf Bruny vom 08.08.2014, 17:21:21
Ich erledige gar nichts, ich kämpfe auch nicht. Aber würde ich kämpfen würde ich mir vorher Gedanken darüber machen was mit unschuldigen Menschen passiert wenn eine ganze Region brennt. Ich würde mit Sicherheit nicht danach von bedauerlichen Collateralschäden sprechen.

Und ja, es erübrigt sich hier ein Szenario zu diskutieren das ich nicht im mindesten beeinflussen kann.

Bruny


Du bist immer schnell dabei mit Kritik in allen Richtungen, du weißt anscheinend auch immer wie was gemacht werden soll.......man hat das Gefühl das die IS-Terroristen u ihre Anhänger in Europa, auch in Deutschland für dich keine Gefahr bedeuten...

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Bruny
Bruny
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von Bruny
als Antwort auf Tina1 vom 09.08.2014, 22:37:37
Deinen Vorwurf muss ich nicht verstehen oder? Was ist falsch daran wenn ich sage dass man sich zuerst darüber einigen soll wohin mit den Flüchtlingen, bevor man anfängt zu bombardieren.
Was ist an dieser Kritik falsch?
nerida
nerida
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von nerida
als Antwort auf luchs35 vom 09.08.2014, 21:35:02
hallo Luchs und hallo Adam
ich bedanke mich als Mitleser für die Art Eurer geführten Diskussion.
Es ist also doch möglich etwas unterschiedlich zu beurteilen und dabei den gegenseitigen Respekt und die Höflichkeitsformen beizubehalten.
Das ist wohltuend


Dies war der Beginn der heutigen Katastrophe.
Die IS-Terroristen sind bestens mit modernen amerikanischen Waffen - zusätzlich erst auch noch von den Saudis- ausgestattet. Es ist deshalb nur recht und billig, wenn nun Obama die Kurden ebenfalls ausreichend modern ausrüstet oder zumindest mit eigenen Einsätzen unterstützt. Die Kurden können sich niemals mit ihren uralten Kalaschnikows gegen diese mit US-Waffen ausgerüsteten IS-Banden wehren.

Ich habe es laut der Medienberichte so verstanden, dass die irakische Regierung jetzt die Kurden mit Waffen ausstattet um gemeinsam gegen die ISIS vorzugehen. Die Amerikaner wollen nur Luftunterstützung leisten.
Nebenbei: der Blick auf die Russen und Putin wird immer "mehräugig" sein, darüber zu streiten lohnt erst gar nicht. Wir sehen nun mal nicht hinter den Vorhang, wo sich im Verbogenen so manches abspielen dürfte, das wir vermutlich erst viel später in den Geschichtsbüchern finden werden.
Luchs

Ich bin in Sachen Putin auch sehr zwiegespalten.
Wenn man bedenkt, dass unsere bisherigen Regierungen immer bestrebt waren selbst mit den schlimmsten Hardlinern im Kreml ein gutes Verhältnis zu pflegen, die z.T. so rigiden Vorgehen der Sowjets in Tschetschenien, Georgien und anderen Satelittenstaaten tolerierten. Auch der Boykott der olympischen Spiele wegen Afganistan erscheint heute einfach nur makaber.
Mir gefiel Putins Weigerung sich in Sachen arabischer Frühling zu engagieren, besonders ins Libyen und auch in Syrien.
Mich irritiert die Vorgehensweise der europäischen Staaten und vermisse eine ganze Menge Weisheit.
adam
adam
Mitglied

Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von adam
als Antwort auf nerida vom 09.08.2014, 23:12:59
Mir gefiel Putins Weigerung sich in Sachen arabischer Frühling zu engagieren, besonders ins Libyen und auch in Syrien.
Mich irritiert die Vorgehensweise der europäischen Staaten und vermisse eine ganze Menge Weisheit.


Daß Putin sich dem arabischen Frühling verweigerte, erscheint mir logisch, weil ein Autokrat, der Demokratie für Schwäche hält, nicht gegen andere Autokraten vorgeht.

Von Politikern Weisheit zu fordern, ist ziemlich viel verlangt. In einer Demokratie lernt der Nachfolger eines auf Zeit gewählten Volksvertreters von den Fehlern seiner Vorgänger. Im schlimmsten Fall irren sich Demokratien voran.

Die Sicht auf den arabischen Frühling war naiv. Daß zu spät bemerkt wurde, wie die Wünsche der arabischen Bevölkerung, nach sozialen Verbesserungen, in machtpolitische Ziele der Islamisten umgelenkt wurde, war blinder Eifer, der sich eine demokratische Entwicklung wünschte. Diese Entwicklung versprach Lösungen für so viele Probleme.

Die härtere Gangart der europäischen Politik irritiert sicher auch deshalb, weil diese Tonart jahrzehntelang den USA überlassen wurde. Die Europäer machten auf Superdemokraten, predigten Toleranz, pachteten das Lächeln für sich und überließen es den Amerikanern, die Grenzen der Toleranz aufzuzeigen. Im Kalten Krieg konnte man das noch als erfolgreich verbuchen, als guter Sheriff - böser Sheriff - Vorgehen. Diese Zeiten sind vorbei. Wir Europäer werden uns nicht nur daran gewöhnen müssen, sondern es muß auch der Letzte begreifen, daß diese Tonart notwendig ist und sie vor allem nur von einem weiter zusammenwachsenden Europa durchgesetzt werden kann.

--

adam
dutchweepee
dutchweepee
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Re: USA. Grünes Licht für gezielte Luftangriffe auf IS-Terroristen
geschrieben von dutchweepee
als Antwort auf adam vom 10.08.2014, 01:17:16
Heute hörte ich in den wdr-5 Nachrichten, dass Obama weitere Luftschläge gegen die ISIS von dem Rücktritt des von ihm unerwünschten irakischen Präsidenten Maliki abhängig macht.

So ganz selbstlos ist also der US-Einsatz wiederum nicht. Geopolitik muss halt stattfinden, wenn Bomben fallen. Da spielen auch von der USA selbst angeordnete demokratische Wahlen keine Rolle mehr, wenn das Ergebnis nicht passt.

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